Den (kleinen) steuerstundenden Vorteil gibt es nur in der Ansparphase. In der Entnahmephase dreht der zu einem Nachteil. Bisher hat sich diese Einsicht noch nicht flächendeckend durchgesetzt, weil das Problem erst seit 2023 sichtbar ist. Zuvor haben die Steuern auf die Vorabpauschale wegen niedrigem und teils negativem Basiszins keine Rolle gespielt.
Fakt ist, dass Du bei der Entnahme beim Thesaurierer zweimal Steuern zahlst.
Einmal für die Steuern auf die Vorabpauschale, was in etwa der Steuer auf die Ausschüttung entspricht. Dafür brauchst Du zusätzliche Liquidität was schon mal nicht so günstig ist. Dann fallen ein weiteres mal Steuern an beim Verkauf der Anteile, mit der Du die Entnahme machen willst. In den Anteilen stecken Gewinne drin, die beim Verkauf versteuert werden. Je nachdem wie lange Du die Teile im Depot hast, kann das mehr oder weniger teuer werden.
Okay, danke! Wenn ich das jetzt richtig verstehe bedeutet es, dass es, insbesondere bei einer im Vergleich zur Auszahlphase eher kürzeren Ansparphase, doch von Vorteil ist, ausschüttende Fonds zu nehmen, in meinem Fall dann den FTSE all world im pantoffelportfolio und den Life strategy 60% in dem extra Portfolio.
Dieser Vorteil überwiegt auch dann, wenn ich während der Ansparphase Orderkosten durch das wieder anlegen der Ausschüttungen habe. Ich bin bei der consorsbank, das sind dann knappe 5 € plus 0,25% des ordervolumens.
Gerade fällt mir ein, dass ich ja auch wenn ich sonst keinen Sparplan habe für die Dividenden vielleicht einen Sparplan für 4 mal im Jahr aufsetzen könnte.
Gut dass das Thema aufkam, ich hätte ansonsten nämlich thesaurierende Fonds genommen!