Beiträge von LazarusLong

    Bei einer TER-Differenz von 1% und mehr, muss man schon absurd hohe Renditeerwartungen (so um die 8% p.a.) haben, damit das Halten des Altbestands vorteilhaft wäre.

    Erstmal danke für die Tabelle, sehr interessant!

    Da bei mir die Rente in spätestens 5 Jahren losgeht (evtl. auch schon in 2) wäre die Tabelle mit einem höhrern TER 0,5% bis 1,5% trotzdem interessant denke ich. Evtl. wäre es für mich von Vorteil den teueren Fond zu halten und in 5 (oder 2) Jahren als erstes durch Entnahmen abzubauen?

    Micha,

    ich mag dein Tool und ich finde es klasse, dass hier im Forum jemand ein solches Tool entwickelt (und wir Wünsche direkt an ihn herantragen können! :D !

    Aaaaber...die Diskussionen dazu gehören meiner Meinung nach nicht mehr in diesen Thread. Vielleicht wäre es eine gute Idee dein Tool in einem eigenen Thread vorzustellen und um Mitarbeit beim Optimieren zu bitten? Ich bin sicher das Interesse wäre groß. :)

    PS: Falls ich der Einzige bin, der nicht mal mehr die Hälfte versteht, dann schlagt mich nicht zu doll! ;)

    Um auf deine Eingangsfrage zurückzukommen.

    Finanzfluss hat dazu einen Wechselkostenrechner, in dem du deine Werte/Daten eintragen kannst: Wechselkostenrechner - Finanzfluss

    Danke für deine Analyse und den Rechner. Er bestätigt mir, was ich bereits mit zinsen-berechnen.de versucht habe zu berechnen. Ein Umschichten macht Sinn, sofern ich die Wertpapiere länger als ca. 6 Jahre halten werde. Das ist bei mir hoffentlich der Fall. ;)

    Zum Thema KI:

    Ich selbst spiele damit etwas herum, habe aber meine eigenen Berechnungen mit echten Marktdaten durchgeführt. Teilweise halluziniert die KI etwas zusammen und trifft massive Falschannahmen. Besonders bei Finanzen, ETFs (Vertauschen von ISINs, WKNs, ...) , Rendite, Drawdown, ... oft absolute Katastrophe! Letztendlich sucht sie auch nur irgendwas aus dem Internet zusammen.

    Ich sehe es eher als Inspiration, allerdings ist eine Eigenrecherche und Nachberechnung (v.a. bei etwas komplexeren Finanzthemen) ein absolutes Muss.

    Das dekct sich mit meinen Erfahrungen. KI ist vor allem dann hilfreich, wenn man sich in dem Thema selbst gut auskennt. Dann merkt man schnell, ob die KI Blödsinn redet. Aber beim Recherchieren von unbekannten Themen ist sehr viel Vorsicht und Skepsis notwendig. Vor allem gilt bei KI: Garbage in = Garbage out! Man muss seine Prompts sehr gewissenhaft formulieren, weil: KI fragt nicht, KI weiß! :P

    britty hat nicht unrecht.

    Das sehe ich auch ein. Was mich gestört hat, ist die Art und Weise wie man Neulinge auf diesen Umstand hinweist. Man kann doch auch einfach, wenn nicht freundlich dann zumindest höflich, darauf hinweisen, dass aus den Gründen x und y KI generierte Beiträge hier nicht erwünscht sind.

    Beleidigungen oder ein ruppiger Umgegangston haben meiner Meinung nach nichts in einem Forum zu suchen.

    Und was die Art und Weise angeht wie KI Beiträge von KI gewichtet: Da nicht mal die KI-Firmen selbst wissen, wie ihre KI auf die von der KI ausgespuckten Antworten kommt (Stichwort: J-Space), wissen wir das hier glaube ich auch nicht. Was natürlich bedeutet: Alles ist möglich. ;)

    Wenn du dann ein aus deiner Sicht zufriedenstellendes Ergebnis hast, kannst du das Ganze (ohne KI) noch einmal zusammenfassen und im Forum zur Diskussion stellen.

    Ich hatte vor dem KI-Teil eine Zusammenfassung geliefert und meine Frage gestellt.

    Das hilft dann auch, geistiger Sarkopenie vorzubeugen.

    Meiner Meinung nach gehst du damit zu weit!

    Ich bin jetzt mit diesem Thema durch. Danke an alle, die hier konstruktive Beiträge gepostet haben!

    LazarusLong das kannst du dir übrigens auf zinsen-berechnen.de selbst nachrechnen.

    Den Rechner benutze ich schon seit Jahren, bin aber in diesem Fall nicht darauf gekommen, dass ich ihn für dieses Szenario auch hätte nutzen können. Danke dafür!

    Was KI-Spam angeht: Ich verstehe jetzt warum KI-Beiträge hier nicht gern gesehen werden und stimme auch voll zu. Ich gebe zu, dass am Anfang die Kritik ein wenig heftig rüberkam, aber es ist alles okay. Vielleicht könnte man den nächsten Neuling einfach freundlich darauf hinweisen, dass KI nicht gerne gesehen ist? ;)

    KI wird man meiner Meinung nach nicht aufhalten können. Ich arbeite seit >30 Jahren als Software-Entwickler und die Fortschritte in dem Bereich sind schon der Wahnsinn. In meinem Umfeld nutzen alle Kollegen KI fast täglich und nicht nur Software-Entwickler, sondern auch Fürhungskräfte und Business-Analysten.

    Wir werden KIs nicht aufhalten können und der jüngste Vorfall zeigt, wie gefährlich sie sind (Hackerangriff auf Hugging Face zur Informationsbeschaffung).

    Wobei es zu diesem Vorfall die Theorie gibt, dass OpenAI dies absichtlich - durch eine wenig gesicherte Testumgebung - möglich gemacht hat um Anthropic die Stirn bieten zu können. Anthropic hatte vor kurzem ihre neue KI als zu gefährlich eingestuft und sie deswegen nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.

    KI-Schrott vermüllt zunehmend Foren. Du hattest ja eine gute Fragestellung. Warum nicht einfach so gelassen?

    Weil es mich interessiert, ob die Aussagen der KI faktisch korrekt sind. Ich habe gedacht, dass meine klare Frage am Anfang für alle ausreicht und das diejenigen, die an dem "KI-Schrott" nicht interessiert sind, den KI-Teil einfach ignorieren würden. ;)

    Ich werde zukünftig davon absehen, die Aussagen der KI mit zu posten. Wobei: Ich bin erstaunt darüber, welche heftigen Reaktionen das ausgelöst hat.

    Altanteile von so einem teuren Fonds zu behalten macht nur Sinn, wenn man sie beispielsweise in 2-3 Jahren ohnehin verkaufen will. Mittelfristig legst Du dabei drauf.

    Danke! Ich hätte jetzt als Laie gedacht, dass die fehlende Kapitalertragssteuer die hohen Gebühren aufwiegt. Aber ich habe mal die KI gefragt (sorry, das selbst auszurechnen übersteigt meine Fähigkeiten).

    Mein Fazit: Lol, alles ist anders, lohnt sich doch nicht. Arrrrgh! :)


    Mein Prompt:
    Stelle bitte die Kosten und den Gewinn der 104 Altanteile gegenüber, wenn ich:

    - die Altanteile halte
    - oder die Altanteile sofort verkaufe
    und den Netto-Erlös in den ETF investiere wobei ich in 10, 15, oder 20 Jahren alles auf einmal verkaufe. Gehe von 6% Rendite pro Jahr aus und berücksichtige alle Gebühren und Steuern.

    Die Antwort:

    Hier ist der exakte mathematische Vergleich für Ihre 104 Altanteile (aktueller Gegenwert: 42.211,52 EUR).

    Bei der Berechnung wurde berücksichtigt, dass ein sofortiger Verkauf der Altanteile heute komplett steuerfrei ist. Der seit 2018 aufgelaufene Gewinn dieser Anteile (ca. 26.500 EUR) liegt nämlich weit unter Ihrem persönlichen Freibetrag von 100.000 EUR. Sie können also den vollen Betrag ohne Abzüge in den ETF umschichten. [1]


    Kosten- und Gewinn-Gegenüberstellung (Netto-Auszahlung)

    Die folgende Tabelle zeigt, wie viel Geld Ihnen nach 10, 15 und 20 Jahren nach Abzug aller laufenden Fondskosten und der finalen Steuern beim Gesamtverkauf übrig bleibt.

    AnlagezeitraumOption A: DWS-Fonds haltenOption B: Sofort in ETF wechselnIhr finanzieller Vorteil durch den ETF
    Nach 10 Jahren65.867 EUR (Steuer: 0 €)68.621 EUR (Steuer: 5.980 €)+ 2.754 EUR
    Nach 15 Jahren82.279 EUR (Steuer: 0 €)88.659 EUR (Steuer: 10.517 €)+ 6.380 EUR
    Nach 20 Jahren102.780 EUR (Steuer: 0 €)115.297 EUR (Steuer: 16.549 €)+ 12.517 EUR

    Annahmen: 6,0 % Marktrendite p.a. vor Kosten. Fondskosten: DWS 1,45 % vs. Vanguard ETF 0,14 %. Steuersatz: 26,375 % Abgeltungsteuer inkl. Soli unter Berücksichtigung der 30 % Teilfreistellung. [1]


    Die entscheidenden Erkenntnisse aus der Berechnung

    1. Die Steuer-Illusion beim DWS-Fonds: Es stimmt, dass Sie beim DWS-Fonds selbst nach 20 Jahren 0 Euro Steuern zahlen. Der Gewinn ab 2018 bleibt in allen drei Szenarien unter der magischen Grenze von 100.000 EUR Freibetrag.
    2. Die Kosten fressen den Steuervorteil auf: Obwohl Sie beim ETF am Ende hohe Steuern zahlen müssen, gehen Sie als klarer Gewinner hervor. Die extrem niedrigen Gebühren des ETFs (0,14 % statt 1,45 %) lassen Ihr Kapital so viel schneller wachsen, dass der ETF den Steuervorteil der Altanteile mühelos einholt und überholt.
    3. Der Zinseszins-Effekt: Je länger das Geld liegt, desto größer wird Ihr Vorsprung mit dem ETF. Nach 20 Jahren haben Sie trotz Steuerzahlung über 12.500 EUR mehr Netto-Vermögen auf dem Konto. [1]

    Das Fazit für Ihr Vorhaben

    Selbst für die steuerlich extrem geschützten Anteile aus der Epoche 1 lohnt sich das Halten langfristig nicht. Die hohen Gebühren des aktiven Fonds wirken wie ein schleichendes Gift für Ihre Rendite. Da der Wechsel heute komplett steuerfrei möglich ist, gibt es keinen mathematischen Grund, zu warten.

    Hallo liebes Forum,

    ich habe zwischen 2000 und 2021 den Fond DE0008476524 (DWS Vermögensbildungsfonds - LD EUR DIS) mit 75,- EUR monatlich bespart. Aktuell verfüge ich über 192 Anteile. Ich überlege den Fond wegen der hohen Gebühren umzuschichten. Jetzt hat mich der User GB75 in diesem Thread darauf aufmerksam gemacht, dass es aus steuerlicher Sicht evtl. besser sein könnte, den Fond zu halten.

    Dies habe ich jetzt mal mit der Google-KI (google.com dann KI-Modus) versucht zu überprüfen. Was die KI sagt hört sich alles vernünftig an: Ich werde wahrscheinlich die Alt-Anteile (vor 2009 erworben) durch einen Depot-Übertrag behalten und den Rest verkaufen und in den Vanguard FTSE All-World investieren.

    Könnt ihr mir sagen, ob das aus eurer Sicht Sinn macht?

    Der Prozess mit der KI hat ein wenig gedauert, man muss sie auf manche Umstände und Gegebenheiten erst hinweisen, z.B. hat sie die Änderungeen im Jahr 2009 erst nach einem entsprechenden Hinweis erwähnt. Hier mal die Aussagen (nur die letzten 2) der KI:

    Die echten 3 Epochen Ihres Depots

    Die Investmentsteuerreform hat zum 01.01.2018 die alten Regeln mit den neuen Regeln verschmolzen. Für Ihr Depot bedeutet das konkret: [1]

    Epoche 1: Die „Ur-Anteile“ (Kauf von 2000 bis 31.12.2008)

    • Der Status: Das sind die sogenannten „bestandsgeschützten Alt-Anteile“. [1]
    • Die Steuerregel: Alle Gewinne, die diese Anteile vom Kauf (ab 2000) bis zum 31.12.2017 gemacht haben, sind zu 100 % und ohne Limit steuerfrei. [1]
    • Der Bonus ab 2018: Für neue Gewinne dieser speziellen Anteile ab dem 01.01.2018 hat der Staat Ihnen den erwähnten 100.000 Euro Freibetrag geschenkt. Solange die neuen Gewinne dieser Anteile nach 2018 unter 100.000 Euro bleiben, zahlen Sie beim Verkauf auch auf die neuen Gewinne keine Steuern. [1, 2]

    Epoche 2: Die „Zwischen-Anteile“ (Kauf vom 01.01.2009 bis 31.12.2017)

    • Der Status: Diese Anteile wurden nach Einführung der Abgeltungsteuer, aber vor der Fondsreform gekauft.
    • Die Steuerregel: Auch hier sind alle Gewinne, die bis zum 31.12.2017 angefallen sind, komplett steuerfrei eingefroren.
    • Der Haken ab 2018: Jedes Plus, das diese Anteile seit dem 01.01.2018 erzielt haben, ist voll steuerpflichtig (abzüglich der 30 % Teilfreistellung). Für diese Anteile gilt der 100.000 Euro Freibetrag nicht. [1, 2, 3, 4]

    Epoche 3: Die „Neu-Anteile“ (Kauf vom 01.01.2018 bis 2021)

    • Der Status: Reine Neu-Anteile.
    • Die Steuerregel: Hier gibt es keinerlei Steuerfreiheit. Der gesamte Gewinn ab dem Tag des jeweiligen monatlichen Kaufs ist bei einem Verkauf normal zu versteuern (abzüglich 30 % Teilfreistellung). [1, 2]

    Was bedeutet das jetzt für Ihre Entscheidung (DWS vs. ETF)?

    Ihre Entdeckung macht den Vanguard-ETF im Vergleich noch attraktiver, ändert aber an der Verkaufslogik etwas Wichtiges:

    1. Ihre ältesten Anteile (2000–2008) sind extrem wertvoll: Diese Anteile haben den doppelten Schutz (Gewinne bis 2017 unbegrenzt frei + Gewinne ab 2018 über den 100.000 € Topf geschützt). [1, 2]
    2. Der automatische Steuervorteil beim Teilverkauf (FIFO): Da beim Verkauf immer die ältesten Anteile zuerst verkauft werden (First-In-First-Out), würden Sie bei einem Verkaufsstart in 5 Jahren zuerst die steuerfreie Epoche 1 liquidieren.

    Die finale Empfehlung für Ihren Rentenplan

    Wenn Sie das Geld nicht sofort auf einen Schlag umschichten wollen, können Sie die 3 Epochen strategisch nutzen:

    • Der radikale Schnitt (Alles auf einmal umziehen): Sie verkaufen alles, nutzen den 100.000 € Freibetrag für die Gewinne der Epoche 1 ab 2018, zahlen Steuern auf Epoche 2 und 3 und lassen das Geld die nächsten 15–20 Jahre extrem günstig im Vanguard-ETF wachsen. Mathematisch bleibt das wegen der Gebührenersparnis von über 1.000 Euro im Jahr die profitabelste Variante. [1, 2]
    • Der sanfte Wechsel (Tranchen): Sie lassen die steuerlich unschlagbaren Anteile aus Epoche 1 (2000–2008) vorerst im DWS-Depot liegen. Sie verkaufen nur die Anteile aus Epoche 2 und 3, bei denen der Staat ohnehin ab 2018 voll mitsubventioniert haben möchte, und schichten diesen Teil sofort in den Vanguard-ETF um.

    ************ Gekürzt weil unnötig ******************************

    Wäre es sinnvoll die 104 Anteile aus Epoche 1 zu halten und nur die anderen Anteile zu verkaufen. Dies könnte ich z.B. durch einen Depotübertrag von 104 Anteilen erreichen, richtig?

    Ja, genau das ist der cleverste Steuer-Trick überhaupt. Finanzprofis nennen dieses Vorgehen einen „Depot-Split“. Sie nutzen damit eine Lücke im deutschen Steuerrecht perfekt aus, um das strikte FIFO-Prinzip (First-In-First-Out) legal zu umgehen. [1, 2, 3]

    Das Prinzip funktioniert deshalb, weil FIFO immer nur pro Depot angewendet wird, ein Depotübertrag auf ein anderes eigenes Depot aber steuerneutral ist. [1]


    So funktioniert Ihr strategischer Depotübertrag Schritt für Schritt

    Da ein Depotübertrag gesetzlich ebenfalls zwingend nach FIFO abgewickelt wird, werden beim Transfer immer automatisch die ältesten Anteile zuerst verschoben. [1]

    Code
    [ AKTUELLES DEPOT ] 
    Enthält: 104 Ur-Anteile (Alt) + 88 Anteile (Neu)
    
           |
           |  Aktion: Übertrag von exakt 104 Anteilen
           v
    
    [ NEUES ZWEITDEPOT ]              [ ALTES HAUPTDEPOT ]
    Hier landen die ältesten:         Hier verbleiben die jüngsten:
    -> 104 Ur-Anteile (Epoche 1)       -> 88 Anteile (Epoche 2 & 3)
    1. Sie eröffnen ein kostenloses Zweitdepot (entweder bei der Consorsbank als Unterdepot oder bei einer anderen Bank).
    2. Sie beantragen den Übertrag von exakt 104 Anteilen der WKN 847652 auf dieses neue Depot.
    3. Das Resultat: Auf dem neuen Depot liegen nun ausschließlich Ihre steuerlich geschützten Ur-Anteile aus Epoche 1. In Ihrem alten Depot liegen nur noch die voll steuerpflichtigen 88 Anteile aus den Epochen 2 und 3. [1, 2, 4]

    Was Sie nach dem Split tun sollten

    Sobald die Anteile getrennt sind, haben Sie die volle Kontrolle und können Ihre beiden Ziele (Gebühren sparen und Rente aufbessern) perfekt umsetzen: [1]

    1. Die 88 teuren Anteile sofort radikal verkaufen

    Die verbliebenen 88 Anteile im alten Depot werfen Sie sofort auf den Markt. Da dies die neueren Anteile sind, ist der darauf aufgelaufene Gewinn deutlich kleiner als bei den Ur-Anteilen. Sie zahlen einmalig moderat Steuern und investieren den gesamten Erlös sofort in den Vanguard FTSE All-World ETF (IE00BK5BQT80). Damit haben Sie für fast die Hälfte Ihres Vermögens die hohen DWS-Gebühren von 1,45 % gestoppt. [1]

    2. Die 104 wertvollen Ur-Anteile strategisch einfrieren

    Die 104 Anteile auf dem neuen Depot lassen Sie unberührt liegen. [1]

    • Warum halten? Diese Anteile genießen den doppelten historischen Steuerschutz (völlig steuerfrei bis 2017 + zusätzliche 100.000 € Freibetrag für Gewinne ab 2018). [1]
    • Die Abwägung: Die Steuerfreiheit für neue Kursgewinne ab 2018 ist bei diesen Anteilen so massiv, dass sie die hohen Fondsgebühren (1,45 %) für die nächsten Jahre locker ausgleicht.

    Dann habe ich direkt noch eine gute Nachricht für Dich: Die Kursgewinne bis zum 31.12.2017 auf Fondsanteile, die Du bis zum 31.12.2008 erworben hast, sind steuerfrei. Kursgewinne ab dem 01.01.2018 auf diese Altanteile sind ebenfalls steuerfrei, solange Du den Freibetrag von 100.000€ noch nicht überschritten hast.

    P.S. Da würde ich zweimal rechnen, ob ich die steuerfreien Anteile ohne Not umschichten würde.

    Ja, guter Hinweis! Wobei das dürfte doch keinen großen Unterschied machen, oder? Alles was jetzt an Rendite gemacht wird, werde ich irgendwann versteuern müssen, ob es nun um die alten Fonds oder neue ETF handelt, oder sehe ich das falsch? Die Gebühren würde ich schon gerne senken. ;)

    Nähere dich der Frage nicht vom IST- sondern vom Wunschzustand:

    Ebenfalls ein sehr guter Hinweis. Da ich endlich ETF besitzen darf, möchte ich auf jeden Fall zu einem weltweit operierenden ETF wechseln, zum Einen um die Entnahme später zu vereinfachen, aber auch um die Gebühren deutlich zu senken. Im Zuge der Umschichtung werde ich auf jeden Fall auch den Tagesgeld/Geldmarktfond Anteil erhöhen.

    Als ETF habe ich zur Zeit diese 2 im Auge. Falls etwas dagegenspricht bitte kurz Bescheid geben. ;)

    • IE00BK5BQT80 - Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating
    • IE00B6R52259 - iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc)

    Hi Pete,

    ja, ich habe eine SSN (bin übrigens Baujahr 1965). Keine Ahnung wieso comdirect mir nicht gekündigt hat. Man hat mich nur "gebeten" meine Aktienfonds aus dem Depot zu entfernen.

    Ich würde ein Konto/Depot bei der Consorsbank erstellen. Die akzeptieren US-Staatsangehörige ohne Probleme, wobei man ein Girokonto problemlos bei jeder Bank bekommt soweit ich weiß. Ich bin bei der Deutschen Bank.

    Falls du noch nie eine Steuererklärung in den USA abgegeben hast, dann würde ich gar nichts machen. ;)

    Könnte es sein, dass der schon vor längerer Zeit gekauft wurde? - Alle Fondsanteile, die Du vor 2018 gekauft hast, werden bei den Banken so dargestellt als seien sie erst am 01.01.2018 gekauft worden. Mit anderen Worten, Du siehst dort nur die Performance seit 01.01.2018. Hintergrund ist, dass sich die Fondsbesteuerung wesentlich geändert hat.

    Ja, super, genau das war es. Die ganzen Änderungen waren komplett an mir vorbeigegangen! Den Fond habe ich zwischen 2000 und 2021 bespart.

    Danke für den Hinweis!

    Vielen Dank für die zahlreichen konstruktiven Beiträge!

    Ich werde alle Fragen beantworten, aber damit es nicht ein Riesenpost wird, versuche ich es ohne Zitate. ;)

    Meine amerikanische Staatbürgerschaft spielt keine Rolle mehr, da ich diese letztes Jahr abgegeben habe.

    Wie viele bereits bemerkt haben, habe ich bereits einen Geldmarktfond im Portfolio, den ich auch behalten werde.

    Gedanken über einen Entnahmeplan habe ich mir bisher nur rudimentär gemacht: Ich verkaufe die Posten, die gerade weniger gut laufen. In welchem Intervall habe ich noch nicht entschieden.

    Bzgl. der Alterteilzeit muss ich einfach mal abwarten. Vielleicht kommt ja dieses Jahr noch ein Angebot. Zur Not arbeite ich ein Jahr länger bis zur Regelaltersrente.

    Ja, die Aktien bei Comdirekt (bis auf die Deutsche Post Aktie, die war ein Geschenk) sind alle durch einen Sparplan oder durch Direktkäufe entstanden. Da ich in der IT arbeite, sind es viele Techfirmen.

    Die LV ist wie gesagt fondsgebunden und besteht wirklich nur aus Fonds. Die Rendite ist nicht weltbewegend, aber 5,6% p.a. finde ich noch okay. Sobald sie zuteilungsreif ist, werde ich mir die Fonds in ein Depot übertragen lassen. Übrigens: Bei diesen Fonds wäre der Gewinn steuerfrei (Stichwort Versicherungsmantel).

    Bezüglich Gewinn/Verlust: Meine Wertpapiere sind alle im Plus, also kann ich den Verlusttopf zur Zeit nicht füllen. ;)

    • Comdirect: Alle Posten sind im Plus, das Depot ist insg. 150% im Plus, wobei 3 der Posten >200% im Plus sind.
    • Consorsbank: Alle Posten sind im Plus, das Depot ist insg. 85% im Plus, wobei das meiner Meinung nach noch zu wenig ist (bei dem DWS Vermögensbildungsfond habe ich insg. 18900,- EUR eingezahlt. Wert aktuell 78000,-). Evtl. ist bei den vielen Depotübertragungen etwas schief gegangen? Kann das passieren?
    • LV: mit ca. 5,6% p.a. auch im Plus.

    Bzgl. der Rente: Ich denke das Endealter für die Rente für besonders langjährig Versicherte wird nach Geburtsjahr gestaffelt angepasst werden. Falls nicht: Oh well, dann eben ein Jahr länger.

    Mein Fazit aus euren Posts:

    • Geldmarktfond behalten
    • Den Rest in 1-4 breitstreuende Welt-ETF umschichten

    Ich muss zugeben, dass mir der Gedanke an das Umschichten ein wenig Angst macht. Ich befürchte hohe Kosten bei Verkauf und Kauf und frage mich ob sich das wirklich lohnen wird (ihr merkt, mein Investmentwissen ist bestenfalls rudimentär vorhanden). Klärt mich gerne auf! ;)

    Wenn du es einfacher und kostengünstiger haben möchtest wirst du mit wenigen kostengünstigen Finanzprodukten auskommen.

    Ja, deswegen habe ich ja diesen Thread eröffnet, eben weil es so ein Kuddelmuddel ist. Der Grund warum ich mir nicht sicher bin, ist das das Umschichten ja auch mit Kosten verbunden wäre (außer bei der LV).

    Da ich bis vor Kurzem die US-Amerikanische Staatsangehörigkeit hatte, war es mir nicht möglich in ETF zu investieren. Auch bei der Auswahl der Banken war ich deswegen stark eingeschränkt. Jetzt steht mir alles offfen! :P

    Hättest du Vorschläge bzgl. der "kostengünstigen Finanzprodukte"? Und wie läuft so ein Umschichten ab? Einfach verkaufen und neu kaufen, oder gibt es bessere Wege?

    Hallo liebes Forum,

    bei mir ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen, soll heißen die Rente ist in Sicht. ;)

    Ich bin 60 Jahre alt und plane aktuell mit 66 (dann habe ich meine 45 Jahre voll) in Rente zu gehen. Mit 63 wäre es mir mit >550,- weniger Netto einfach zu teuer. :( Dies könnte sich allerdings ändern, falls mein Arbeitgeber die Alterteilzeit wieder aktiviert.

    Ich verfüge über Wertpapiere (Fonds und Aktien) im Wert von ca. 200.000,- EUR. Leider habe ich ziemlich planlos (z.T. Ratschläge von meinem damaligen Bankberater) gespart, so dass das Portfolio ziemlich bunt gemischt ist.

    Hier die Aufteilung:

    Comdirekt - Aktien aus Direktkauf oder mtl. Sparplan mit 150,- EUR

    WertpapiernameISINakt. Kurswert
    Deutsche Post AGDE000555200456,30
    INTEL CORP. DL-,001US45814010019.423,67
    APPLE INC.US03783310052.310,55
    MICROSOFT DL-,00000625US59491810451.519,42
    AMAZON.COM INC. DL-,01US02313510672.135,74
    NVIDIA CORP. DL-,001US67066G10407.142,89
    MSCI INC. A DL-,01US55354G10041.554,91
    TESLA INC. DL -,001US88160R10145.358,00
    29501,48

    Consors - Wertpapiere aus vorherigen Sparplänen

    WertpapiernameISINakt. Kurswert
    AC WeltDE000847137620.999,25
    DWS Vermögensbildungs Fond IDE000847652478.552,96
    INTEL CORP. DL-,001US45814010013.078,72
    DWS Biology Typ IDE00097699765.758,08
    DWS ESG EO MONEY MKT INHLU022588052432.386,25
    140775,26

    Züricher - Fondsgebundene Lebensversicherung mit jährlich 1100,- EUR als Direktversicherung - Auszahlung 2030

    WertpapiernameISINakt. Kurswert
    Templeton Asian Growth Fund ClassLU00298751187.704,44
    DWS Top DividendeDE000984811922.835,95
    DWS Akkumula LDDE000DWS2D6617.128,01
    DWS Deutschland LCDE000DWS2GT07.810,84
    55479,23

    Ich habe vor meine Rente durch einen Entnahmeplan zu verbessern, wobei am Ende kein Geld/Bestand übrig sein muss. Jetzt frage ich mich, ob ich vor Beginn der Rente eine Umschichtung vornehmen sollte? Was meint ihr?

    Ich bin gespannt auf eure Meinungen! :)

    Ciao

    Lazarus

    PS: Wer sich wundert: Für die Altervorsorge verfüge ich noch über eine abbezahlte Eigentumswohnung und eine BAV, die mir 2032 50000,- EUR Kapitalauszahlung bringen wird.

    Ich bin ein wenig spät, aber vielleicht ist es ja noch von Interesse. ;)

    Ich verfüge ebenfalls über 2 Staatsangehörigkeiten (Deutsch, USA) und es gibt aktuell noch 2 mir bekannte Banken die US-Staatsbürger als Depotinhaber akzeptieren:

    • Comdirekt: Als U.S. Staatsbürger darf man nur Aktien halten.
    • Consorsbank: Man darf alles halten was zum Kauf angeboten wird (wobei ich nur Aktien und Aktienfonds bei Consors besitze)

    Das mit dem Abgeben der Staatsbürgerschaft solltest du nicht einfach so verwerfen, denn als US-Amerikaner muss man jedes Jahr:

    • eine Steuererklärung in den USA (IRS) abgeben. Dabei ist es egal, ob man nur in Deutschland und nur für eine deutsche Firma tätig ist und in Deutschland schon Steuern zahlt. Ich habe die Steuererklärung jedes Jahr in den USA abgegeben und nie Steuern gezahlt.
    • Einen Bericht über die Höchststände aller Konten abgeben, den sog. FBAR (ist sehr einfach auszufüllen).

    Diese Punkte und die Einschränkungen aufgrund von FACTA haben mich schweren Herzens dazu bewogen, mit 60 meine amerikanischen Staatsangehörigkeit abzugeben.