Als Diversifikation zu einem Aktiendepot? Reichen da ein paar Prozent für einen merklichen Effekt?
Es kommt drauf an was man beabsichtigt. Ganz lesenswert in dem Zusammenhang: Mehr Stabilität durch Gold im Portfolio
Ich bin mit 8 % physisch dabei.
Als Diversifikation zu einem Aktiendepot? Reichen da ein paar Prozent für einen merklichen Effekt?
Es kommt drauf an was man beabsichtigt. Ganz lesenswert in dem Zusammenhang: Mehr Stabilität durch Gold im Portfolio
Ich bin mit 8 % physisch dabei.
Ich überlege gerade, ob ich im Mai statt meine Dividenden von Münchner Rück und Allianz in ETFs zu investieren Euwax Gold II kaufe.
Yvonne, 59 (die älteren werden sich erinnern) wollte jüngst ihre Sparquote in ETF dem Vernehmen nach deshalb erhöhen, weil die gerade so dermaßen hoch stehen. Und das kam dir dann so spanisch vor, dass du dazu ein Thema hier hattest. Daher frage ich mal so: Machst du dann mit Gold-Investments nicht genau das gleiche? In den letzten 5-6 Wochen hat sich der Goldpreis zwar etwas beruhigt, aber davor ~halbes Jahr hätte das für ordentlich grün im Depot gesorgt. Was ist der konkrete Gedanke, wieso das zukünftig so weiterlaufen sollte? Oder reicht der Faktor "langweilige Stabilität" hier schon aus?
Wenn du auf
ordentlich Gold in Kilobarren
sitzt, dürfte das doch schon längst abgehandelt sein. Ob du das in irgendwelche persönlichen Portfolio-Rechnereien einbezogen hast oder nicht ist doch wurst, es ist ja trotzdem da.
Als Zahlungsmittel in einem absoluten worst-case Killerkrisenszenario?
Nein, für danach!
Ich habe seinerzeit, als es noch nicht diesen ETF-Hype gab, die Auszahlung einer Kapitallebensversicherung und eine Abfindungszahlung in Gold investiert. Da kostete die Unze noch dreistellig. Später habe ich auch noch Silber erworben, so zwischen 15 und 20 EUR die Unze. Das Zeug ist inzwischen so viel wert, dass ich ausschließlich davon meinen Lebensunterhalt bis zum Ende meines irdischen Daseins bestreiten könnte. Ich finde, das war keine schlechte Investition.
41 %. Physisch. Keine aktuellen Investitionen. Entnahmephase.
Bei mir etwa 10% (einschliesslich etwas Silber), über etwa 5 Jahren aufgebaut.
Was ist der konkrete Gedanke, wieso das zukünftig so weiterlaufen sollte? Oder reicht der Faktor "langweilige Stabilität" hier schon aus?
Der gleiche Gedanke, das Aktienkurse ewig steigen werden.
0.0% gold. Depot ist viel zu klein um mir einen Sicherheitsbaustein leisten zu können. Wobei die Performance von Gold die letzten Jahre weniger wie ein Sparbuch als wie ein tech startup wirkt![]()
Wobei die Performance von Gold die letzten Jahre weniger wie ein Sparbuch als wie ein tech startup wirkt
Es hat sich ja auch einiges geändert hat die letzten Jahre.
Es sind nicht mehr die ruhigen 2010er Jahre.
0.0% gold. Depot ist viel zu klein um mir einen Sicherheitsbaustein leisten zu können. Wobei die Performance von Gold die letzten Jahre weniger wie ein Sparbuch als wie ein tech startup wirkt
Stimmt genau. Der IZF meines Goldes ist fast identisch mit dem meines NASDAQ100-ETFs.
Wer investiert eigentlich aktuell noch in Gold ?
Ich meine, als richtiger Bestandteil des Portfolios ?
Ich habe zwar vor fast zwanzig Jahren ordentlich Gold in Kilobarren gekauft, dies aber nicht in die Portfolioberechnung einbezogen.
Hat hier jemand 5 % oder 10 % in Gold im Portfolio ?
Ich nicht: 0%...
Hab Gold im Depot, weil ich davon ausgehe, dass diverse Staaten und insbesondere die USA ihr Schulden Problem letztlich über Inflation lösen werden. Da ich gleichzeitig den Großteil des Aktienmarkts für überbewertet halte und große Risiken für die Weltwirtschaft sehe, gehört es bei mir zum Sicherheitsbaustein.
Ich bin mir bewusst, dass auch Gold im Falle eines Crashes höchstwahrscheinlich erstmal mit runter geht und wenig als Cash Reserve taugt.
Nur gibt es eben nicht so viele alternativen für das angenomme Inflation + Aktiencrash Szenario.
Um es präziser zu formulieren : Gold ist ein Teil der Versicherung für den eventuellen Bedeutungsverlust des Dollars.
Ich bin mir bewusst, dass auch Gold im Falle eines Crashes höchstwahrscheinlich erstmal mit runter geht und wenig als Cash Reserve taugt.
Im Vergleich zum Bitcoin, der gerade kläglich versagt, hält sich Gold doch hervorragend.
Ich habe seinerzeit, als es noch nicht diesen ETF-Hype gab, die Auszahlung einer Kapitallebensversicherung und eine Abfindungszahlung in Gold investiert.
Sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung ...
Da kostete die Unze noch dreistellig.
Als ich Gold (und Silber) in signifikantem Umfang aufgestockt hatte (Ende 90er zur Euroeinführung) notierte das Kilo Gold um 7.880 €, die Unze Gold um 250 € und die Unze Silber um 4,50 € ...
Das Zeug ist inzwischen so viel wert, dass ich ausschließlich davon meinen Lebensunterhalt bis zum Ende meines irdischen Daseins bestreiten könnte.
Same here.
Ich finde, das war keine schlechte Investition.
(nachträglich gefettet von mir)
Gold ist - nach meinen Erfahrungen - keine "Investition" sondern eine "Versicherung".
Zum einen eine Versicherung vor bzw. gegen den Umgang der Staaten und staatlichen Notenbanken mit dem Fiat-Money-System (aus dem Nichts beliebig vermehrbares (Papier)Geld) im Allgemeinen und zum anderen auch eine Versicherung vor bzw. gegen den Umgang bestimmter Staaten (Eurozone) und einer staatlichen Notenbank (EZB) mit dem Währungsexperiment "Einheitswährung Euro".
Je unsolider, fragwürdiger, fragiler, desolater etc. pp. der Umgang mit beiden oben genannten Aspekten seitens der Obrigkeit verläuft, umso wahrscheinlicher werden die Menschen (vom Sparer bis hin zu institutionellen Investoren) sich (u. a.) dem Gold zuwenden. Ähnliches bis Gleiches gilt für geopolitische Imponderabilien, Friktionen und Risiken. Entsprechend wird sich der Preis für Gold dann nachfragebedingt verhalten.
Auf sehr lange Sicht - 30 Jahre aufwärts - scheint ohnehin der Goldpreis sozusagen spiralierend um die ständig wachsende Geldmenge mit nach oben gezogen zu werden.
Die Versicherung Gold und dessen Preis verstehe ich daher (leider) als Seismograph oder Fieberthermometer (Zustand) oben genannte Aspekte betreffend (Fiat-Money-System Im Allgemeinen, Experiment Einheitswährung Euro im Speziellen, geopolitische Neuordnung).
Wenn ich als Bürger schon nichts am Grand Design ändern kann, so bleibt mir immerhin noch die Variante wenigstens diesbezüglich eine Versicherung abzuschließen. Für meinen Teil geschah dies glücklicherweise noch rechtzeitig.
Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen privaten Finanzen !
Gold ist - nach meinen Erfahrungen - keine "Investition" sondern eine "Versicherung".
Da würde ich dir zustimmen.
Es hat mit einer Versicherung gemein, dass man hofft, diese niemals in Anspruch nehmen zu müssen. Daher sollte man Gold auch nicht als eine Form der Altersvorsorge verstehen, die man im Ruhestand verzehrt. Seinen Lebensunterhalt sollte man durch anderweitige Einnahmen bestreiten können.
Auch ich würde dem Euro keine allzu lange Restlebensdauer attestieren wollen. Ich gehe davon aus, dass er noch zu meinen Lebzeiten kollabieren wird. Die Folgen sind schwer abschätzbar, sicher ist allenfalls, dass alle Euro-Guthaben einen Großteil ihres Wertes verlieren werden. Sachwerte werden, wie schon bei der letzten Währungsreform, einem Lastenausgleich unterworfen werden. Im Wesentlichen also Immobilien und heutzutage auch Aktien. Allerdings ist davon auszugehen, dass Gold seinen Wert behalten wird und da nicht dem Zugriff des Staates ausgesetzt, auch nicht einem staatlichen Abgabenzwang unterworfen werden kann.
Voraussetzung dafür, dass man seine Versicherung auch in Anspruch nehmen kann, ist der passende Aufbewahrungsort. Die denkbar schlechteste Variante wäre die Aufbewahrung in einem Schließfach in Deutschland. Denn sollte der Ernstfall eintreten, dann darf man damit rechnen, dass alle Schließfächer durch den Staat zwangsweise geöffnet würden, da der Aufwand hierfür ist sehr überschaubar ist.
Auch ich würde dem Euro keine allzu lange Restlebensdauer attestieren wollen.
Same here.
Diese "Esperantowährung" mußte bereits 10 Jahre nach ihrer Einführung als Bargeld (2002) in ihrer Existenz gerettet werden und zwar "Whatever it takes" (2012) ...
Seitens der Obrigkeit wird man zwar nichts unversucht lassen - erst recht nach dem ganzen Ärger, Stress und Streit samt Blut, Schweiß und Tränen während der Eurokrise ab 2010 ff - diese Währungsexperiment irgendwie noch weiter am Leben zu halten. Die Nebenwirkungen (Kollateralschäden) selbst dafür werden aber erheblich bis massiv sein (Moral Hazard, Tragik der Allmende und weitere Fehlanreize).
Sachwerte werden, wie schon bei der letzten Währungsreform, einem Lastenausgleich unterworfen werden. Im Wesentlichen also Immobilien und heutzutage auch Aktien. Allerdings ist davon auszugehen, dass Gold seinen Wert behalten wird und da nicht dem Zugriff des Staates ausgesetzt, auch nicht einem staatlichen Abgabenzwang unterworfen werden kann.
Sehe ich - und die meisten in meinem Umfeld - ähnlich.
Voraussetzung dafür, dass man seine Versicherung auch in Anspruch nehmen kann, ist der passende Aufbewahrungsort. Die denkbar schlechteste Variante wäre die Aufbewahrung in einem Schließfach in Deutschland. Denn sollte der Ernstfall eintreten, dann darf man damit rechnen, dass alle Schließfächer durch den Staat zwangsweise geöffnet würden, da der Aufwand hierfür ist sehr überschaubar ist.
Damit Gold als "Versicherung" seine Wirkung entfalten kann eine "conditio sine qua non"; siehe schon hier
Für relevante Größenordnungen gilt: Es kann schon denknotwendig nur darum gehen, eine "möglichst" am wenigsten "unsichere" und "möglichst" am wenigsten "heikle" Verwahrung zu wählen. Dazu zählt auch eine "möglichst rechtssicherer" Region. Die Eurozone kann - nach meinem Dafürhalten (siehe den Umgang mit den die Währung betreffenden eigenen EU-Verträgen) - darunter schon lange nicht mehr subsumiert werden.
Im Vergleich zum Bitcoin, der gerade kläglich versagt, hält sich Gold doch hervorragend
Kläglich versagen würde ich das nicht nennen. Ich bin eher Überrascht, dass BTC im Vergleich zum sonst üblichen Kursverlauf noch so weit oben ist.
Ist aber auch egal. Der 1 zu 1 Vergleich Gold vs BTC - auch wenn er von vielen immer wieder hervorgeholt wird - ist sinnlos. Dafür liegen Nutzungsszenarien, große Nachfrage Treiber und generelle Abhängigkeit von diversen Marktdynamiken viel zu weit auseinander.
Es gibt Überschneidungen, auch hinsichtlich einer langfristigen Depot Gestaltung. Aber die kurzfristige Preisentwicklung dieser beiden Assets hat einfach wenig Gemeinsamkeiten, also lässt sich daraus auch keinerlei Erkenntnis ziehen.
Ich habe kein Gold und hatte auch noch nie welches.
Es ist reine Spekulation ohne innere Wertschöpfung, das ist mir nicht geheuer.
das ist mir nicht geheuer.
Das wird, wie nicht ganz selten beim Thema "private Finanzen", im Auge des Betrachters liegen.
"Nicht geheuer" (nur um diese Deine Formulierung aufzugreifen) ist mir beispielsweise das Fiat-Money-System und der Umgang der Obrigkeit (Staaten und staatliche Notenbanken) damit im Allgemeinen sowie insbesondere das Experiment einer europäischen Einheitswährung und der Umgang der Obrigkeit (Euro-Mitgliedsstaaten und EZB) damit inklusive dem Umgang mit den diese Einheitswährung betreffenden EU-Verträge (AEUV) im Speziellen.
Von geopolitischen Friktionen, einer ebensolchen geopolitischen Neuordnung und dem Umgang der USA mit dem Dollar als (noch) Weltleitwährung beispielsweise ganz abgesehen.
Goldpreis bei Euroeinführung im Jahr 1999 um die 250 € pro Unze - aktuell um 4.000 €
Goldpreis bei Euroeinführung im Jahr 1999 um die 7. 880 € pro Kilo - aktuell > 129.000 €
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