Beiträge von Tomarcy

    und es ist eine weitere Divetsifikation. Nicht alles Börse.

    Micha aus der Yoga-Gruppe hat sich das jetzt so hingetüftelt:

    Ishares MSCI World thesaurierend komplett verkauft und alles in den Vanguard FTSE All-World als Ausschütter.

    In der Rente hat er eine reale Verbrauchslücke von ca. 400 Euro. Hat sich 40.000 Euro in einen Geldmarkt-ETF gelegt.
    Das war’s.
    Keine Angehörigen, günstige Mietwohnung, kein Auto.

    Jeder Einzelfall ist anders.

    Herzlichen Dank 👍

    Wann schichtest du um?

    Wohl nie,

    Dimensional ist eine texanische Firma. Die gibt’s seit 1981 und ich habe in der Vor-Corona-Zeit in Virginia einen Werbevortrag von denen gehört.

    Ihre Werbung ist schon beeindruckend, sie handeln die Aktien angeblich wesentlich günstiger und intelligenter. Die Konkurrenz sei da lahm und so…

    Deutschland ist aktuell ein interessantes Werbegebiet für ETF……..J.P. Morgan kommt und will mit tollen Tagegeldern die beste ETF-Palette verkaufen…

    Na dann…

    Vor diesem Hintergrund finde ich es ehrlich gesagt ziemlich lächerlich, ausgerechnet in einem Finanzforum bei den Finanzen herumzudrucksen. Ich vermute daher, dass das andere Gründe hat:

    Ich sehe es eher so wie 12345

    Was bringt es dir z.B. wenn ich dir mitteile, dass meine 14-jährige Tochter bei der Deutschen Bank ein Depot in Höhe von 4.373.700 Euro hat ?

    Nichts… die Asset Allocation ist doch viel interessanter.

    Ich habe kurz mal diktiert.

    Titel: „Lebenslang – des klingt doch gut!“

    Ein kleines schwäbisches Bankstück, Herbst 2026

    Ort: Besprechungszimmer der Volksbank Esslingen-Nürtingen-Oberboihingen-Upflamör in Nürtingen

    Auf dem Tisch: Butterbrezeln, Filterkaffee, Prospekte „Altersvorsorgedepot 2027 – Ihre Freiheit im Ruhestand“.

    Personen:

    Roland Häberle, Regionaldirektor, geschniegelt, kalkulierend, gemütlich „wenn’s läuft“

    Andrea Schmid, Anlageberaterin, Spezialistin für Riester und überteuerte Union-Investment-Fonds, Motto: „ETFs ???? Nein, die machen die Leute arm“

    Wolfgang Braun, Produktmanager, spricht gerne in PowerPoint-Sätzen. Hat heimlich ein Depot bei einem Neo-Broker.

    Szene

    (Die drei sitzen am Tisch. Tür geschlossen. Atmosphäre: intern, ehrlich – also sehr ehrlich.)

    Häberle: Also gut. Im Januar geht’s los. Das Altersvorsorgedepot kommt. Zwanzig Jahre Auszahlung, dann ist Schluss.

    Schmid: Von 65 bis 85. Danach nix mehr.

    Braun (nickt): Rein rechnerisch für viele gar nicht so schlecht. Flexibel, transparent, vererbbar.

    Häberle (hebt die Hand): – und für uns?

    (Kurze Pause.)

    Braun: Nun ja. Die Entnahmepläne sind gedeckelt auf 1,5 Prozent Kosten.

    Schmid: Gedeckelt heißt: begrenzt.

    Häberle: Und begrenzt heißt: begrenzte Freude.

    (Sie schauen sich an.)

    Schmid: Aber es gibt ja die Alternative.

    Braun: Die lebenslange Rentenzahlung.

    Häberle (zufrieden): Genau. „Sicherheit bis zum letzten Atemzug.“

    Schmid: Obwohl die meisten den letzten Atemzug gar nicht erleben im Vertrag.

    Braun: Statistisch stirbt ein Teil früher als kalkuliert.

    Häberle: Und wer früher stirbt, finanziert die, die länger leben. Solidarprinzip.

    Schmid: Für uns sehr solidarisch.

    (Sie lachen typisch Schwäbisch.)

    Braun: Die Marge ist dort natürlich… stabiler. Längere Kapitalbindung, kalkulierbare Sterbetafeln, weniger Entnahme-Unsicherheit.

    Häberle: Und emotional viel einfacher zu verkaufen.

    Schmid: Genau. Man sagt nicht: „Mit 85 ist Ihr Geld weg.“

    Man sagt: „Sie bekommen garantiert lebenslang Ihre Rente.“

    Braun: Niemand fragt, wie hoch sie ist.

    Häberle: Hauptsache lebenslang. Das Wort wirkt wie Baldrian.

    Schmid (blättert im Prospekt): Wie gehen wir’s an?

    Häberle: Angst.

    Braun: Klassisch.

    Häberle: Frage Nummer eins: „Was machen Sie, wenn Sie 95 werden?“

    Schmid: Und wenn der Kunde sagt, er glaubt nicht, dass er so alt wird?

    Häberle: Dann sagen wir: „Das haben schon viele gedacht.“

    Braun: Sehr gut.

    Schmid: Und wenn er die 20-Jahres-Variante will, weil sie vererbbar ist?

    Häberle: Dann sprechen wir über Verantwortung. „Wollen Sie Ihrer Familie wirklich zur Last fallen?“

    Braun: Stark.

    Schmid: Und was, wenn jemand durchrechnet?

    (Kurze Stille.)

    Häberle: Dann reden wir schneller.

    Braun: Die ewige Rente hat halt den Vorteil, dass das Kapital bei uns bleibt. Planungssicherheit.

    Schmid: Und wenn jemand mit 70 stirbt?

    Häberle: Tragisch. Für die Familie.

    Braun: Betriebswirtschaftlich sehr solide.

    (Sie nicken sachlich.)

    Schmid: Also Strategie:

    1. 20-Jahres-Variante nur als „riskante Option“ darstellen.
    2. Langlebigkeitsrisiko betonen.
    3. Das Wort „lebenslang“ mindestens fünfmal pro Gespräch.

    Braun: Und immer dazu: „Garantiert.“

    Häberle: Genau. Garantiert klein, aber garantiert.

    (Kurzes Schweigen. Man hört die Kaffeemaschine blubbern.)

    Schmid: Manchmal frag ich mich schon…

    Häberle: Was?

    Schmid: Ob die Leute verstehen, dass sie bei der lebenslangen Variante im Schnitt weniger rausbekommen.

    Braun: Die meisten wollen kein „im Schnitt“. Die wollen „keine Sorge“.

    Häberle: Und Sorge verkaufen wir am besten.

    (Er steht auf, nimmt einen Prospekt und liest pathetisch.)

    Häberle: „Mit unserer lebenslangen Rente genießen Sie Ihren Ruhestand in Sicherheit.“

    (Er senkt das Blatt.)

    Häberle: Und Sicherheit kostet halt.

    Schmid: 1,5 Prozent sind gedeckelt.

    Braun: Aber die Kalkulation davor nicht.

    Wir machen es wie bei Riester. Mit 65 Jahren braucht unsere Partner-Versicherung offiziell EIN DRITTEL der angesparten Summe, um die Zeit von 85 bis zum Tod abzudecken.
    Alles versicherungsrechtlich sauber genehmigt.
    Wir bekommen von der Versicherung natürlich unsern Bonus zurück…

    (Alle drei lächeln.)

    Ich habe es so verstanden, dass der Auszahlplan in Jahrestranchen funktioniert.

    Zu Beginn des ersten Jahres wird genau ein Zwanzigstel ausgezahlt, ein Jahr später vom Rest ein 19-tel….

    Ich ahne es schon….. die Finanzindustrie ( besonders die Volksbanken und Kreissparkassen) werden ihr Klientel schon richtig in die teuersten und dümmsten Produkte lenken…

    Lebensstandard in den NÖ ist freilich höher als im Ruhrpott oder Dunkeldeutschland, aber da ist der Lebensstandard auch in Griechenland höher. Verglichen mit dem Süden Deutschlands sehe ich keinen Vorteil.

    Da sieht diese Dame das aber für Baden-Württemberg anders:

    Am 04.Februar in Stuttgart beim Landtagswahlkampf vor 1000 Zuhörern.

    Für Leute, die sich mit Baden-Württemberg nicht so auskennen:

    Hier ist am 8. März die Landtagswahl.
    Ministerpräsident wollen zwei Männer werden:

    Der 60-jährige studierte Sozialpädagoge Cem Özemir von den Grünen und der 37-jährige Manuel Hagel (Bankkaufmann mit Realschulabschluss) von der CDU.

    Solange ich nicht bilanzierungspflichtig bin, bleibe ich bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Das hält den Aufwand überschaubar und ist für viele Zwecke völlig ausreichend. Außerdem trenne ich strikt zwischen privat und betrieblich und nutze ein separates Geschäftskonto. Das spart mir viel Zeit bei der Zuordnung und verhindert unnötige Rückfragen.

    Sag mal…was ist denn mit dir los ? Geht’s noch? Was schreibst du denn da ?