Was fehlt beim IE00020O1MD6?
Aus Finanztip Sicht wahrscheinlich „alles“?
Zu klein, zu teuer, zu jung, zu wenige Unternehmen („nur“ 4700 statt der 8200+ des neuen Goldstandards).
Was fehlt beim IE00020O1MD6?
Aus Finanztip Sicht wahrscheinlich „alles“?
Zu klein, zu teuer, zu jung, zu wenige Unternehmen („nur“ 4700 statt der 8200+ des neuen Goldstandards).
Developed IMI ist mir nichts bekannt.
Gibts ganz neu:
Emerging ohne IMI würde nicht in das 8-1-1 Konzept reinpassen.
So ist es. Die neue bevorzugte Lösung lässt sich bisher jeweils nur mit einem ETF umsetzen.
Entweder SPDR acwi imi oder 8:1:1, wobei letzteres nur mit Ishares em imi geht, da die ganzen msci world Small Cap ETFs nur die Industrieländer abdecken…
Jetzt sind gerade so viele schöne neue FTSE All World ETFs rausgekommen, da schwenkt Finanztip auf den einzigen ETF um, den es auf den MSCI ACWI IMI in D gibt.
Klar gibt es noch Alternativen, aber wenn man nicht 8+1+1 bzw 9+1 spielen möchte, bleibt nur der eine ETF von SPDR übrig.
Wenn die bisherigen Kriterien aufrecht erhalten werden, wird auch der neue Vangaurd FTSE All Cap erst in einigen Jahren in die Liste der Empfehlungen aufgenommen werden.
Wirklich free lunch sind im risikoarmen Bereich unter 100k m.E. nur die Lockangebote bei TG innerhalb der deutschen Einlagensicherung.
Der Renditeaufschlag liegt bei 0,1-0,2%. Bei kurzen Laufzeiten kann der durch den Spread allerdings stark gemindert sein.
Bundesanleihen sind halt nicht nur sehr sicher, sondern auch sehr liquide.
Handelbarkeit und Spread sind die beiden großen Themen bei den Anleihen der Bundesländer etc.
Ich bin ja eigentlich kein Tagesgeldhopper, aber unter 100.000€ kann man bei 4% schon ins Nachdenken kommen…
Es ist schwierig, bei der TD eine gute Datenqualität zu bekommen.
Welcher ETF nun besser ist, hängt vom Gesamtpaket ab. Manches davon kann man optimieren, manches ist auch einer gewissen Zufälligkeit (gerade bei kleinem Fondsvolumen) unterworfen.
Eine Rolle spielen bspw. noch die Transaktionskosten innerhalb des Fonds, wie genau der Index repliziert wird, der Anteil der Wertpapierleihe, uvm.
Wenn man sich wirklich die Mühe machen möchte, verschiedene ETFs auf denselben Index aus Performancesicht miteinander zu vergleichen, dann finde ich den Vergleich über Seiten wie Fondsweb oder JustETF, etc. aussagekräftiger.
(Eine höhere Rendite kann aber auch mit einem höheren Risiko (Wertpapierleihe, Swap, etc) einhergehen.)
TER ist trotzdem ein guter Anhaltspunkt, aber ich finde solche Rankings, wie
@Irving sie gepostet hat, relevanter.
Schön, dass Bewegung in den Markt kommt!
Man darf gespannt sein, ob und wie Vanguard darauf reagiert.
Das aus meiner Sicht interessanteste Produkt lässt leider noch etwas auf sich warten. Aber spätestens mit dem Release des Vanguard FTSE Global All Cap wird sich zeigen, ob es bei Vanguard weitere Preisanpassungen geben wird.
Aber der Aktienetf ist auf eine Sicht von 3 bis 10 Jahren ja genauso spekulativ.
Ein weltweiter Aktien ETF hat ein ganz anderes Rendite-Risiko-Profil als Währungszocks.
Wenn Du gerade am googlen bist, könntest Du bei der Gelegenheit nach dem internationalen Fisher Effekt googlen.
Und vielleicht noch vergleichen: Wie sind Anleihen ETFs mit Euro Staatsanleihen in der letzten Zeit gelaufen und wie US Staatsanleihen ETFs mit Euro Hedge?
Aktienähnliche Rendite mit Anleihen ist für Privatanleger ein dünnes Eis. Das Problem bei Anleihen ist, dass man viele negative Renditeeffekte nicht wie bei Aktien einfach aussitzen kann.
Allerdings überfordern solche „Feinheiten“ den durchschnittlichen Anleger ohnehin, weshalb sich der MSCI World aus Marketinggesichtspunkten als Benchmark vermutlich gut eignet.
Ich finde nicht nur aus Marketinggesichtspunkten. Für durchschnittliche Anleger, die sich nicht selbst als Fondsmanager verstehen, ist der sachlich korrekt gewählte Benchmarkt nicht unbedingt der richtige. Denn sie müssen sich zwischen verschiedenen Anlagestrategien und -produkten entscheiden. Dafür ist nicht entscheidend, wie sich ein Produkt gegenüber dem Benchmark verhält (außer es läuft komplett aus dem Ruder), sondern gegenüber der Alternative, die man sich stattdessen ins Depot legen würde.
Das ist dann natürlich Äpfel mit Birnen verglichen, aber genau die Entscheidung müssen wir Privatanleger ja treffen.
Da sind 0,X TER, Faktoren, Wissenschaft als Einfluss vernachlässigbar.
Ich finde dann tatsächlich auch eher die Frage nach den zu erwartenden Unter-Wasser-Zeiträumen relevant. Wenn Faktorprämien auch mal 20+ Jahre ausbleiben können, ist das für viele Privatanleger zu lang.
Nicht jeder fängt mit 20 an und hält sein Depot bis 90. Da können die 15 Jahre, in denen die Equity Prämie in der Vergangenheit mal ausgeblieben ist, schon zu lang sein.
Warum soll man sich sowas antun, wenn es 3% aufs Festgeld gibt?
Festgeld kann man halt nicht verkaufen.
Aber stimmt schon: Wenn man noch 0,3 für mögliche Defaults abzieht, ist der Spread zu Bundesanleihen mit gleicher Laufzeit bei vielleicht noch 0,2.
Und Defaults treten wahrscheinlich auch nicht im statistischen Mittel, sondern entweder ganz oder gar nicht auf.
Ich denke nicht, dass Unternehmensanleihen für Privatanleger sinnvoll sind.
Das hat Bernstein auch so vertreten und wenn man sich die Effizienzlinie anschaut, liegen Unternehmensanleihen meiner Erinnerung nach knapp unter einer entsprechenden Mischung aus Aktien+Geldmarkt. (Das müsste man aber noch mal genauer recherchieren. Kann gut sein, dass die Kurve sich nur auf bestimmte Zeiträume bezogen hat).
Für die normale Altersvorsorge sehe ich für mich auch keinen Usecase für Unternehmensanleihen.
Übrigens: wer in einen DBX0AN investiert, hat oft signifikante Anteile an Unternehmensanleihen im Wertpapierkorb.
Doch was wäre mit diesem Case:
Ein Privatanleger hat ein Ansparziel in 6 Jahren. Er möchte im Notfall an das Geld herankommen. Festgeld scheidet also aus.
Bundesanleihen mit Laufzeit zum Zieldatum scheiden im Prinzip ebenfalls aus, weil diese nicht besparbar sind.
Der Privatanleger ist zu risikobereit für einen reinen eb.rexx 0-1 und möchte die Chance auf höhere Rendite bei so einem langen Zeitraum.
Wenn er nicht nur die Risikotoleranz hat, sondern auch die -kapazität (also nicht zwingend auf einen bestimmten Zielbetrag angewiesen ist): Was spricht gegen einen passenden ibonds € Corp Bond ETF?
Oder würde dieser Anleger eher Geldmarkt+Aktien Moderat mischen und nach festem Schema derisken (also die Aktienquote nach und nach auf 0 reduzieren?
Nun bin ich irritiert. Warum sollte man eine Anleihe erwerben, die keine Zinsen zahlt?
Bei 0-Zins-Anleihen bekommt man die Rendite über den Kursgewinn.
oder vom Handel ausgesetzt wird. Das Problem mit einem Black-Swan-Event ist, dass wir heute nicht wissen, wie es aussehen wird und wozu es fähig ist.
Klar, alles kann vom Handel ausgesetzt werden. Selbst physisches Gold wird bei einem Goldverbot vom Handel (und Besitz) ausgesetzt…
Wie gesagt:
Am Ende ist die Frage immer: Welche Risiken bin ich bereit einzugehen.
Bei der ING muss man bei kurzlaufenden Anleihen und kleinen Volumen ein bisschen bei den Gebühren aufpassen.
Angenommen man möchte nicht nur kaufen, sondern auch vor dem Auslaufen verkaufen, sind schnell mal 0,8% weg. Wenn dann noch die Zinsen erhöht wurden, kann selbst das normale Tagesgeldkonto der ING die bessere Wahl gewesen sein.
Kann mir jemand in einfachen Worten sagen, in was man bei solchen ESTR-ETFs genau investiert?
Man investiert in die Renditezusage des Swap-Partners der Anbieter. Es gibt ein Trägerportfolio des ETFs, dessen Rendite der Swap Partner im Gegenzug erhält.
Dessen Inhalt kann sich allerdings täglich ändern. M.a.W.: Du weißt es nie im Voraus.
Als Beispiel: Wer das Swap Risiko des DBX0AN vermeiden wollte und den eb.rexx 0-1 gewählt hat, schnitt in den vergangenen 10 Jahren knapp 5% schlechter ab. Andersherum könnte man sich fragen, welches Szenario eintreten müsste, damit der DBX0AN einen Dip von 5% hat.
Die Realrendite liegt in dieser Zeit mit diesen ETFs bei ca. -20% bzw. -25%.
Am Ende ist die Frage immer: Welche Risiken bin ich bereit einzugehen.
Vor dem Hintergrund wird die Frage nach Swap oder Wertpapierleihe m.E. fast irrelevant.
Ich persönlich investiere nicht (mehr) nach dem Risikoarm-Risikoreich Modell, sondern nach Liquiditätsbedarf. Bei festen Verhältnissen wäre der risikoarme Teil unverhältnismäßig groß.
D.h. es gibt eine Rücklage, die je nach Horizont mit GMF oder Bundesanleihen bestückt wird und was nicht benötigt wird, wandert in den Aktienmarkt.
Die Frage ist doch, was genau man damit machen möchte.
Geht’s um den risikoarmen Teil, der nach dem Risikoarm-Risikoreich Modell das Portfolio stabilisieren soll? Dann sind die berühmten kurzlaufenden AAA Anleihen in Heimatwährung das Mittel der Wahl. Wenn man das nicht managen möchte oder kleinere Sparraten hat, ist der Ishares Eb.rexx 0-1 gut geeignet.
Gehts um irgendwelche Sparziele? Dann gäbe es Alternativen zum Geldmarkt, je nach Risikotoleranz und -kapazität.
Z.B. wären Festgelder möglich, länger laufende Anleihen (liability matching), iBonds ETFs oder, wenn man sehr flexibel beim Kaufzeitpunkt ist, sogar Aktien.
Alles davon bringt andere Risiken mit sich. Aber auch der Geldmarkt oder ein Tagesgeld innerhalb der Einlagensicherung sind nicht risikofrei.
Gute Diskussion! Ich finde, man sollte sie aber etwas breiter führen.
Wenn die Frage nach der Asset Allocation geklärt ist, stellt sich die Frage nach der Strategie im Aktientopf.
Da gibt es natürlich ganz klassisch die marktkapitalisierten Ansätze und – abweichend davon – Gewichtungen nach Faktoren.
Es gibt aber auch noch
Ich denke es wird schwierig sein, für den individuellen Investitionszeitraum ex ante die renditestärkste Strategie ausfindig zu machen. Wie
@Irving zu recht anmerkt, kann selbst die Equity Prämie über individuell signifikant lange Zeiträume ausbleiben. (Edit: Danke 12345 fürs Herausarbeiten der Bedeutung des individuellen Anlagezeitraums).
Deshalb sollte man m.E. sich für die Strategie entscheiden, die man am wahrscheinlichsten bis zum Lebensende durchhalten kann, auch wenn diese mal 15 Jahre schlechter läuft als die Alternativen.
Und ich persönlich würde keine Strategie wählen, deren Prämie auch mal 20+ Jahre ausbleiben kann (wie Kommer das für Faktoren fairerweise hinweist).
Risikodiversifikation sollte außerdem nicht innerhalb des Aktienteils versucht werden, weil das über andere Assetklassen mit niedrigerer Korrelation sehr viel effizienter geht.
Siehe dazu auch: