Beiträge von DancingWombat

    Du solltest Menschen, die du nicht kennst, nie unterschätzen. Wer sagt dir, dass ich mich nicht schon sehr intensiv mit der Kalkulation der PKV beschäftigt habe? Vielleicht ist ja genau das der Grund meiner Ansichten?

    OK. Wenn du das gemacht hast ist ja gut.

    Zitat

    Die sich ändernde Sterbetafel ist im Übrigen genau das Problem. Älter werdende Menschen werden häufiger krank und ihre Behandlung ist besonders teuer. PKV-Versicherte sind dazu im Schnitt einige Jahre älter als bei der GKV und sie leben länger. Damit ist die Sterbetafel hier ein besonderes Problem, weil diese über die ganze Bevölkerung gilt, während die PKV-Versicherten diese eben übertreffen mit all den nachteiligen Folgen.

    Die bei der PKV verwendeten Sterbetafeln sind auf das Kollektiv angepasste Sterbetafeln. Hierrin ist berücksichtigt, dass PKV Versicherte im schnitt älter werden.

    Trotzdem kommt es zu Beitragsanpassungen, da z.B. die Kosten steigen (medizinische Inflation) oder z.B. durch Innovationen die Versicherten älter werden (Veränderung der Sterbetafeln), oder die Zinsen sich Verändern oder die Stornowahrscheinlichkeiten sich verändern.

    Grundsätzlich trägt sich im PKV System jeder Versicherte im Schnitt selbst - jeder zahlt einen risikogerechten Beitrag.

    Die steigenden Kosten für ältere Versicherte ist für die PKV viel weniger ein Problem als für die GKV, da in der GKV keinerlei Vorsorge dafür getroffen wird (durch Alterungsrückstellungen). Hier schlägt die Demografie voll durch - sogar überproportional, da ältere Versicherte nicht nur mehr kosten, sondern auch noch weniger zahlen.

    Ach so, und die jährlichen Erhöhungen dienen dann ausschließlich der Gewinnoptimierung, weil alles andere ja bereits einkalkuliert ist?

    Genau ;)

    Beschäftige dich mal mit der Kalkulation einer PKV. Dann wirst du sehen, dass die Versicherung weiß, dass die Versicherten im Alter kranker werden und höhere Kosten entstehen. Dafür werden Rücklagen gebildet, damit die Beiträge über die Zeit konstant bleiben.

    Aber: Es wird angenommen, dass es keine Preissteigerungen gibt, dass sich die Sterbegafeln nicht ändert, dass sich die Stornowahrscheinlichkeit nicht ändert und dass die Zinsen gleich bleiben. Diese Annahmen sind oft nicht korrekt, so dass auch Beiträge angepasst werden müssen.

    Im Gegensatz zu vielen anderen hier denke ich, dass die Beiträge der PKV langfristig sogar stärker und schneller steigen werden, als wir uns heute vorstellen können. Das liegt vor allem an der um einige Jahre älteren Versichertenkohorte der PKV und damit auch deutlich höheren Gesundheitsausgaben.

    Genau das kann kein Grund sein für steigende Beiträge, sehr wohl aber für steigende GKV Beiträge da hier die Demografie knallhart durchschlägt.

    In der PKV sind die Beiträge nach dem erwarteten Bedarf kalkuliert. Es werden Alterungsrückstellungen gebildet... Beitragsanpaasungen kann es aus verschiedenen Gründen geben, aber nicht wegen einer älteren Kohorte.

    Vor dem Hintergrund deines Einkommens stellt sich die Frage warum du die Mehrkosten des QNG in Kauf nimmst. Von der Sonder AfA hast du praktisch nichts...

    Der sweet Spot wäre es durch die AfA dein zu versteuerndes Einkommen genau auf den Betrag zu senken ab dem du erstmals 42% Grenzsteuersatz bezahlst. Das müssten als Single etwa 70k sein. Ein solches Investment lohnt sich vor allem dann, wenn man ein hohes Einkommen hat (rein aus steuerlicher Sicht betrachtet).

    Eben. Vervielfältiger von 20 gibt es nur, wo niemand wohnen will. Und die Zinsen sind gegenwärtig nicht so niedrig. Deswegen dürfte m.E. sehr schwierig sein, die Sache in sich rentabel zu gestalten. Bin aber nicht sicher, deswegen frage ich an dieser Stelle.

    Wie du schreibst kommt es auf die Lage an. Faktor 20 ist jetzt aber auch in vernünftigen Lagen erzielbar. Bei 5% ist der Cashflow aber trotzdem nicht positiv wenn man von einer 100% Finanzierung ausgeht.

    Deine Rechnung ist nicht falsch, du hast aber die Zeit in der Rechnung ausgeklammert. Über die Zeit dürften sich die Mieten in etwa in Höhe der Inflation entwickeln. Zudem ist es nicht unwahrscheinlich eine gewisse Wertentwicklung zu sehen?

    Hinzu kommen noch steuerliche Effekte. Wenn die Immobilie für die Steuer Verlust macht, der Cashflow aber positiv ist ist das ein zusätzlicher Booster. Gerade bei den Steuern gibt es noch weitere Effekte die man nutzen kann, allerdings verstehen sollte. Beispielsweise Aufwertung, Kosten dafür steuerlich absetzen und dann nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen...

    Häufig rechnen sich solche Modelle nicht wirklich. Das ist gerade dann der Fall, wenn das Rad einen hohen Rabatt hat.

    Rechne aus was die Nettobelastung inkl. Ablöse ist und Vergleiche das mit einem Direktkauf. Bei Versicherung und Service musst du gut überlegen ob du das ohne Leasing genommen hättest.

    Hinzu kommt, dass sich dadurch die SV Ansprüche reduzieren, durch das geringere Brutto.

    Die Kernsanierung eines EFH würde ich nach diversen Jahren in Hausbauforen eher mit 1500-2000€/qm ansetzen. Dann hast du aber auch alles neu und nur noch die Grundmauern original

    Mit EFH habe ich keine Erfahrungen. Mein Wert bezog sich auf eine Wohnung. Die großen Gewerke am Haus sind da natürlicherweise nicht drin. Daher sind deine Werte aus meiner Sicht in jedem Fall plausibel.

    Noch dazu: Es hat schon einen Grund warum die AfA Dauer für Immobilien 50 Jahre ist.

    Asna hat geschrieben:

    Das ist doch Unsinn, was Du hier schreibst.

    Dann müsste der Eigentümer einer 100 qm-ETW 4.800,- € nur für Instandhaltung/Rücklage an die Hausverwaltung pro Jahr bezahlen, entsprechend beschlossenem Wirtschaftsplan.

    Das mag es in absoluten Ausnahmefällen geben (ich wüsste aber nicht, wo).

    Die Regel liegt eher bei einem Zehntel Deiner Angabe.

    Die 4€ sind langfristig gesehen aus meiner Sicht nicht komplett daneben. Die Kernsanierung einer Wohnung kostet heute ca. 1000€ pro qm. Geht man davon aus, das das alle 50 Jahre fällig ist, sind das schon 20€ pro Jahr. Dazu kommen so Dinge wie Dach, Dämmung, Heizung... Die Kosten dafür liegen in einer ähnlichen Größenordnung.

    Durch Eigenleistung kann man die Kosten natürlich etwas drücken. Ein Zehntel davon wird es aber sicher nicht.

    Also rein theoretisch :!: könnte ich ACWI IMI shares kaufen und der SPDR oder Vanguard oder wer auch immer diesen managed könnte auch nur die Titel der Big 7 kaufen/handeln und mit denen arbeiten. Wenn ich z.B. in TR beim MSCI World ACWI IMI auf "Wie setzt sich der Fond zusammen", egal ob einzelne Unternehmen, Länder oder Märkte, wird das Angezeigte von der Realität abweichen?

    Das hast du falsch verstanden. So wie du es beschreibst wäre es überhaupt nur bei einem swap etf möglich.

    Die Auswahl der Aktien muss repräsentativ für den Index sein. Daher müssen zwangsläufig auch Small Caps enthalten sein, aber eben nicht alle die im Index enthalten sind.

    Um aufzuhören zu arbeiten musst du deinen Job kündigen. So einfach ist das.

    Vorher würde ich überlegen ob du dir das leisten kannst. Auf Basis der wenigen Infos die du oben gegeben hast könnte das hinhauen.

    Wenn dich der Staat stört bringt dir das aber nichts, da du ja nach wie vor in DE wohnen wirst. Vielleicht solltest du dir erstmal klar machen was dich so stört an deinem Job und am Land. Ggf. gibt es dann andere Lösungsansätze.

    Die NV Bescheinigung sorgt ja nur dafür, dass die Bank keine Steuer einbehält. Hättest du die nicht, könntest du dir die gezahlte Kapitalertragssteuer im Rahmen der Steuererklärung erstatten lassen. Damit sparst du also keine Steuern sondern hast nur ein einfacheres Verfahren da du keine Steuererklärung machen musst.

    Auf der NV Bescheinigung steht drauf, dass du Änderungen dem FA mitteilen musst. Ob die Heirat zwangsläufig zum Verlust führt weiß ich nicht sicher. Am Ende spielt es aber auch keine Rolle.

    Sofern ihr euch zusammen veranlagen lasst, habt ihr beide Grundfreibeträge und werdet nach dem Splittingtarif besteuert. Das ist fast immer vorteilhaft, insbesondere dann wenn die Einkommen stark verschieden sind. Wie ihr die Steuerklassen wählt spielt auch keine Rolle, da es am Ende im Rahmen der Steuererklärung ausgeglichen wird.

    Im Hinblick auf die Kapitalerträge habt ihr gemeinsam den doppelten Freibetrag. Optimalerweise schaut ihr, dass ihr diesen jedes Jahr ausnutzt, da er sonst verfällt. Dazu braucht es nicht unbedingt ausschüttende ETF. Die Vorabpauschale wird darauf angerechnet. Ansonsten kannst du auch passgenau Gewinne realisieren um den Freibetrag zu nutzen.

    Ich habe nicht den Anspruch dich zu überzeugen...

    Bei mir kostet das Girokonto 0€, die Gold Karte 75€ und ab 5k Umsatz 25€ p.a.