Beiträge von Evaluise

    Auch das zutreffende Argument, dass man als PKV-Patient, womöglich noch mit hohem Selbstbehalt, nicht wegen jedem Pipifax zum Arzt rennt, kann einem auf die Füße fallen.

    Hatte vergessen, dass Du selbst Arzt bist ... na dann kannst Du vermutlich unterscheiden, was bei eigenen Beschwerden oder denen der Kinder Pipifax ist und was wirklich gleich abgeklärt werden sollte. Dieser Einwand von mir entfällt also.

    Ich sehe aber auch, dass Ihr noch so jung seid, dass womöglich noch ein Kind kommt, das ggf. auch privatversichert werden müsste - wie sieht die Rechnung dann aus?

    Ich weiß dass ich jetzt schon einrechnen und sparen muss, was später in der Rente zusätzlich auf mich zukommt, aber das ist es mir wert.

    -> PapaPacini, genau hier liegt das Problem. Vielleicht nimmt man sich das tatsächlich vor (ich war beim Wechsel in die PKV Mitte/Ende 20 und wer denkt in diesem Alter schon so weit?), aber dann kommt das wirkliche Leben dazwischen und man tut es doch nicht. 40 Jahre später können dann böse Überraschungen kommen.

    Auch das zutreffende Argument, dass man als PKV-Patient, womöglich noch mit hohem Selbstbehalt, nicht wegen jedem Pipifax zum Arzt rennt, kann einem auf die Füße fallen.

    Mein Vorschlag ...: Kapital in einen ausschüttenden Dividendenfonds, Ausschüttungen für den Stiftungszweck verwenden, und die langfristige Wertentwicklung erledigt den Inflationsausgleich quasi automatisch.

    Die Realität: ein vierköpfiges Gremium, das weiterhin an klassischen festverzinslichen Anlagen festhält – ohne echten Inflationsausgleich.

    Sofern es kein Aprilscherz von überschaubarer Witzigkeit ist: Könnt Ihr Euch nicht wenigstens auf halbe/halbe einigen?

    Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden ob ich einen Kleinwagen (vermutlich nicht), die Kompaktklasse oder die Mittelklasse wähle :/

    Gerade in den kleinen Orten sind die Straßen oft sehr eng => Kleinwagen.
    Dass Du dann ewig hinter jemandem wartest, der unbedingt einen SUV haben wollte und verzweifelt damit rumrangiert, um irgendwie durch- oder an egal was vorbeizukommen, kann Dir natürlich mit jedem Auto passieren.

    Simple WORD-Datei, in der pro Monat die zu erwartenden Abbuchungen/Rechnungen notiert sind. Ist auch nützlich, damit mich quartals- oder jahresweise anfallende Kosten nicht kalt erwischen. Aufgrund dieser Datei monatlicher Schmierzettel (gerade heute für April geschrieben) mit Anfangsbestand, unvermeidlichen Abbuchungen plus sicherheitshalber 500 Euro "slush". Was übrig bleibt, wird ins Tagesgeld geschubst oder angelegt. Alles, was komplizierter wäre als diese Datei und der Schmierzettel, würde mir nur auf den Keks gehen.

    Keine Budgetfestlegung z.B. für Lebensmittel oder Klamotten, also kein "zero based budget". Wenn's mal mehr wird als sonst, z.B. wg. Vorratseinkäufen bei Sonderangeboten oder weil ich endlich meinen Traum-Wintermantel finde, ist das von den 500 Euro für "slush" gedeckt.

    Meine Mutter, die Mitte 60 ist, hat mich darum gebeten, sie monatlich finanziell zu unterstützen. Zusätzlich brauchte sie kurzfristig eine mittlere Summe für eine Autoreparatur, das ich ihr bereits gegeben habe. In den letzten Jahren hatte ich Ihr auch bereits einige Tausend Euro überwiesen.

    Naja, Erfahrung mit ähnlicher Situation ... bei unserer Unterstützung von Schwiegermama sind über die Jahre hinweg auch solide vierstellige Beträge zusammengekommen. Aber Schwiegermama ist in den Neunzigern und Deine Mutter ist jünger als ich!

    Dürfte sich in den paar Jahren, seit wir zuletzt eine Haushaltshilfe gesucht haben, nicht groß geändert haben: Die werden verzweifelt gesucht und es geht keineswegs immer um grobe = körperlich sehr belastende Putzarbeiten. Besondere Qualifikationen werden da nicht verlangt; tatsächlich sind manche Familien so verzweifelt, dass sie auch Leute behalten, deren Stärken eher nicht so im Putzen liegen.

    Ob das dann mit Anmeldung an die Minijobzentrale läuft (=> ggf. Kürzung des Wohngelds?) oder nicht ... ich muss ja nicht alles wissen.

    D.h. Du guckst unter Dich und orientiert Dich an denen, denen es noch schlechter geht und sagst "Danke!", wenn's Dir - noch - ein bisschen besser geht? Die Nachrichten wären nicht voll mit schlechten Meldungen, wenn ich mir die nur einbilden würde.

    Nö, ich sag nicht "danke" und ich freu mich auch nicht, wenn egal welche Abgaben steigen. Aber ich tu auch nicht so, als wäre es für mich völlig unzumutbar.

    Beispiel Erbschaftssteuer: Toll, dass ich bis zu 400.000 Euro erben könnte, ohne einen Cent Steuern darauf zu zahlen. In meinem Fall wäre das (anders als bei Leuten, die ihre Eltern womöglich jahrelang gepflegt haben) praktisch leistungsloses Einkommen. Aber sollte sich die Gesetzeslage ändern, würde ich nicht rumheulen und es auch nicht für irre gemein halten.

    Wenn man mir nicht andauernd in's Portemonnaie greifen würde, dann müsste ich auch nicht andauern nörgeln.

    Natürlich muss man Dir andauernd ins Portemonnaie greifen, denn es ist ja nicht wie im Märchen: Problem gelöst und nun zufrieden bis an Lebensende. Die Kosten egal wofür entstehen nunmal andauernd. Übrigens hat es seit Jahren keine gravierenden Verschlechterungen gegeben.

    Aber kriegst nicht auch Du dafür einiges geboten? Ich jedenfalls ja: meine Eltern mussten weder Schulgeld noch Studiengebühren zahlen, und hätten sie sich meinen Unterhalt während des Studiums nicht leisten können, hätte ich Bafög gekriegt. Wasser-/Abwasser-/Strom-/Telefonanschluss ist fast überall selbstverständlich. Öffentlicher Nahverkehr ist lausig, aber vorhanden. Straßen sind auch oft lausig, aber vorhanden. Krankenversorgung könnte natürlich besser sein, ist aber vorhanden. Niemand muss verhungern oder auch nur Angst davor haben.

    Und ziemlich egal welche Verschlechterung dazu führt, dass Dir und mir noch tiefer ins Portemonnaie gegriffen wird: Andere wird es härter treffen als Dich und mich - abgesehen davon, dass es Regelungen geben wird, die dafür sorgen, dass niemand in den Ruin getrieben wird. Für die allermeisten Leute, die hier schreiben, dürfte der Ruin ohnehin nicht bevorstehen.

    Die Beiträge wären momentan in PKV und GKV etwa gleich.

    Tu's nicht, denn das wird sich peu à peu ändern, und bist Du in Rente bist, ist der Unterschied schon enorm angewachsen. Irgendwann wechselst Du dann entnervt in einen viel schlechteren Tarif und dann ist der Vorteil, den Privatpatienten haben, sowieso fast futsch.

    Übrigens hatte ich auch schon den Fall, dass meine PKV Kosten, die im Bekanntenkreis ohne weiteres von der GKV getragen wurden, abgelehnt wurden mit der Begründung, die Sache sei zwar fies, aber nicht lebensbedrohlich.

    Und wenn in der GKV Leistungen eingeschränkt werden, kann die PKV nachziehen.

    Kommt vielleicht auch drauf an, wo Du wohnst: in meiner Umgebung (Land Brandenburg) gibt es erstaunlich viele Arztpraxen, die z.B. bei der Terminvergabe keinen Unterschied zwischen Kassen- und Privatpatienten machen. In Berlin sieht das nach meiner Erfahrung schon wieder anders aus.

    ... sind die bestehenden gesetzlichen Regeln fair, gerade für Familien mit Kindern. Denn sie gleichen die Nachteile aus, die durch Kindererziehung, unbezahlte Carearbeit, Teilzeit etc. entstehen.

    So isses. Zwar weibliche Meinung, aber in einer mit einem 0815-Ehemann vergleichbaren Situation: als kleine Selbständige immer von morgens bis abends geschuftet, auch an Wochenenden und Feiertagen, während Göttergatte lange nur teilzeitbeschäftigt war, aber z.B. Einkauf+Kochen so gut wie komplett übernommen hat. Ohne das wäre ich verhungert oder hätte wg. irrsinniger Kosten für Lieferservice etc. nur wenig zurücklegen/investieren können. Natürlich war das was wert und natürlich würde ihm von unserem Vermögenszuwachs die Hälfte zustehen, egal auf wessen Konten sich das Vermögen verteilt.

    Da ich selbstständig bin, traue ich mich das nicht. Manchmal läuft es super, aber irgendwas geht ja immer schief. Deswegen soviel Sondertilgung wie möglich.

    Dann wirklich besser Tages-/Festgeld.

    Wir waren in der gleichen Situation und haben alles auf das Hausdarlehen geworfen, obwohl einige im Bekanntenkreis das für dusselig hielten. Wäre es rückblickend gesehen finanziell sinnvoller gewesen, das Geld in den Aktienmarkt zu stecken? Keine Ahnung, hab's nie ausgerechnet. Möglicherweise nicht, denn die Sache ist schon 'ne Weile her. Aber in all den Jahren des Sparens und Sondertilgens gab es keine Panikattacken beim Blick auf den Aktienmarkt und das ist auch was wert.

    Ich würde es jederzeit wieder so machen.

    P.S. Hat sich sich mit Namonis Beitrag überschnitten. Trotzdem mal überlegen, ob Du nicht bloß treppenartig festlegst, also auf einen mittelfristigen Zinsanstieg spekulierst.

    Na das sind doch optimale Voraussetzungen! Dann könntest Du tatsächlich alles in einen Welt-ETF stecken - angesichts der aktuellen Lage vielleicht nicht alles auf einmal, sondern häppchenweise. In der ETF-Suche bei finanztip findest Du sicher was.

    Ob thesaurierend oder ausschüttend, ist Geschmackssache. Ausschüttend macht mehr Spaß: dann kommt ab und an ein größerer Betrag und Du kannst je nach Lust+Laune entscheiden, ob Du davon neue Anteile kaufst oder ihn auf den Kopp haust für irgendwas, was nicht sein muss, Dir aber Freude macht, ihn spendest oder was weiß ich was damit machst. Thesaurierend hat dagegen den Vorteil, dass Du Dich um rein gar nichts mehr kümmern musst.

    Pantoffel-Portfolio ... brauchst Du denn überhaupt einen "sicheren" Anteil, also einen zweiten Pantoffel?

    Immobilienkauf erledigt oder nicht geplant? Denn wenn du innerhalb der 13 Jahre plötzlich sehr viel Geld, nämlich >50K brauchst, kann es sein, dass egal welche Anlage gerade ganz mies steht.

    Andernfalls könntest Du mutig alles in einen Welt-ETF (inclusive Emerging Markets und Small Caps, also so "welt" wie's geht) stecken.