petestuhl , habe nur Deinen Beitrag Nr. 1 überflogen.
Aus meiner Sicht klingt das - die finanzielle Seite betreffend - schon mal recht solide.
Sofern man darauf setzen kann, das die gesetzlich Rente kommt, kann ich Stand jetzt ca 1500€ und meine Frau 1000€ erwarten (die mittlere Zahl auf dem Rentenbescheid)
Kann nach meinem Dafürhalten als eine Art sehr "risikoarmer (*) Baustein" in Deiner späteren Ruhestandsplanung gesehen und verstanden werden. Ob man das nun als ein persönliches (und auch persönlich via Rentenpunkten erarbeitetes) "Grund-, Sockel- oder Basiseinkommen" bezeichnet, kann dahinstehen.
(*) Mit der Begrifflichkeit "sicher" hantiere ich ungern, da im Leben der Tod die einzige absolute "Sicherheit" darstellt und im Bereich "private Finanzen", die einzigen "absoluten Sicherheiten" die Inflation, die Steuern und die (mehr oder weniger hohen) Kosten (sprich Gebühren) jedes Investments sind. Für meine Teil präferiere ich daher eine Terminologie um den Tenor "risikoarm" und "risikoreich" herum.
Unser Haus haben wir in 8 Jahren abgezahlt.
Kann als ein weiterer "Baustein" Deiner Altersvorsorge/Ruhestandsplanung angesehen werden.
Auch wenn eine selbst genutzte Immobilie in aller Regel eine Melange aus "Konsum/Lebensstil" einerseits und "Vermögensaufbau/Altersvorsorge" andererseits ist - mit im Einzelfall (sehr) unterschiedlicher Gewichtung der beiden Aspekte.
Natürlich nicht völlig kostenfreies aber immerhin mietfreies Wohnen kann im Ruhestand - je nach Region - ein ziemlicher bis erheblicher finanzieller Vorteil sein. Zudem stellt das Haus einen gewissen Vermögenswert dar - abhängig vom Standort ggf. auch einen ziemlich relevanten - in dem man als Ruheständler gut leben und/oder diesen auch irgendwann mal liquidieren kann.
Aktuell haben wir ca 6500€ netto.
Dieses Nettoeinkommen bietet sicherlich Raum für einen regelmäßigen Sparplan zum Aufbau eines "freien Vermögens" (beispielsweise via eines oder mehrerer ETFs).
Zumal Du (Ihr) noch rund 20 Jahre Zeit bis zum (offiziellen) Renteneintrittsalter habt; siehe hier
47J, verheiratet, Frau 46J
und sich dieser finanzielle Spielraum nach dem "Abzahlen des Hauskredits" noch (vermutlich relevant) erweitern dürfte.
Vor dem Hintergrund:
Meine Frau hat auch ca. 20 Jahre gearbeitet und die Erziehungszeiten für unsere zwei Kinder auf dem Rentenkonto. Die letzten drei Jahre ist sie nicht erwerbstätig. Die Kids sind 11&13.
Eventuell nimmt Deine Frau - wenn die Kids aus dem Gröbsten raus sind beispielsweise - auch wieder Ihre Arbeit auf, was den finanziellen Spielraum weiter vergrößern würde.
Um noch kurz zwei Aspekte zu erwähnen, die mir wichtig erscheinen:
Als Paar oder Ehepaar sollte man stets auch ein finanzielles "Stand alone"-Szenario mitdenken (sozusagen als "worst case"). Habe einige solcher Fälle in meinem Umfeld erlebt (Unfalltod, frühes krankheitsbedingtes Ableben, Trennung/Scheidung usw.).
Als Hauseigentümer ist neben der üblichen adäquaten "Rücklage für Notfälle" (als Selbständiger mit Frau und Familie sowie Hauskredit ist für mich diesbezüglich etwas anderes "adäquat" als beispielsweise für einen Single ohne Immobiliendarlehen) auch eine solche adäquate "Rücklage für die Immobilie" empfehlenswert.
Ich - ganz persönlich - würde an Deiner Stelle neben den bereits vorhandenen (zudem sehr risikoarmen aber "gebundenen") Ansprüchen (siehe oben GRV/Renten) als Ergänzung nunmehr ganz schwerpunktmäßig auf die Bildung "freien Vermögens" (beispielsweise via Aktien-ETFs - risikoreich, aber entsprechend auch renditeträchtig) setzen. Da sollte sich aufgrund Deiner/Eurer objektiven Rahmenbedingungen noch so einiges erreichen lassen (siehe oben). Das würde ich bevorzugt in Eigenregie durchziehen.
"Conditio sine qua non" ist dafür aber Deine/Eure sozusagen subjektive Seite. Zum einen die persönliche "Risikobereitschaft" sprich Risikotoleranz (Aktienkurse können auch über längere Zeit mal einbrechen) und zum anderen die nötige "Compliance" (Disziplin) den eigenen Sparplan im Finanzplan betreffend.
Wer bei schwankenden Aktienkursen ständig schlaflose Nächte hat und/oder seinen Sparplan aussetzt oder gar seine Aktien (seinen ETF) verkauft, sollte von Aktien besser die Finger lassen. Gleiches gilt für (sehr) unsichere und/oder konsumfreudige Kantonisten, die dann ggf. mit einer privaten Rentenversicherung, die monatlich abbucht, besser fahren. Oder dann weiter in die GRV einzahlen, weil das Geld dann ihrem Zugriff entzogen ("gebunden") ist und sie erst später via einer monatlichen Rente davon profitieren (bzw. nur dosiert wieder an das Geld herankommen).
Deine Infos inkl. dem Eigenheim sprechen aber eher für einen umsichtig-disziplinierten Umgang mit dem Thema private Finanzen. Zudem ist die rein passive Vorgehensweise via ETFs (als Finanz-Vehikel) sowohl eine einfache als auch eine sehr kostengünstige und zudem sehr gut diversifizierte (sprich weltweit gestreut innerhalb der Anlageklasse "Aktien").
Dir/Euch gute Gedanken und ebensolche Entscheidungen ... !