Beiträge von Nordnordlicht

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    Was meint ihr dazu?

    Auszahlungsmechanismus:
    Jeder Bürger hat eine Steuer-ID, auch solche, die keine Steuern zahlen. Bei Letzteren fehlt die Kontoverbindung. Diese lässt sich per Elster „Meldung Ihrer Bankverbindung an das BZSt", über die Hausbank oder die App „BZSt IBAN+" hinterlegen - nur wurde komischerweise bisher niemand darüber informiert. Das ist ein Anlaufproblem, aber lösbar: Sobald es heißt „IBAN angeben, Geld bekommen", dürften sich viele darum kümmern, und Bürgerbüros, VdK und Verbraucherzentralen können unterstützen.

    [...]

    Ich finde es megapeinlich, dass diverse Finanzminister es seit 5 Jahren nicht hinbekommen, den Bürgern klarzumachen, dass sie ihre IBAN dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) mitteilen. Neben den beschriebenen Wegen gibt es noch einen weiteren:

    Zitat

    eine Idee, die gar nicht so ausgefallen ist, wie sie zunächst klingt: Der Staat will Dir Geld überweisen. Nur weiß er nicht wohin. Ab 2021 hat Christian Lindner im Finanzministerium ein Modell für einen Direktauszahlungsmechanismus bauen lassen, bei dem zu jeder Steuernummer (haben wir alle ab Geburt) eine Kontonummer gehören soll. Auf die könnte der Staat dann zielgenau überweisen

    Der Ampelregierung ging‘s damals ums Klimageld, das kam aber nie. Jetzt möchte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wegen der hohen Spritpreise notleidenden Pendlerinnen und Pendlern – denen mit wenig Einkommen und vielen Kilometern – auf diese Art Geld überweisen. Und stellt fest: Das System steht, aber viele Kontonummern fehlen. Nicht mal die, die das örtliche Finanzamt schon hat, sind richtig zugeordnet.

    Meine Kontonummer hat die Regierung. Ich hab einfach meiner Bank gesagt, sie soll sie rüberschieben. Und Deine? Könnte ja sein, dass der Staat auch Dir mal Geld überweisen möchte. Schieb sie rüber!

    Quelle: Finanztip-Newsletter vom 18.09.26

    Für die Umstellung auf 5-stellige Postleitzahen nach der Wiedervereinigung wurden monatelang Kampagnen gefahren und das Finanzministerium bekommt es in Jahren nicht hin, einen vier- oder fünfzeiler in Steuerbescheide zu drucken, die ohnehin verschickt werden, so dass keine nennenswerten Zusatzkosten entstehen...

    PLZ-Rolf

    Müßte bei einem solchen Länder-Einkommensvergleich - in Sachen finanzieller Lebensqualität - nicht auch das im jeweiligen Land gültige, durchschnittliche Preisniveau berücksichtigt werden ... ?

    Bei meinen wenigen Dänemark-Aufenthalten (u. a. Kopenhagen, Aalborg, Odensee) schien mir das Preisniveau (Immobilien, Mieten, Restaurants, Einkäufe usw.) ein ziemlich "sportlich-strammes" ... ?

    Nach meiner Erinnerung gehört Dänemark laut Statistiken regelmäßig zu den "teuersten Ländern" in Europa und das "allgemeine Preisniveau soll demnach deutlich über dem EU-Durchschnitt" liegen. Was seine Bestätigung in meiner persönlichen Empirie findet (siehe oben).

    1. einen Grenzpendler interessiert es wenig, wenn es im Land, in dem er arbeitet (vermeintlich) teurer ist.

    2. Ich weiss ja nicht, wann Sie das letzte Mal in Dänemark waren - die Lebensmittelpreise unterscheiden sich mittlerweile nicht mehr von denen in Deutschland, denn sie kommen im Gegensatz zu früher nur noch nach Flensburg, um Alkohol und Lakritz zu kaufen, was ja normalerweise nicht zu den Grundbedürfnissen gehört. Preise für Lebensmittel des täglichen Bedarfs hingegen unterscheiden sich kaum noch.

    Immobilien sind in Dänemark deutlich günstiger als in Deutschland, weswegen leerstehende Immobilien überwiegend von Deutschen gekauft werden:

    Zitat

    9.600 Deutsche sind nach Nordschleswig ausgewandert

    Eine offizielle Zahl dazu, wie viele Deutsche 2025 landesweit ein Haus in Dänemark gekauft haben, gibt es nicht: Weder Danmarks Statistik noch das Immobilienportal „Boligsiden“ schlüsseln Hausverkäufe nach Nationalität auf, und auch der deutsche Immobilienverband IVD Nord bestätigt fehlende belastbare Zahlen, obwohl er selbst ein steigendes deutsches Interesse an Immobilien in Dänemark wahrnimmt. Insgesamt war 2025 ein Rekordjahr für den dänischen Wohnungsmarkt mit 100.294 verkauften Wohnimmobilien, 17 Prozent mehr als 2024.

    Seit 2020 hat sich die Zahl der „Neu-Deutschen“ in den nordschleswigschen Kommunen verdoppelt, 9.600 Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft sind in den Süden Dänemarks ausgewandert.

    Quelle: https://www.nordschleswiger.dk/sonderburg/hau…n-hilft/3461042

    Das späte Trennen wird schon lange als Lösungsansatz angesehen.

    Ich glaube allerdings, dass das nur dann erfolgreich ist, wenn es weniger Schüler pro Lehrer gibt. Beim deutschen Standard, 30 Schüler pro Klasse, ist irgendwann 1/3 gelangweilt, 1/3 überfordert und 1/3 genervt weil die anderen Quatsch machen.

    Hamburg hat vor Jahren einen Versuch in diese Richtung unternommen und was ist passiert? Die Eltern sind auf die Strasse gegangen, damit ihre Kinder weiter nach der 4. Klasse segregiert werden. Das widerspricht diametral jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis...

    Aus meiner Erfahrung als Vater ist der erste Fehler unseres Schulsystems, dass die Kids bzw. deren Eltern schon nach der Grundschule eine Entscheidung treffen müssen, auf welche weiterführende Schule das Kind gehen soll. Das ist alles andere als kindgerecht, das skandinavische System ist dagegen weit sinniger und nachhaltiger; dort wird 9 Jahre gemeinsam unterrichtet.

    Dankenswerterweise gibt es in der deutsch-dänischen Grenzregion auf unserer Seite dänische Schulen. Meine beiden ältesten Töchter haben die dänische Schule besucht, es gab dort so gut wie nie Unterrichtsausfall und Hausaufgaben waren allein Sache der Lehrer und Schüler, das fiel nicht im häuslichen Bereich den Eltern zu wie in deutschen Schulen.

    Das Nesthäkchen erblickte zur Jahrtausendwende das Licht der Welt und wurde in der deutschen Dorfschule eingeschult. Dort begann relativ früh der Unterichtsausfall mit einer gewissen Regelmässigkeit und in Klasse 2 war der Unterricht für das Kind so langweilig, weil es extrem unterfordert war.

    Testweise erhielt es dann im 2. Halbjahr der 2. Klasse die Möglichkeit, sich den jahrgangsübergreifenden Unterricht (Jahrgangsstufe 1, 2 und 3 lernen in einer sogenannten Lerngruppe mit einer Lehrkraft und einem Pädagogen) an einer neu gegründeten Montessorischule. Unterrichtsausfall gab es dort nicht und Hausaufgaben auch nicht, der Schultag ging von 8:45 bis 15:45 und die Unterrichtseinheiten dauerten auch nicht nur 45 Minuten. Das passte soweit, dort machte das Kind dann seinen Realschulabschluss und ging anschliessend auf eine Gesamtschule, wo sie am Ende ihr Abitur ablegte.

    Natürlich mussten wir dort Schulgeld bezahlen, also wurde ein Auto durch ein Fahrrad ersetzt, so dass die finanziellen Möglichkeiten dann passten.

    Die beiden grossen verdienen heute in Dänemark locker 30% mehr bei einem im Vergleich zu Deutschland geregelterem und familienfreundlicheren Arbeitsumfeld,

    […]

    In Deutschland ist das ein hochemotionales Thema, warum eigentlich?

    https://www.zeit.de/wirtschaft/202…s-klingbeil-gxe

    aus meiner Sicht ist das ein Datenschutzthema

    Datenspuren bei bargeldloser Zahlung

    Ein weiteres Problem aus meiner Sicht: viele gerade jüngere Menschen verlieren den Überblick und laufen in eine Schuldenfalle. Ich kenne einige, die mittlerweile durch BNPL (buy now pay later) mit 5-stelligen Beträgen für konsumptive Ausgaben bei Klarna verschuldet sind. Das ist ein Drama in jungen Jahren…

    {Vom Mod in Richtung Redaktion befördert}

    Ich denke das Thema Grenzgänger in der Schweiz ist ein längst überfälliges Thema für Finanztipp. Das interessiert sicher viele Leute und die Infos zu bekommen ist gar nicht so einfach für den Finanzlaien.

    [...]

    Aha - und was ist mit Grenzgängern nach Frankreich, Niederlande, Belgien, Dänemark, Polen, Österreich, Ungarn, Tschechien??

    Moin,

    auch ich bin seit Jahren bei der DKB, Probleme hatte ich noch nie. Ich hoffe, dass sie sich auch in naher Zukunft mal für wero entscheiden.

    Die ING finde ich persönlich etwas besser, die haben mich aber damals nach Jahren treuer Kundschaft verjagt, als das Girokonto als kostenpflichtig angekündigt wurde. Das hat wohl mehr Leute veranlasst zu kündigen, so dass die AGB dahingehend geändert wurden, dass ab 700,00 € monatlichem Geldeingang keine Kosten anfielen. Das ist mittlerweile auf 1.000,00 € aufgestockt worden...