McProfit @Irving Schwachzocker @Achim Weiss
Mal aus Neugier, damit ich Euch besser einordnen kann: wie würdet Ihr heute und jetzt 1. Mio EUR anlegen?
McProfit @Irving Schwachzocker @Achim Weiss
Mal aus Neugier, damit ich Euch besser einordnen kann: wie würdet Ihr heute und jetzt 1. Mio EUR anlegen?
Alles anzeigenHallo 90 Prozent Aktien
Ich stimme Dir voll und ganz zu, dass die Unternehmensnachfolge oder der Verkauf eines selbst aufgebauten Unternehmens eine Herausforderung ist, weil eben auch Emotionen dran hängen, oder andes gesagt oft das "Lebenswerk"
Ich bin nicht sicher ob die genannten Honorarberter oder Vermögensverwalter die idealen Berater sind.
Besser sind meiner Meinung nach Unternehmer die diesen Weg schon selbst gegangen sind und viel mehr Praxis-Erfahrung haben.
Allein die BEWERTUNG eines Unternehmens ist eine Herausforderung.
Wie viel ein Unternehmen beim Verkauf oder bei der Übertragung an Nachfolger "wert" ist, ist eine spannende Frage.
Das ist auch bei Übertragungen an Kinder, oder Verkäufe an nahe Angehörige wichtig weil dort sofort der Verdacht einer versteckten Schenkung auftaucht
Das Finanzamt macht es sich einfach.
Ohne Gutachten eines echten Wirtschaftsprüfers hast Du schlechte Karten.
Ich habe ein Unternehmen an nahe Angehörige verkauft, das einen Jahresgewinn machte von jährlich rund 5 Mio. Euro (VOR STEUER!)
Und jetzt wird es spannend.
Das Finanzamt nimmt die Bewertungs-Tabelle und dort steht, wenn es kein Gutachten gibt, ist der Wert des Unternehmens der 14-fache. Jahresgewinn, also 70 Mio. Euro.
Meine Berechnung war jedoch nur ein Wert von 4-facher Jahresgewinn, also 20 Mio.
Wenn ich für 20 Mio.verkaufe (und das FA schätzt den WEt auf 70 Mio.) müsste der KÄUFER (Achtung aufgepasst) einen Betrag von 50 Mio. Euro als Schenkung versteuern.!!!!
Ein Gutachter hat dann den Wert des Unterniehmens auf den 3 - 6 fache Jahresgewinn bewertet, also zwischen 15 bis 30 Mio. Euro.
Wir haben einen Kaufvertrag gemacht mit dem 4-fachen Gewinn, also 20 Mio. Kaufpreis und einen Besserungsschein, d.h. eine Nachzahlung falls der Gewinn nach einer bestimmten Zeit doch höher als kakuliert ist. Das wurde BISHER vom FA noch nicht beanstandet.
Jetzt kommt aber der Clou - nur damit Du siehst wie kompliziert das Thema ist
Ich habe mit dem Käufer einen Nießbrauch vereinbart.
Das heißt ich verkaufe das Unternehmen nur für rechnerisch 20 Mio. und bekommenaber bis zum Lebensende die Gewinne, der Käujfer bekommt nur einen monatlichen "Unternehmerlohn"
Und jetzt wird neu gerechnet
Da ich damals über 75 Jahre alt war und eine statistische Lebenserwarten von rund 9 Jahren hatte wurde der Kaufpreis um diesen Faktor reduziert.
D.h. meine Lebensewartung ist statistisch länger als der Kaufpreis Faktor 4.
Daher war der Kaufpreis NULL
Weil das aber rechtliche nicht geht, musste ein Mindestkaufpreis vereinbart werden.
Je nach meiner Lebenserwartung wird das für den Käufer ein gutes oder schlechtes Geschäft
Damit es richtig verstanden wird.
Wenn Duj eine Firma kaufen willst und Du bist bereit den 4-fachen Jahresgewinn dem Verkäufer als Preis zu zahlen, dann heißt das dass Du 4 Jahre lang den Gewinn nimmst um den Kaufpreis zu tilgen. Erst ab dem 5.Jahre lohnt sich für die Dich der Kauf. Vorausgesetzt der Gewinn bleibt gleich hoch.
Jetzt kommt der Haken:
Wenn 'Du eine Firma kaufst wo das Geschäftrsmodell für die Zukunft sehr unsicher ist und keiner weiß wie lange das noch funktioniert (so wie bei meiner Firma) kann auch ein Kaufpreis von 4 Jahren bereits hoch sein.
Wenn Du aber mit Deinem Gewinnausschüttung warten musst bis der Verkäufer gestorben ist, dann musst Du Dich fragen welchen Preis würdestDU für so eine Firma zahlen.
In meinem Fall war es der 1-fache Jahresgewinn, also 5 Mio. Euro.
Die ist der Käufer erst mal los und muss hoffen, dass nach meinem Tod in rechnerisch 8 Jahren die Firma immer noch Gewinn macht.
Nicht vergessen. Das Finanzamt würde ohne Gutachten die Firma mit 70 Mio. bewerten.
Diese ganze Gechichte nur, wie schwierig Unternehmensverkäufe oder Bewertungen sind.
Ich bezweifle, ob da ein Honorarberater helfen kann??
Viele Glück wünscht McProfit
Danke für diesen Beitrag. Immer wieder schön, echte Erfahrungen zu hören!
Für diese speziellen Überlegungen ist sicherlich ein Vermögensberater alleine sicherlich falsch. Erst durch die Symbiose mit einem Steuerberater wird daraus ein Gesamtwerk ![]()
Oft haben ja Berater tolle Ideen (von Fusionen bis Stiftungen bis Umzug ins Ausland, oder gar irgendwelche tolle Holdingstrukturen). Da ist ein guter Steuerberater, der den Klienten dann auf den Boden der Tatsachen holt, immer gut.
Zum Thema Unternehmensbewertung: Das Finanzamt hat ja verschiedene Methoden, um den Unternehmenswert zu bewerten. Neben deiner genannten Methode (wobei es da meines Wissens nach der gemittelte Werte der letzten drei Geschäftsjahre sind und nicht "nur" der Gewinn des letzten Jahres - das kann ja zum Vor- als auch zum Nachteil sein), käme auch unter anderen in Betracht zu schauen, mit welchem Faktor gleichwertige Unternehmen in letzter Zeit verkauft wurden. Als Untergrenze gilt natürlich das Vermögen der Firma (einschl. stiller Reserven).
Mal eine Frage am Rande: Warum wurde das Unternehmen nicht im Rahmen einer Schenkung übertragen? Oder viel es nicht unter den Schutz des begünstigten Vermögens bzw. hätte einer Verschonungsbedarfsprüfung nicht standgehalten?
Entweder, Du willst anderen Leuten einen Rat geben (sie etwa vor einer Fußangel warnen), dann beschreib den Fall so, daß man ihn nachvollziehen kann. Oder aber laß es bleiben.
Mit Andeutungen solcher Art kann jedenfalls keiner etwas anfangen.
Nimm's mir ruhig krumm, aber man könnte ja auch höflicherweise den Sachverhalt freundlich hinterfragen, anstatt sein eigenes Unvermögen, den Inhalt zu verstehen, dahinter zu verstecken, oberlehrerhafte Kommentare abzugeben.
Wäre es nicht vielleicht angebracht zu schreiben: "Hey, den Satz hab ich nicht ganz verstanden, könntest Du das noch einmal erklären?"? Aber vor dem Bildschirm haben plötzlich alle ein riesen Ego und wenn jemand etwas nicht kapiert hat, dann sind die anderen Schuld?
Ich habe das wesentliche (Altaktien / nicht Altaktien), aus meiner Sicht, ausreichend beschrieben. Welchen Part genau hast Du daran nicht verstanden? Was Altaktien sind?
Im Falle einer Erbschaft muss ein Depot umgezogen werden (man darf ein Depot in Deutschland nicht mehr "übernehmen"). Dazu muss man bei der Bank ein Formular ausfüllen, wo es eine Passage gibt, wo man sich entscheiden kann, die Aktien zu übertragen oder aber die Übertragung dadurch zu realisieren in dem das alte Depot diese verkauft und das neue sie kauft.
Im ersten Fall hast Du gewonnen und es sind Altaktien. Im zweiten Fall hast Du verloren.
In welchem Fall der zweite Fall überhaupt Sinn macht, entzieht sich meiner Vorstellung.
Wir hatten das Thema auch in der Familie und haben deswegen auch einen Prozess gegen die Bank anstreben müssen, obwohl es ein Fehler der Bank war, da dieses Gesetz damals ganz frisch war.
Alles anzeigenDer Praktiker schreibt!
Diesen wesentlichen Aspekt hatte ich nicht auf dem Schirm, sondern bin (wohl fälschlich) davon ausgegangen, daß dem TE die Beträge, von denen er schreibt, als Vermögen zur Verfügung stehen.
Das mag (m)ein entscheidender Irrtum gewesen sein.
Irgendwo muß man ja wohnen.
Ein Mieter zahlt seine Kaltmiete und die Nebenkosten. Die Kaltmiete enthält nicht umlegbare Nebenkosten und einen kalkulatorischen Anteil für den Unterhalt des Bauwerks. Der Rest ist Kapitalrendite für den Eigentümer.
Wenn man im eigenen, schuldenfreien Haus wohnt, hat man die Nebenkosten entsprechend der Größe des Objekts und muß auch den Unterhalt bezahlen (neue Heizung, neue Fenster ...), aber man bezahlt nicht den Rest der kalkulatorischen Kaltmiete, braucht letztlich also weniger Geld für den laufenden Lebensunterhalt.
Also: Man wohnt im eigenen Haus nicht völlig mietfrei, aber doch weitgehend.
Ob man dadurch wirklich spart, weiß ich nicht.
Ich glaube man spart vor allem deswegen, weil man im eigenen Haus kompromissbereiter ist, als einer Mietwohnung. Wenn jemand sein Haus in Schuss hält nach den gängigen Werten der wirtschaftlichen Lebensdauer von Ausstattungsgegenständen im Mietrecht, dann bezweifle ich das aber sehr stark.
Ich habe noch nie erlebt, dass Kinder eine Wohnung/Haus im "Neuzustand" vererbt/geschenkt bekommen haben. Wenn da jemand einzieht, heißt es meist: Kernsanierung.
Aber dadurch dass man die Kosten steuern kann, im Gegensatz z.B. zu einer WEG, wo auch hier und da mal ein Eigentümer wegen einer Sonderumlage Privatinsolvenz anmelden muss, fühlt es sich definitiv besser an und das wäre mir im Zweifel sogar etwas Geld wert.
Hattest Du den Hinweis von McProfit (Besteuerung von Betriebsvermögen) bereits berücksichtigt?
Ich möchte auch noch den Hinweis geben: Stichwort Betriebsaufspaltung. Da fallen auch einige gerne hinten runter, wenn sie ihre GmbH (teilweise) bei sich zu Hause ansiedeln. Inwiefern das auf Dich zutrifft, weiß ich nicht.
Es liest sich aber so, dass das eher ein spontaner Gedanke ist, der sich erstmal setzen muss. Überstürzen solltest Du gar nichts. Viele Spitzensportler haben ein Problem: Wenn Sie von heute auf morgen aufhören und nichts mehr machen kann das böse körperliche Konsequenzen nach sich ziehen. Ähnliches gilt auch bei Dir, aber eher auf der mentalen Seite.
Daher halte ich, wenn Du diesen Weg denn gehen möchtest (was ich durchaus befürworte), ein mittelfristigen Übertragung mit stetiger Beteiligung für am sinnvollsten - ich denke, dass wäre eine win-win Situation, sowohl für Dich, als auch Deinen Nachfolger. Auch eine Minderheitsbeteiligung (stiller Teilhaber) wäre denkbar. Dann muss der Käufer weniger zahlen und du hast (hoffentlich) eine weitere Altersvorsorge und wenn es gut läuft, hast Du (deine Kinder) am Ende sogar mehr davon, als jetzt von einer einmaligen Summe.
Das die Kinder den Betrieb übernehmen ist ausgeschlossen?
Was macht Deine Firma denn und wo ist sie angesiedelt? Ich bin Neugierig, vielleicht wäre das ja was für mich ![]()
Ich würde sagen, das Handy ist deutlich mehr Fluch. Wenn man es abschaffen könnte, wäre ich sofort dabei. Nur die Kamera würde ich vermissen, aber dafür gibts ja dann wieder Digicams ![]()
Die Umwelt wäre auch gerettet, ganz nebenbei.
Wer die öffentlich rechtlichen Medien konsumiert, vielleicht noch 1-2 vernünftige Zeitungen liest, ist schonmal nicht schlecht informiert.
Das ist die erste Grenzverschiebung, die Du hier machst indem Du implizierst, dass man sich hier nicht neutral informieren kann.
Worüber möchtest Du diskutieren? Ob die Kacke von der AFD hellbraun oder dunkelbraun ist? Was für ein Unsinn.
Was passiert? Informier Dich. Schau Dir an, was Björn Höcke für einen Mist absondert. Oder schau einfach in die USA.
So wie Du Dich äußerst, kann man mit Dir nicht diskutieren. Du bist so eingefahren emotionsgeladen.
Zum Wahrheitsgehalt der öffentlich Rechtlichen:
Hier hat der "neutrale" ZDF bewusst gefälscht um eine bestimmte Meinung zu erzeugen und damit wurde dann auch versucht Druck aufzubauen. Nur mal ein Beispiel.
Ob jemand an tatsächlichen Lösungen interessiert ist oder eher bemüht ist Buhmänner zu benennen, das merkt man auch bei oberflächlicher Betrachtung.
Stigmatisierende, dämonisierende und entmenschlichende Sprache ist relativ leicht zu erkennen.
Irgendwie beschreibt dein letzter Satz jede Bundestagsrede ![]()
#539 war mein Beitrag. Ist die Nummerierung bei Dir anders?
Das hier ist laut meinen Anzeigen #567. (Aber da hat sich was verschoben. War auch schon #565.)
Komisch. Bei mir ist dieser Beitrag von Dir Beitrag #565
Für meinen Teil wünsche ich jedenfalls der Union und der SPD mit ihrer Koalition aufrichtig viel Erfolg und eine glückliche Hand beim Regieren den längst überfälligen Politikwechsel mehrere wichtige Themenfelder betreffend.
Findet der Murks wie unter der "Ampel"-Koalition seine Fortsetzung und parallel dazu auch der Aufstieg der AfD wie unter "Ampel"-Zeit - dann könnte es bei der Bundestagswahl 2029 zu bitteren Ergebnissen kommen und finster werden.
Die bisherigen Koalitionsverhandlungen konnten allerdings kaum hoffnungsfroh stimmen. Klang fast nach einem "Einfach immer weiter so" - nur mit noch viel mehr neuen Schulden. Gab es nicht mal einen Rudi Carell Song (mit gleichnamiger Show ?) in der Art "Laß Dich überraschen" ... ? Passiert demnach vielleicht heute um 15:00 ...? In Form einer positiven Überraschung.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ...
Was würde denn Deiner Meinung nach ganz konkret passieren, wenn es zu diesem "bitteren Ergebnis kommt und finster wird"? Oder wovor hast Du genau Angst?
Es spricht sich immer so plakativ, was Du sagt und stößt auf allgemeines Verständnis. Aber irgendwie fehlt mir hier die ruhige Diskussion mit konkreten Handlungen.
Z.B. wird immer leicht gesagt (das ist wohl das was Du meinst vermute ich - bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liegen sollte): Wenn die AFD an die Macht kommt, sind alle Ausländer raus. Wie genau soll das funktionieren?
Vielleicht komme ich zu wenig in Deutschland rum, aber hier in meiner Großstadt würde es keine Einwohner mehr geben, wenn alle Menschen mit Migrationshintergrund weg wären. Und das schließt mehr oder weniger sämtliche Unternehmen mit ein - mich ebenso. Ich bin aus dem Handwerk und kenne keinen einzigen "rein deutschen" Betrieb (die "deutschen" Einzelunternehmer kann ich an einer Hand abzählen) und ich kenne sehr viele. Auch im Freundschafts- und Bekanntenkreis kenne ich kaum eine Familie, wo nicht irgendeiner einen Migrationshintergrund hat.
Ich wünsche mir, über diese Angst in Ruhe reden zu können - schön finde ich den Gedanken freilich auch nicht, da ich davon ja auch betroffen wäre. Es würde mich freuen wenn alle Beteiligten hier das respektieren würden.
Ich habe in #530 eine Frage gestellt.
Danach kam Deine Idee, dass Parteiprogramme repräsentativer seien als tatsächliches Abstimmungsverhalten von Politikern, die bereits in Amt und Würden (sprich: in Verantwortung) sind.
Und ich habe dir diese beantwortet.
Deswegen finde ich die Idee weiterhin richtig, dass das abgestimmte offizielle Parteiprogramm das neutralste Medium ist (sein sollte), um sich über die Partei einen Überblick zu verschaffen. Das es nicht der Wahrheit am Ende des Tages entspricht ist bedauernswert, aber ein anderes Thema - Stichwort: Verantwortung.
Aber das schließt doch das Abstimmungsverhalten nicht aus, im Gegenteil, es ist doch für denjenigen, der sich intensiver damit befassten möchte, ein gutes Mittel. Aber das deine Logik nicht ganz fehlerfrei ist, habe ich Dir aufgezeigt in #539. Denn würde sich jemand nur mit den Abstimmungen beschäftigen, dann hätten neue Parteien keine Chance auf eine Regierungsbeteiligung. Die Mischung machts. Natürlich können statische Auswertungen erfolgen, z.B.: Die Partei XY hat jetzt mehrfach A gesagt im Wahlprogramm und bei jedem Abstimmungsverfahren B gewählt. Das ist doch super.
Aber da sind wir wieder bei:
Es ging aber auch darum, wie sich jemand, der keine Zeit / Lust hat, sich intensiver damit zu beschäftigen, möglichst schnell neutral eine Meinung bilden kann.
Was würdest Du demjenigen empfehlen?
Kannst Du mal bei dem Sachverhalt bleiben?
Nochmals: Die Abgeordneten der Partei XY stimmen im Bundestag für das Zustrombegrenzungsgesetz und eine wahlberechtigte Person sagt: "Genau wegen dieses Abstimmungsverhaltens (Missachtung des Menschenrechts auf Asyl) wähle ich die!"
Wie wäre Deiner Meinung nach der richtige Umgang mit dieser Person?
Du bist vom Sachverhalt, wie man sich politisch einen Überblick verschaffen kann, abgewichen.
Aber nun gut. Dein plakatives Beispiel kennt nur eine Antwort: Es kommt drauf an. In welcher Situation befinden wir uns? Und wer genau ist ein Asylsuchender eigentlich?
Da auch Menschlichkeit immer eine Rolle spielt hier mal ein ebenso plakativer Gedanke:
Eine Person klingelt bei Dir und hätte gerne etwas zu essen weil er sonst umfällt und stirbt. Du bist ein netter Kerl und gibst gerne etwas ab, weil Du genug hast. Alle überleben. Am nächsten Tag sind es zwei. Dann sind es drei, vier, fünf. Ab einem gewissen Punkt hilft Dir auch dein Altruismus nicht weiter und du kommst an einen Punkt, wo Du entweder NEIN sagen musst, damit Du und deine Familie überleben oder alle gemeinsam verhungern. Was machst Du? Ich wette, Du würdest spätestens dann, wenn's um Leben oder Tot geht, das deiner Familie vorziehen.
Sind wir an diesem Punkt in unserer Gesellschaft angekommen? Ich denke nein, aber viel fehlt nicht. Da aber das politische Ausmaß nie immer sofort sichtbar ist, halte ich eine Eindämmung für grundsätzlich nicht verkehrt.
Aber scheinbar haben alle Befürworter dieses Gesetzes genau diese Verhältnismäßigkeit so eingeschätzt:
Zitat aus der Vorlage: "Angesichts der Aufnahme von mehr als 1,8 Millionen Asylbewerbern und Ukra-ne-Flüchtlingen seit Anfang 2022 sind die Integrationskapazitäten in Deutsch-
land auf absehbare Zeit in einem Maße erschöpft, dass der Familiennachzug zu
Personen mit subsidiärem Schutz bis auf weiteres zu beenden ist.
Naja. Für mich spielt sie Glaubwürdigkeit der Politiker dahinter schon eine Rolle. Es bringt mir nichts Wahlprogramme zu vergleichen, wenn ich weiß, dass die Politiker die dann nachher in die Verantwortung kommen alles da rein schreiben würden, von dem sie glauben dass es stimmen bringt.
Guck dir Leute wie Söder an. Der fühlt sich noch nicht Mal an Dinge gebunden die er Gestern noch total überzeugt vertreten hat, geschweige denn an irgendein Wahlprogramm. So als würde er jeden Tag mit einer Totalamnesie aufwachen.
Ergo ist es mir vollkommen egal was die CSU in ihr Programm schreibt, da es keinerlei Auswirkungen hat.
Ja natürlich spielt auch das Tagesgeschehen eine Rolle. Und ja, das Wahlprogramm hat nicht wirklich viel mit der Realität zu tun. Die Gründe dafür sind aber auch vielfältig. Mit der offensichtlichste ist für mich aber: "Wir wollten ja, aber die bösen andere haben es nicht zugelassen". Was hier fehlt ist die politische Verantwortung.
Interessant fände ich es, wenn Parteien nur alleine regieren bzw. in Koalitionen treten dürfen, deren Wahlprogramm zu beispielsweise 75% übereinstimmt. Das würde viel Spielraum für "Ausreden" nehmen. Nicht zulässig, ich weiß. Ich fände es aber den richtigen Weg.
Aber es ging doch auch darum, wie man sich überhaupt neutral eine Meinung bilden kann, wenn man nicht viel Zeit hat oder gar investieren möchte. Das es weder das eine oder das andere alleine ist, da sind wir uns sicherlich einig.
Anders herum: Wie würdest Du heute einem 18-Jährigen erklären, wie er sich mit wenig Zeitaufwand einen NEUTRALEN Überblick über alle Parteien verschaffen kann?
Die Abstimmung der MdBs, also der Beginn des Gesetzgebungsverfahrens, soll weniger Auswirkung bzw. Aussagekraft als das Parteiprogramm haben?
Wenn nach Deinem Verständnis die Absichtserklärung mehr Relevanz hat als die tatsächliche Handlung, dann weiss ich nicht, wie man da eine Basis für einen Austausch mit Dir finden soll.
Wie könnte sich nach deiner Logik eine neue Partei etablieren? Oder sind neue Parteien nach deinem Verständnis nicht mehr zulässig? Sehr demokratisch.
Die Abstimmungen zeigen doch gut, ob das Wahlprogramm nur heiße Luft war oder nicht. Daher ist dieses auch wichtig, aber für eine neue Wahl, wenn man denn neutral alle Parteien betrachten will, nicht das alleinige Mittel.
Wahlprogramme sind Ankündigungen, da kann auch viel heisse Luft dabei sein.
Wie wäre es mit der Abstimmung über das "Zustrombegrenzungsgesetz"? Wenn jetzt jemand sagt, dass "Asyl Stonk!" genau das Argument war, für Partei xy zu stimmen, wie holt man diesen Menschen auf den Boden der Verfassung zurück? (Mit Mitteln, die ihrerseits von der Verfassung gedeckt sind.)
Ich finde aber, dass die Wahlprogramme die neutralste Möglichkeit sind, Parteien miteinander zu vergleichen. An einem Wahlprogramm kann eine Partei gemessen werden, denn dieses ist unter Abstimmung verfasst und veröffentlicht.
Wenn ein einzelner Politiker Unsinn redet, dann gilt das nicht für die ganze Partei (zumindest für mich nicht).
Das ist nicht dasselbe. Stattdessen hast du, wie so viele, deine Stimme an eine populistische, rechtsradikale Partei verschwendet. Alles Stimmen, die der CDU nun fehlen, um bei den Koalitionsverhandlungen aus besserer Position auftreten zu können.
Einfach mal vorher nachdenken. Und nicht zu viel YouTube-Videos schauen.
Warum ist das nicht dasselbe?
Du bestätigst nur das, was ich vorher zur Gesprächskultur gesagt habe.
Deine Überheblichkeit ist deplatziert. Du hast Deine Meinung, das ist vollkommen in Ordnung. Aber maße Dir bitte nicht an, dass es die alleinig gültige Wahrheit ist.
Im übrigen sind bei YouTube auch ZDF-Videos von Lanz und allen anderen öffentlich rechtlichen Medien vertreten.
Daher: Einfach mal vorher nachdenken bevor man etwas schreibt, etwas demütiger an die Sache rangehen und vielleicht doch mal ein paar YouTube-Videos schauen.
Wie sollte man den Leuten begegnen, die eine Partei unterstützen, die unter anderem eine menschenverachtende und verfassungswidrige Position vertritt?
Dazu sei gesagt, dass in diesem Szenario genau diese Position der Partei als Argument für die Unterstützung dieser Partei angeführt wird.
Was genau meinst Du mit menschenverachtend und verfassungswidrigen Positionen? Bitte mit Quellen aus dem Wahlprogramm belegen.
Es wird gerne nachgeredet, aber irgendwie vermisse ich immer die Quellen aus dem Parteiprogramm dazu.
Aussagen/Taten einzelner Personen, Bundestagsreden und TikTokReels finde ich müßig. Denn nach diesem Kriterium wäre wahrscheinlich jede Partei unwählbar.
Nur mal ein Zitat der CSU:
"Wofür geben afrikanische Männer gerne Geld aus? "Alkohol, Suff, Drogen, Frauen natürlich"
Halte ich jetzt die CSU und jeden Wähler für rechtsradikal? Nein. Und ich denke das tut hier niemand. Zugunsten der "demokratischen Parteien" kann hier noch differenziert werden.
Gegenüber anderen Parteien kann man das nicht, sehr schön an den Vorposts zu erkennen.
Du wusstest aber schon, dass es dieses Bündnis nicht geben wird, oder?
Ich wusste auch, dass an der Schuldenbremse nicht gerüttelt wird. Und nun?
Ich hätte Dich eben schon gefragt: Welche Partei ist das denn, mit der Du sympathisierst?
CDU, AFD, FDP hatten die meiste Übereinstimmung zu meiner "Überzeugung". Ich kann fast jeder Partei viel "Gutes" abgewinnen, bei denen drei liegt halt die meiste Übereinstimmung.
Da es Dich sehr zu interessieren scheint, was ich gewählt habe:
Da ich gerne ein CDU/AFD Bündnis gehabt hätte, habe ich nur die AFD gewählt weil ich davon überzeugt bin, dass es sicherlich noch viele CDU/FDP'ler gibt, die sich nicht trauen die AFD zu wählen. Sonst hätte ich CDU/AFD gewählt dieses Jahr.
Meine Frage an Dich: Was hast Du gewählt und warum interessiert Dich genau, wen ich sympathisch finde?
Es verlangt schon eine ziemlich hohe Medienkompetenz, um sich bei YouTube vernünftig zu informieren. Daher halte ich das in der Regel für nicht besonders schlau. Und ja, bei den öffentlichen rechtlichen darf man durchaus kritisch sein. Aber wir haben hier in Deutschland ein sehr! hohes Informationsniveau.
Und wen genau meinst Du mit, wer eine andere Meinung hat ist rechts-/linksradikal?
Youtube war nur ein Beispiel. Und ja, für jemanden, der sich mit dem politischen Geschehen nicht intensiv auseinandersetzen möchte, ist es schwierig ordentliche Quellen zu finden. Aber für mich auch. Was ist denn heute noch sicher neutral? Mir fällt nichts ein. Dir? Wie informierst Du Dich neutral? Bin für jeden Tipp dankbar.
Aber ich weiß, dass jemand der nur ZDF schaut/hört, suggeriert bekommt, dass er neutral informiert wurde. Leider hat der ZDF keine neutrale Position. Das hat man im Wahlkampf sehr deutlich gesehen.
Daher kann ich nur versuchen, in meiner wenigen Zeit, möglichst unterschiedliche Quellen zu lesen/schauen und irgendwo die goldene Mitte zu finden. Auch oft aus Diskussion wie diese hier im Forum (und anderen).
Auch wenn ich mich manchmal Frage, warum mich das inzwischen mehr interessiert. Früher war ich da anders. Lange habe ich einfach CDU/FDP gewählt, weil es mir so vorgelebt wurde und ich auch kein großes Interesse daran hatte. "Wird schon nicht falsch sein".
Die Lebenszeit in Hobbys stecken würde vielleicht sinnvoller erscheinen, da man eigentlich nur wirklich was ändern kann, wenn man sich diese Sache zum Beruf macht. Aber der Rebell in mir sagt auch, dass es für die, welche alles Lenken, am einfachsten wäre, wenn alle Bürger "dumm" blieben - und das möchte ich so nicht hinnehmen
. Im Alter wird man wohl sadistischer
Nein, es gibt auch schon ernstere Gründe, aber wenn man mal nüchtern drüber nachdenkt, wäre es doch sinnvoller, Sport machen zu gehen ![]()
Zum letzten Satz: Achim hatte meinen Schreibfehler bereits korrigiert. Es war natürlich gemeint, dass man dann gleich als links- oder rechtsradikal diffamiert wird, wenn man mit gewissen Parteien sympathisiert. Ich ändere das mal.