Sicherheitsbaustein Renten ETF

  • Ich lese gern über Flugunfälle und schaue mir die zugehörigen Besprechungen per Video an. Neulich kam mir ein Fall unter, in dem ein Fluglotse (und Fluglehrer) es geschafft hat, eine Flugschülerin, deren Fluglehrer während des Fluges am Herzinfarkt verstorben war, heil zur Landung zu bugsieren (Bonus! Flugzeug war hinterher sogar noch verwendbar). Eine unglaubliche Leistung des Fluglehrers!

    Es ist unglaublich schwierig, einen Laien aus der Ferne anzuleiten, vor allem deswegen, weil Laien oft unerwartet phantasievoll sind und Dinge machen, an die der Profi nicht im Traum denkt, weil er (fälschlich!) davon ausgeht, daß ein vernünftiger Mensch sowas garantiert nicht macht. Macht der Laie eben doch.

    Das ist hier im Forum genauso, dazu kommt ein weiteres Moment: Der Durchschnittsanfrager mauert bewußt, weil er private Daten nicht preisgeben will. Ja, diese Daten sind privat, aber man muß sie für sinnvolle Entscheidungen halt kennen.

    Du bist blutiger Laie, das ist an Deinen Formulierungen unverkennbar. Das ist kein Vorwurf, jeder hat schließlich so angefangen. Aber es ist eine Feststellung. Du hast Dir in den letzten zwei Wochen viel Investmentporno reingezogen (auch das erkennt man an Deinen Formulierungen) und glaubst jetzt irrig, Du seiest kurz vorm Profi. Ich kenne das von mir selber, das dachte ich von mir selber auch mal. Je länger ich dann aber im Geschäft war, desto mehr unerwartete Dinge sind mir untergekommen, desto demütiger wurde ich meinen eigenen Kenntnissen gegenüber, die ich anfangs mächtig überschätzt hatte.

    Was Du Dir ausgedacht hast, erscheint mir mindestens eine Nummer zu groß. Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden, man fängt sinnvollerweise mit kleinen Schritten an. Aus gutem Grund gibt es Treppen in unseren Häusern, mit denen man mit 15 kleinen Steigungen schafft, was mit einem Sprung oder Schritt unmöglich wäre.

    Du solltest beispielsweise verinnerlichen, was es mit "Sicherheitsbausteinen" und "Renditebausteinen" auf sich hat und nicht unreflektiert "50:50" übernehmen, weil schließlich jeder das so macht. Neben dem gibt es hunderterlei Dinge, die man sinnvollerweise weiß, bevor man ein Mehrfaches des Jahresverdienstes anlegt.

    Ein guter Ratgeber muß Dich und Deine Lebenssituation kennen. Fragt er Dich vorher nicht aus und macht sich kein Bild von Dir, kann er niemals ein guter Ratgeber sein. Wenn Du Dein eigener Ratgeber sein willst (wofür Du meiner Einschätzung aktuell noch nicht weit genug bist), mußt Du das auch tun. Es macht einen Unterschied, ob Du etwa Anlageziele wirklich schriftlich fixierst und das nicht etwa abtust mit der irrigen Auffassung: Ich weiß schon, was ich will.

    Du hast schon recht: Ein Forum ist dazu da, Fragen zu beantworten und anderen Leuten Auskünfte zu geben. Es ist aber kein böser Wille der Mitforisten, wenn sie Dich, der Du kaum die Buchstaben kennst, mit zwei oder drei Postings nicht zum Abitur führen können.

    :)

  • Hallo Clueless66 ,

    das ist alles VIEL zu kompliziert ;)

    ich empfehle dir die drei folgenden Grundprinzipien:

    1) Mach es so einfach wie möglich

    2) Auf Portfolio-Ebene 1, also i.W. den beiden Anlageklassen Aktien und Anleihen nimmst du so viel Risiko wie möglich. Also den Aktienanteil so hoch wie es deine Risikotragfähigkeit und -toleranz zulassen. Diesen Aktienanteil hast du für dich bereits mit 50% definiert. Nun ist vermutlich deine Risikotragfähigkeit eigentlich höher, dafür aber die Risikotoleranz niedriger. Kann unterm Strich also passen.

    3) Auf Portfolio Ebene 2, also innerhalb der jeweiligen Anlageklasse nimmst du nun so wenig Risiko wie möglich. Bei den Aktien bedeutet das, einfach weltweit so breit gestreut wie möglich. Bei den Anleihen bedeutet dies, dass die Anleihen nicht die Aufgabe haben, eine positive Realrendite zu erwirtschaften. Denn dafür sind die Aktien da. Also sichere, kurzlaufende Staatsanleihen.

    Alle drei Ratschläge zusammengenommen münden somit in einem simplen Portfolio, bestehend aus einem Welt-Aktien ETF, bspw. ein Vanguard FTSE All-World oder ein SPDR MSCI ACWI IMI. Und einem Anleihe-ETF, bspw. DBX0T8. Alternativ geht dort auch ein Geldmarkt-ETF wie DBX0AN.

    Und fertig ;) Das ist einfach, kostengünstig und gut.

    Je mehr Produkte bzw. ETFs du dann noch dazunimmst, macht es nicht besser, sondern schlechter, da komplizierter.

  • Ja, danke, ich werde die Anzahl der etfs im Sicherheitsbaustein reduzieren.

    Nicht nur da! Deinen Renditebaustein könnte man auch deutlich verschlanken.

    Jetzt nun wieder eine weitere Empfehlung, wie so viele, die dich weiter verwirren:

    ICH würde das KISS-Prinzip verfolgen. Keep it simple, stupid!

    Heißt: Im Renditebaustein würde ich EINEN ETF nehmen. Ich selbst nutze nur den SPDR MSCI SCWI IMI. Später, nachdem man sich monatelang weiter eingelesen hat vlt ein kleines bissel Gold. Und ja, das gehört in den risikobehafteten Baustein! Gold ist nicht sicher!

    Im Sicherheitsbaustein liegt bei mir der DBX0AN. Also auch dort nur EIN ETF!

    Mach dir selbst keinen Stress. Wenn du noch so nervös bist, dann lege noch nichts an. Lies weiter und verfestige dein Wissen. Das ist wichtiger, als möglichst schnell im Markt zu sein ;)

  • Vielen Dank, super Ratschlag, vor allem auch genau passend zu meiner Anfrage.

  • Ich kann mich gar nicht erinnern, dass ich erwartet habe, hier zum Abitur geführt zu werden, trotzdem danke für deine Ausführungen. Ich hatte übrigens im Vorfeld der 14 Tage, in denen ich mich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt habe, tatsächlich auch Bücher zu dem Thema gelesen, die meisten von Stiftung Warentest. Natürlich bin ich deshalb immer noch totaler Anfänger. Ich weiß aber beispielsweise, warum ich ein 50/50 Portfolio haben möchte, und ich habe auch nicht danach gefragt, ob das eine sinnvolle Aufteilung ist.

    Die Konzepte von Stiftung Warentest sind für totale Anfänger, und nach denen richte ich mich, ich hatte lediglich 2 Fragen zum Sicherheitsbaustein (und eine kleinere Frage zum order-prozess selber) von denen mir hier zumindest eine von anderen auch konstruktiv beantwortet wurde.

    Sollte ich demnächst noch mal Fragen haben, werde ich mir glaube ich ein anderes Forum suchen, vielleicht gibt es ja dort Experten (denn ich will dir dein Wissen überhaupt nicht absprechen) die den Unterschied zwischen konstruktiv und herablassend mal reflektiert haben.

    Und dass du das nicht reflektiert hast, merkt man an deiner Diktion.😉

  • ...

    Allerdings. Kenne genug Leute "ohne ein Gramm" (physisches) Gold im Portfolio, die sich bestens finanziell aufgestellt sehen. Ebenso Leute, die physisches Gold als "Versicherung" im Portfolio haben. Bis hin zu Leuten, die 30 oder 40% ihres Gesamtvermögens in Gold und Silber halten.

    Jeder Jeck ist anders oder auch "Paragraph Eins - jeder macht Seins".


    ....

    So ist....Als Renditebausteine hatte ich über 20 Jahre den S&P 500, einen MCSI und Gold....Alle Assets haben im Rückblick "Spass gemacht", wobei das Gold die anderen Komponenten deutlich outperformed hat.... Zum Glück habe ich stoisch durch allen "Krisen" hindurch weiter investiert und bin nicht in Panik geraten.....Jetzt habe ich massiv in festverzinsliche Anlagen umgeschichtet....Weil ich meinen Job an den Nagel gehängt habe und ich noch rund 8 Jahre bis zur Rente von dem Kapital ohne Kursschwankungsstress leben möchte :)

  • Clueless66:

    Wenn einer, der mit Mühe kaum,
    geklettert ist auf einen Baum,
    schon meint, daß er ein Vöglein wär,
    so irrt sich der.

    Weiterhin viel Erfolg mit Deiner Anlage! :)

  • Danke!

  • Manch unverblümte Wahrheit schmerzt. Und mancher Schmerz ist heilsam.

    Ja, die Ansprache war schon robust, aber solche Anfragen kommen am laufenden Band, da weiß man mit der Zeit, welche Schublade passt.

    Eigentlich war die Ansprache nicht robust. Der TE kokettiert damit, daß er keine Ahnung habe (dazu passend hat er seinen Namen gewählt). Ich könnte mir gut vorstellen, daß er sich nicht bewußt ist, wie sehr seine Koketterie ins Schwarze trifft. Schon seit Alters her sagt der Volksmund, Hochmut komme vor dem Fall. Der TE ist noch in der ersten Phase und hat die zweite noch vor sich.

    :)

  • Eigentlich war die Ansprache nicht robust. Der TE kokettiert damit, daß er keine Ahnung habe (dazu passend hat er seinen Namen gewählt). Ich könnte mir gut vorstellen, daß er sich nicht bewußt ist, wie sehr seine Koketterie ins Schwarze trifft. Schon seit Alters her sagt der Volksmund, Hochmut komme vor dem Fall. Der TE ist noch in der ersten Phase und hat die zweite noch vor sich.

    :)

    Welche Koketterie? Menschenkenntnis ist nicht deine Stärke. Also versuch es erst gar nicht. Ich habe jetzt mehrfach geschrieben, dass ich meine Geldanlage nach dem Prinzipien von Stiftung Warentest machen möchte, diese ist für Anfänger gedacht und ich habe nie behauptet, dass ich etwas anderes bin. Ich habe hier auch nie nach Ratschlägen bezüglich dieser Strategie gesucht, Ich hatte konkrete Frage zu den Renten ETFs, mehr nicht.

    Diese Fragen wurden auch von einigen anderen Teilnehmern hier im Forum beantwortet.

  • Die Anlage ist tatsächlich ein Teil von noch kommenden Anlagen, um mir später einen entscheidenden Teil der Rente zu finanzieren, ich bin selbstständig, habe aufgrund einer privaten Krankenversicherung hohe Ausgaben und werde in 8 Jahren eine nur kleine Rente bekommen, weil ich nicht so lange in einem Angestelltenverhältnis gearbeitet habe. So bin ich auch auf Stiftung Warentest gekommen, weil die nicht nur das besagte pantoffelportfolio, sondern auch auch Tools für Entnahmepläne anbieten.

    Zunächst musst Du eine komplette Bestandsaufnahme machen. Die Werte von deinem ersten Beitrag scheinen mir nur ein Teil zu sein. Für eine gute Lösung muss man das Gesamtbild im Auge haben. Gerade wenn Du in nur 8 Jahren Erträge aus dem Depot ziehen willst, muss das ganze bedarfsgerecht geplant werden. Nach 14 Tagen wirst Du noch nicht den Durchblick haben, um alles optimal zu gestalten. Andererseits kann ich verstehen, dass Du es nicht länger aufschieben willst.

    Grundsätzlich planst Du sowohl beim Renditeteil als auch bei den Sicherheitsbausteinen unnötig kleinteilig. Es macht die Planung leichter, wenn du weniger Positionen im Depot hast. Daneben liegst Du falsch mit der Erwartung, dass Du mit Geldmarktfonds/Tagesgeld/kurzlaufenden Anleihen die Inflation ausgleichen kannst. Das mag noch halbwegs hinkommen, wenn keine Steuern zu zahlen sind aber nach Steuern hast Du eine negative Realrendite. Schau Dir auch mal Auszahlpläne an wie die von GEFA oder denk über eine Festgeld-/Anleihenleiter nach.

    Teil Deiner Bestandsaufnahme muss nicht nur sein, welche Vermögenswerte Du zur Altersvorsorge einplanen kannst sondern auch welche Auszahlungen Du daraus generieren musst und wie hoch Deine übrigen Einkünfte sind. Daneben solltest Du schauen, welche Deiner Entnahmen halbwegs sicher sein müssen und bei welchen Du mit Schwankungen leben kannst. Mit Blick auf die recht bald beginnenden Entnahmen solltest Du generell ausschüttende ETFs bevorzugen.

    Mein Vorschlag wäre daher im ersten Schritt eine Zwischenlösung anzustreben und das Feintuning auf später zu verschieben. Überfordere Dich nicht und lege Dich nicht fest zu Beginn. Wichtig ist anzufangen, nicht wichtig ist, es jetzt alles perfekt zu machen. So eine Zwischenlösung könnte beispielsweise so aussehen:

    50 k / 100 k in einen breit anlegenden ETF wie SPDR MSCI World IMI oder Invesco FTSE All World anlegen und den Rest in einem Geldmarktfonds parken. Und dann viel lesen und gerne Deine Ideen hier vorstellen. Etwas aufzuschreiben bringt oft Klarheit und die ist nötig für gute Entscheidungen.

  • Die Konzepte von Stiftung Warentest sind für totale Anfänger, und nach denen richte ich mich, ich hatte lediglich 2 Fragen zum Sicherheitsbaustein (und eine kleinere Frage zum order-prozess selber) von denen mir hier zumindest eine von anderen auch konstruktiv beantwortet wurde.

    Die Konzepte passen immer nur in die Zeit in der sie entwickelt wurden. Und dann dauert es eine Weile bis sich neuere Erkenntnisse auch in diesen Büchern manifestieren. Und dann gibt es Modetrends, auf die jeder aufspringt. Für einen Neueinsteiger ist es schwer, da das für einen selbst wichtige herauszufiltern.

  • Zunächst musst Du eine komplette Bestandsaufnahme machen. Die Werte von deinem ersten Beitrag scheinen mir nur ein Teil zu sein. Für eine gute Lösung muss man das Gesamtbild im Auge haben. Gerade wenn Du in nur 8 Jahren Erträge aus dem Depot ziehen willst, muss das ganze bedarfsgerecht geplant werden. Nach 14 Tagen wirst Du noch nicht den Durchblick haben, um alles optimal zu gestalten. Andererseits kann ich verstehen, dass Du es nicht länger aufschieben willst.

    Grundsätzlich planst Du sowohl beim Renditeteil als auch bei den Sicherheitsbausteinen unnötig kleinteilig. Es macht die Planung leichter, wenn du weniger Positionen im Depot hast. Daneben liegst Du falsch mit der Erwartung, dass Du mit Geldmarktfonds/Tagesgeld/kurzlaufenden Anleihen die Inflation ausgleichen kannst. Das mag noch halbwegs hinkommen, wenn keine Steuern zu zahlen sind aber nach Steuern hast Du eine negative Realrendite. Schau Dir auch mal Auszahlpläne an wie die von GEFA oder denk über eine Festgeld-/Anleihenleiter nach.

    Teil Deiner Bestandsaufnahme muss nicht nur sein, welche Vermögenswerte Du zur Altersvorsorge einplanen kannst sondern auch welche Auszahlungen Du daraus generieren musst und wie hoch Deine übrigen Einkünfte sind. Daneben solltest Du schauen, welche Deiner Entnahmen halbwegs sicher sein müssen und bei welchen Du mit Schwankungen leben kannst. Mit Blick auf die recht bald beginnenden Entnahmen solltest Du generell ausschüttende ETFs bevorzugen.

    Mein Vorschlag wäre daher im ersten Schritt eine Zwischenlösung anzustreben und das Feintuning auf später zu verschieben. Überfordere Dich nicht und lege Dich nicht fest zu Beginn. Wichtig ist anzufangen, nicht wichtig ist, es jetzt alles perfekt zu machen. So eine Zwischenlösung könnte beispielsweise so aussehen:

    50 k / 100 k in einen breit anlegenden ETF wie SPDR MSCI World IMI oder Invesco FTSE All World anlegen und den Rest in einem Geldmarktfonds parken. Und dann viel lesen und gerne Deine Ideen hier vorstellen. Etwas aufzuschreiben bringt oft Klarheit und die ist nötig für gute Entscheidungen.

    Vielen Dank für dein ausführlichen Kommentar!

    Mir leuchtet total ein dass es sinnvoll ist, die Anzahl der Anlagen zu verkleinern, ich werde jetzt im Renditeteil mit dem FTSE all world (80 k) mit einer Goldbeinmischung (20 k) anfangen, und in dem Sicherheitsbaustein (100 k) werde ich neben Tagesgeldhopping dann nur noch DBX0AN und/oder DBX0T8 kaufen. Das ist dann mein "Pantoffelportfolio".

    Außerdem werde ich auch noch 50k in den Vanguard life strategy 60% legen, und das ist dann auch erstmal alles, was ich zur Zeit anlegen kann, also 250k, irgendwann werde ich u.a. nach einem Immobilienverkauf noch mehr haben. Der life strategy 60 % hat gut performt und ist im Anleihenteil ganz anders bestückt als mein Pantoffel Portfolio im Sicherheitsbaustein, in dem dann ja nur ein Geldmarkt und Tagesgeld liegt. Im Aktienteil des life strategy 60% befindet sich eine sicher sehr ausgereifte Etf-mischung, so dass ich denke, es ist besser, einen Teil meines Geldes in diesen Mischfonds-ETF zu stecken, als die ganzen 250k in mein Pantoffelportfolio.

    Dadurch ist alles noch etwas breiter diversifiziert. Ich könnte auch noch überlegen, sogar noch mehr in diesen Mischfond und etwas weniger in meinen Pantoffel Portfolio zu stecken, also halbe halbe.

    Was Entnahme betrifft, habe ich mich gedanklich mit einigen Modellen beschäftigt, auch hier bietet Stiftung Warentest mehrere Auszahlungsrechner wie beispielsweise "Pufferrenten" oder "lernende Renten", die so berechnet werden, dass sie in den letzten 30 Jahren auch bei den stärksten Börsenabstürzen nicht oder nur wenig hätten gesenkt werden müssen, also deutlich konservativer als z.B. eine 4% Regel.

    Danke nochmal🙏

  • Die grundsätzlichen Gedanken zum Vanguard Lifestrategy sind vernünftig. Das einzige was mir an dem für die Entnahmephase nicht gefällt ist die Tatsache, dass es den nur thesaurierend gibt. Ausschüttende Fonds haben im Alter klare Vorteile. Bei thesaurierenden Fonds muss man zum Jahresfang immer Extra-Geld reservieren für die Steuern auf die Vorabpauschale.

  • Ich weiß nicht wie lange du schon die Menge an Geld besitzt, auf jeden Fall willst du starten und machst den typischen Anfängerfehler. Viel hilft bei Geldanlagen nicht viel sondern vernebelt die Übersicht gehörig. Du willst einen Renditebaustein und einen Sicherheitsbaustein, dass ist bis hierher erst einmal in Ordnung, allerdings ist das was du danach beschreibst ein heilloses Durcheinander. Gerade verschiedene ETFs verleiten, je nach Situation, hin und her zu schieben, kostet Gebühren eventuell Steuern und Nerven. Es kann manchmal gut gehen, überwiegend aber nicht. Ich bin seit einigen Jahren auf einen weltweiten ETF gegangen und es passt so. Gleiches für deinen Sicherheitsbaustein, da reicht TG für unvorhergesehene Dinge und ein Geldmarkt ETF. Wenn es noch Gold sein soll, Bitteschön, ist momentan auf Allzeithoch auf Grund der Unsicherheiten in den Finanzmärkten, ob es weiter so geht wissen wir nicht. Ich vermute es geht in geraumer Zeit wieder etwas nach unten, ist natürlich kein Argument dagegen, wenn es Sicherheit bringen soll und du dich damit gut fühlst. Mein Tipp, überleg dir noch einmal eine deutlich einfachere Variante und starte, bleib dabei auch wenn der Wind kräftig von vorne kommt. Viel Erfolg!