Rohstoff-ETFs

  • Hallo zusammen,

    was ist denn der Unterschied, weshalb sich die TER der beiden nachfolgenden ETFs doch deutlich unterscheidet:

    - https://www.ishares.com/de/privatanleg…s-etf-de-fund#/

    - https://www.ishares.com/de/privatanleg…-ucits-etf-fund

    Es bilden ja beide ETFs den Bloomberg Commodity Index ab. Der erstgenannte ETF ist hat sein ETF-Domizil in Deutschland, was aber nicht so wichtig ist (die Rohstoff-Swaps notieren ja trotzdem in Dollar oder?) oder denke ich hier falsch?

    Mir ist bewusst, dass Rohstoffe lediglich eine Beimischung sein dürfen und hochspekulativ sind.

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,

    ETF_Paul

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  • Der erstgenannte ETF ist hat sein ETF-Domizil in Deutschland, was aber nicht so wichtig ist (die Rohstoff-Swaps notieren ja trotzdem in Dollar oder?) oder denke ich hier falsch?

    Ich habe es mir jetzt nicht im Detail angeschaut, aber der eine nennt als Basiswährung den Euro und gibt sein Fondsvermögen in der Währung an; der andere jeweils in Dollar.

  • Ich würde mal raten, dass das Alter den Unterschied macht: der teurere ist 2007 aufgelegt worden, der günstigere 2017. Scheint eine Unart von Blackrock zu sein, beim MSCI World haben sie auch einen älteren mit einer hohen TER und einen jüngeren mit einer günstigeren.

  • Heißt die Swaps laufen dann auf Euro und man ist nicht in US-Dollar investiert, worauf die Rohstoffe ja idR notieren?

    Die Schlussfolgerung - dass der in Euro quasi gehedged ist - scheint mir falsch, da beide praktisch identisch laufen … schau‘ Dir mal den Vergleich auf fondsweb.de an. Der teurere läuft nur ganz langsam unter den in US-Dollar, was ich auf die höhere TER schieben würde.

  • Rohstoff-Etf‘s haben meiner Meinung nach allein schon wegen den Rollkosten nichts in Privatanlegerdepots zu suchen.

    Diese Aussage müsstest du den Leute erklären.
    Es spricht für Interessierte nichts dagegen z.B. in den LU0460391732 zu investieren.
    Sparplan ?

    Die ethische Komponente ist hier auch vorhanden.

    Der zugrunde liegende Index arbeitet mit einer Optimum Yield-Methodik, die ungünstige Rollvorgänge vermeiden bzw. positive Rollrenditen nutzen soll.

    Ob das sinnvoll ist ?

    ICH würde es nicht machen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

  • Diese Aussage müsstest du den Leute erklären.
    Es spricht für Interessierte nichts dagegen z.B. in den LU0460391732 zu investieren.
    Sparplan ?

    Die ethische Komponente ist hier auch vorhanden.

    Der zugrunde liegende Index arbeitet mit einer Optimum Yield-Methodik, die ungünstige Rollvorgänge vermeiden bzw. positive Rollrenditen nutzen soll.

    Ob das sinnvoll ist ?

    ICH würde es nicht machen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

    Muss Saidi machen, ich bin schlecht im Erklären. 🤣

  • Rohstoff-Etf‘s haben meiner Meinung nach allein schon wegen den Rollkosten nichts in Privatanlegerdepots zu suchen.

    Prof. Weber und seine vielen Tausend Privatanleger würden dir da widersprechen. Sein Ergebnis inkl. 15% Rohstoffe war bisher nachweislich besser als eine Benchmark ohne.


    https://www.dws.com/de-de/arero/

    Ich persönlich halte nichts davon non-productive Assets beizumischen. Viele sehen das allerdings anders.

  • Prof. Weber und seine vielen Tausend Privatanleger würden dir da widersprechen. Sein Ergebnis inkl. 15% Rohstoffe war bisher nachweislich besser als eine Benchmark ohne.


    https://www.dws.com/de-de/arero/

    Ich persönlich halte nichts davon non-productive Assets beizumischen. Viele sehen das allerdings anders.

    Professor Weber hat auch mal irgendwo gesagt, dass er heutzutage eher zum Lifestrategy 60 tendieren würde.


    Ich hatte früher auch mal Rohstoffe im Depot (ETF701), halte aber mit mehr „Wissen“ nicht mehr viel von, da es wie du schon sagst, nicht produktiv ist. Deswegen hatte ich mich auch für den Lifestrategy 60 entschieden und nicht für den Aero (auch wegen der TER). Aber muss jeder selber wissen. Beim Aero hat es die letzte Zeit gut geklappt, wie es in Zukunft laufen wird, weiß kein Mensch.

  • Professor Weber hat auch mal irgendwo gesagt, dass er heutzutage eher zum Lifestrategy 60 tendieren würde.

    Der Arero ist deshalb so interessant, weil er nach den damalig besten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Kapitalmarktforschung und einem backtest erstellt wurde: BIP bei Aktien, EUR Staatsanleihen und eben Rohstoffe. Heute hat er mehr Emerging Markets als USA. Niemand würde heute so anlegen. Hat auch bei den Aktien nicht ideal funktioniert. Bisher zumindest. Der Fonds insgesamt funktioniert aber trotzdem. Meine Prognose ist, dass er die meisten Portfolios weiterhin outperformen wird. Auf jeden Fall ist er deutlich breiter aufgestellt als viele Strategien, die man heute sieht und die überwiegend auf einem recency bias aufbauen.

  • Meine Prognose ist, dass er die meisten Portfolios weiterhin outperformen wird. Auf jeden Fall ist er deutlich breiter aufgestellt als viele Strategien, die man heute sieht und die überwiegend auf einem recency bias aufbauen.

    Absolut richtig. Ich prüfe gerade mal zum Spaß den als Vergleichswert zu meinem Portfolio. In der 5-Jahres-Rückschau bin ich besser. Soll nichts heißen.

    In den letzten 5 Jahren wäre der ARERO mit jährlich 7,5 % Plus dabei. Der Vanguard Lifestrategy 60 liegt bei ca. 5,8 %.

    Logisch…der wurde 2022 schwerst getroffen.

  • Ich persönlich halte nichts davon non-productive Assets beizumischen.

    War (ganz früher Anfang der 70er) auch meine Haltung.

    Hatte sich aber schon damals minimal (durch das Ende des Bretton-Woods-Systems Mitte der 70er und dem Umgang mit dem nachfolgenden Fiat-Money-System) und später signifikant (durch den Start des Währungsexperiments "Einheitswährung" (Euro) Ende der 90er und dem Umgang damit) verändert.

    Viele sehen das allerdings anders.

    Dazu zähle ich ebenfalls.

    Womit ich hierzulande übrigens nicht ganz alleine stehen dürfte ... - ein Bekannter (hohes Tierchen bei der Reisebank AG) hatte mir jüngst die neueste Ausgabe (2026) deren Goldstudie samt repräsentativer Umfrage (wird seit 2014 erhoben) zukommen lassen. Demnach horten die Deutschen inzwischen Gold im Wert von immerhin 1,4 Billionen € - und damit annähernd 10.000 Tonnen physisches Gold oder anders formuliert: "Deutsche Privatpersonen besitzen demnach fast dreimal so viel Gold wie die Deutsche Bundesbank mit deren 3350 Tonnen".

    Oder wie ich es letztens in einem anderem Medium geschrieben hatte:

    "Generiert keine Zinsen, keine Dividenden, keine Mieterträge, es gibt einen Spread zwischen An- und Verkauf und muß zudem noch sicher - insbesondere auch rechtssicher - verwahrt werden. Trotzdem, nach meinem Dafürhalten, eine inzwischen leider unverzichtbare Versicherung; wenn auch kein Investment - höchstens in die persönliche (wirtschaftliche und finanzielle) Freiheit".

    Vor dem Hintergrund immer "aktiverer" und - meines Erachtens - tendenziell übergriffiger agierenden Staaten (Dirigismus, Interventionismus, Finanzrepression etc. pp.) heute noch lesenswerter denn je:

    Der legendäre Artikel von Alan Greenspan (u. a. Vorsitzender der Fed von 1987 bis 2006) aus dem Jahr 1966):

    "Gold and Economic Freedom"