Gold als Geldanlage: Chancen, Risiken und persönliche Erfahrungen im Überblick

  • Denken Sie über den Kauf von Gold nach? Haben Sie schon Gold erworben und haben jetzt Fragen zum Verkauf?

    Oder möglicherweise können Sie aus Ihren eigenen Erfahrungen zum Thema Gold berichten? Dieser Thread dient dem Erfahrungsaustausch rund um Gold.

  • ja,denke nach,andere hier offentsichtlich nicht,oder?
    kenne leute auf verlustreichem xetragold sitzen,zum spekulieren finde ich gold nicht geeignet
    wenn,dann würde ich nur physisches gold kaufen,als sicherheitspolster
    die professionellen goldfans versuchen ja dauernd den kurs hochzujubeln,aber wir sollen laut "experten" wohl eher noch weit niedrigere preise sehen.....
    also wann einsteigen?

  • Bin über einen Mischfond dabei. Dort 10% zur Absicherung enthalten, was im letzten Jahr auf die Rendite gedrückt hat. Da meine übrigen Anlagen gut laufen könnte ich mir in geringem Maße physisches Gold als Beimischung vorstellen. Die hohen Transaktionskosten schrecken mich noch ab.

  • Ich kaufe Gold höchstens als Schmuck für meine Frau.
    Und kürzlich beim Zahnarzt für eine neue Krone.

    Als Geldanlage verursacht Gold vor allem Kosten. Die Transaktionskosten hat @Kater.Ka schon zutreffend erwähnt.
    Des weiteren kommen Lagerkosten hinzu. Entweder im Bankschließfach - oder daheim im Safe (sofern vorhanden).
    Wenn man Gold ausserhalb eines Bankschließfaches aufbewahrt, besteht zudem ein nicht unerhebliches Verlustrisiko.
    Im Falle eines Einbruchs oder Raubüberfalls ist Gold genauso schnell weg wie Bargeld.

    Eine Absicherungsfunktion vermag ich in Gold nicht wirklich zu erkennen.
    Es sei denn, jemand hat das Szenario des totalen wirtschaftlichen Zusammenbruchs verbunden mit Hyperinflation ähnlich wie kurz nach den Weltkriegen vor Augen. Da mag es sinnvoll gewesen sein, Gold zu besitzen.

    (Allerdings frage ich mich auch, wie man dann als Eigentümer eines Goldbarrens damit Semmeln bezahlen will.)

    Da ich nicht von einem derartigen Szenario ausgehe, ist Gold für mich keine Anlage-Alternative.
    Nur Kosten und keine Dividenden oder Zinsen - das macht in meinen Augen keinen Sinn.

  • Was @opanak meint, ist mir nicht klar.
    Unze ist eine Maßeinheit. Sein Satz ist hat daher übersetzt die Bedeutung:
    "Die beste Anlagemöglichkeit von Gold besteht in Kilogramm."

    Eine Unze hat das Gewicht von 0,0283495 Kilogramm.
    Deswegen ist der obige Eintrag relativ sinnfrei.

  • Ach das alte Gold Thema...

    Also ich sehe das so:

    Was spricht für Gold?

    • Es ist in der gesamten Menschheitsgeschichte und über fast alle Kulturen hinweg als wertvoll betrachtet worden. Insofern scheint irgendwas in uns diesem gelben Metall eine Besonderheit zuzumessen. Keine schlechte Voraussetzungen für eine Wertaufbewahrung, die sogar den Zusammenbruch unserer derzeitigen Gesellschaftsform überdauern soll
    • Es ist "real": Wenn die ganze digitale Welt mit ihren Einsen und Nullen untergeht, wenn Geldscheine nur noch ihren Heizwert wert sind und die Unternehmen und Staaten an deren Kapital oder Schulden man Anteile gehalten hat zusammengebrochen sind, wird das Gold immer noch im Safe liegen
    • Es hat einen echten industriellen Nutzen - Gold hat als Edelmetall (edel in der chemischen Definition = extrem reaktionsträge) viele nützliche Eigenschaften (Reaktionsträgheit, gute Formbarkeit, hohe Leitfähigkeit...), die ihm einen gewissen "echten" Wert geben
    • Es ist knapp - in Kombination mit dem Nutzen auch eine gute Voraussetzung für Wertstabilität
    • Es verdirbt nicht - aufgrund der bereits erwähnten chemischen Eigenschaften zerfällt oder korridiert Gold nicht - einmal mit ein bissel Spucke drüberwischen und eine 1000 Jahre alte Goldmüze sieht aus wie neu...
    • Es hat eine hohe "Wertdichte" - gibt nicht so viele physische Dinge auf der Welt, die pro Gramm einen ähnlich hohen Wert haben
    • Es ist legal und ungefährlich - Dinge wie Heroin, Uran, Plutonium, Antimaterie und ähliches mögen eine ähnlich hohe Wertdichte haben wie Gold, können dem Besitzer auf die eine oder andere Weise relativ unangenehme Konsequenzen einbringen
    • Es ist halbwegs objektivierbar, transparent und liquide: Es ist kein Problem für eine gegebene Menge in einer gegebenen Qualität einen transparenten Preis zu ermitteln und auch zu bekommen - das gilt z.B. für Diamanten oder Kunstwerke (ebenfalls reale Güter mit ähnlich hoher Wertdichte) deutlich weniger

    Und was spricht gegen Gold:

    • Es ist teuer: Transaktions- und Lagerungskosten wurden bereits erwähnt
    • Es arbeitet nicht: Im Gegensatz zu einem Konto, einer Immobilie, Anleihe oder Aktie wirft Gold keine laufenden Erträge ab. Das heißt die gesamte Realisierung des theoretischen Wertes entsteht erst im Moment des Verkaufs (oder Tauschs, im Weltuntergangs-Szenario). Und da ist die Frage, ob in dem Moment wo man das Gold loswerden will oder muss, das was man dafür bekommt irgendetwas mit dem zu tun hat, was man dafür ausgegeben hat.
    • Es ist schwer: Wenn die Zombieapokalypse (Bankenzombies oder richtige) tatsächlich kommt, ist die Frage, ob man nicht ein paar andere Sachen in den Rucksack packen will als Goldbarren
    • Man kann es nicht essen: Wenn die Apokalypse tatsächlich kommt, muss man immer noch jemanden finden, der dem Gold was man hat tatsächlich einen Wert beimisst - und nicht mit Deinen Wanderstiefeln oder dem Klappspaten deutlich mehr anfangen könnte. Wenn man in solchen Szenarien denkt, ist man vielleicht mit einem Stück Land mit einem Kartoffelacker oder ein paar Obstbäumen besser bedient.


    Ich glaube man kann meinen Ausführungen entnehmen, dass ich von Gold als Geldanlage absolut gar nichts halte. Wenn unsere Gesellschaftsordnung auch nur halbwegs intakt bleibt gibt es tendenziell bessere Geldanlagen. Auch das gern zitierte Hyperinflations-Szenario kann man mit Aktien und Immobilien ganz gut ausreiten.

    Und wenn unsere Zivilisation komplett zusammenbricht und die Welt im Chaos versinkt ist die Geldanlage sowieso Deine letzte Sorge (und der Nutzen von Gold als Tauschmittel nur sehr begrenzt gegeben).

    Also, behängen wir unsere Frauen und Töchter (uns Söhne, wenn sie auf sowas stehen) mit Gold, da hat man im Zweifelsfall mehr Befriedigung von.

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