Die 40% Allokation ist „Risikofrei“ oder niedrig Risiko
Genau, deshalb steht dieser Teil auch langfristig im Feuer der Inflation...
Wer etwas Bemerkenswertes entdeckt hat, kann das bitte auch schreiben
Lesen finde ich auch besser. Wenn es Dich interessiert, kannst Du die Grundlage hier nachlesen.
Kern ist, dass Anleihen langfristig riskanter als Aktien sind, weil sie nicht den Erholungseffekt von Aktien nach einem Crash haben und langfristig die Inflation ein sehr viel größeres Risiko darstellt als das Volatilitätsrisiko von Aktien. (Zumindest wenn man als Anleger:in nicht zu Panikattacken in Crash-Szenarien neigt).
Im Video wird darauf hingewiesen, dass die optimale Asset Allocation ex ante nicht zu bestimmen sei und diese nur in der Rückschau und abhängig vom jeweiligen Datensatz der Betrachtungsgrundlage herausgearbeitet werden kann.
Für die oben verwendeten Datensätze der Vergangenheit wird aber gesagt, dass ein Bondtent zum Eintritt in den Ruhestand hilfreich gewesen sei – aber nur bei einer festen Entnahmerate (wie anfänglich 4% + jährl. Inflationsanpassung).
Bei einer dynamischen Entnahmerate wäre ein 100% Aktien Portfolio besser gewesen.
Deshalb würde ich 60:40 gegenwärtig nicht pauschal als "State of the art" bezeichnen. (Empfiehlt auch Finanztip nicht).
Das war früher sicher anders. Bei einem zweistelligen Leitzins haben Anleihen aber auch ein deutlich größeres Kursgewinnpotential durch erhoffte Zinssenkungen als gegenwärtig bei einem Leitzins minimal über dem Inflationsziel.
Er scheint 100% Aktien zu empfehlen
Nein, er spricht keine pauschale Empfehlung aus.
Er sagt, dass seine Kunden tendenziell bei 70% Aktien landen würden.
Daraus lässt sich aber auch nichts allgemeines ableiten, weil die Aktienquote des Portfolios eine individuelle Fragestellung ist. (Ebenso wie die Frage, ob man sein Portfolio überhaupt mit Quoten aufstellt oder bspw. eher in Töpfen denkt).