Beiträge von Himbeertoni

    Würde das steuerfreie Geld nehmen und selber etwa in ETF anlegen. Die Entnahmepläne der großen Versicherer sind von den Kosten her unfair. Kein Argument ist, dass man das Geld noch nicht braucht. Im ETF Depot liegt es besser, wenn die Steuerhülle entfällt.

    ETF ist sicher ein Baustein für den Teil des Kapitals, das erst in 10 Jahren+ benötigt wird. Stellt sich noch die Frage, ob auf einmal investieren oder Sparplan? Alles in einen Topf oder wie aufteilen?

    Was macht man sinnvollerweise mit dem kurzfristiger benötigten Kapital? Festgeld, Tagesgeld, Geldmarktfond, Anleihen?

    ich komme noch einmal zurück auf das Thema.

    Nun habe ich mich entschieden dieses und nächstes Jahr noch Beiträge einzuzahlen und das Kapital bis zum Ablauf (65. Lebensjahr) mit 3,25% verzinst liegen zu lassen. Die abschließende Kapitalauszahlung von rund 320 K, addiert zu einer zum gleichen Zeitpunkt fällig werdende Direktversicherung mit ca.. 100 K . Beide steuerfrei.

    Dieses Kapital soll im Rahmen eines Entnahmeplans aufgezehrt werden.

    Da das Datum näher rückt, stehe ich nun vor dem (Luxus-)Problem diesen großen Batzen sinnvoll anzulegen und im ersten Jahr 24 K zu entnehmen mit anschließender 1% Dynamik pro Jahr.

    Wie würdet ihr das angehen?

    Danke für jeden Input.

    es gibt bei der Comdirect tatsächlich die Möglichkeit, eine Steuersimulation für einzelne Positionen des Depots durchzuführen. Demnach sind alle Altaktien steuerlich ohne Relevanz. Das gilt in dem Fall auch für die Daimler Truck.

    Vielen Dank für die Kommentare. Dann lass ich die alten Aktien drin, wenngleich sie mich jedesmal ärgern und die Depot Performance optisch schmälern und nehme die Dividende mit.

    Stimmt das?

    Bitte daran denken, daß Mercedes ursprünglich Daimler war und im Jahr 2021 ein Spin-Off in Mercedes und Daimler Truck erfolgte. Außerdem lag die jährlich Dividendenrendite bei ca. 3%, also schon im Bereich von Rentenpapieren.

    ja, das ist korrekt. Die ursprüngliche Aktie wurde 2021 in Mercedes-Benz Group Aktie und Daimler Truck im Verhältnis 2:1 getauscht. D.h. durch den Spin-Off sind sie steuerrechtlich "neu" ?

    Eine Frage an die Steuerspezialisten.

    In meinem Depot (Comdirect) befinden sich noch einige Jugendsünden, vor allem aus der .com-Zeit.

    Die DAX-Schwergewichte Mercedes, Deutsche Bank, Commerzbank und eine Nebenaktie habe ich im Jahr 2000 ! gekauft und die sind von den damaligen Höchstständen aus betrachtet zu Pennystocks verkommen. Hinzu kommt noch E.ON im Jahr 2008 gekauft. Dagegen steht einzig die Telekom-Aktie mit einer positive Entwicklung. In Summe übersteigen die Verluste allerdings deutlich den Gewinn.

    Meine Fragen

    Kann ich bei zeitgleichem Verkauf aller Einzelaktien die Verluste verrechnen, obwohl das Kaufdatum lange zurückliegt?

    Ist ein Verkauf aller verlustreichen Aktien überhaupt sinnvoll oder ist es vorteilhafter weiter die Dividenden mitzunehmen?

    Vielen Dank für Euren Input

    Andreas

    Zusammenfassend würde ich sagen, die teure Geldanlage hat mit dem Gesamtmarkt seit 2024 stark performed. Glücklicherweise, somit kam in den letzten 3 Jahren eine akzeptable Gesamtrendite heraus. Für die Zukunft ist die einzige Gewissheit dieser Anlage, dass die Kosten 2,6% des durchschnittlichen Anlagebetrags betragen werden.

    Sieht Dein Vater das auch so? Du schreibst, er ist voll geschäftsfähig - dann sollte er das doch auch selbst entscheiden!

    Was heißt das für einen Verkauf und Wiederanlage? Tagesgeld und Geldmarktfonds ohne Banking-App dürfte heutzutage nicht ganz einfach zu bekommen sein, erst recht mit guten Konditionen und wenn man die Kosten einer Filialbank vermeiden möchte.

    Ich kann gut verstehen, dass Dich die Kosten der Anlage ärgern, aber es ist nicht Dein Geld. Gerade, wenn Du auch noch Geschwister hast, kann so ein "Anstoßen" einer Änderung der Geldanlage bei einem Elternteil für viel böses Blut sorgen.

    Meine Eltern legen ihr Geld auch anders an als ich das machen würde (Immobilien, wenige Einzelaktien, ich glaube sonst im Wesentlichen Festgeld, aber weiß es auch gar nicht so genau). Ich würde das nicht so machen (bzw. mache es mit meinem eigenen Geld auch anders). Aber meine Eltern sind erwachsen, voll geschäftsfähig und damit ist es nicht meine Aufgabe, ihnen da reinzureden oder irgendwelche Änderungen oder Optimierungen anzustoßen.

    Klar, wenn ein Elternteil dabei wäre, einer Betrugsmasche aufzusitzen oder nicht mehr im Vollbesitz der geistigen Kräfte wäre, da würde ich auch versuchen, mich zu kümmern. Aber "nur" wegen eines hohen Ausgabeaufschlags und einer hohen TER, bei einem Fonds der alles in allem nicht völlig katastrophal performt hat und einem Elternteil, das geistig fit ist? Da würde ich absolut die Finger davon lassen!

    Das ist ein guter Einwand. In dem Falle ist mein Vater allerdings froh das ich mich darum kümmere, also versuche ich mich zunächst u.a. in diesem Forum schlauer zu machen, um ihm eine Empfehlung zu geben. Das eine Kündigung bzw. Verkauf dieser Anlage offenbar viel einfacher ist als ich befürchte habe, war eine wesentliche Information. Am Ende ist und bleibt es seine Entscheidung.

    Das ist sehr erfreulich!

    Was bringt ihn denn dazu, dass er jetzt den Fonds loswerden möchte?

    Nicht falsch verstehen, ich finde den Ausgabeaufschlag und die TER auch eine Frechheit, aber auch für die Frage, was danach mit dem Erlös passieren soll, wäre es ja wichtig, was genau Deinen Vater ausgerechnet jetzt an der Anlage stört.

    Hat er jetzt erst realisiert, wie teuer der Fonds ist und will die Kosten nicht weiter tragen, stört sich aber nicht am Aktienrisiko und benötigt auch das Geld absehbar nicht? Dann kommt ggf. eine Neuanlage in einen kostengünstigeren marktbreiten Welt-ETF in Frage.

    Oder sind ihm Aktien (mittlerweile) zu unsicher und/oder er benötigt liquide Mittel jetzt oder auch als Reserve (z.B. für Pflege, Altenheim, was auch immer...)? Dann wären Tagesgeld (Einlagensicherung beachten!) oder Geldmarktfonds in der Tat eine passendere Alternative.

    das habe ich jetzt angestoßen, da mir nicht zuletzt durch Finanztip seit ein paar Jahren die Bedeutung der Kosten jeglicher Finanzanlage bewusst geworden ist. Im Falle der Commerzbank steht zudem m.E. überhaupt keine Dienstleistung mehr dahinter. Der obligatorische Sprachassi ist eine Frechheit und wenn die letzte Filiale in mittelgroßen Städten dicht gemacht hat, dann ist es vorbei mit der Autonomie der treuen Kunden aus der Rentnergeneration. Die Ängste vor Onlinebanking, erst recht die vor Banking-Apps ist eine große Hürde und so bleibt alles wie gehabt.

    Wenn man sich die Rechnungen hier genau anschaut, muss man berücksichtigen, dass es zur damaligen Zeit realistisch noch gar keinen passiven ETF für die breite Kundschaft gab.

    Da hat die Allianz in den 16 Jahren gar nicht mal so schlecht gearbeitet.

    Du sagst es. Die Anlageentscheidungen waren in meiner und erst recht in seiner Generation im wesentlichen getragen von der Sympathie zum Anlageberater. Und wenn die Anlage stetig wächst - wer guckt da schon ins Kleingedruckte.

    das ist ein interessanter Vergleich. Kommt also, wie so oft auf die Perspektive und vor allem den Zeitpunkt an. Hätte er 2023 verkauft, wäre es eine lausige Anlage gewesen. Ab 2024 ging die Post ab mit Allzeithoch vor dem Iran-Krieg. Ich halte den Zeitpunkt allerdings jetzt noch für gut das Ding abzustoßen und dabei die Steuern optimieren. Soll er besser in TG oder GMF stecken und hat Ruhe.

    Danke, danke.

    D.h. Steuern+Soli + K-Steuern über 10k

    Einstieg 2010: € 45.000 - Stand 31.12.2017: € 62.000 = 17.000 * 27,99% =4.758

    bis heute € 92.000 = 5.880 (70% von 30.000 *27,99%)

    Schon bitter das nach 15 Jahren mit einer 100%igen Kurssteigerung nach Kosten und Steuern nur ca. 4% übrig bleiben. Die Bank hat in der Zeit rund 25k verdient.

    Liebes Forum,

    mein Vater, mittlerweile 90, hat sich vor 15 Jahren diese Vermögensanlage der Dresdner/Commerzbank andrehen lassen. LU0321021312. Wenn auch die Kursentwicklung halbwegs erfreulich ist, fressen die Kosten von 2,6% einen Großteil der Rendite auf. Er hat kein Online-Banking und bekommt nur regelmäßig die Kontoauszüge per Post. Ich wohne nicht vor Ort und es ist offenbar mittlerweile unmöglich, einen Privatkunden-Ansprechpartner in seiner Filiale telefonisch zu erreichen. Man landet immer bei dem unsäglichen Sprach-Assistenten.

    Nun habe ich folgende Fragen an die Experten hier:

    Die Höhe der Kapitalertragssteuer wird zwar noch mit dem Steuerberater besprochen, dürfte aber nach meinen Infos aufgrund der Erstanlage 2010 relativ gering ausfallen. Wie ist Eure Einschätzung?

    In welche Form kann die Anlage wirksam schriftlich gekündigt werden und an welche Adresse?

    Gibt es eine Kündigungsfrist bzw. wann wird der Kurs für den Verkauf festgesetzt?

    Welche Kosten entstehen durch die Kündigung?

    Ist ein Übertrag der Anteile auf mein Depot bei der Comdirect (wird dort gehandelt) möglich ?

    Noch zur Info: Mein Vater ist trotz seines Alters voll geschäftsfähig und selbst wenn ich eine Vollmacht hätte, bliebe die Unerreichbarkeit eines zuständigen Menschen die größte Hürde, um diese Fragen zu klären.

    Vielen Dank

    Andreas

    ah ok, danke schon mal für diese Info.

    Aktiengewinne liegen vor, aber nicht in um Umfang der Verluste.

    Davon unabhängig würde mich interessieren, ob Anlagen(ETF, Fonds, Aktien) vor Einführung der Kapitalertragssteuer, von dieser befreit sind oder bei Verkauf wie neuere Anlagen besteuert werden?

    Die Steuersimulation lässt das zumindest vermuten, durch den Hinweis "ohne AgSt" in der jeweiligen Spalte.

    Liebes Forum,

    meine nachfolgende Frage bezieht sich auf die Möglichkeit der Verrechnung von Verlusten alter Aktienkäufe mit Kapitalerträgen neuerer Anlagen.

    Seit der Jahrtausendwende habe ich ein Depot bei der Comdirect.

    Bei dem damaligen Hype habe auch ich mit Einzelaktien gespielt8), ohne irgendeine Ahnung zu haben wie der Aktienmarkt funktioniert.

    Einige wenige Aktien sind im Laufe der Zeit mit Gewinn verkauft worden, die Mehrzahl ist im Depot verblieben und diese werden die Verluste wohl auch in 100 Jahren nicht mehr ausgleichen.

    Das Depot wurde dann vor ein paar Jahren um ETF`s erweitert, die eine erfreuliche Rendite erwirtschaftet haben, wodurch das Gesamtdepot satt im Plus steht.

    Die Steuersimulation bei einem kompletten Depotverkauf weist nun allerdings nur die Gewinne aus, während die Verluste, nicht wie gehofft gegengerechnet werden.

    Ist das ein Fehler der Anwendung, weil die Aktienkäufe bereits 20 Jahre zurückliegen oder hat das seine Richtigkeit?

    Wie sieht es aus bei Totalverlust durch Insolvenz. Kann dieser gegen die Erträge gerechnet werden?

    Vielen Dank für eine Aufklärung

    Andreas

    Ich habe das Buch einem Freund empfohlen (ohne es selbst gelesen zu haben), der recht viel Geld mit seiner Selbständigkeit auf der hohen Kante hat und sich jetzt nach einem Gespräch erstmals Gedanken über seine privaten Finanzen macht. Ich denke wenn er die Bereitschaft hat, sich mit dem Inhalt als Einstieg zu beschäftigen, begibt er sich auf den richtigen Weg und vertraut nicht mehr blindlings seinen Bankberatern.

    Die Grundfähigkeit auf Konsum zu verzichten und stattdessen zu sparen ist schon mal eine Tugend. Du hast die Erfahrung auch noch positiv untermalt mit einer guten Kursentwicklung deines Depot. Gratulation ! Auf die Erfahrung kannst und wirst du also zurückgreifen können, gerade auch wenn Du dir einen lange gehegten Traum erfüllst. In Deinem Alter habe ich beides gemacht. Gespart und trotzdem in einem für mich erfüllendem Rahmen konsumiert. Diese "Gewohnheit" bleibt dann vermutlich erhalten - wenn die Rahmenbedingungen das hergeben.

    Schlussendlich geht es bei der Sparrate wohl ganz individuell darum, welchen Stellenwert ein Gefühl finanzieller Sicherheit und Unabhängigkeit im jeweiligen Lebensalter hat.

    Wobei die Frage, die Du bis heute nicht eindeutig beantwortest hast, wie hoch diese Verzinsung wäre. Also Garantiezins - alle laufenden Kosten des Versicherungsvertrags.

    Bei meiner Versicherung von 1990 würden die laufenden Kosten mit 0,8% p.a. zu Buche schlagen. Letztlich aber auch dann immer noch besser als aktuell eine Festgeldanlage mit ähnlicher Laufzeit (unter Berücksichtigung der Steuerfreiheit).

    Zu den Kosten gibt es bislang auch nur die oben zitierte Aussage seitens des Versicherers, die noch Interpretationsspielraum lässt. Also keine Kosten für die Beitragsfreistellung oder generell keine laufenden Kosten mehr. Letzteres ist wohl eher unwahrscheinlich. Bei der nächsten Jahresmeldung wird der Schleier gelüftet. Beziehen sich die 0,8% in deinem Vertrag auf den jährlich/monatlich eingezahlten Beitrag oder auf das angesparte Kapital? In meinem Vertrag sind die ausgewiesenen Kosten (erst seit 2016 vorgeschrieben) über die Laufzeit konstant. D.h. der prozentuale Anteil am Zinsertrag verringert sich, je länger der Vertrag läuft. Anderseits haben die Kosten zu Anfang den Zinsertrag der Anlage komplett vernichtet. Aus heutiger Sicht eine schlechte Geldanlage. Aber mit 30 denkt man, die Rente ist soweit weg und die avisierte Zahl sieht großartig aus.