Beiträge von Trader42

    Die Goldförderung könnte jederzeit eingestellt oder verboten werden, ohne die Rolle von Gold als Wertspeicher zu gefährden.

    Rein theoretische Position ohne praktische Relevanz. Kein Argument.

    Bitcoin benötigt also derzeit ungefähr 6- bis 7-mal mehr Energie pro gespeichertem Dollar Werteinheit als Gold. Vom Bankensektor erst gar nicht zu reden..

    Kann man als Argument nennen, aber man muss es auch zu Ende denken. Wenn der Goldwert steigt, steigt die Goldförderung, steigt der Energieverbrauch, steigt die Umweltverschmutzung. Rechnest du den Schaden den die Goldförderung anrichtet mit einen sieht die Gleichung schon heute deutlich anders aus.

    Bei BTC gibt es so gut wie keinen Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und der Menge neu erzeugter BTCs. Ebenso gibt es keinen relevanten Zusammenhang zwischen der Menge an Transaktionen und dem Energieverbrauch. Ein zwingender Zusammenhang zwischen "gespeichertem Dollar als Werteinheit" und Energieverbrauch existiert ebenso nicht.

    Prinzipiell könnte BTC rein technisch auch das tausendfache an Wert bei 1% des aktuellen Energieverbrauchs speichern.... Es wäre bloß keine besonders erstrebenswerte Situation.

    Der Energieverbrauch des BTC Netzwerks sollte hoch genug sein, um erfolgreiche Angriffe extrem unrealistisch zu machen. that's it. Wäre BTC so viel wert wie alles am Markt verfügbare Gold wäre ein höherer Energieverbrauch als heute wohl wünschenswert... Zumindest bei der derzeit verwendeten Technologie.

    Insgesamt wäre eine Quantencomputer sichere Variante mit noch höher spezialisierter Hardware ohne brauchbaren anderen Anwendungsfall zum Mining wünschenswert.... Und es gibt durchaus Wege dahin.

    Zudem musst du mitdenken, dass wir bei BTC von einem funktionierendem skalierbaren Transaktionsnetzwerk und Speicher System reden. Bei Gold haben wir Handel und Lager Kosten im Vergleich völlig ausgeklammert.

    Dein letzter Punkt ist auch quatsch. Der "Bug" wird bei Gold auf absehbare Zeit definitiv nicht abgestellt. Bitcoin hingegen ist Software und kann sich selbstverständlich ändern.

    Was will man mit dem Wissen, wann ein Crash passiert, anfangen, wenn du nicht weißt, wie tief es runter geht?

    Wenn man alles verkauft, um es später zurückzukaufen, muss man auch die steuerlichen Verluste kompensieren können...

    Alles verkaufen - wenn signifikante Gewinne bestehen - ist natürlich steuerlich ungünstig.

    Diversifikation in nicht korrelierte Assets, Puts auf den Nasdaq o.ä. etc erscheint mir da die bessere Wahl.

    Generell heißt risk-off bei mir --> Cash equivalente Positionen erhöhen (Verkauf von Positionen ohne signifikanten Gewinn), Sparpläne auf stark mit dem erwarteten Crash verbundende ETFs stoppen. wenn Einzelaktien positionen in crash sensitive Unternehmen bestehen (bspw AI Sektor und KGV >40), dann Gewinne mitnehmen und in Geldmarktfonds packen.

    Irgendwoher muss die Liquidität um nach dem Crash kaufen zu können schließlich kommen. Bei jeder Art von Short Position muss man sich über das Timing Risiko im klaren sein. Direkte Puts auf die riskanten Assets haben zudem ne absurd hohe implizite Vola die man da bezahlen darf. Da würde ich entweder index Puts oder Einzelaktien knockouts mit geringem hebel und stop loss bevorzugen.

    Außerhalb der Tradfi Welt gibt es noch nettere Varianten (short Perps solange die Party noch läuft haben in der Regel ein positives funding, heißt du wirst für deine short position auch noch bezahlt. Da muss man aber einigermaßen wissen was man da macht).

    Außerdem gibts bei diversen Brokern natürlich noch die Möglichkeit via Lombard Kredit zu kaufen. Würde ich aber nur im eher geringen Maßstab zur Liquiditäts Überbrückung empfehlen

    Ja, die Frage ist nur wann und wie lange geht es vorher noch aufwärts?

    Gerade der KI Teil lässt sich IMO relativ gut über die Finanzierungsmodelle tracken. Wobei es natürlich auch die winzige chance gibt, dass der Sektor tatsächlich in seine Bewertung hineinwächst. Allerdings hab ich vor dem Szenario deutlich mehr Angst als vor dem radikalst denkbaren Platzen dieser Blase.

    Ein ernsthafter Threads wann der Crash kommt? Viel Spaß dabei in deinem neuen Faden 😃

    Warum nicht? Es gibt ja nun mal harte Daten, die frei verfügbar sind und die man bestens tracken kann. Ich weiß hier herrscht im wesentlichen die Meinung vor "zieh deinen Sparplan durch, vorhersagen kann man eh nix", aber das halte ich in dieser absoluten Formulierung mit Verlaub für ziemlichen Unsinn. Natürlich ist jede Prognose die dir ein genaues Datum nennt eher esoterischer Natur, aber risk-on, risk-off ist doch machbar? So ziemlich jeder große Crash war vorhersehbar (wenn auch nicht präzise), wenn man sich die Mühe gemacht hat die richtigen Daten anzuschauen.

    Ich weiß nur nicht ob es in diesem Forum überhaupt das Publikum dafür gibt.

    Man kann diesen Thread-Titel also tatsächlich so interpretieren, dass eine ernsthafte Analyse beabsichtigt ist. Verblüffend!

    Naja ich hab ihn hauptsächlich wegen der offensichtlich großen Popularität gewählt :S

    Der bloße Besitz von Gold verbraucht überhaupt keine Energie. Der Handel für Privatanleger findet überwiegend analog statt, selbst im globalen Handel ist der Energieverbrauch minimal

    Dennoch musste das Gold erst einmal aus der Erde geholt und in seine Barren/Münzen/Schmuck Form gebracht werden. Die Mehrheit aller Goldbestände befindet sich in irgendwelchen Recht gut abgesicherten Tresoren, wobei die deutschen glaube ich extrem viel Gold zu hause Bunkern.

    Aber nur um das mal Klarzustellen: Alleine die Goldförderung hat einen jährlichen Energieverbrauch der es problemlos mit Bitcoin aufnehmen kann. Das ist zugegeben auch der mit Abstand größte Posten, aber das Argument Gold verbrauche keine Energie und bei Bitcoin ist der Energieverbrauch ja ach so böse, ist schlichtweg kompletter Unfug.

    Dazu kommen noch die ganzen anderen netten Begleiterscheinungen von Gold wie der hohe CO2 Ausstoß und die wirklich extremen Mengen giftigen Abraums. Wir reden von ca. 20 Tonnen giftigen Schutt für einen simplen Ehering. Dazu Unmengen Quecksilber, hoher Wasserverbrauch etc...

    Verglichen damit, dass Gold nun echt nicht viel kann außer viel wiegen und hübsch auszusehen, ist das ne ziemlich miese Bilanz.

    Ich will nicht behaupten, dass Gold das schlechtere Investment ist. Völlig andere Baustelle. Aber Unfug lasse ich ungern so stehen.

    Ps: der Energieverbrauch des Bankensektors liegt im übrigen weit jenseits von BTC. Komplett andere Dimension.

    Hat wer Lust das ganze ein wenig formalisierter und ernsthafter zu betreiben? Also bestimmte klar messbare potentielle Crash trigger überwachen, klare falsifizierungsregeln etc....

    oder besser ein eigene Thread dafür?

    Vorschläge/Anregungen. Auf US Ökonomie fokussiert, da absehbar sowieso alles damit steht und fällt:

    Hormuz/Öl: US Lagerbestände freigaben laufen aus ohne, dass sich die Menge an Öl aus neuen Quellen oder durch Hormuz halbwegs an die alten Level angepasst hat.

    De-Dollarisierung: Nimmt so fahrt auf, dass das alte Konzept, dass den Amerikanern den hohen Verschuldungsgrad ohne astronomische Zinsen erlaubt, bricht (domierende Währung im Handel, insbesondere Öl, US Bond Bestände außerhalb der Usa etc....).

    Damit verbunden : Fiskaldominanz/Inflationsrepression in den USA.

    AI-Capex bricht / Circular financing rächt sich, ohne entsprechende Stärkung anderer Wirtschaftbereiche. IPOs gehen schief, die special purpose vehicle die die Kosten für den Spaß stemmen damit sie nicht in Bilanzen von Microsoft und Co auftauchen kriegen keine neuen Finanzspritzen mehr am Markt etc. interessante These dazu, der Vergleich zu .com bubble ist ungeeignet, der Vergleich zu 2008 liegt viel näher, da hier ähnlich wie 2008 nur die Steigerungsraten abflachen müssen, um das Finanzierungskonzept zu brechen.

    Generelle US Multiple Reversion.

    Private Credit stress (okay da steht schon die Hälfte in Flammen).

    Bond-Markt entzieht das Vertrauen (historisch mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ein Stock-Market Crash Vorläufer).

    Usw...

    Trackt hier irgendwer so was systematisch?

    Diese ganzen angeblichen Eigenschaften von Bitcoin stehen immer unter dem Vorbehalt des Energieverbrauchs und der laufenden Kosten der Blockchain, die ständig erwirtschaftet werden müssen.

    Der intrinsische Wert ist also zu jedem Zeitpunkt negativ.

    Gold braucht weder eine Blockchain noch Energie. .

    Gold Minen benötigen also keine Energie? Der Transport von Gold und die Aufbewahrung sind kostenfrei und benötigen auch keine Energie? Sicherlich gibt es auch keinerlei Probleme, wenn man mit 2kg Gold im Handgepäck am Flughafen steht, oder?

    Da hier auch immer wieder nach Börsen gefragt wird, ist die Kostenauswertung sicher für alle Krypto-Investoren hier von hohem Interesse. 🙂

    Ich möchte mal kurz darauf hinweisen, dass diese Grafik einen einzigen Case abbildet, der für die meisten hier recht irrelevant sein dürfte und zudem bei mehreren Anbietern die maximal ungünstige Variante verwendet wurde.

    Die "Studie" hinter der Grafik nutzt den schnell Tausch Crypto gegen Cash und umgekehrt in der mobile app mit ziemlich geringen summen (100 €/ 500€, Keine limit orders, kein Kraken Pro (ja das ist kostenlos) etc...

    Bitvavo ist nicht schlecht, aber es ist nicht zwangsläufig der günstigste Anbieter und vorallem sind die Abstände zu den anderen erheblich geringer (auch bei der geringen order Größe) wenn man sich nicht absichtlich auf die teuerste mögliche Option konzentriert (Beispiel, Bitvavo 0,15% per order, Kraken 0,25% per order).

    Hat man bei einem Anbieter ernsthaft Volumen kann sich das Bild auch mal drehen und Bitvavo ist im Vergleich dann teurer.

    Dazu kommen bei Bitvavo diverse Beschränkungen, insbesondere für Neukunden was z.b. Auszahlungslimits angeht (sowohl Crypto als auch Fiat). Für jemanden der kurzfristig seinen BTC Bestand einmal verkaufen will um die Steuerfreien gewinne festzunageln ist Bitvavo schnell ne Falle aus der man sich langwierig wieder raus arbeiten muss (stellt sicher dass die Mittelherkunft einigermaßen einfach nachweisbar ist... In einer Form die Bitvavo akzeptiert). Ansonsten stecken eure Cryptos da evtl ne ganze Weile lang fest.

    Also: Eigenen konkreten Anwendungsfall prüfen, dann eine KI eurer wahl mit der Prüfung der Mica Börsen für euren Anwendungsfall beauftragen und das Ergebnis dann manuell verifizieren bevor es losgeht. Bei größeren Summen am besten vorab den Kundenservice kontaktieren.

    Deshalb glaube ich nicht, dass Strategy ein Interesse daran hat, STRC-Investoren zu verbrennen.

    Interesse sicherlich nicht. Aber STRC wurde nicht ohne Grund so designed.

    Es ist der offensichtlich bessere Ausweg als anhaltende BTC Verkäufe um Cash zu generieren.... Und wenn die Dividende auch erstmal nur halbiert wird "solange der Bärenmarkt dauert".... Auch dann sitzen die STRC Inhaber auf Papieren die nicht mehr die erwartete Rendite bringen und sich zudem nicht ohne großen Verlust verkaufen lassen.

    wäre Strategy Geschichte, denn dann würden auch alle Stammaktionäre von MSTR weiterziehen.

    Warum sollten sie? Ihnen gehört der Laden ja mit und jede Ausschüttungen an STRC für die btc verkauft werden veringert ihr Vermögen. Die haben null Ist Interesse an STRC Dividenden.

    Und selbst wenn wir einmal ganz hypothetisch annehmen, dass alle Teilhaber von Strategy super moralisch sind und deswegen ihre Aktienanteile abstoßen. Dann hast du da eine Firma, deren Bitcoin Bestandswert, den Börsenwert bei um ein vielfaches übersteigt und und es wird keine 5 Minuten dauern bis sich andere Menschen finden, die diese Aktie kaufen.

    Soweit ich weiß ist selbst dieses Extremszenario legal.

    Ich vermute allerdings, dass es eher auf ein weichgewaschenes Szenario mit weniger schlechter Presse und stark sinkende Dividenden hinausläuft und wenn STRC dann bei 10-20 usd rum dümpelt kaufen sie die Papiere einfach zurück. Denn sie glauben ja an STRC und wollen beweisen, dass der Vertrauensverlust völlig ungerechtfertigt war. :P Repeat unter neuem Namen im nächsten Bull run.


    Ne ernsthaft Leute kauft Bitcoin oder kauft von mir aus Strategy. Für beides gibt es rationale Gründe.

    Aber STRC langfristig? Puh.

    Wieso? Strategy kann doch BTC verkaufen und langfristig trotzdem den Unternehmenswert steigern. Voraussetzung ist halt, dass BTC langfristig ebenfalls im Wert steigt.

    Solange das STRC Flywheel liefert ist das die Strategie.
    Wenn es zum Balast wird: warum in aller Welt sollte Saylor weiterhin die Dividenden zahlen, wenn er dafür BTC verkaufen muss - was den Kurs drückt - und STRC sowieso nicht mehr funktioniert?
    Dann hätte er auch einfach Anleihen ausgeben können.
    Der Trick an STRC ist ja gerade, dass die Käufer keinerlei Rechte haben und er die Dividenden nur so lange Zahlen muss, wie er STRC als Finanzierungskonzept am leben erhalten will.

    Ab dem Moment an dem die STRC Dividenden absehbar mehr belasten, als er durch neue Ausgaben reinholen kann, schaltet er das Ding einfach ab.
    Er hat ein riskantes Finanzierungskonzept gebaut, bei dem das komplette Risiko bei den STRC Käufern liegt. Recht smart eigentlich, aber ich würde mir STRC definitiv nicht als langfristige Investition ins Depot holen.

    Als kurzes Gambling wenn die günstig zu haben sind, okay. Aber den Ausstieg nicht verpassen.

    Es würde mich arg wundern, wenn es auf STRC in 10 Jahren noch nennenswerte Dividenden gibt und es würde mich wenig wundern, wenn es schon deutlich eher vorbei ist.

    Aber wenn STRC scheitert bzw. Strategy die Dividenden nicht mehr bedienen könnte, dann wäre das meiner Einschätzung nach ein so massiver Vertrauensbruch, dass es quasi das Ende des UN wäre. Wer würde Strategy dann noch Kapital zur Verfügung stellen?

    Über diesen Weg niemand mehr. Nicht nur gibt es keine Dividenden, der Wert der Papiere tendiert dann auch noch gegen null. Quasi ein Wenig Totalverlust für alle die darüber investiert haben.

    Mein Punkt ist, dass die Logik das Strategy Irgendwann wohl Bitcoin verkaufen müsse um die Dividenden zu zahlen, nicht zu Ende gedacht ist. Das ist weder im Sinne Saylors noch im Interesse der anderen "echten" Strategy Teilhaber.

    Stattdessen beerdigt man einfach nur eines der Finanzierungsinstrumente. BTC bestand bleibt, wächst vielleicht sogar im Wert. Für neue käufe denkt man sich eben ein neues Instrument aus.

    Vermutlich würden sie Dividenden nicht komplett Streichen sondern auf symbolische 1-2% zusammenstreichen, um Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu gehen.

    Es ist einfach wichtig zu verstehen, dass man mit diesen Papieren nicht auf den langfristigen Erfolg von Strategy wettet, sondern darauf, dass dieses Finanzierungskonzept lange genug erhalten bleibt, damit man zuminest seinen Einsatz raus hat. Das halte ich nochmal für ein Vielfaches riskanter als eine Wette auf Strategy selber....

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat Strategy eine Recht elegante Ausstiegs Option bei diesem Finanzierungsinstrument.

    Bei einem Kredit muss man Zinsen bezahlen. Ob Strategy hingegen die Dividende zahlt, ist deren freie Entscheidung.

    In der Theorie sammeln sich nicht gezahlte Dividenden an und müssten dann beim "nächsten" Termin zusätzlich ausgeschüttet werden. Es gibt aber keinerlei Mechanismus der einen nächsten Termin erzwingt. Es gibt kein Ablaufdatum und Strategy muss die Papiere auch nicht zurücknehmen und einen Käufer wird man dann Wohl auch nicht mehr finden.

    Da man keine nennenswerten Stimmrechte hat, kann sich da auch nicht raus voten.

    Wenn das Konzept nicht mehr funktioniert, ist das Finanzierungsinstrument tot, aber Bitcoin verkaufen muss Strategy deswegen noch lange nicht.

    Oder gibt es irgendeine Regel die ich übersehen habe?

    Micha-1 meinst du?

    Du hast insofern recht, dass das reine SpaceX Nasdaq 100 rebalancing kein Beinbruch ist. Dafür reichen die 3-4% Anteile die SpaceX da überhaupt raus geben will nicht. Dennoch.... :

    ~45% der Marktkapitalisierung des S&P 500 hat einen direkten Bezug zum AI Boom. Beim Nasdaq sind es über 60%.

    Beim Wertzuwachs in den letzten 12-24 Monaten kann man beim Nasdaq alles außer AI knicken (Anteil >90%).

    Hast du dir spacex mal angeguckt? Ja die bauen ganz beeindruckende Raketen aber vorallem verbrennen sie Milliarden. Laut IPO Prospekt ist das aber völlig egal, denn die Raketen bauen sie ja quasi nur zum Zeitvertreib und der eigentliche Wert des Unternehmens ist natürlich AI.

    Ich mag AI. Nutze Modelle aller Art jeden Tag. Aber es gibt keinen erkennbaren Business Case im Sinne von Investitionen, die in absehbarer Zeit mal zu den Dimensionen entsprechenden Profiten führen würden. Zumindest hab ich bisher noch niemanden finden können, der eine nur ansatzweise mathematisch plausible Vision eines solchen Business Cases konstruieren konnte.

    Das mit Abstand größte (Inflation raus gerechnet) kollektive Investitionsprogramm der US Tech Geschichte und alles was man hinbekommt sind ~6-12 Monate Vorsprung gegenüber frei verfügbaren Modellen.

    Gleichzeitig geht es der US Wirtschaft real jetzt nicht so besonders gut. Nennenswerte Investitionsausgaben gibt es abgesehen von AI eigentlich nur noch Staatsschulden getrieben.

    Konsum Stimmung sinkt, Kredit Ausfallraten steigen, Inflation steigt, Arbeitsmarkt entwickelt sich eher bescheiden... Alles noch nicht dramatisch (abgesehen vielleicht von Kreditausfällen bei Gewerbeimmobilien) aber ein doch deutlicher Kontrast zum Börsenfeuerwerk.

    Es braucht nicht viel, um in so einer Gesamtsituation völlig realitätsferne AI Bewertungen zurechtzurücken und die kommenden IPOs - angefangen mit dem möchtegern KI Weltmarktführer SpaceX - sind meiner Ansicht nach ganz hervorragende Anlässe dafür.

    Wenn diese Korrektur einmal angefangen hat, dann wird sie saftig ausfallen. Das sind ja alles keine Geheimnisse. Jeder will halt dabei bleiben solange die Party läuft, aber die Zahl der Investoren die aus reiner Überzeugung dabei bleiben, weil sie die Bewertungen für gerechtfertigt halten, dürfte sich arg in grenzen halten.

    Ich hab derzeit mein halbes Depot mit einem normalen MSCI World und den Großteil des Rests in MS, Apple und NVIDIA, sprich, eh schon verdammt viel USA. Sprich mein Depot baut auf die USA, ohne würde es eh wegschmelzen.

    Die machen da drüben gerade komische Dinge. Also noch mehr als üblich meine ich. Die geänderten Spielregeln des NASDAQ, extra für den lieben Elon, haben mich dazu gebracht meinen US Tech Anteil deutlich zu reduzieren, insbesondere MAG7.

    Wenn SpaceX diesen IPO tatsächlich so durchzieht, dann müssen Unmengen passive ETFs gezwungenermaßen gegen Ende Juni / Anfang Juli irre Mengen Nvidia, Apple & Co auf den Markt werfen und mir ist noch nicht ganz klar wer die alle kaufen soll. Das Experiment würde ich mir am liebsten ganz von außen angucken, aber da das steuerlich nicht so einfach machbar ist, wandern gerade nach und nach diverse Shorts in mein Depot.

    Der heilige Amumbo kann gern ab September oder so wieder mitspielen, wenn die dieses Monster rebalancing einigermaßen unfallfrei über die Bühne gebracht haben sollten.

    Im Vergleich zum Bitcoin, der gerade kläglich versagt, hält sich Gold doch hervorragend

    Kläglich versagen würde ich das nicht nennen. Ich bin eher Überrascht, dass BTC im Vergleich zum sonst üblichen Kursverlauf noch so weit oben ist.

    Ist aber auch egal. Der 1 zu 1 Vergleich Gold vs BTC - auch wenn er von vielen immer wieder hervorgeholt wird - ist sinnlos. Dafür liegen Nutzungsszenarien, große Nachfrage Treiber und generelle Abhängigkeit von diversen Marktdynamiken viel zu weit auseinander.

    Es gibt Überschneidungen, auch hinsichtlich einer langfristigen Depot Gestaltung. Aber die kurzfristige Preisentwicklung dieser beiden Assets hat einfach wenig Gemeinsamkeiten, also lässt sich daraus auch keinerlei Erkenntnis ziehen.