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Beiträge von Micho
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Das habe ich auch nicht behauptet, zur Zeit machen die höchstnotierten Unternehmen eben die meisten Gewinne.
Aber nicht pro Dollar Börsenwert. Und das ist das Problem
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Ich sehe die hier teilweise empfohlene Stärkung des europäischen Aktienanteils sehr kritisch. Das ist eigentlich nur eine Scheinlösung, weil gerade in Europa die Situation mit einigen wenigen total überbewertet Aktien versus seit Jahren nur rumgurkenden Firmen von der Marktkapitalisierung her sogar extremer ist als in den USA.
Die so genannte Beimischung lässt dann ganz schön Luft ab, wenn Novo Nordisk (bei denen hat sich das eigene Fett inzwischen fast halbiert) und die niederländische ASML nix mehr reißen.
Kann sein. Kann aber auch sein, dass sowas schon alles eingepreist ist, weil es schon alle wissen. Wäre nicht das erste Mal, dass ein Markt überrascht. Ein liberaler Schwenk in Deutschland, ein überraschender Deal in der Ukraine und good old Germany/Europe geht ab wie Nachbars Lumpi.
Wenn mir vor 5 Jahren jemand erzählt hätte, dass der griechische Leitindex den MSCI World outperformen würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Griechische Aktien sind seit langer Zeit eine Katastrophe. Waren aber auch ziemlich billig. Und siehe da...
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Zum Glück gibt es nicht mehr so viele Kinder in Deutschland...

Die gibt es. Die hocken gefühlt alle bei mir zu Hause und zocken.
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Grundsätzlich ja. Ich denke dabei immer an einen Aktionskünstler - ich glaub es war ein Wiener, der sich ein Holzgestell in den Maßen eines Autos gebaut hat und damit durch die Straßen gelaufen ist. Was wäre eigentlich, wenn alle Nichtautofahrer sich so verhalten würden?
...oder wenn die Kinder wieder anfangen auf Spiel- und Nebenstraßen zu spielen. Chaos, Mord und Totschlag wäre vorprogrammiert.
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Straßen gehören allen...
Der war gut. -
Nach wie vor haben die meisten Menschen ein Übergewicht an deutschen Anlagen, Gehalt/Rente, Immobilien, Tages- und Festgeld. Hier ist zu alles meist 100% Euro und Deutsch, bei USA Aktien ist ein erheblicher Teil weltweit, Apple, Microsoft und Tesla verkaufen überall, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wenn da mal ein Land ausfällt spielt das keine große Rolle. Daher sehe ich’s nicht so dramatisch wie viele andere, zumal ein ETF schnell umschichtet wenn der Wind sich dreht.
Na ja, es gibt ja über 9000 Unternehmen in die man einfach investieren kann. Die allermeisten befinden sich nicht in Deutschland oder der EU. Es besteht also kein Zwang 20% seines Geld in 7 extrem hoch bewertete Unternehmen oder überwiegend in eine Branche zu stecken, weil man seinen Deutschland-Klumpen aus dem Gesamtvermögen haben möchte. Übrigens: Das Argument ,,verkaufen und produzieren weltweit, also okay" wurde widerlegt. Der Sitz des Unternehmens spielt eine erhebliche Rolle und Umsätze außerhalb des Sitzlandes tragen viel weniger zur Diversifikation bei als wenn man Aktien über viele Länder streut.
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Da ließe sich von den USA lernen.
Die haben eine Wegzugsbesteuerung schon recht lange. JEDER US Bürger ist in den USA steuerpflichtig, egal wo man auf der Welt lebt. Der Steuerpflicht kann man nur entkommen, wenn man die US-Staatsbürgerschaft aufgibt. Das machen aber wohl nur sehr wenige Amerikaner.

Und dann greift halt die Wegzugsbesteuerung.
Evtl. sollten die Grünen so ein Modell anstreben.

Das ist wirklich ein Hammer-System. Wobei man dazusagen muss, dass sowas nur funktioniert, weil die USA eine unglaubliche Macht im Finanzsystem haben. Jeder Banker auf diesem Planeten zittert, wenn ein US-Kunde reinkommt. Keiner will was falsch machen, sonst drehen die USA der Bank die Daumenschrauben an. Und das können die mit jeder Bank machen. Egal, ob in Dubai oder im Dschungel. Das Ergebnis: Sobald auch nur etwas nach USA riecht, bekommt man entweder gar kein Konto oder muss sich so nackig machen, dass man auch ohne Koffer hätte anreisen können. Ob das mit Deutschland oder der EU funktionieren kann, bezweifle ich. Wir haben noch nicht mal eigene Kreditkarten. Die meisten Banken und Länder würden uns wahrscheinlich auslachen. Deutschland hat Null Hebel in dem Bereich.
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Man erhebt ja bereits schon heute einen Soli auf die Kapitalertragssteuer, obwohl die meisten Betroffenen laut Einkommenshöhe gar keinen Soli entrichten müssten. Ich wüsste nicht, in welchen "anderen Mantel" ich meine KApitalerträge packen sollte, um dem zu entgehen.
1. Sehr viele dieser Aktien-Millionäre haben ein operatives Unternehmen und könnten ihr Privatvermögen relativ einfach ins Unternehmen geben und dort verwalten.
2. Besteht kein operatives Unternehmen kann man eine vermögensverwaltende GmbH gründen und sich über rücklaufende Darlehen auszahlen lassen. Bei Einzelaktien lohnt sich das schon heute, weil diese im Unternehmensmantel nur sehr gering besteuert werden. Bei ETFs weniger, weil die Unterschiede zu gering sind (immer noch weniger Steuern im Unternehmen, aber die werden von den Kosten aufgefressen). Käme allerdings eine Sozialabgabe hinzu, würde sich das sehr schnell lohnen.
Achtung! Was ich hier schreibe gilt für Menschen mit 1 Mio.+ im Depot. Aufgrund der Kosten für Steuerberater und Buchführung eher ab 5 Mio. Euro. Aber das sind ja genau die, die man belangen möchte.
Und dabei haben wir das Thema ,,Wegzug ins Ausland" noch nicht beleuchtet. Ich kenne keine Personengruppe für die es noch einfacher wäre mit ihrem Vermögen ins Ausland abzuhauen, als Menschen, die leicht verkäufliche und verschiebbare Assets haben von deren Erträgen sie leben. Das dauert wenige Tage. Die Wegzugs-Besteuerung ist zwar ein Ärgernis, aber verglichen mit Steuern+Sozialabgaben relativ human. Zumal es in einigen Ländern weniger bis gar keine Steuern auf Kapitalerträge zu entrichten gibt. Und dafür muss man nicht unbedingt am Ende der Welt leben.
Was mich fasziniert ist, dass man sich gar keine Gedanken zu machen scheint wie sowas auf ausländische Fachkräfte und Investoren wirkt. Die brauchen wir ja unbedingt und die sind ja jetzt schon nicht von diesem Land begeistert.
Was mich ärgert ist diese Inkompetenz. Ein zehnminütiges Gespräch mit einem Steuerberater würde genügen, um zu erkennen, dass sowas eine Schnapsidee ist und nicht funktionieren kann. Mein Gott, der Kerl ist Wirtschaftsminister.

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Zitat von Webseite der Grünen
Unser Vorschlag basiert auf dem Konzept einer Bürgerversicherung: Hier geht es einerseits um die Einbeziehung aller Versicherten in die Finanzierung unseres Gesundheits- und Pflegesystems. Ein weiterer Vorschlag sieht vor, dass künftig auch sehr reiche Menschen in die Finanzierung des Gesundheitssystems einbezogen werden.
Wir sorgen mit Freibeträgen dafür, dass Einkünfte wie Zinsen oder Dividenden, die innerhalb dieser Grenzen liegen, unberührt bleiben. Für normale Sparerinnen und Sparer ändert sich nichts. Wer sich etwas zurücklegt oder privat fürs Alter vorsorgt, soll das auch in Zukunft ohne Belastungen tun können.
Wer Millionen in Aktien angelegt hat und hieraus hohe Gewinne erzielt, sollte sich mit diesem Einkommen genauso solidarisch an der Finanzierung der Sozialversicherungen beteiligen, wie die Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die jeden Tag zur Arbeit gehen und unser Land am Laufen halten.
Wenn Kapitalerträge in die Finanzierung einbezogen werden, können die Beitragssätze langfristig stabilisiert oder sogar gesenkt werden und somit Löhne und Gehälter vor höheren Beitragsabgaben geschützt werden. Wir entlasten somit die arbeitende Bevölkerung.
Ich kann mir schon vorstellen, dass man die Kapitalerträge ab einer bestimmten Höhe mit einer Sondersteuer belegt und diese zweckgebunden ins System laufen lässt. Damit wird die Beitragsbemessungsgrenze umgangen und man kann sofort auch Nicht-GKV-Versicherte belangen. Aber die Betroffenen würden das Geld doch sofort in einen anderen Mantel packen (z.B. Unternehmen). Ich wüsste gar nicht wie man da ran kommen will. Würden die so weit gehen und ins Unternehmenssteuerrecht eingreifen? Das würde diesen Standort ja komplett killen.
Vielleicht fehlt mir einfach die Fantasie, aber das geht doch praktisch gar nicht...

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Da hast du ein weises Wort gelassen ausgesprochen….
Wenn ich mir deine Beiträge der letzten Tage so durch lese, frage ich mich, in welcher Blase du dich eigentlich nicht sehen kannst, weil du ja drin bist und es gar nicht merkst…
Ist doch schön wenn sich hier im Forum jeder seine Welt baut und sie verteidigt.
Wie Kinder, die im Sandkasten ihre Burg bauen und glauben etwas bewirken zu können. Während der Onkel im Westen oder im Osten die Walze startet.
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In was für einer schrecklichen Facebook Gruppe bist Du gelandet, dass diesen Unsinn von Dir gibst? Zu Deiner Medienkompetenz hab ich ja bereits meine Meinung geschrieben. Das ist eine Umfrage nach der Wählerschaft von Autokäufern nicht nach den Autokäufen von Wählern. Aber wen interessieren schon "Details" wie Zusammenhänge und Interpretation von Umfragen, wenn man nur irgendeinen Unfug von sich geben kann.
Siehe auch hier: https://idw-online.de/de/news769681
Ich hatte auch Dir weiter oben noch eine Frage gestellt, die Du ja mal mit Inhalt füllen könntest. Dann könnte man auch mal diskutieren, anstatt ständig Deine alternativen Wahrheiten zu korrigieren.
Die Frankfurter Allgemeine und die Bundeszentrale für politische Bildung. Die Schwurbler-Quellen schlechthin.
Das kannst du dir nicht ausdenken. Aber das macht die grünen Ideologen auch wieder liebenswert. Man kämpft halt in seine Blase so gut es geht. -
Nein,
die Gewichtung ist halt so wie es der weltweite Aktienmarkt, der sich aus allen Marktteilnehmern zusammensetzt, die Länder/Unternehmen bewertet.
Wenn die Dominanz der US Aktienmärkte schrumpft, werden sich andere Regionen/Unternehmen aufmachen und in einem MSCI ACWI/FTSE All World nach oben rutschen.
Das stimmt natürlich. Ich störe mich allerdings trotzdem manchmal an den Aussagen ,,alle Marktteilnehmer". Du hast das sehr sauber formuliert, aber das ist meistens nicht der Fall. Es wird oft von ,,dem Markt" geredet und jede Abweichung von einem marktkapitalisierenden ETF als eine ,,Abweichung vom Markt". Und das sowas schon aktiv wäre und der Versuch den Markt zu schlagen. Aber ist das wirklich so?
Einmal ganz davon abgesehen, dass Indizes wie der MSCI World oder der FTSE All-World einen sehr großen Teil des Aktienmarktes und viele Regionen aktiv ausblenden, ist jeder Index auf Aktien zunächst mal ein kleiner Ausschnitt ,,des Marktes" und die bewusste Entscheidung nicht so anzulegen wie der Markt. Warum? Weil das meiste Geld gar nicht im Aktienmarkt angelegt ist. Anleihen, Geldmarkt, Immobilien, ungelistetes EK usw. werden aktiv missachtet. Wenn man dann also Kritik übt an jemandem, der nicht ,,den Markt" abbildet, weil er weniger US-Aktien im Depot hat, ist das m.E. schwierig.
Kommer hat da schon recht: Wir sind alle weniger passiv als wir uns das einreden.
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Dann sollte aber ein weltweiter Index diesen Weg mitgehen, oder?
,,Mitgehen" ist in dem Fall allerdings die Übersetzung von ,,kostet Rendite". Andererseits ,,verdient" ein marktkapitalisierender ETF während des Aufbaus von Übertreibungen auch mehr Rendite, als ein gleichwertiger(er) Ansatz. Und da teilen sich die Meinungen. Die einen sagen man solle einfach alles durchreiten. Die anderen sagen man solle Übertreibungen aktiv abbauen. Diese Meinungen verändern sich oft sehr schnell, je nachdem in welcher Phase des Marktes man sich befindet. Momentan sind die ,,Durchreiter" oder gar ,,Nur-USA-weil-besser-Befürworter" klar in der Überzahl.
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Hast Du hierfür ne Quelle?
Und gib doch mal ne Antwort auf meine Frage oben.
Der grüne Wähler ist halt auch nur ein Mensch. Ein bisschen älter, ein bisschen weiblicher, vermögender, deutlich mehr Einkommen, ziemlich heuchlerisch und meistens links, das es knallt. Er wechselt aber schnell, wenn es weh tut. Und bei den aktuellen Wirtschaftsdaten kommen die Schmerzen bald und heftig. Meiner Erfahrung nach sind es meistens ganz nette Menschen, denen einfach ein bisschen Weitblick und wirtschaftliche Grundkenntnisse fehlen.
Umfrage unter SUV-Käufern: Grünen-Wähler auf Platz einsLaut einer Umfrage der Beratungsfirma Puls fährt jeder sechste Grünen-Anhänger, der sich im vergangen Jahr ein Auto gekauft hat, einen SUV.www.businessinsider.de
Wahlergebnisse und Wählerschaft der GRÜNEN | Parteien in Deutschland | bpbObwohl die Grünen bei in den Jüngeren überdurchschnittlich abschneiden, kommt das Gros ihrer Wähler aus den mittleren und älteren Kohorten. Die Grünen-Wähler…www.bpb.de -
Das Tolle an dieser Diskussion ist, dass es wahrscheinlich auf 20-30 Jahre völlig egal ist.
Wir diskutieren uns einen Wolf ans Bein und am Ende liegt der eine oder andere 0,2% p.a. vorne oder hinten. Das könnte man auch mit einer anderen Aktienquote erreichen.

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50% USA Anteil wird im Falle eines Crashes nicht viel Unterschied machen zu 67% im Vanguard FTSE All-World. Vorallem ist die Annahme eines Crashes schon mal keine prognosefreies investieren.
Die Unterschiede beim GK-ETF gehen allerdings schon tiefer, als nur ,,geringer USA-Anteil". Der 1% cap bewirkt, dass die sehr hoch bewerteten Unternehmen im Tech-Bereich nicht so viel Platz einnehmen. Tech ist nicht mal die größte Branche. Einen Crash sage ich nicht voraus. Aber die 10-Jahres-Aussicht von Vanguard besagt deutlich, dass die Musik in den kommenden 10 Jahren nicht in den USA spielen wird. Einfach weil Bewertungen halt doch eine Rolle spielen. Und zwar immer. Und wenn man mit 70% dort investiert ist, dann wird sich das auf das Ergebnis auswirken. Klar kann man sagen, dass die forecasts von Vanguard nicht viel wert haben. Lagen sie allerdings bisher falsch? Prognosefrei bedeute ja nicht, dass man den menschlichen Sachverstand ausschalten sollte. Was würde es denn bedeuten, wenn die jetzigen Bewertungen gerechtfertigt wären? Das die größten 7 Unternehmen der Welt bald 40-50% der Gewinne dieses Planeten verdienen? Da traue ich mir dann doch eine Prognose zu: No way!
Wir werden es sehen. Ich denke man muss sich mit seiner Anlage wohlfühlen. 70% in USA und 20% in 7 Unternehmen ist mir momentan zu viel. In 1-2 Jahren sehen wir weiter.
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Auf mein Klimageld warte ich seit Jahren.
Wie soll das gehen? Die haben doch deine Kontonummer nicht!

Das kann man sich nicht ausdenken . . .
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Die meisten Experten wollen auch ihre eigenen Produkte vermarkten und ETFs nach Marktkapitalisierung gibt es schon wie Sand am Meer.
Bei Beck und Kommer stimmt das schon. Aber bei Walz? Und Fama/French? Es gibt schon unglaublich viele Professoren in der Kapitalmarktforschung, die sagen, dass es besser geht. Und die haben keine Produkte am Markt. Ich bin da ehrlich gesagt auch hin und hergerissen, aber je mehr ich mich in das Thema einlese, desto mehr bin ich überzeugt, dass Marktkapitalisierung nicht ideal ist.
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Ja das ist verständlich. Aber man muss sagen, dass Kommer, Weber, Walz und Beck nicht wissen was die Zukunft bringt. Den angenommenen Mehrrenditen durchs Factor-Investing stehen aber faktisch Mehrkosten gegenüber. Ebenso so die Rückkehr zum Mittelwert. Wir alle können nur in Summe die Durchschnittsrendite erzielen.
Ich weiß. Man weiß nicht was die Zukunft bringt, aber wir wissen aus der Vergangenheit, dass nach einer Bewertung wie wir sie in den USA momentan haben, noch nie keine deutliche Underperformance in den kommenden 10 Jahren stattfand. Wie wahrscheinlich ist es, dass wir in den kommenden 10 Jahren etwas erleben, das es seit Beginn des Kapitalmarkts noch nie gab?
Ehrlich gesagt ist das bei mir auch mehr eine Gefühlssache. Die Faktoren sind mir eigentlich egal. Ich mag das Konzept der sehr, sehr breiten Streuung. Und damit meine ich nicht nur ,,inklusive Small Caps" und ,,inklusive Emerging Markets" wie bei einem ACWI IMI, der ja small caps nur in sehr homöopathischen Dosen drin hat. Der 1% Cap und die 50% BiP sind natürlich willkürlich gewählt, aber die haben sich dabei schon was gedacht. Klumpen werden dadurch praktisch ausgeschlossen. Und die kommen halt regelmäßig und machen wirklich manchmal überhaupt keinen Sinn. Momentan auf jeden Fall nicht.
Ich sehe mich in erster Linie als jemand, der an vielen Tausend Unternehmen beteiligt ist. Und da spielen Bewertungen einfach eine Rolle. Würde ich die Unternehmen einzeln kaufen, würde ich nie so investieren wie z.B. ein MSCI World, weil man pro Dollar Unternehmensgewinn in einigen Branchen einfach zu viel bezahlt. Aktiv so was zu timen ist m.E. unmöglich, aber man sollte sich einfach so breit aufstellen wie irgendwie möglich. Und da spielt die Anzahl der Unternehmen in einer spürbaren Gewichtung einfach eine Rolle. Wenn 7 Unternehmen höher bewertet sind als manche Industrienationen, dann ist das für mich nicht mehr rational. Klar, der Markt sagt was anderes. Aber der Markt hat auch schon mal japanische Banken mit 50% der Welt bewertet und Internet-Firmen mit 15 Mitarbeitern und ohne Gewinn mit Milliarden. Der Markt ist effizient. Aber rational ist er manchmal nicht. Und über kurz oder lang kommt, wie du sagst, der Rückkehr zum Mittelwert. Und das bedeutet, dass Tech abwerten muss. Und zwar deutlich.