Und der fiktive Biobäcker in die Ecke verkauft an Fans immer noch seine „Aktien“ für 100 Euro. Siehe oben Beitrag Nr. 50.
11 % Dividende – seriöses Investment oder offensichtlicher Scam? (STRC erklärt)
-
Einundzwanzig -
5. März 2026 um 17:23 -
Erledigt
-
-
Die Dividende für ein paar Jahre hilft Dir nichts, wenn am Ende das Kapital nicht zurückgezahlt werden kann, weil es schon als „Dividende“ an andere weitergeleitet wurde.
Das stimmt. Diese Feststellung trifft übrigens auf jedes Unternehmen und jedes Investment zu

-
Das stimmt. Diese Feststellung trifft übrigens auf jedes Unternehmen und jedes Investment zu

Das stimmt nur teilweise.
Du bewirbst hier ein dubioses Finanzierungsinstrumts eines Unternehmen, das mehr als das Doppelte der Marktrendite als Schein-„Dividende“ zu versprechen scheint und sich dabei als „Vorzugsaktie, angeblich ohne Kursschwankung“ ausgibt. Dies wird durch teilweise Weitergabe der Geschäfts-Einlagen als „Dividenden“ erreicht…
Offenbar ist das Geschäftsmodell unterirdisch (sofern es eines ist), denn selbst Entwicklungsländer oder Unternehmen mit B-/CCC-Bewertung müssen sogar für Bankkredite deutlich weniger zahlen.
Im Zweifel ist das Geld einfach weg bzw. bei anderen.
-
Der Unterschied ist ja gerade: Bitcoin wurde unter anderem genau deshalb geschaffen, damit solche Blackbox-Konstrukte wie bei Wirecard eben nicht mehr möglich sind. Du hast bei Bitcoin ein transparentes, öffentlich überprüfbares System, keine Bilanztricks, keine versteckten Verbindlichkeiten, keine „Überraschungen“, die plötzlich auftauchen. Jeder kann die Regeln und die Geldmenge nachvollziehen.
Das heißt natürlich nicht, dass jedes darauf aufbauende Finanzprodukt automatisch risikofrei ist. Aber die Grundlage ist eine völlig andere. Genau darin liegt ja der Kern der Idee.
Wie ich schrieb, jeder kann aus der Information machen was er will.
-
Ich verstehe die Logik ehrlich gesagt nicht. Entweder man glaubt, dass BTC hinreichend schnell im Preis steigt, um das Geschäftsmodell lange genug am Leben zu erhalten oder man glaubt nicht daran.
Bei Variante A ist es immer schlauer einfach BTC zu kaufen. Bei Variante B gilt immer finger weg von diesem Produkt.
Also wer sollte so was kaufen wollen?
-
Du bewirbst hier ein dubioses Finanzierungsinstrumts eines Unternehmen, das mehr als das Doppelte der Marktrendite als Schein-„Dividende“ zu versprechen scheint und sich dabei als „Vorzugsaktie, angeblich ohne Kursschwankung“ ausgibt. Dies wird durch teilweise Weitergabe der Geschäfts-Einlagen als „Dividenden“ erreicht…
Offenbar ist das Geschäftsmodell unterirdisch (sofern es eines ist), denn selbst Entwicklungsländer oder Unternehmen mit B-/CCC-Bewertung müssen sogar für Bankkredite deutlich weniger zahlen.
Im Zweifel ist das Geld einfach weg bzw. bei anderen.
Strategy geht davon aus, dass sich Bitcoin langfristig im Schnitt besser entwickelt als die ~10–11 % p.a., die sie über STRC zahlen. Genau deshalb bieten sie diese vergleichsweise hohe „Dividende“ an: um Kapital einzusammeln, mit dem sie wiederum mehr Bitcoin kaufen können.
Im Kern ist das nichts anderes als eine Finanzierungsstrategie, man nimmt Kapital zu bestimmten Kosten auf und investiert es in ein Asset, von dem man erwartet, dass es stärker performt. Wenn diese Rechnung aufgeht, funktioniert das Modell. Wenn nicht, wird es problematisch. Das ist jetzt kein völlig unverständliches oder „mysteriöses“ Konstrukt – die Wette ist ziemlich klar und transparent. Anders ausgedrückt: Strategy verkauft Zinsen und als Dienstleistung puffern sie für dich die kurzfristige Volatilität von Bitcoin.
Ich verstehe die Logik ehrlich gesagt nicht. Entweder man glaubt, dass BTC hinreichend schnell im Preis steigt, um das Geschäftsmodell lange genug am Leben zu erhalten oder man glaubt nicht daran.
Bei Variante A ist es immer schlauer einfach BTC zu kaufen. Bei Variante B gilt immer finger weg von diesem Produkt.
Also wer sollte so was kaufen wollen?
Die Frage wurde bereits mehrfach hier beantwortet. Daher sieh es mir nach, wenn ich die Antwort nur verlinke:
BeitragRE: 11 % Dividende – seriöses Investment oder offensichtlicher Scam? (STRC erklärt)
[…]
Danke für den Beitrag. Er bringt genau auf den Punkt, worum es geht: Bitcoin hat in den letzten Monaten 50 % an Wert verloren, trotzdem haben STRC-Besitzer diesen Monat 11,5 % Dividende erhalten. – Dies beantworten vielleicht deine Frage im zweiten Teil deines Posts.
Ich hab es jetzt zwar schon 3x geschrieben, aber da die Fragen sich wiederholen, noch einmal und das soll dann auch reichen: STRC ist kein Ersatz für Bitcoin und auch kein besseres Bitcoin. Es ist ein Instrument mit einem…
Einundzwanzig2. April 2026 um 12:21 -
Also ich könnte einen Kredit für merklich unter 10% aufnehmen und dafür Bitcoin kaufen. Die STRC-Strategie könnte ich also leicht outperformen.

Überraschung: Mache ich trotzdem nicht.

-
Also ich könnte einen Kredit für merklich unter 10% aufnehmen und dafür Bitcoin kaufen. Die STRC-Strategie könnte ich also leicht outperformen.

Überraschung: Mache ich trotzdem nicht.

Vielen Dank! So ist es.
Auch wenn man hier mit Logik nichts gegen ständige (irreführende) Werbung ausrichten kann.
-
Also ich könnte einen Kredit für merklich unter 10% aufnehmen und dafür Bitcoin kaufen. Die STRC-Strategie könnte ich also leicht outperformen.

Klar, kannst du machen. Das machen ja auch viele. Nennt sich „Hebel“ direkt auf Bitcoin
– Dadurch holst du dir aber, und das verstehen einige hier irgendwie noch nicht wirklich, deutlich mehr Volatilität ins Boot (Bitcoin alleine ist ja schon extrem volatil). Wenn du das aushalten kannst und langfristig investiert sein willst: Go for it.Viele möchten dies aber nicht, weil ihnen das Risiko zu hoch ist und sie die Volatilität eben nicht aushalten (möchten) – die gehebelt natürlich noch mal heftiger ist – oder weil sie nur kurzfristig Geld parken wollen mit einer planbaren und attraktiven Rendite. Für diese Anleger kann STRC dann eine Alternative sein

Siehe Post #63
-
Als ob das Risiko bei STRC geringer wäre… siehe alle anderen Posts außer Deinen eigenen.
-
Als ob das Risiko bei STRC geringer wäre… siehe alle anderen Posts außer Deinen eigenen.
Stimmt, das kann man so pauschal nicht sagen. Bitcoin ist ja gerade als unabhängiges Asset ein Gegenentwurf zu zentralisierten Strukturen. Für viele ist aber vermutlich das (subjektive) Risiko größer, mit Fremdkapital direkt in Bitcoin zu gehen, als über ein Konstrukt wie STRC zu investieren. Zumal STRC ja, wie bereits umfassend erläutert, eine ganz andere Zielgruppe hat. Siehe Beitrag #63.
Wenn man langfristig von Bitcoin überzeugt ist und davon ausgeht, dass es nicht mehr verschwindet, sondern weiter an Bedeutung gewinnt, dann kann beides – subjektiv betrachtet – als überschaubar riskant wahrgenommen werden. Aber das hängt am Ende stark von der eigenen Perspektive und Lebenssituation ab und muss jeder für sich selbst bewerten.
Ich persönlich bin mir der Risiken bewusst und bewerte sie für mich als so gering, dass ich STRC aktuell als Alternative zum Tagesgeld nutze. Gerade vor dem Hintergrund, dass Banken heute oft mit Eigenkapitalquoten von unter 10 % arbeiten, während Strategy bei über 70 % liegt, habe ich damit ehrlich gesagt keine Bauchschmerzen – im Gegenteil.
-
Die Frage wurde bereits mehrfach hier beantwortet. Daher sieh es mir nach, wenn ich die Antwort nur verlinke:
Danke.
Ich sehe ein, dass das für Menschen die eine stetige Auszahlung wollen attraktiv klingt. Dennoch stehen Risiko und Renditepotential da für mich in keinem interessanten Verhältnis.
Letztlich ist das eine hoch spekulative Crypto Wette bei der das Risiko elegant an die Käufer dieses Produkts ausgelagert wird. Man muss darauf vertrauen, dass 1) die These stimmt und 2) Strategy über einen sehr langen Zeitraum keinen Mist baut (zu gierig wird... Whatever) und selbst wenn das klappt hab ich nach etlichen Jahren ja erstmal bloß meinen Einsatz wieder. Die Ausschüttungen helfen mir hingegen nicht, wenn mein Einsatz nachher weg ist.
Ich würde BTC kaufen + mit BTC als Collateral Cash auszahlen als nahezu immer überlegene Variante ansehen. Steuerlich und hinsichtlich des Risikos.
Für gaaaanz kurze Laufzeiten mag das Ding interessant sein.
-
-
Erinnert ein wenig an die Gebrüder Hunt und die Silber-Hausse 1973-1980.
In diesem Fall werden die “Vorzugs”-Aktionäre als erste den Kopf hinhalten…
-
In diesem Fall werden die “Vorzugs”-Aktionäre als erste den Kopf hinhalten…
Das ist so nicht korrekt. Im Fall einer Insolvenz stehen Vorzugsaktionäre vor den Stammaktionären und werden auch zuerst bedient. Sie tragen zwar das Risiko, aber sind eben nicht die ersten, die „den Kopf hinhalten“.
-
Das ist so nicht korrekt. Im Fall einer Insolvenz stehen Vorzugsaktionäre vor den Stammaktionären und werden auch zuerst bedient. Sie tragen zwar das Risiko, aber sind eben nicht die ersten, die „den Kopf hinhalten“.
Das ist leider völlig falsch!
Kein einziger Aktionär wird im Falle einer Insolvenz bedient - nicht 1 Cent.
Die Insolvenzmasse wird unter den Gläubigern der Firma (Banken, Arbeitnehmer, Kreditgeber, Dienstleister, Lieferanten, Vermieter, Strom, Wasser, Finanzamt etc. verteilt). Im Zweifel nur als Quote, denn die Firma ist ja insolvent.
Auch das Eigenkapital wird an die Gläubiger verteilt und auf keinen Fall an die Aktionäre ausgezahlt - das wäre Veruntreuung!
Die Aktien werden im Zweifel wertlos ausgebucht (gebührenfrei oder gegen kleine Gebühr, je nach Bank).
-
Das ist leider völlig falsch!
Äh doch, das ist völlig richtig, so steht es auch in der Vertragsunterlagen
– Vor den Vorzugsaktionären kommen aber die Gläubiger zum Zug, das ist richtig, hab ich aber nie bestritten. -
Äh doch, das ist völlig richtig, so steht es auch in der Vertragsunterlagen
– Vor den Vorzugsaktionären kommen aber die Gläubiger zum Zug, das ist richtig, hab ich aber nie bestritten.Es wäre dann die erste Insolvenz, in der Aktionäre nicht leer ausgehen. In der Regel reicht das zur Verfügung stehende (Rest-)Kapital nicht aus, um die Gläubiger auch nur ansatzweise zu befriedigen.
Wenn genügend Kapital zur Verfügung stehen würde, dann gäbe es keine Insolvenz, sondern eine Auflösung der Gesellschaft.
In diesem Fall würden dann auch die Aktionäre zum Zug kommen können -
Es wäre dann die erste Insolvenz, in der Aktionäre nicht leer ausgehen. In der Regel reicht das zur Verfügung stehende (Rest-)Kapital nicht aus, um die Gläubiger auch nur ansatzweise zu befriedigen.
Wenn genügend Kapital zur Verfügung stehen würde, dann gäbe es keine Insolvenz, sondern eine Auflösung der Gesellschaft.
In diesem Fall würden dann auch die Aktionäre zum Zug kommen könnenEs ist halt die Frage, wie eine Insolvenz bei Strategy konkret aussehen würde. Wir haben hier ja kein klassisches Unternehmen mit operativem Geschäft und hohen Fremdverbindlichkeiten, sondern eine Struktur, bei der ein Großteil des Kapitals über Eigenkapital bzw. aktienähnliche Instrumente kommt.
Die Gläubigerseite ist im Vergleich zu klassischen Firmen deutlich anders gelagert, während gleichzeitig ein großer, liquider Vermögenswert (Bitcoin) auf der Bilanz steht. Entscheidend wäre also, wie viel davon im Ernstfall noch übrig ist, wenn die Rangfolge konkret greift.
-
Es ist halt die Frage, wie eine Insolvenz bei Strategy konkret aussehen würde. Wir haben hier ja kein klassisches Unternehmen mit operativem Geschäft und hohen Fremdverbindlichkeiten, sondern eine Struktur, bei der ein Großteil des Kapitals über Eigenkapital bzw. aktienähnliche Instrumente kommt.
Die Gläubigerseite ist im Vergleich zu klassischen Firmen deutlich anders gelagert, während gleichzeitig ein großer, liquider Vermögenswert (Bitcoin) auf der Bilanz steht. Entscheidend wäre also, wie viel davon im Ernstfall noch übrig ist, wenn die Rangfolge konkret greift.
Die größten Gläubiger sind in der Regel das Finanzamt und die Arbeitnehmer. Diese werden auch zuerst bedient, vor allen anderen.
Was dann noch übrig bleibt, geht anteilig (Quote) an alle anderen Gläubiger wie Vermieter, Versorger, Banken etc.
Manche davon werden Sicherheiten haben (zB die Banken verpfändete Werte wie etwa Bitcoins oder Hypotheken, die Vermieter sog. Vermieterpfandrechte o.ä.).
Der Rest geht im Zweifel leer aus. Dazu gehören zB auch Anleger, die auf Schadenersatz klagen.
Aktionäre bekommen gar nichts - egal, ob Stamm- oder Vorzugsaktie.
Sie können sogar froh sein, wenn sie nichts nachschießen müssen (Sanierungsplan, Vergleich, Kapitalerhöhung…).
-
Passende Ratgeber für Dich
Aktienanleihen
Hohe Zinsen gibt es nicht ohne Risiko
Dividende
Wenn Du Geld aus dem Unternehmen bekommst
Staking
So lässt Du Deine Kryptos für Dich arbeiten
Smart-Beta-ETFs
Mit besonderen Indexfonds besser abschneiden als der Markt
Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert
Was Finanztip ausmacht