„Steuererklärung mit wenigen Klicks“ - jetzt wird alles besser?!

  • Einfach die Pauschalen deutlich erhöhen und die für die Bearbeitung Millionen 0815 Steuererklärungen benötigen Beamten dann zur Prüfung der großen Fische einsetzen...

    Nö... alle Pauschalen abschaffen und je nach Einkommen wird mit 25, 35 oder 45% besteuert.
    Bin Team Bierdeckel 🍻

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Hallo zusammen,

    ich habe den Eindruck, dass wir hier alle ein gemeinsames Ziel haben: die steuerliche Erfassung so einfach wie möglich zu gestalten.

    Ich orientiere mich dabei stark an den pragmatischen Empfehlungen von Finanztip: vereinfachen, standardisieren und nur dort Zeit investieren, wo es sich wirklich lohnt.

    Solange ich nicht bilanzierungspflichtig bin, bleibe ich bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Das hält den Aufwand überschaubar und ist für viele Zwecke völlig ausreichend. Außerdem trenne ich strikt zwischen privat und betrieblich und nutze ein separates Geschäftskonto. Das spart mir viel Zeit bei der Zuordnung und verhindert unnötige Rückfragen.

    Belege digitalisiere ich sofort und speichere sie strukturiert ab. So entsteht kein Chaos zum Jahresende.

    Ein großer Hebel ist für mich die Digitalisierung. Über ELSTER nutze ich „Mein ELSTER“. Viele Daten wie Lohnsteuerbescheinigung oder Krankenversicherungsbeiträge sind dort bereits vorausgefüllt und können übernommen werden. Das spart Zeit und minimiert Fehlerquellen.

    Von Bayern finde ich zusätzlich das Modell „Steuererklärung mit einem Klick“ interessant. Ziel ist es, auf Basis der bereits elektronisch vorliegenden Daten eine weitgehend fertige Erklärung bereitzustellen, die man im Idealfall nur noch prüfen und bestätigen muss. Gerade bei einfachen Arbeitnehmerfällen ohne viele Zusatzthemen sehe ich darin einen echten Schritt hin zu weniger Bürokratie und mehr Automatisierung.

    Mein Ansatz ist deshalb nicht, das System kompliziert auszureizen, sondern meinen eigenen Prozess schlank zu halten. Mit klaren Strukturen, Digitalisierung und der Nutzung von Pauschalen bleibt das Ganze für mich gut beherrschbar.

    Die neue Ausgestaltung der App dürfte viele (erstmals) motivieren überhaupt eine Steuererklärung abzugeben.

    LG

  • die Realität sieht leider häufig anders aus... 🤷🏼‍♂️

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soz…n-a-994523.html

    Es wird schon ordentlich Druck gemacht, nicht überall so genau hinzusehen.

    Das steht übrigens im Einklang damit, dass die gleichen Leute es problematisch finden, wenn jetzt alle, die Anspruch auf Sozialleistungen haben, diese auch bekommen und nicht an der Bürokratie scheitern.

    Vermutlich wird diese vereinfachte Steuererklärung hauptsächlich dazu führen, dass viele die bisher keine gemacht haben, es dann tun und ihre rechtmäßige Rückerstattung realisieren. Was tut das am Volumen?

  • Solange ich nicht bilanzierungspflichtig bin, bleibe ich bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Das hält den Aufwand überschaubar und ist für viele Zwecke völlig ausreichend. Außerdem trenne ich strikt zwischen privat und betrieblich und nutze ein separates Geschäftskonto. Das spart mir viel Zeit bei der Zuordnung und verhindert unnötige Rückfragen.

    Sag mal…was ist denn mit dir los ? Geht’s noch? Was schreibst du denn da ?

  • icu habe zwei KI-Tests laufen lassen, sagen beide, 100% Mensch. Glaub das nicht.

    Bin inzwischen soweit, adrianberg auf mint zu setzen. Für sowas bin ich nicht in einem Forum.

    Der hat da irgendwas komisches teingepfriemelt, passt gar nicht….

    Reagiert auch nicht auf die Ansage.

    Mein Lieblingseis ist Minzeis…

  • Hallo zusammen,

    in der Finanztip App gibt es eine hilfreiche und gut nachvollziehbare Erläuterung zu diesem Thema.

    Die neue Möglichkeit, die Steuererklärung abzugeben, wird dort jedoch nicht empfohlen – da dabei viele Aspekte unberücksichtigt bleiben und zahlreiche potenziell absetzbare Kosten außen vor bleiben können.

    LG

  • Ich finde es grundsätzlich gut, dass das Finanzamt eine möglichst niedrigschwellige Möglichkeit zur Abgabe der Steuererklärung anbietet. Elster ist eher ein Großstadtdschungel ohne Richtungsschilder. Da wird man schnell abgeschreckt, wenn man sich nicht etwas auskennt.

    Aber klar, im Vergleich zu kommerziellen Anbietern wird das Angebot sehr wahrscheinlich hinten dran bleiben. Hab den Artikel von Finanztip jetzt noch nicht gelesen, aber wenn dort Punkte wie das Vergessen von absetzbaren Kosten aufgeführt wird, dann gilt das auch für Elster. Die kommerziellen Anbieter müssen ja irgendwie rechtfertigen, wieso man für sie zahlen muss. Also hat man Interviews hinzugefügt, die möglichst jeden Punkt abarbeiten. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass viele Leute die kommerziellen Anbieter meiden, weil sie es nicht einsehen, für eine Steuererklärung noch Geld zu bezahlen. Und Elster überfordert sie dann.

    Da ist dann so ein niedrigschwelliges Angebot natürlich hilfreich. Noch besser fände ich es, wenn die Finanzämter auch dort eine Art des Interviews implementieren würden. Es müssen ja nicht noch zusätzliche Hinweise für mögliche Steuerersparnisse gegeben werden, wie es die kommerziellen Anbieter tun. Aber zumindest die wichtigsten Themen sollten abgefragt werden:

    • Arbeitsweg
    • Fortbildung
    • Kinderbetreuungskosten
    • haushaltsnahe Dienstleistungen bzw. Handwerker
    • Spenden
    • ausländische Kapitalerträge

    Damit dürfte man den Großteil aller Themen für einen normalen Angestellten abgearbeitet haben und die Steuererklarung ist wirklich mit wenigen Klicks erledigt.

  • Hallo zusammen,
    ich sehe das ehrlich gesagt nicht so schwarz-weiß. Klar, wenn irgendwo Affiliate-Links dabei sind, kann man das kritisch sehen. Aber für mich ist am Ende entscheidend, was mir als Steuerzahler wirklich hilft – und nicht, wer woran verdient.

    ELSTER ist technisch völlig okay und vor allem kostenlos. Aber ich muss dort eben selbst wissen, was ich alles ansetzen kann. Das Programm fragt mich nicht aktiv: Hattest du Homeoffice? Bist du umgezogen? Hast du Fortbildungskosten, hohe Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen? Wenn ich das alles selbst im Blick haben muss, besteht aus meiner Sicht schon die Gefahr, dass ich etwas übersehe.

    Gerade bei Dingen wie Fahrtkosten über dem Pauschbetrag, Arbeitsmitteln, Versicherungen, Spenden, Handwerkerleistungen oder auch speziellen Konstellationen wie doppelter Haushaltsführung oder Kapitalerträgen finde ich es hilfreich, wenn eine Software gezielt nachhakt und Plausibilitätsprüfungen macht.

    Wenn meine Steuer wirklich ganz einfach ist, würde ich persönlich auch sagen: ELSTER reicht. Aber sobald es etwas komplexer wird oder ich unsicher bin, kann eine geführte Lösung am Ende mehr rausholen, selbst wenn sie ein paar Euro kostet.

    Für mich geht es daher weniger um „pro oder contra ELSTER“, sondern um die Frage: Wie komplex ist meine Situation und wie sicher fühle ich mich dabei?

    LG

  • Hallo zusammen,

    Finanztip verdient eben an den Affiliate-Links auf die Empfehlungen. Vom Finanzamt gibts nichts. Bei den drei weiteren Gründen dagegen sind zweieinhalb an den Haaren herbeigezogen.

    Finanztip schreibt dazu im Newsletter:

    „In den folgenden Tabellen haben wir für Dich unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Du direkt zur Empfehlung gelangst – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100 % unabhängig“.

    LG

  • Hallo zusammen,

    Finanztip schreibt dazu im Newsletter:

    „In den folgenden Tabellen haben wir für Dich unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Du direkt zur Empfehlung gelangst – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100 % unabhängig“.

    LG

    Das ist bekannt. Es ging mir um "Weitere Gründe, die gegen die ELSTER-Funktion sprechen", die mich teilweise nicht überzeugen. Vielleicht kommt ja zukünftig noch mehr, was die Zielgruppe erweitert.

  • Zurück zum ursprünglichen Thema "Steuererklärung mit wenigen Klicks": Ich sehe darin eine weitere Verschärfung zwischen "Denen da Oben" und "Denen da Unten". Die Reichen und zumeist die besser Gebildeten haben die besseren Grundlagen mehr aus der Steuer rauszuholen, als die Armen und zumeist Bildungsfernen.

  • Zurück zum ursprünglichen Thema "Steuererklärung mit wenigen Klicks": Ich sehe darin eine weitere Verschärfung zwischen "Denen da Oben" und "Denen da Unten". Die Reichen und zumeist die besser Gebildeten haben die besseren Grundlagen mehr aus der Steuer rauszuholen, als die Armen und zumeist Bildungsfernen.

    Ist das nicht eher eine Demokratisierung, wenn diese "Armen und zumeist Bildungsfernen" leichter von einer Steuererklärung profitieren können?

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