Beiträge von St. Irving

    Es ist richtig, dass die Sharpe Ratio in dem 3-Jahreszeitraum seit Auflage des ETF höher ist. Aber die Herangehensweise, den ETF einem Backtest (hier sogar mit vom Indexanbieter zur Verfügung gestellten Daten) zu unterziehen ist ein übliches und gängiges Vorgehen. Der längstmögliche zur Verfügung stehende Zeitraum ist für mich in dem Fall der sinnvollste. Gäbe es eine längere Historie würde ich diese nehmen. Aber in dem nunmal vorliegenden Zeitraum schneidet der ETF in allen Kriterien schlechter ab als der ACWI IMI. Sowohl absolute Rendite als auch risikoadjustierte Rendite, vor Kosten und nach Kosten.

    Ich glaube, du verfehlst den eigentlichen Punkt. Wenn man einen Ansatz, der die USA/Tech untergewichtet, mit einem Zeitraum vergleicht, in dem die USA/Tech historisch außergewöhnlich gut gelaufen sind, dann ist doch völlig klar, dass ein USA-lastiges Portfolio vorne liegt. Das ist keine neue Erkenntnis, sondern schlicht eine Folge der gewählten Zeitspanne.

    Nach derselben Logik könnte man auch den S&P 500 mit dem ACWI IMI vergleichen und daraus schließen, der S&P 500 sei das bessere Investment. Das funktioniert aber nur, weil man sich den passenden Zeitraum ausgesucht hat.

    Wenn man schon Backtests heranzieht (was ich grundsätzlich sinnvoll finde), dann sollte man auch den längstmöglichen Zeitraum betrachten. Mindestens bis 1970, besser noch weiter zurück. Erst dann sieht man, wie robust ein Ansatz wirklich ist und wie er sich über verschiedene Marktphasen hinweg bewährt hat.

    Genau das ist aus meiner Sicht übrigens ein Pluspunkt des Kommer-ETF. Der Ansatz wurde nicht auf Basis eines besonders guten Backtests der letzten zehn Jahre entwickelt, sondern stützt sich auf langfristige empirische Daten und wissenschaftliche Forschung. Einen Backtest bis 1972 gibt es selbstverständlich auch. Er darf nur aus regulatorischen Gründen nicht für Marketingzwecke verwendet werden.

    Was mir bei der Diskussion im Forum außerdem auffällt: Der Maßstab wechselt je nach Ergebnis. Läuft der Fonds seit seiner Auflage bei Rendite oder Sharpe Ratio besser, werden auf einmal Indexdaten aus der Zeit vor der Fondsauflage herangezogen. Aber eben nur bis zu einem bestimmten Punkt, nicht weiter zurück. Denn ein längerer Zeitraum würde das Bild möglicherweise wieder verändern (Thema: Faktoren und regionale Gleichgewichtung),Läuft der Fonds dagegen schlechter, wird plötzlich nur noch der Zeitraum seit Fondsauflage betrachtet. Genau dieses Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Zeiträumen halte ich für problematisch. Es wirkt so, als würde immer der Zeitraum gewählt, der die eigene Argumentation am besten stützt. Das gleiche gilt übrigens für die Benchmark.

    Eigentlich traue ich dir als informierten Anleger zu, dir die historischen Daten selbst zu besorgen und dir auf dieser Grundlage ein eigenes Urteil zu bilden. Im Moment sehe ich allerdings vor allem Cherry-Picking bei der Datenauswahl und damit kommt man aus meiner Sicht zu keiner belastbaren Aussage.

    Ähem, diese Art der Argumentation beherrschst du aber auch ganz toll.
    Just My 2 Cent.

    Ich veröffentliche im KISS-Thread regelmäßig die Performance des GK-ETF und vergleiche sie mit Benchmarks wie dem ACWI IMI und dem FTSE All-World. Dabei beschönige ich nichts. Die Outperformance marktkapitalisierungsgewichteter ETFs seit Auflage des Kommer-ETF ist nachweislich vorhanden und wird von mir transparent dokumentiert. Trotzdem ist die Sharp Ratio besser.

    Ich weise dort auch regelmäßig auf die Underperformance von Faktorinvestments in den vergangenen 15 bis 20 Jahren hin. Die entsprechenden Daten liegen mir vor und sind nachvollziehbar.

    Was mir bei einigen anderen Foristen auffällt, ist hingegen ein anderes Vorgehen: Häufig scheint zunächst das Weltbild festzustehen und anschließend wird gezielt nach Zahlen und Quellen gesucht, die dieses bestätigen. Es wird so lange in Zeiträume hinein- und herausgezoomt, bis das gewünschte Ergebnis im Chart erscheint. Als „richtig“ gilt am Ende oft genau das, was das eigene Portfolio bestätigt. Und wenn sich kein passender Chart finden lässt, wird eben die Benchmark gewechselt (z. B. auf RAFI) oder man flüchtet sich in unverbindliche Aussagen wie: „Niemand weiß, wie sich die Zukunft entwickelt. Früher war es zwar so, aber künftig könnte es ganz anders sein....“

    Vor dieser Denkweise würde ich warnen. Der Recency Bias ist hier im Forum aus meiner Sicht sehr stark ausgeprägt. Ich empfehle jedem, sich mit langen Datenreihen und der Geschichte der Kapitalmärkte auseinanderzusetzen. Die kommenden zehn bis fünfzehn Jahre dürften für viele sehr herausfordernd werden.

    Das sieht bislang für den Kommer ETF nicht wirklich überzeugend aus.

    Hier sind die Daten von Fondsweb. Es handelt sich um reale Fondsdaten mit echten Produkten seit Fondsauflage des GK-ETF. Die FWW Media GmbH stellt ihre Daten zudem auch institutionellen Investoren zur Verfügung und gilt als vertrauenswürdige Quelle.

    Die Sharpe Ratio fällt beim Gerd-Kommer-ETF eindeutig besser aus. Das ist durchaus bemerkenswert, da in diesem Zeitraum ein hohes US- und Tech-Gewicht vorteilhaft war.

    Ich finde die Argumentation von Saarlaender grenzwertig, da er Indexdaten aus der Zeit vor der tatsächlichen Fondsauflage heranzieht. Natürlich kann man das grundsätzlich machen. Dann sollte man aber konsequenterweise auch die MSCI-Daten seit 1970 berücksichtigen, die sowohl die Vorteile des Faktorinvestings als auch die langfristige Outperformance einer regional ausgewogeneren Gewichtung im Vergleich zu Marktkapitalisierung zeigen. Beides wird von Saarlaender regelmäßig nicht akzeptiert.

    Diese Art der selektiven Argumentation begegnet mir in diesem Forum leider recht häufig.

    Das kommt doch drauf an, welche Zahlen man sich herauspickt.

    …und ob man nur die Rendite betrachtet oder die risikoadjustierte Rendite. Beim Sharp Ratio schlägt der Kommer seit Auflage alle marktkapitalisierenden ETF. Trotz höherer Kosten und in einem Marktumfeld in dem eigentlich mehr US und Tech Exposure hätte vorteilhaft sein müssen. Man darf gespannt sein was passieren wird, wenn der Rückkehr zum Mittelwert wirklich einsetzt.

    Wird langsam Zeit, dass es mal wieder knallt. Vielleicht hat dann Tomarcy auch wieder ein besseres Thema. ;)

    Ich erlaube mir an dieser Stelle mal aus dem Blogbeitrag von Prof. Hartmut Walz zu Smart Beta ETFs zu zitieren:

    Wen meint er nur? :/

    Ansonsten empfehle ich einen Blick auf die Zusammenfassung am Ende des oben verlinkten Beitrages unter "Und was bedeutet das nun konkret für Sie?"

    Ist das der gleiche Prof. Hartmut Walz, der in marktkapitalisierenden ETF ein Klumpenrisiko sieht und dazu rät EX-US ETF und/oder Europa beizumischen und selbst einen Deutschland-ETF nachgewürzt hat (der ,,Klumpen" ist ja beim MSCI World, ACWI und ACWI IMI sehr ähnlich)? Machst du das? Falls nein, warum? Sollte man nicht auf Walz als Verbraucherschützer ohne Interessenkonflikt hören? ;)

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    https://hartmutwalz.de/msci-world-ex-usa/

    Anmerkung: Ich sehe das Thema Klumpenrisiko genauso wie Walz. Allerdings bin ich der Meinung, dass jeder zusätzliche ETF das operative Risiko erhöht und die Komplexität langfristig eher vergrößert als reduziert. Bevor ich das mache, würde ich lieber beim MSCI World, ACWI oder ACWI IMI bleiben ...oder eben direkt den Kommer-ETF wählen. Der adressiert das Problem in einem einzigen Produkt, ohne dass man das Portfolio später ständig anpassen oder weiter daran herumoptimieren muss.. ;)

    Wenn man sich dafür interessiert, kann man doch auch einfach splitten.
    50 % in den Kommer-ETF und 50 % in eine „Welt-ETF“.

    Klar, man kann auch fünf ETFs von Avantis oder fünf von Vanguard kaufen. Oder 14 auf alle Regionen und Size verteilt. Man kann sogar 500-1.000 Einzelaktien halten und sich die TER komplett sparen. Das Ding wird auch genauso laufen wie die Benchmark. Wer das Ganze dann noch in eine VV-GmbH packt, kann unter Umständen sogar das Auto steuerlich geltend machen und jeden Urlaub, der ,,zufällig" in der Nähe einer Hauptversammlung eines der 500-1.000 Unternehmen stattfindet, gleich mit (kein Scherz).

    Möglich ist vieles. Ob das am Ende aber tatsächlich zu mehr Lebensqualität und peace of mind führt, wage ich zu bezweifeln.

    William Bernstein hat einmal sinngemäß gesagt, dass der größte Feind deines finanziellen Erfolgs am Kapitalmarkt dir jeden Morgen aus dem Spiegel entgegenblickt. Deshalb gilt: Wehret den Anfängen. Denn jede zusätzliche Komplexität eröffnet neue Möglichkeiten, sich selbst im Weg zu stehen. Die größte Waffe gegen diesen Feind ist Einfachheit. Idealerweise in Form eines einzigen, breit diversifizierten Produkts.

    Die Kritik an Faktorinvesting und ausgewogener regionaler Gewichtung bedient sich im Grunde derselben Denkmuster wie die Angriffe der in diesem Land so zahlreichen Aktiengegner auf die kapitalgedeckte Altersvorsorge zwischen 2002 und 2015. Damals wurde jedes zarte Pflänzchen im Keim erstickt, weil man einen außergewöhnlich kurzen Zeitraum zum Maßstab erhob und (aus Unkenntnis oder ideologischer Verblendung) konsequent das große Ganze und lange Datenreihen ignorierte. Das Ergebnis war und ist ein Destaster (Riester, Rürup, die GRV, die bAV, Altersarmut...)

    Jetzt, bei Höchstkursen, sind diese Stimmen plötzlich verstummt. Aber ich garantiere: Beim nächsten größeren Crash werden sie wieder aus ihren Löchern kriechen und Vorhaben wie das Altersvorsorgedepot mit derselben Vehemenz bekämpfen wie eh und je. Und wieder wird man mit kurzfristigen Kursverläufen Stimmung gegen langfristige Vermögensbildung machen.

    Es gibt kaum einen gefährlicheren Denkfehler als den Recency Bias, also der Neigung, aus den letzten wenigen Jahren allgemeingültige Schlüsse zu ziehen. Genau dieses Denken ist einer der Hauptgründe dafür, warum Deutschland bei der privaten Altersvorsorge seit Jahrzehnten auf der Stelle tritt. Während andere Länder Vermögen aufbauen, diskutieren wir immer wieder dieselben längst widerlegten Scheinargumente.

    Dass selbst in einem eigentlich informierten Finanzforum regelmäßig mit genau diesem Denkfehler argumentiert wird, ist ernüchternd. Eigentlich sollte man erwarten, dass hier langfristige Daten mehr Gewicht haben als die Schlagzeilen der letzten paar Jahre.

    Wird nicht nirgends so viel gelogen wie beim Geld / Vermögen / Einkommen? 😅

    Meine Erfahrung ist, dass hierzulande eher nach unten korrigiert wird. Deutschland ist aus meiner Sicht vergleichsweise stark von egalitärem Denken und einer Neidkultur geprägt. In dieser Ausprägung kenne ich das von anderen Ländern nicht.

    Das zieht sich für mich parteiübergreifend und durch fast alle gesellschaftlichen Schichten. Es geht oft mehr darum, wie man den Reichen etwas wegnimmt, als darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder die Chance hat, vermögend zu werden.

    In meinem persönlichen Umfeld weiß so gut wie niemand, wie meine finanzielle Situation aussieht. Das hätte für mich auch nur Nachteile.

    Was würdet ihr sagen:

    Wie weit kann die TER der Kommer-ETFs realistisch noch sinken bei steigendem Fondsvolumen? Steigendes Fondsvolumen wird ja in der Verwaltung keine wirklichen Mehrkosten ausmachen. Die größeren Umschichtungen sind aber bei steigendem Fondsvolumen direkt proportional dazu teurer.

    Das Problem ist aus meiner Sicht dreigeteilt.

    Erstens hat der GK-ETF derzeit praktisch keine ernsthafte Konkurrenz. Zweitens ist die Kundschaft sehr loyal und deutlich weniger kostenfokussiert als die Leute hier im Forum. Und drittens sind an dem Produkt nicht zwei, sondern drei Parteien beteiligt.

    Solange die Mittelzuflüsse so hoch sind wie im Moment, besteht überhaupt keine Notwendigkeit größere Kostensenkungen vorzunehmen. Wenn überhaupt, dann vielleicht homöopathische.

    Wer sich einmal aus dieser sehr speziellen Bubble herausbewegt, wird feststellen, dass die Kosten für das, was das Produkt bietet und im Vergleich zur Konkurrenz keineswegs hoch sind.

    Es gibt genügend Beispiele dafür, dass sehr gute Konzepte auch ohne den letzten Zehntelprozentpunkt an Kostenersparnis hervorragend funktionieren. Swohl für den Anbieter als auch für die Anleger. Der ARERO kostet beispielsweise seit jeher rund 0,5 % und enthält sogar Anleihen sowie Rohstoffe (man zahlt also überproportional mehr). Trotzdem sind die Mittelzuflüsse über viele Jahre sehr hoch. Insgesamt hat der ARERO für Privatanleger vermutlich mehr geleistet als jeder Finfluencer in diesem Land.

    Was ich allerdings nicht verstehe: Warum manche bei der Wahl des ETF wegen 0,2 oder 0,3 Prozentpunkten so ein Fass aufmachen. Im Vergleich zu den Beträgen, die viele Anleger an anderer Stelle durch zyklisches Verhalten, Opportunitätskosten, Komplexität, Strategieänderungen und komplett falsche Produkte liegen lassen, ist das ein Witz.

    Wenn die Strategie zu einem passt und die Kosten im Rahmen sind, sollte man investieren. Egal ob Kommer, Arero oder GPO.

    Jetzt lass mal Irving in Ruhe. Der zahlt börsentäglich knapp 90 Euro für die Verwaltung seines Vermögens im ausschüttenden Kommer-ETF…

    Muss jetzt auch ein bisschen bashen . . .

    Hätte ich deine 80/20 Allokation gehabt, hätte ich täglich über 300 Euro Opportunitätskosten bezahlt. Langfristig würden sich die Opportunitätskosten bei ca. 140 Euro pro Tag einpendeln. Plus die TER. ;)

    Meine Performance im Wertpapierportfolio (80:20) liegt nach den ersten 7 Monaten bei etwa 10 Prozent. Eigentlich bin ich zufrieden.

    Das wäre doch mal ein guter Thread. Wie legst du genau an? Wann hast du was gekauft? Welche Benchmark setzt du an? Wie hast du die geschlagen oder underperformed? Das ist doch viel interessanter als irgendwelche fiktiven Portfolios zu vergleichen.

    Ja !!! Da gebe ich dir Recht. Absolut. Sowas kann nicht vernünftig nachgebildet werden.

    Soso ... das bedeutet also, dass es deiner Ansicht nach keine günstigere Möglichkeit gibt, einen vergleichbaren Ansatz umzusetzen, der Fonds aber trotzdem zu teuer sein soll. Merkst du den Widerspruch?

    Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Die Daten liegen doch auf dem Tisch: Eine Gewichtung nach Marktkapitalisierung ist für langfristige Anleger alles andere als ideal. Die Rendite fällt über lange Zeiträume deutlich schwächer aus als bei einer regionalen Gleichgewichtung. Der max drawdown ist höher und die time under water ebenfalls. Das lässt sich anhand der MSCI-Daten bis in die 1970er-Jahre zurückverfolgen und mit noch längeren historischen Datensätzen näherungsweise ebenfalls. Das Ergebnis ist immer dasselbe. Nochmal: Lasst euch nicht vom recency bias der letzten 15 Jahre blenden!

    Nur anhand dieser Daten muss man feststellen, dass für einen langfristigen Anleger ein rein nach Marktkapitalisierung gewichtetes Portfolio daher nicht die beste Wahl ist. Trotzdem blieb vielen bislang nichts anderes übrig, weil die Alternative (ein Mehr-ETF-Portfolio) nach Steuern sowie aufgrund des höheren operativen Aufwands alle Vorteile wieder zunichtemacht. Man zahlt schlichtweg drauf, selbst wenn man das Ding 40 Jahre verwalten könnte (kann man eigentlich nicht).

    Ob ich das gut finde, Fan von Kommer bin oder dir Kommer nicht zusagt, ist dabei völlig irrelevant. Entscheidend sind die Fakten. Und genau hier setzt der GK-ETF an: Er löst dieses Problem und zwar nach Kosten und ohne operatives Risiko.

    Ich denke, deine Beschreibung trifft es sehr gut.

    Irving regt sich über sachliche Kritik an diesem Produkt sehr auf, weil er eben extrem davon überzeugt ist.

    Das Ding ist einfach zu TEUER…und sonst nichts.

    Deine Kritik ist nicht sachlich fundiert, sondern fachlich fehlerhaft. Du verwendest für deine Vergleiche ungeeignete Benchmarks, blendest relevante Risikokennzahlen aus und ziehst zu kurze Betrachtungszeiträume heran. Genau wie deine Vorredner.

    Warum ihr das macht, kann ich nicht beurteilen. Entweder fehlen euch die entsprechenden Daten oder ihr ignoriert sie bewusst, weil sie nicht in euer bestehendes Weltbild passen. Dass britty den Drawdown des ,,volatilitätsarmen" RAFI von fast -70% in ihrer Argumentation komplett ausblendet, obwohl diese Daten problemlos zugänglich sind, spricht allerdings Bände.

    Besonders auffällig ist der ständige Versuch den GK-ETF mit Strategien (mit anderen Benchmarks) zu vergleichen, die ihr selbst gar nicht oder nur in sehr geringem Umfang im Portfolio habt. Und zwar nach der Underperformance. Welchen Erkenntnisgewinn soll das bringen? Was würde es bringen, wenn ich heute den ACWI IMI mit dem S&P 500 vergleiche? Den gibt's ja deutlich günstiger als der ACWI IMI und hat 300%-Punkte mehr gemacht in den letzten 15 Jahren.;)

    Aufforderungen, dein eigenes Portfolio anhand einer geeigneten Benchmark zu messen, gehst du auch regelmäßig aus dem Weg. Warum?:/

    Dein Kostenargument überzeugt ebenfalls nicht. Geh doch einmal in die Tiefe, anstatt dich aus der Diskussion herauszuhalten, sobald es konkret wird. Wie willst du nach Steuern ein vergleichbares Multifaktor-Konzept, das zudem regional ausgewogener investiert, günstiger und dauerhaft umsetzen? Dann zeig doch bitte ein paar konkrete Beispiele.

    Der Indexanbieter Solactive stellt die Indexdaten des Kommer-ETF zurück bis 2017 zur Verfügung, was Du gern ganz bewusst unterschlägst.:rolleyes:

    Warst du nicht derjenige, der immer betont hat, man solle nur Strategien vergleichen, für die es auch tatsächlich ein reales Produkt mit realen Kosten gibt? :/

    Falls ja, wird das jetzt etwas ungemütlich. Denn sobald man den Recency Bias der letzten 16 Jahre ausblendet, zeigen die Daten ziemlich eindeutig, dass ein marktkapitalisierungsgewichteter Ansatz eben nicht vorne liegt. Weder bei der Rendite noch beim Risiko (Quelle: z.B. MSCI seit 1970).

    Schon faszinierend, welche gymnastischen Höchstleistungen hier im Forum vollführt werden, um die eigene Strategie zu verteidigen. Das Cherry Picking ist dabei besonders beeindruckend: Erst steht das gewünschte Ergebnis fest, danach wird so lange in den Daten gewühlt, bis sich irgendwo eine passende Zeitspanne findet.;)

    Zitat von monstermania

    Und auch über diesen Zeitraum von 9 Jahren sieht es nicht allzu überzeugend aus.

    Immer wieder das gleiche (falsche) Pseudoargument. Über Zeiträume von unter 20 Jahren lässt sich eine Prämie weder belastbar nachweisen noch widerlegen. Das gilt übrigens genauso für die Equity-Prämie, an die du glaubst. Die war schließlich auch schon über rund 15 Jahre praktisch nicht vorhanden oder gilt dieses Argument plötzlich nur dann, wenn es zur eigenen Position passt?;)

    Dabei muss jede Aktie in dem ETF gleichzeitig die Erfordernisse der gewählten Faktoren erfüllen, was den Aufwand in der Konstruktion solch eines ETFs natürlich erhöht.

    Das sagt Gerd Kommer. Ich denke das ist nicht richtig. Einmal aufgesetzt, läuft die Portfolioverwaltung relativ selbständig. Das ist jetzt auch nicht rockt science. Das Problem ist eher, dass es mit Solactive, L&G und der Gerd Kommer Invest drei Parteien gibt, die Geld sehen wollen. Normalerweise sind es nur zwei: Der Indexanbieter und die KAG.

    Du kannst mit 5 ETF von Avantis den Kommer (etwas) günstiger nachbauen. Die Fonds von Avantis sind sehr gut gemacht und die Unterschiede zum ,,noch integrierteren" Kommer werden marginal sein. Das Problem sind die Steuern und das operative Risiko. Das wird dir jeden Vorteil verhageln. Außerdem habe ich Bedenken, dass diese ETF lange überleben werden. Vanguard z.B. ist mit Faktor-ETF in Deutschland gescheitert und hat seine Anleger im Regen stehen lassen. Das Risiko ist beim Kommer-ETF faktisch nicht vorhanden, weil er eine andere Kundschaft hat.

    Tomarcy Deine Beiträge bzgl. des Gerd Kommer Multifactor ETF sind unqualifiziert und Bashing auf unterstem Niveau. Genau wie es deine ,,Rennen" waren, die immer dann abgebrochen wurden, wenn der GK-ETF vorne lag.

    Einmal ganz davon abgesehen, dass 3 Jahre viel zu kurz sind um irgendeine Strategie bewerten zu können, war...

    ...das Sharp Ratio des GK-ETF besser als beim MSCI WORLD, FTSE ALL-WORLD und ACWI IMI.

    Deine Vergleiche mit dem HSBCI Multifactor mit 419 Titeln und dem ,,Value"-Fonds RAFI hinken auch gewaltig. Das sind ganz andere Ansätze. Viel enger, kein All-Cap, ohne Emerging Markets oder Small Caps usw.

    Vielleicht wäre es interessanter, wenn du dein Porfolio mit dem GK-ETF oder dem ACWI IMI vergleichst.... also Fonds, die du nachweislich auch wirklich gekauft hast und nicht nur im Nachinein irgendwelche falschen Benchmarks raussuchst, um irgendwas zu beweisen....:/