Beiträge von Trader42

    Die gesamte Pumpspeicherung in Deutschland liegt bei rund 40GWh.

    Ich hab Pumpspeicher als ein Beispiel genannt (gegen deine Behauptung es gäbe nichts anderes) dass günstiger ähnliches erreichen kann und nicht behauptet, dass wir damit jetzt und in Deutschland den ganzen Winter über Strom erzeugen können.

    Btw, die Anzahl an Kraftwerken die heute Deutschland mit Wasserstoff oder künstlichen Methan betrieben werden liegt auch nahe Null.

    Wir reden hier grundsätzlich von zukünftigen möglichen Lösungen und nicht vom aktuellen Stand, denn stand heute können wir es offensichtlich noch nicht.

    Der Pumpspeicher Ausbau in Deutschland hat generell das Problem der mäßigen natürlich existierenden Optionen mit hinreichender Fallhöhe und sich die Fallhöhe selber zu buddeln/Aufzuschichten ist dann doch ein recht langwieriges und teures Unterfangen. Das Potential ist nicht 0, aber allein und vorallem in Deutschland auch nicht ausreichend. Aber wir haben ja glücklicherweise ein europäisches Stromnetz.

    ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist sich auf die EINE Lösung zu fokussieren, die dann alles richten soll.

    Merkst du das Problem?

    Mein Problem (nicht mit dir sondern mit der politischen Behandlung des Themas) ist die Verlogenheit. Die ganze Geschichte läuft auf jahrzehnte lange Erdgas Nutzung mit höheren CO2 Preisen oder CCS und dank Merit-Order dann weiterhin hohen Stromkosten hinaus. H₂-Rückverstromung ist als Endzustand jenseits 2050 plausibel, als 2030er-Versprechen ist es Fiktion. Weiß in der Branche jeder, sagt bloß kaum einer öffentlich.

    Zum künstlichen Methan: Klar kann man das machen. Nur über den Wasserstoff weg wird damit eine teure ineffiziente Lösung einfach nochmal teurer und ineffizienter gemacht und wir blasen am Ende doch weiter CO2 in die Luft (wenn man defakto inzwischen dank jahrzehntelanger unendlicher Ignoranz hinsichtlich des Klimawandels unterm Strich eine Entnahme anstreben muss, ist das egal wo das CO2 herkommt keine langfristig akzeptable Lösung). Selbiges gilt für Biogas das ohnehin nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

    Sobald wir über den Horizont von wenigen Tagen blicken,

    Wofür genau brauchen wir mehr als wenige Tage?

    Im Winter erzeugt Windkraft unterm Strich mehr Strom. Wir müssen keine Monate überbrücken und schon gar nicht am Stück. Wir brauchen ein paar mal pro Jahr ~100 bis worst case 300 Stunden.

    Die günstigste Variante ist schlicht der weitere Ausbau von EE weit über den täglichen Bedarf hinaus, der Ausbau von Speichern + Netzausbau in Alpine / Skandinavische Regionen in denen sich Wasser prima die Berge rauf Pumpen lässt.

    Es gibt jede Menge Berechnungen / Studien dazu wie lange Über-Ausbau + Abregelung wenn Speicher und Export-Möglichkeiten ausgeschöpft sind günstiger ist als alles andere. Erstaunlich lang. Und mit entsprechender Regelung (=das exakte Gegenteil von dem was Gas Kathi gerade anstellt) schafft man einen dauerhaften hohen Anreiz für jeden sich Speicher zuzulegen und sich den Anschaffungspreis nicht nur über Selbstverbrauch sondern auch über Einspeisung wieder zurückzuholen.

    Ich muss eine vorherige Aussage zurücknehmen/einschränken. Da wir etliche Gaskraftwerke sowie die Gasspeicher bereits haben ist der Brennstoff Preis den wir für wenige 100 Stunden Laufzeit im Jahr mit künstlichen Methan + CCS zahlen fast egal. Nur ist das eben eine Variante die dauerhafte Subvention erfordert, da sie niemals wirtschaftlich sein wird (Für den Betreiber, für die Volkswirtschaft natürlich schon).

    Strom vom Sommer in den Winter zu retten ist ökonomisch fast unmöglich. Die einzige skalierbare Technologie hierfür wäre Wasserstoff.

    Wie kommst du zu dieser steilen These? Pumpspeicherwerke bspw sind zwar relativ teuer beim Bau aber im Betrieb weit unter jedem fossilen Kraftwerk.

    Ich halte Wasserstoff zur Stromproduktion für das normale Stromnetz für einen fatalen Irrweg. Wir werden Unmengen Wasserstoff an Orten benötigen an denen es kein Netz gibt und allein diese Mengen bereitzustellen wird schon ein Kraftakt. Das ganze Gelaber von wegen Gaskraftwerken die man angeblich auf Wasserstoff umrüsten wird ist IMO völliger Quatsch (Ausnahme: Wir finden tatsächlich große Wasserstoff Quellen die sich wie Erdgas fördern lassen, glaube ich eher nicht dran aber ich erwähne es mal der Vollständigkeit halber). Ebenso wie Wasserstoff Autos völliger Quatsch sind.

    Technisch wäre das lösbar, indem man einfach massiv über Bedarf Stromerzeugung baut und entsprechend massiv Speicher. Da kommen wir aber zum marktwirtschaftlichen Teil.

    Du ignorierst, dass wir bereits regelmäßig "über Bedarf" (komische Formulierung) EE haben, diese regelmäßig drosseln und es politisch immer schwerer machen diese mit Abstand günstigste Technologie weiter auszubauen. Wir haben genug Strom. Nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

    Was fehlt sind Speicher, deren Preise extrem gesunken sind, eine Regulierung die es ermöglicht diese dezentral zu verbauen, es jedem ermöglicht zu realen Marktpreisen wieder ins Netz einzuspeisen, die Abschaffung des vollkommen irrsinnigen Einheitspreis in Deutschland der uns allein schon etliche Milliarden im Jahr kostet, ein (durchgesetzter) Zwang für Netzbetreiber Netze auch vernünftig auszubauen statt Milliarden zu scheffeln (Renditen liegen deutlich >2x über dem Industrie durchschnitt) etc...

    Wir brauchen (noch) Fossil um Dunkelflauten/Winter zu überbrücken und eine staatliche Förderung für die etlichen theoretisch vorhanden Möglichkeiten Großspeicher zu bauen die sich im Gegensatz zu Akkus eignen um PV auch für den Winter zu speichern... Es ist langfristig deutlich billiger im Sommer eine "über Produktion" an PV+Windkraft zu haben und diese in den Winter zu retten, als für den Winter Gaskraftwerke zu errichten, die dann um die sowieso schon knappe Ressource zum Heizen konkurrieren.

    Tag und Nacht ist ein Quatsch Argument das keiner der sich einigermaßen damit befasst hat mehr ernstnimmt. Die notwendige Energie dafür kann die existierende Speicher Technologie schon lange deutlich günstiger bereitstellen als jedes fossile Kraftwerk.

    Sicherlich würde konsistentere Politik helfen, aber das Kernproblem bei EE ist, dass sie nur dann günstig sind, wenn man sich die Rosinen pickt. Für einen 24/7/365 Betrieb brauchen wir auf absehbare Zeit die fossilen Energien und selbst wenn das von der Größenordnung her mal technisch realistisch ist, bleibt die Problematik, dass es extrem teuer wird, die letzten paar Prozent auf EE umzustellen. Das ist einfache Physik und Marktwirtschaft

    Seh ich nicht so. Man kann über sinnvoll platzierte Speicher recht problemlos den Großteil des Jahres 24h EE Betrieb für den Endverbraucher zu Hause erreichen und ist dabei immer noch günstiger unterwegs als Fossil. Das sind rein politische Entscheidungen und der Widerstand der Netzbetreiber, weil sie extrem viel Gewinn verlieren würden. Fossil brauchen wir technisch bloß noch für die seltenen Dunkelflauten und evtl. mittelfristig für extrem Energiehungrige Industrie/Rechenzentren etc. Zeig mir die angeblichen Physikalischen Gesetze die uns daran hindern sollen.

    Unser Problem besteht im wesentlichen darin, dass es im Stromgeschäft eben weitestgehend keine Marktwirtschaft gibt und wir stattdessen Planwirtschaftlich erstellte sinnfreie Preis- und Bauregelungen haben und günstige Lösungen per Gesetz und Unmengen Bürokratischen Unfug verhindern.

    Einen Algorithmus kann man nachvollziehen und im Zweifel fixen, eine KI könnte komplett ausrasten.

    Menschen rasten bisweilen auch komplett aus. In dem Kontext hier sind jedoch eher die fatalen Bauchentscheidungen die Menschen gerne bei Management ihres Depots treffen relevant.

    Für die sturen 1-3 ETF sparer ist das nicht ganz so wichtig, aber der durchschnittliche Mensch mit seinen vielen Ängsten, guten und schlechten Tagen, schlechtem Erinnerungsvermögen etc. ist per se erstmal weitestgehend ungeeignet fürs Depotmanagement. Viele können das lernen und die Problematik abschwächen, aber das kostet die meisten erstmal viel viel Geld bis sie soweit sind.

    Spätestens Sobald eigenes Geld in persönlich relevanter Höhe auf dem Spiel steht, sind fast alle erstmal nicht mehr in der Lage konsequent jeden Tag aufs neue nur rationale Entscheidungen zu treffen.

    KI ist extrem gut darin einem irrationale Bauchentscheidungen auszureden.

    Macht meines Erachtens sehr viel Sinn für jeden der an der Börse mehr tut als ein paar ETFs zu besparen... Und selbst die ETF Sparer neigen all zu oft dazu in Panik dann doch zum ungünstigsten Zeitpunkt zu verkaufen. Wer hier bei Finanztip ist vermutlich seltener, aber das ist eine kleine Minderheit.

    Es wird wohl zur Folge haben, das der Anleger der die KI nutzt häufiger Trades durchführt. Das ist natürlich im Interesse des Brokers. Wohl mit ein Hauptgrund für die Einführung.

    Hängt einzig davon ab welche Grund Anweisungen man KI gibt. Projekt bei einem Cloud Anbieter deiner Wahl anlegen, in die Settings schreiben, dass der Job darin besteht das Depot zu analysieren und einen vor irrationalen Entscheidungen zu bewahren und man handelt höchstwahrscheinlich sehr viel weniger als vorher.

    Wenn man es möchte, dass die Depot/Kontendaten an den KI Anbieter gehen und auch dort bleiben, selbst wenn man die Funktion wieder deaktiviert, dann los. Ich für meinen Teil verzichte dankend.

    Das Protokoll ist mcp und lässt sich vermutlich problemlos mit lokaler KI nutzen.

    Je nachdem wie leistungsfähig diese ist und was man vor hat, kann diese für komplexe Fragen die von viel Modellwissen profitieren - ohne dabei das eigene Depot zu enthüllen - auch mit Cloud Anbieter KI zusammenarbeiten.

    Macht man im übrigen am besten für alle Dinge die man nicht unbedingt in fremde Hände legen möchte so. Sei es nun zu persönlich oder Unternehmensinternes Wissen das nicht geteilt werden sollte.

    Lokale KI ist definitiv gut genug um Tools auszuführen und als Datenschutz Gateway zu Cloud Modellen zu fungieren.

    Wer entsprechende Hardware nicht besitzt hat jedoch durch die wahnwitzige Preisexplosion eventuell ein kleines Problem.

    Weil halt die Realität ein bisschen komplexer ist. Speicher sind immer noch relativ teuer und müssen erstmal gebaut werden. Inklusive der entsprechenden Netzanschlüsse

    Schön wie die Propaganda der Netzbetreiber sich in den Köpfen festgesetzt hat. Schau dir mal deren Renditen an.

    Wir haben weitestgehend Planwirtschaft und Monopole in unserem Stromnetz. Gäbe es so was wie Wettbewerb und würden wir die Wahnvorstellung aufgeben, dass Strom an jedem Ort in Deutschland zu jeden Zeitpunkt gleich viel kostet, hätten wir einen Großteil der Probleme nicht.

    Es gibt nen Haufen Länder mit größerem EEG Anteil und deutlich geringeren Stromkosten. Das sollte einem zudenken geben bevor man Propaganda nacherzählt.

    Als Privatperson seine Finanzen einem Bot anzuvertrauen, der hunderttausende Trades im Jahr macht, grenzt für mich schon an Wahnsinn.

    Hab ich das in meinem ursprünglichen Posts nicht eindeutig genug abgegrenzt? Möglich....

    Ich finde es btw nicht wirklich gefährlicher als manuelles Daytrading. Eher im Gegenteil. Sind ja keine "KI Bots" oder sonst irgendwie magisch unterwegs sondern relativ stumpfe algorithmen und zudem begrenzt man natürlich was ein Bot darf (max Summe pro Trade etc...). Komplexität liegt nur wenig über einem Taschenrechner und die sind ja auch Recht vertrauenswürdig. Ich hab manuell deutlich mehr Fehler gemacht.

    Die größten Probleme entstehen durch externe Dienste die zwischendrin nicht funktionieren, aber das ist auch nicht viel anders als wenn die Webseite deines Brokers nicht erreichbar ist und du aus einem Trade nicht raus kommst.

    Aber wie gesagt, ich rate insgesamt davon ab.

    Ps: ich hab das selber "in meinem Namen" so nie betrieben. Ich hab nur an Systemen für so was gearbeitet und die dann auch im Einsatz gesehen. Danach fiel mir die Entscheidung das selber nicht zu machen relativ leicht. Aber die wichtigsten Argumente dagegen waren die juristische Situation (gewerblich ja/nein) und eben die Komplexität bei den Steuern.

    wie meinst du das?

    Bau du mal ein paar Bots die dann im Jahr ein paar hunderttausend trades in zig Währungen auf zig Börsen tätigen (nicht Steuereinfachen, die haben entweder gar keine API für solche Späße oder sie ist nicht bezahlbar oder grottenschlecht) tätigt. Musst du ja nicht mal real machen. Ne Backtesting simulation reicht ja schon, um das Ausmaß zu erfassen.

    Und dann rechne deine Steuern aus. Es ist nicht unmöglich, aber es ist erheblich schwieriger die korrekte Steuer auszurechnen als einfach nur einen Bot zu bauen der Gewinne macht. Allein Rundungsfehler, unsinnige Wechselkurse und das für Crypto (bringt Geld schneller von A nach B, ermöglicht Arbitrage und man gelangt an deutlich mehr Märkte ohne die lästigen Profis) und in ein paar anderen Fällen ja keine einfache Kapitalertragssteuer anfällt haben mich schon an den Rand des Wahnsinns getrieben.

    Pack noch verfassungswidrige Steuergesetze dazu (gelten glücklicherweise nicht mehr, aber waren lange ein sehr reales Problem) und aus einem eigentlich hochprofitablen System wird versehentlich auch gern mal ne Privatinsolvenz.

    Das muss nicht in allen Fällen so kompliziert sein, aber ich rate dringend dazu sich vorher dazu Gedanken zu machen bevor man einfach mal loslegt.

    Ich stelle mir so ein Daytrader immer so vor, dass der vor zehn Monitoren sitzt

    Hab ich mal versucht... Also es waren nur vier Monitore aber egal. Ist ohnehin Quatsch. Man hat als Mensch ne begrenzte Bandbreite zur visuellen "Datenaufnahme" und kann in der Regel - der eine mehr der andere weniger - auch nur eine sehr begrenzte Zahl an Thesen/Strategien parallel verarbeiten. 2-3 Monitore sind schon sinnvoll je nachdem auf was man gerade wartet aber darüber hinaus wird es lächerlich.

    "Daytrading" ist ein mühseliges Geschäft mit viel Wartezeit und maximal einer handvoll einigermaßen gerechtfertigter Trades am Tag. Total langweilig.

    Alles was schneller geht bzw. Jede strategie die wirklich viele Trades benötigt funktioniert sowieso nur mit Bots und da macht man als Mensch "live" am Ende herzlich wenig. Das ist coding, Mathe und evtl tricksen oder viel Geld ausgeben um Daten ein wenig früher zu erhalten als der Rest. Als Hobby okay... zum nebenbei Geldverdienen auf Dauer sinnlos, gegen die Profis verliert man langfristig immer.

    Wer es trotzdem versuchen will: Nehmt Märkte auf denen noch keine oder wenigstens nicht viele Profis unterwegs sind.

    Ps: Und überlegt euch VORHER wie ihr das ganze nachher dem Finanzamt erklärt.

    Wenns zeitnah runter geht (wie so oft beschworen) wäre das ideal für einen Hebel…

    Zum einsteigen, möglich. Jetzt halten? Finde ich sehr gewagt.

    Einen All world o.ä. durch jeden Crash zu halten kann ich - allein aus steuerlichen Gründen - und mit entsprechend langem Anlagehorizont ja nachvollziehen aber den Weg nach unten noch zu hebeln? Da frag ich mich warum.

    Und wenn wir dann auch noch von 2x Nasdaq reden... dann ist ein echter Börsen Crash bei den Multiples quasi ein Totalverlust.

    Das ist nix was man passiv einfach via Sparplan durchzieht, außer man will unbedingt Geld verbrennen.

    Was ist für dich ein "guter" Zeitpunkt?

    LETFs am besten wenn alle resigniert haben und ganz sicher nicht auf den Nasdaq bei solchen Bewertungen und so vielen Risiken.

    Die Goldförderung könnte jederzeit eingestellt oder verboten werden, ohne die Rolle von Gold als Wertspeicher zu gefährden.

    Rein theoretische Position ohne praktische Relevanz. Kein Argument.

    Bitcoin benötigt also derzeit ungefähr 6- bis 7-mal mehr Energie pro gespeichertem Dollar Werteinheit als Gold. Vom Bankensektor erst gar nicht zu reden..

    Kann man als Argument nennen, aber man muss es auch zu Ende denken. Wenn der Goldwert steigt, steigt die Goldförderung, steigt der Energieverbrauch, steigt die Umweltverschmutzung. Rechnest du den Schaden den die Goldförderung anrichtet mit einen sieht die Gleichung schon heute deutlich anders aus.

    Bei BTC gibt es so gut wie keinen Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und der Menge neu erzeugter BTCs. Ebenso gibt es keinen relevanten Zusammenhang zwischen der Menge an Transaktionen und dem Energieverbrauch. Ein zwingender Zusammenhang zwischen "gespeichertem Dollar als Werteinheit" und Energieverbrauch existiert ebenso nicht.

    Prinzipiell könnte BTC rein technisch auch das tausendfache an Wert bei 1% des aktuellen Energieverbrauchs speichern.... Es wäre bloß keine besonders erstrebenswerte Situation.

    Der Energieverbrauch des BTC Netzwerks sollte hoch genug sein, um erfolgreiche Angriffe extrem unrealistisch zu machen. that's it. Wäre BTC so viel wert wie alles am Markt verfügbare Gold wäre ein höherer Energieverbrauch als heute wohl wünschenswert... Zumindest bei der derzeit verwendeten Technologie.

    Insgesamt wäre eine Quantencomputer sichere Variante mit noch höher spezialisierter Hardware ohne brauchbaren anderen Anwendungsfall zum Mining wünschenswert.... Und es gibt durchaus Wege dahin.

    Zudem musst du mitdenken, dass wir bei BTC von einem funktionierendem skalierbaren Transaktionsnetzwerk und Speicher System reden. Bei Gold haben wir Handel und Lager Kosten im Vergleich völlig ausgeklammert.

    Dein letzter Punkt ist auch quatsch. Der "Bug" wird bei Gold auf absehbare Zeit definitiv nicht abgestellt. Bitcoin hingegen ist Software und kann sich selbstverständlich ändern.

    Was will man mit dem Wissen, wann ein Crash passiert, anfangen, wenn du nicht weißt, wie tief es runter geht?

    Wenn man alles verkauft, um es später zurückzukaufen, muss man auch die steuerlichen Verluste kompensieren können...

    Alles verkaufen - wenn signifikante Gewinne bestehen - ist natürlich steuerlich ungünstig.

    Diversifikation in nicht korrelierte Assets, Puts auf den Nasdaq o.ä. etc erscheint mir da die bessere Wahl.

    Generell heißt risk-off bei mir --> Cash equivalente Positionen erhöhen (Verkauf von Positionen ohne signifikanten Gewinn), Sparpläne auf stark mit dem erwarteten Crash verbundende ETFs stoppen. wenn Einzelaktien positionen in crash sensitive Unternehmen bestehen (bspw AI Sektor und KGV >40), dann Gewinne mitnehmen und in Geldmarktfonds packen.

    Irgendwoher muss die Liquidität um nach dem Crash kaufen zu können schließlich kommen. Bei jeder Art von Short Position muss man sich über das Timing Risiko im klaren sein. Direkte Puts auf die riskanten Assets haben zudem ne absurd hohe implizite Vola die man da bezahlen darf. Da würde ich entweder index Puts oder Einzelaktien knockouts mit geringem hebel und stop loss bevorzugen.

    Außerhalb der Tradfi Welt gibt es noch nettere Varianten (short Perps solange die Party noch läuft haben in der Regel ein positives funding, heißt du wirst für deine short position auch noch bezahlt. Da muss man aber einigermaßen wissen was man da macht).

    Außerdem gibts bei diversen Brokern natürlich noch die Möglichkeit via Lombard Kredit zu kaufen. Würde ich aber nur im eher geringen Maßstab zur Liquiditäts Überbrückung empfehlen

    Ja, die Frage ist nur wann und wie lange geht es vorher noch aufwärts?

    Gerade der KI Teil lässt sich IMO relativ gut über die Finanzierungsmodelle tracken. Wobei es natürlich auch die winzige chance gibt, dass der Sektor tatsächlich in seine Bewertung hineinwächst. Allerdings hab ich vor dem Szenario deutlich mehr Angst als vor dem radikalst denkbaren Platzen dieser Blase.

    Ein ernsthafter Threads wann der Crash kommt? Viel Spaß dabei in deinem neuen Faden 😃

    Warum nicht? Es gibt ja nun mal harte Daten, die frei verfügbar sind und die man bestens tracken kann. Ich weiß hier herrscht im wesentlichen die Meinung vor "zieh deinen Sparplan durch, vorhersagen kann man eh nix", aber das halte ich in dieser absoluten Formulierung mit Verlaub für ziemlichen Unsinn. Natürlich ist jede Prognose die dir ein genaues Datum nennt eher esoterischer Natur, aber risk-on, risk-off ist doch machbar? So ziemlich jeder große Crash war vorhersehbar (wenn auch nicht präzise), wenn man sich die Mühe gemacht hat die richtigen Daten anzuschauen.

    Ich weiß nur nicht ob es in diesem Forum überhaupt das Publikum dafür gibt.

    Man kann diesen Thread-Titel also tatsächlich so interpretieren, dass eine ernsthafte Analyse beabsichtigt ist. Verblüffend!

    Naja ich hab ihn hauptsächlich wegen der offensichtlich großen Popularität gewählt :S

    Der bloße Besitz von Gold verbraucht überhaupt keine Energie. Der Handel für Privatanleger findet überwiegend analog statt, selbst im globalen Handel ist der Energieverbrauch minimal

    Dennoch musste das Gold erst einmal aus der Erde geholt und in seine Barren/Münzen/Schmuck Form gebracht werden. Die Mehrheit aller Goldbestände befindet sich in irgendwelchen Recht gut abgesicherten Tresoren, wobei die deutschen glaube ich extrem viel Gold zu hause Bunkern.

    Aber nur um das mal Klarzustellen: Alleine die Goldförderung hat einen jährlichen Energieverbrauch der es problemlos mit Bitcoin aufnehmen kann. Das ist zugegeben auch der mit Abstand größte Posten, aber das Argument Gold verbrauche keine Energie und bei Bitcoin ist der Energieverbrauch ja ach so böse, ist schlichtweg kompletter Unfug.

    Dazu kommen noch die ganzen anderen netten Begleiterscheinungen von Gold wie der hohe CO2 Ausstoß und die wirklich extremen Mengen giftigen Abraums. Wir reden von ca. 20 Tonnen giftigen Schutt für einen simplen Ehering. Dazu Unmengen Quecksilber, hoher Wasserverbrauch etc...

    Verglichen damit, dass Gold nun echt nicht viel kann außer viel wiegen und hübsch auszusehen, ist das ne ziemlich miese Bilanz.

    Ich will nicht behaupten, dass Gold das schlechtere Investment ist. Völlig andere Baustelle. Aber Unfug lasse ich ungern so stehen.

    Ps: der Energieverbrauch des Bankensektors liegt im übrigen weit jenseits von BTC. Komplett andere Dimension.

    Hat wer Lust das ganze ein wenig formalisierter und ernsthafter zu betreiben? Also bestimmte klar messbare potentielle Crash trigger überwachen, klare falsifizierungsregeln etc....

    oder besser ein eigene Thread dafür?

    Vorschläge/Anregungen. Auf US Ökonomie fokussiert, da absehbar sowieso alles damit steht und fällt:

    Hormuz/Öl: US Lagerbestände freigaben laufen aus ohne, dass sich die Menge an Öl aus neuen Quellen oder durch Hormuz halbwegs an die alten Level angepasst hat.

    De-Dollarisierung: Nimmt so fahrt auf, dass das alte Konzept, dass den Amerikanern den hohen Verschuldungsgrad ohne astronomische Zinsen erlaubt, bricht (domierende Währung im Handel, insbesondere Öl, US Bond Bestände außerhalb der Usa etc....).

    Damit verbunden : Fiskaldominanz/Inflationsrepression in den USA.

    AI-Capex bricht / Circular financing rächt sich, ohne entsprechende Stärkung anderer Wirtschaftbereiche. IPOs gehen schief, die special purpose vehicle die die Kosten für den Spaß stemmen damit sie nicht in Bilanzen von Microsoft und Co auftauchen kriegen keine neuen Finanzspritzen mehr am Markt etc. interessante These dazu, der Vergleich zu .com bubble ist ungeeignet, der Vergleich zu 2008 liegt viel näher, da hier ähnlich wie 2008 nur die Steigerungsraten abflachen müssen, um das Finanzierungskonzept zu brechen.

    Generelle US Multiple Reversion.

    Private Credit stress (okay da steht schon die Hälfte in Flammen).

    Bond-Markt entzieht das Vertrauen (historisch mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ein Stock-Market Crash Vorläufer).

    Usw...

    Trackt hier irgendwer so was systematisch?