Danke, Ben Felix kenne und schätze ich. Das Video hatte ich aber noch nicht gesehen.
Risikokapazität ist wohl kein Problem bei uns, es geht eher in Richtung Risikotoleranz und Risikobedarf. Leider versuche ich immer optimal/rational aufgestellt zu sein beim Thema Finanzen. Aber vielleicht heißt das auch bewusst eine niedrigere Aktienquote. Ich habe mich bisher eher an der Risikokapazität orientiert und weniger an Risikobedarf und Toleranz (daher leider).
Wird mit deiner momentanen Gewichtung von risikoreich zu risokarm die Inflation im Gesamtvermögen ausgeglichen, besonders langfristig?
langfristig Inflationsgeschützt (77%)
- Aktien 22% (bei 80% Aktienquote im Depot; z.B. 18% dann bei 60% Aktienquote)
- Immobilien 34%
- gesetzliche Rente (teilweise) 21%
Geldwerte (LVs, Bonds, TG und Betriebsrenten (23%)
Deine Frau und Du sind aktuell 50; standardmäßiger Renteneintritt nach heutigem Recht wäre 67. Das möchtet Ihr nicht abwarten, sondern 5 Jahre früher in einen selbstfinanzierten Vorruhestand gehen.
Ihr habt eine verhältnismäßig großes Vermögen bei verhältnismäßig geringen Rentenansprüche, ich habe aber den Eindruck, daß Du weißt, wovon Du schreibst, also will ich diese Zahlen nicht hinterfragen.
Also das mit der Lebensversicherung war die verkürzte Fassung. Großteils sind das Ansprüche aus einem Zeitwertkonto, in das ich einzahle. Von diesem Konto plane ich mit 60 Jahren zu 110% meines aktuellen Gehaltes oder mit 58 zu 85% meines aktuellen Gehaltes in die Freistellung bis 67 zu gehen. Das ist bis dahin angespart.
Ich habe das so gewählt, da mein AG auch die SV-Beiträge oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze einzahlt, ich durch die verzinsten Bruttobeträge einen hohen Zinseffekt bekomme und während der Freistellung weiter krankenversichert und auch rentenversichert bin. Später dann auch ohne Probleme in die Krankenversicherung der Rentner kann. M.E. findet dieses Modell viel zu wenig Beachtung. Vielleicht mach ich dazu noch einen separaten Thread auf.
Bei den Renten habe ich versucht nochmal nachzurechnen:
Aktuell haben wir zusammen 74 Rentenpunkte, die dann auf vermutlich 105 Punkte bis zur Rente ansteigen werden, selbst wenn ich 7 Jahre in der Freistellung bin. Betriebsrente aktuell 2.000 EUR, die auf ca. 3.000 EUR ansteigen sollte. Ich habe mit konservativ mit 3% Inflation und 2,5% Rentensteigerung bzw. 0% bei Betriebsrente gerechnet. Dazu Abzüge von 33%, was wahrscheinlich zu hoch ist. Dann komme ich auf eine Nettorente nach Steuern und Inflation von 3.500 EUR.
Wenn ich das so betrachte erübrigt sich jede weitere Überlegung. Es gibt kein Problem, der Risikobedarf ist nahe 0.
Mir ist nicht recht klar, aus welchem Grund Du Dir Gedanken über Deine Aktienquote machst.
Es ist wohl lediglich das Thema mit der Risikotoleranz. Ich hatte jetzt ein 80% Aktiendepot und leider mit 10% meines Depots Blödsinn gemacht im Trump-Crash und deshalb kommt die ganze Frage auf. Nicht wirklich extrem schlimm aber trotzdem ärgere ich mich so darüber, dass ich mich jetzt sehr hinterfrage. Aber mein Verstand sagt mir, mach rational 80% Aktienquote.