Beiträge von Sovereign

    Beim Bargeld muss ich immer alles mitschleifen.

    Das mit dem "mitschleifen" beim "Bargeld" wird im Auge des Betrachters liegen.

    Habe beispielsweise ich so noch nie wahrgenommen oder empfunden - und ich zahle seit meiner Schulzeit alles möglichst und alles Mögliche in bar - und das bis zum heutigen Tag (jedenfalls, soweit dies heute noch möglich und rechtlich erlaubt ist).

    Nur aus reiner Bequemlichkeit beispielsweise würde ich mein Datenschutz-Grundrecht der "Informationelle Selbstbestimmung" niemals aufgeben bzw. opfern. Dazu kommt für mich noch das prioritäre Ziel einer möglichst robusten und resilienten Aufstellung meiner privaten Finanzen.

    Mit den Karten, Handy reicht mir ein ganz kleines Portemonnaie, zumal ist es so viel hygienischer. Das Bargeld anlangen, das davor 30 andere Leute in der Hand hatten... Graust mich jedes Mal.

    Mir reicht ein kleines Bündel Geldscheine, welches nur wenige Gramm wiegt (pro 1.000 € um die 5 Gramm schätze ich mal).

    Jedenfalls bin ich froh - sollte die neue EU-Bargeldverordnung (nach meinem Kenntnisstand geplante Implementierung zum Juli 2027 (*)) so in Kraft treten, wie geplant - daß dann endlich auch Händlern, Geschäften und Restaurants ein Riegel vorgeschoben wird, die ausschließlich Kartenzahlung sprich unbare Zahlung akzeptieren.

    Weniger froh bin ich und als eher besorgniserregend empfinde ich dagegen die darin enthaltenen weiteren Punkte (Obergrenze von 10.000 € (für Unternehmen und Selbständige), Ausweispflicht ab 3.000 € (Händler müssen ab dem Betrag die Identität des Kunden prüfen und dokumentieren) - wenigstens sind Privatpersonen, die nicht gewerblich handeln, von der Obergrenze ausgenommen).

    (*) Die EU-Länder werden gemäß der neuen EU-Verordnung zudem verpflichtet, den Zugang zu Bargeld (Bargeldinfrastruktur via Geldautomaten und Bankfilialen in Stadt- aber auch Landregionen) sicherzustellen. Kernziel der neuen EU-Bargeldverordnung ist eine grundsätzliche Annahmepflicht für Bargeld im Handel und in der Gastronomie. Pauschale "No Cash" Schilder oder reine Kartenzahlungsgeschäfte (im Präsenzhandel) sollen damit unzulässig werden.


    ECB-Website:

    "Bargeld spielt nach wie vor eine wichtige Rolle für unsere Gesellschaft. Es ist für jede Volkswirtschaft unverzichtbar. Unsere Untersuchungen zeigen: Die meisten Menschen finden es wichtig, mit Bargeld bezahlen zu können, und an Verkaufsstellen wird am häufigsten bar bezahlt.

    Die EZB und die nationalen Zentralbanken des Euroraums haben sich dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, daß Bargeld auch in Zukunft allgemein verfügbar ist und weiterhin akzeptiert wird. Daher begrüßen wir (als ECB) den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine neue Verordnung zur Stärkung des Status von Euro-Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel. Mit dem Vorschlag sollen der Zugang zu Euro-Banknoten und -Münzen und ihre Akzeptanz im gesamten Euroraum rechtlich garantiert werden"


    Immerhin. Einerseits.

    Vor dem Hintergrund des § 14 Bundesbank-Gesetz (BBankG) und des Art. 128 des "Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union" (AEUV) aber eine Selbstverständlichkeit ("auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel" im Euroraum bzw. von der EZB und den nationalen Notenbanken ausgegebene Banknoten sind die einzigen Banknoten, die in der EU als gesetzliches Zahlungsmittel gelten"). Andererseits.


    Es war schwer genug, dem im EU-Parlament und der EU-Kommission Gehör und danach Geltung zu verschaffen und die neue Verordnung durchzusetzen. Nichtsdestotrotz dürfte insbesondere vor dem Hintergrund des EZB-Projekts "Digitaler Euro" weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit rund um diese Thematik indiziert sein.

    Interessanterweise wird der digitale Euro von den gleichen Schwurblern bekämpft, die den bargeldlosen Zahlungsverkehr bekämpfen.

    Was könnte oder sollte an einer Sachgesetzlichkeit "interessant" sein ... ?! Das ist in dem Fall schlicht ein logische Folge bzw. kausal miteinander verknüpft.


    Apropos "bekämpfen":

    Bei sachlich-nüchterner Betrachtung wird seitens der EU, EZB und EU-Kommission seit über einem Jahrzehnt gezielt das Bargeld "bekämpft": Angefangen von dem angekündigten Aus für den bis dato größten Euro-Geldschein bereits im Jahr 2016 durch die EZB (vor dem Hintergrund der Inflation seit Euroeinführung im Jahr 1999 bis heute, wäre statt der Abschaffung des 500er längst ein 1000er Geldschein (oder noch höheres Nominal) erforderlich, um das gleiche Niveau in Sachen Barzahlungsmöglichkeit von 1999 sicherzustellen) über Ein- und Beschränkungen wie Barzahlungsobergrenzen in Verbindung mit Identifikationspflichten (mit sukzessive immer weiter abgesenkten Grenzen; Beispiel Goldkauf von 15.000 über 10.000 bis runter auf 2.000 ...) und eingeführten Herkunftsnachweisen (selbst bei Einzahlung auf das eigene Konto ...) bis hin zu generellen Barzahlungsverboten.


    Wer weder zum vollständig "gläsernen Bürger" (Stichwort: Informationelle Selbstbestimmung; gemäß BVerfG ein Datenschutz-Grundrecht) verkommen will (subtiler formuliert zwangsweise "transformiert" werden will) - die Programmierbarkeit digitalen Geldes beispielsweise stellt nach Meinung vieler Fachleute ein großes Problem und eine ganz erhebliche Gefahr dar (insbesondere bei der parallelen immer weiteren Zurückdrängung des Bargelds inkl. der Bargeldinfrastruktur) - noch die Macht von Staaten (Obrigkeit als Inhaber des Geldmonopols) und staatlichen Notenbanken sozusagen ins Unendliche ausgeweitet sehen will, wird beides (immer größeren Druck und Zwang zum bargeldloser Zahlungsverkehr und das Projekt "Digitaler Euro") eher bis sehr kritisch sehen.

    Solche Bürger, Fachleute, Professoren, Ökonomen, Datenschützer etc. pp. als "Schwurbler" zu bezeichnen, sagt meines Erachtens mehr über Dich aus - als über diese Protagonisten.

    Erst recht vor dem Hintergrund und dem Blick in die lange Geld-, Währungs- und Finanzgeschichte. Zu den wenigen "roten Fäden" über die Jahrtausende und Jahrhunderte zählt da schlicht die Tatsache, daß das Vertrauen der Menschen in die Stabilität und Werthaltigkeit des staatliches Geldes (oder das Geldes der entsprechenden Obrigkeit) immer und immer wieder enttäuscht - präziser in vielen Fällen "gezielt verraten" - wurde.


    Der an solchen Themen Interessierte mag nur einmal auf den Umgang der Obrigkeit mit dem jüngsten Geldexperiment "europäische Einheitswährung" und den Umgang derselben Obrigkeit mit den diesbezüglich eigenen (!) EU-Verträgen schauen. Damit war es nämlich so bestellt, daß diese Einheitswährung bereits nur 10 Jahre nach ihrer Einführung gerettet werden mußte (und zwar "Whatever it takes" ...). Die diversen und schweren strukturellen Konstruktionsmängel dieser Einheitswährung wurden bis zum heutigen Tag nicht behoben.


    Zugegebenermaßen hast Du aus meiner Sicht - rein monetär gesehen - relativ wenig zu verlieren. Das ist aber fast nur eine Petitesse oder ein zumindest eher zu vernachlässigender Aspekt - vor dem Hintergrund der oben aufgezeigten Problematik und Gefahren.


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    ;(^^ Habeck'sche "legendäre" Aussage.

    Eine der "legendärsten" Aussagen vom Herrn Habeck nach meinem Dafürhalten (und nicht nur dem meinigen):

    Wie er im TV bei Maischberger als u. a. Bundesminister für Finanzen (!) erklärte (bzw. es jedenfalls versuchte ...), was eine Insolvenz ist ...

    Hänschen Rosental (Dalli Dalli TV Show) hätte früher mit dem Ausruf ins Publikum "Sie sind der Meinung das war" ... und die Antwort des Publikums "Spitze" ... abwartend mit seinem dann typischen Luftsprung verbunden und gekrönt hätte.

    Und zwar einsame Spitze.

    statt Faschismus

    Apropos Faschismus ...

    Auf diese Einlassung von Boersenfeger

    Wegen TESLA: ich möchte den Faschisten Musk nicht unterstützen

    war bedauerlicherweise auf Rückfrage (siehe hier):

    Wie verhält es sich denn bei dem "Faschisten" Musk im Verhältnis zur Union, die gemäß dem neuen Parteichef Luigi (Pantisano) der Partei "Die Linke" ebenfalls eine "faschistische" Politik betreibt ... ?

    Ist Elon Musk oder die Union faschistischer ... ? Oder beide in identischem Maße faschistisch ... ?

    Oder lag am Ende der Luigi (Pantisano) daneben ? So, wie Du vielleicht auch beim Musk ... ?

    keine Antwort zu erhalten.

    Kannst Du denn darauf - als in solchen Themen wirklich Kundiger - eine Antwort bieten ... ?


    Dir weiterhin ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !


    PS: In einer lesenswerten, wissenschaftlichen Studie (von Prof. Martin Schröder, Professor für Soziologie an der Universität des Saarlandes, und seines Teams) wurde dieser Frage nachgegangen. Für die Analyse werteten die Wissenschaftler Daten des Sozio- ökonomischen Panels (SOEP) aus, der größten und ältesten Bevölkerungsbefragung Deutschlands. Die Studie basiert auf mehr als 110.000 Einzelbefragungen von ca. 32.000 Personen und umfasst den Zeitraum von 2014 bis 2024.

    Die Zahlen zeigen, daß Sorgen wegen der Einwanderung der wichtigste Grund für die Unterstützung der Partei AfD sind - und das bereits seit der Gründung der AfD. Kein anderer Indikator sagt die Unterstützung für diese Partei im untersuchten Zeitraum so deutlich und beständig voher.

    Fazit der Studie: Um die Wahl der AfD zu erklären, erweisen sich Bildung und Einkommen als unbedeutende Faktoren. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie weisen darauf hin, daß politische Lösungsvorschläge, die auf sozioökonomische Gleichheit abzielen, nicht helfen werden, um Wähler zurückzugewinnen und die AfD kleinzuhalten.

    Eben, es gibt für alles eine Lösung.

    Eine Binsenweisheit.

    Eine Sachgesetzlichkeit dagegen: Bei jeder "Lösung" stellt sich aber - jedenfalls mir - die Frage, ob diese "Lösung" eine für mich (oder den Bürger) gute oder zumindest akzeptable ist ...

    Unabhängig von der äußerst bedeutsamen Thematik der "Informationellen Selbstbestimmung" (laut ständiger Rspr. des BVerfG ein sog. "Datenschutz-Grundrecht"):

    Ohne oder mit immer weniger Bargeld-Nutzung sieht es damit sehr bis mehr als mau aus.

    Dazu kommen die diversen, bekannten weiteren Probleme. Angefangen von der Tatsache, daß bei Bargeld (als ausfallsicherem Zentralbankgeld) Besitz und Eigentum zusammenfallen (das Ganze spielt sozusagen im Sachenrecht) und dagegen bei Einzahlung des Bargelds auf ein Konto einer Bank dann Besitz (bei der Bank) und Eigentum (beim Einzahler) auseinanderfallen und nur noch ein schuldrechtlicher Anspruch (also nicht dinglich abgesicherter Anspruch) auf Auszahlung besteht (dieser ist aber nur so gut, wie die Bank zahlungsfähig, zahlungsbereit und zahlungswillig ist ...) - über weitere Themen wie Bail-Ins (Beispiel: Zypern) und limitierte Bargeldauszahlungen pro Tag (Beispiel: Griechenland) - beide Länder waren und sind meines Wissens in der Eurozone ... - bis hin zu bizarr-kafkaesken Aspekten wie Negativzinsen auf Bankeinlagen (ohne die Alternative Bargeld in nahezu beliebiger Höhe seitens einer EZB implementierbar).


    Dir weiter nichtsdestotrotz ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Das ist doch verrückt im Jahr 2026. Unsere Enkel werden darüber lachen. :D

    Ob das "verrückt" ist und ob unsere "Enkel darüber lachen" werden scheint mir, noch zurückhaltend formuliert, nicht ausgemacht.


    Zum Realitätsbezug:

    Vor dem Hintergrund hybrider Kriegsführung, Anschlägen, Cyber-Angriffen, Blackouts etc. pp. haben jedenfalls diverse Länder und deren Zivilschutzbehörden längst eine "Kehrtwendung in Sachen Bargeld" vollzogen - und empfehlen beispielsweise schon als Krisenvorsorge eine Bargeldreserve vorzuhalten (via Broschüren beispielsweise) und/oder auch die regelmäßige Bargeldzahlung, um die Bargeld-Infrastruktur zu stärken und zu erhalten.

    Die Liste reicht von Schweden über Österreich und die Schweiz bis hin zu den Niederlande und skandinavischen Ländern wie Norwegen, Dänemark und Finnland. Selbst das deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) führt Bargeld offiziell in seinen Vorsorgelisten.

    Beispielsweise

    Die EU (inkl. EZB) praktiziert seit deutlich über 10 Jahren eine orchestrierte Zurückdrängung des Bargelds mittels einer Melange aus Be- und Einschränkungen, Nachweis - und Identifikationspflichten (noch dazu mit sukzessive immer weiter abgesenkten Obergrenzen), Abschaffung des größten Geldscheins, Barzahlungsobergrenzen, Barzahlungsverboten usw.

    Als einzelner Bürger sind die Möglichkeiten begrenzt, sich dagegen zu wehren. Für meinen Teil zahle ich zum einen bar, wann immer dies nur (und noch) möglich ist (um wenigstens dieser Entwicklung durch mein eigenes Verhalten nicht auch noch selbst Vorschub zu leisten) und zum anderen unterstütze ich Initiativen und Protagonisten, die sich für den Erhalt des Bargelds einsetzen.

    Die Gründung des "Nationalen Bargeldforums" der Deutschen Bundesbank Anfang letzten Jahres halte ich für eine ausgezeichnete Initiative, die - nach meinem Dafürhalten - längst überfällig war. Ebenso positiv sehe ich die jüngste Aktion der Österreichischen Zentralbank, die sich entschieden hat mit eigenen Geldautomaten die Bargeldversorgung der Bevölkerung zu verbessern und zu gewährleisten. Auch andere Notenbanken in Europa widersetzen sich inzwischen diesem EU-Trend (Schweden und Norwegen).


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Nur eine Verständnisfrage in dem Kontext

    ich möchte den Faschisten Musk nicht unterstützen

    Wie verhält es sich denn bei dem "Faschisten" Musk im Verhältnis zur Union, die gemäß dem neuen Parteichef Luigi (Pantisano) der Partei "Die Linke" ebenfalls eine "faschistische" Politik betreibt ... ?

    Ist Elon Musk oder die Union faschistischer ... ? Oder beide in identischem Maße faschistisch ... ?

    Oder lag am Ende der Luigi (Pantisano) daneben ? So, wie Du vielleicht auch beim Musk ... ?


    Für den interessierten Laien: Fragen über Fragen ...

    Ein Opfer der EZB ...

    Probates Procedere - in einer Analogie zum Skat und Trumpfkarten - und da es hier im Bereich "private Finanzen" spielt:

    Die Protagonisten ziehen sozusagen wechselseitig ihre belegbaren "finanziellen Trumpfkarten" (angefangen von Kontoauszügen über Depotauszüge bis hin zu Grundbuchauszügen und Belegen (Gutachten) zu Tangible Assets). Dann wird sich relativ schnell und eindeutig zeigen, ob Senior und "Onkelchen" Sovereign oder doch das "Staatsdienerlein" Schwachzockerdas besagte "Opfer" ist.

    Schon jetzt habe ich aber diesbezüglich eine ganz starke Vermutung ... :)

    Für meinen Teil schwimme ich seit Ende der 90er auf der - auch insbesondere seitens der EZB - (massiv) aufgeblasenen Geldmenge mit (und zwar nach oben - denn die "Flut hebt bekanntlich alle Boote"; so auch meine von Aktien über Immobilien und Gold bis hin zu den Tangible Assets). Könnte glatt als Vermögenspreisinflation bezeichnet werden ...

    In Deiner Welt - als vermutlich streng "Gläubiger" der (aller Wahrscheinlichkeit) auch engen bzw. strengen EMH - existieren natürlich keine Vermögenspreisblasen ... Der EZB war das aber nicht bekannt ... - hat diese doch mantraartig beispielsweise vor einer solchen in Form einer Immobilienblase gewarnt ... ^^ (ausgerechnet in der langen Ära, der von ihr selbst organisierten und orchestrierten Finanzrepression - vielleicht hätte die EZB mal einen Arbeitskreis oder eine Kommission einsetzten sollen, zwecks Ursachenforschung, wenn der Realzins weit ins Negative gedrückt wurde und Immobiliendarlehen mit einer Null vor dem Komma beim Zinssatz ... eingesammelt werden können, warum dann die Immo-Preise überproportional steigen ... ^^

    Der EU-Kommission - die sich selbst als "Hüterin der EU-Verträge" geriert und so bezeichnet, aber selbst stets diskretionär mit den eigenen EU-Verträgen umgeht - war die so aufgepumpte Immobilienblase übrigens derart suspekt, daß im Laufe der sehr langen Entstehungsgeschichte der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie (EU-WIKR) diese vom ursprünglichen Ansatz "Verbraucherschutz" für den Einzelnen zu einer "makroprudenziellen Maßnahme" die Finanzstabilität im Ganzen betreffend, mutiert ist. Entsprechend restriktiv und stringent ist die WIKR dann bei deren Implementierung in Deutschland ausgefallen (März 2016). Das wäre aber ein eigenes (trauriges) Thema. Mitarbeiter der EZB sprachen selbst davon, daß die "außergewöhnliche" und "unkonventionelle" sowie langjährig "ultra-expansive" Geldpolitik der EZB einerseits "alternativlos" (klingt nach Frau Merkel ...) sei aber leider auch "Nebenwirkungen" bzw. Kollateralschäden habe, zu denen die Sorge vor und die Gefahr einer Immobilienblase (und deren Platzen) gehört.


    Ganz generell: "Rote Fäden" konnte ich in all den langen Jahren im In- und Ausland nur wenige ausmachen. Dazu gehört aber auf jeden Fall der folgende "rote Faden":

    Unter von oben getroffenen schlechten Entscheidungen und/oder schlechter Politik leidet in aller Regel "Otto Normalverbraucher" bzw. der "Durchschnittsbürger" am ehesten und am meisten. Das gilt angefangen von Vereinen und Clubs über Verbände und Organisationen bis hin zu kleinen und großen Unternehmen sowie kleinen und großen Staaten. Zudem: Schlechtes oder gar fragiles Geld ist immer, überall und für fast alle Protagonisten ein ernsthaftes Problem.


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Sovereign du warst und bist (finanz-)gebildet.

    Vielen Dank. Das nehme ich als kleines Kompliment.

    Auch bzw. selbst das wird aber im Auge des Betrachters liegen. Kenne diverse Leute, die mehr über das Themen Finanzen vergessen haben, als ich jemals gewußt habe. In meinem Umfeld mußte ich mir zudem schon häufiger sagen lassen, daß die "Dümmsten Bauern oftmals die dicksten Kartoffeln ernten" ...

    Auch hier sehen das so manche ja komplett anders. Beispielsweise

    der standardmäßige Forentroll

    oder

    Deinem gefährlichen Halbwissen.


    In dem Kontext

    Das macht den Unterschied zu vielen Neulingen. Schau mal wieviele schon bei der Auswahl eines Welt- ETF Mühe haben. Und wieviele für AV 50-100 EUR zur Verfügung haben. Das müssen sie nicht mit Anlagen riskieren, die u.a. finanztip aus gutem Grund nicht empfiehlt.

    Bin letztens - zugegebenermaßen im Tiefflug - über das Heft "Finanzen" (Ausgabe 09/2026) der Stiftung Warentest gedonnert. Da findet sich durchaus noch so was wie ein "Pantoffel-Portfolio" (mit alternativ auch Euro-Anleihen oder Euro-Staatsanleihen den "Sicherheitsbaustein" betreffend) sowie sogar für das Risikoprofil "Offensiv" eine Beimischung von Gold. Von weiteren Varianten sprich Beimischungen im "ausgewogenen" Depot (wie Dividenden, Value, Rohstoffe, Gold, Quality usw.) ganz abgesehen.

    Aus meiner Sicht wendet sich die "Stiftung Warentest" mit dem Heft "Finanzen" gerade nicht an Experten oder Profis - sondern an den Durchschnittssparer und Durchschnittsanleger.

    Sicherlich hast Du aber Recht, wenn jemand mit lediglich 50 oder 100 € als monatlichem Sparplan agiert, daß dann eine solche "mehr braucht es nicht" Kombi die beste Lösung sein dürfte.

    Auf etwas Bares und etwas physisches Gold würde ich - ganz persönlich - aber selbst als ein solcher Kleinstsparer nicht verzichten. Aber das liegt selbstverständlich und zugegebenermaßen im Auge des jeweiligen Betrachters.

    Wichtig ist nur, dass sich Neulinge von Anleihen fernhalten. Basics sind Tagesgeld/Festgeld als Sicherheitsbaustein und 1 Welt- ETF. Dann den Sparplan durchziehen, mehr braucht es nicht.

    Klingt für mich ein bißchen arg schwarz/weiß, simpel, pauschalierend und zudem apodiktisch.

    Als "Neuling" hatte ich mich damals beispielsweise nicht von Sparbriefen, Pfandbriefen, Kommunalobligationen und Bundeswertpapieren (verschiedener Art) "ferngehalten". Da gilt eher das Gegenteil. Hatte früher sogar vereinzelt beispielsweise italienische Staatsanleihen gekauft, in dem Wissen, daß die italienische Lira zwar eine "Schrottwährung" (vornehmer formuliert eine klassische "Weichwährung") darstellt - die hatte allein von 1971 bis zur Euroeinführung 1999 (Eintritt Italiens in die EWU) um fast unvorstellbare 82% gegenüber der DM abgewertet ... - schien mir aber mit Blick auf den gebotenen Zins (um die 15%) vertretbar.

    Die oben genannten Vehikel müssen wohl zwingend unter "Anleihen" (oder "Festverzinslichen Wertpapieren" oder "Renten") subsumiert werden ... !?

    Bei dem Grand Design der letzten rund 20 Jahre (gekennzeichnet durch die gezielte "Abschirmung" via EZB ganzer Länder vom Markt, dem orchestriert und gezielt eingesetzten Instrument der "Finanzrepression" mit weit ins Negative verschobenen Realzinsen, zunehmend "interventionistischer Geldpolitik" mancher Notenbanken) in Verbindung mit einer rasant steigende Staatsverschuldung (bei jedenfalls diversen Ländern) ist aber die Frage berechtigt, ob es nicht sinnvoller ist, sich als "Neuling" davon eher fernzuhalten.

    Eine eindeutige Erfahrung aus meinem kleinen Leben aber schon sehr langen Anlegerleben: Ein Grand Design kann sich auch wieder ändern oder zum Ändern gezwungen werden.

    Basics sind Tagesgeld/Festgeld als Sicherheitsbaustein und 1 Welt- ETF. Dann den Sparplan durchziehen, mehr braucht es nicht.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Das wird im Auge des jeweiligen Betrachters liegen.


    Unabhängig von der schlichten Tatsache, daß es vor allen Dingen Humankapital braucht ... (es sei denn jemand setzt auf Lottogewinne, Roulette-Einnahmen, Schenkungen oder Erbschaften):

    Selbst als ich noch ziemlich bis relativ mittellos war, galt das für mich beispielsweise nicht. Neben einem Eigenheim "brauchte" es auch da schon etwas Bargeld, ein klein wenig Gold (beides in homöopathischer Dosierung - aber eben nicht bei Null) und die oben genannten Anleihen.


    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

    Wer so lieb darum bittet:

    Eine signifikante Fehleinschätzung und/oder Fehllinterpretation Deinerseits.


    Ohne das verinnerlichte (und vermeintliche) Motto des "Alten" (Konrad Adenauer, von 1949-1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland):

    "Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich - die anderen können mich"

    hätte ich die Jahrzehnte im Consulting gar nicht erfolgreich meistern und überstehen können.

    Warum sollte mich dann die Meinung mir völlig "fremder Dritter" in einem Internet-Forum zu meiner Person auch nur ansatzweise interessieren - wenn mich nicht einmal die diesbezügliche Meinung meiner (zahlenden (!)) Klienten interessiert hat ... !? Mein Fokus lag auf den von mir generierten Ergebnissen, nicht auf der Bewertung meiner Person.

    Ist nicht von mir

    Vielen Dank für den Hinweis. Darauf wäre ich von alleine nicht gekommen ...

    sondern von duck.ai

    Sagt mir nix bzw. Null.

    Kenne nur einen Duck, den Donald Duck ...


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Sehr lustig ist es wenn man KI mal mit einem Link auf bestimmte Nutzer des Forums füttert und dann fragt, warum einzelne hier so beliebt sind. :D

    Zum einen benötige beispielsweise ich nicht die Hilfe von KI (also künstlicher Intelligenz), um mir über "bestimmte Nutzer" hier eine eigene Meinung zu bilden (dafür reicht meine natürliche Intelligenz). :)

    Zum anderen wäre es nicht "lustig" sondern präziser beängstigend, wenn beispielsweise ich hier bei "bestimmten Nutzern" beliebt wäre ... =O


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Ohne Wertung ein paar Links zur Sicht von Maurice Höfgen:

    Ohne Wertung: Das ist meines Wissens ein (oder eher der) Protagonist, welcher für die Modern Monetary Theory (MMT) trommelt ... ?!

    Mit Wertung (beispielsweise von Prof. Otmar Issing):

    "Eine an den ökonomischen Schwachsinn grenzende Theorie, die zudem auch allen Erfahrungen der Finanz- und Währungsgeschichte sowie der monetären Ökonomik widerspricht".

    In seinen öffentlich zugänglichen Beiträgen und Interviews dieses Thema betreffend, hat sich Prof. Issing etwas subtiler aber von der Sache her vollständig kongruent zur MMT (siehe oben) eingelassen.


    Neben seinen diversen anderen Ämtern und Positionen: Prof. Issing ist ehemaliger Chefvolkswirt der EZB und ehemaliges Direktoriumsmitglied der EZB. Außerdem war Issing 1998 maßgeblich am Entwurf der geldpolitischen Strategie der EZB beteiligt.


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... ! Sollte die MMT zum Einsatz kommen: Dir ganz, ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Apropos

    DDR

    und der Beitrag Nr. 16 von Einundzwanzig zu den Ergebnissen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ...

    Das erinnert mich an ein persönliches Gespräch mit Arnold Vaatz (Jahrgang 1955, geboren in Weida) vor langer Zeit geführt.

    Arnold Vaatz ist ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter, ein ehemaliger DDR Bürgerrechtler, war 19 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion, von 1990 bis 1992 Staatsminister in der Sächsischen Staatskanzlei, von 1992 bis 1998 Staatsminister für Landesentwicklung und Umwelt

    Wie mir ein Journalist jüngst sagte, hatte Herr Vaatz das Thema und die Geschehnisse vor einiger Zeit sogar in einer TV-Doku nochmals geschildert ...

    Ende der 90er war er in der ehemaligen DDR (nunmehr bereits "Neue Bundesländer") für die CDU intensiv im Wahlkampf unterwegs. Ständiges Thema seitens der Menschen vor Ort und an den Wahlkampfständen war Helmut Kohl und sein Placet zur Aufgabe der DM gegen eine europäische Einheitswährung, was bei den allermeisten Bürgern dort auf massives Unverständnis und Widerstand stieß (siehe schon bei der Wiedervereinigung "Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh`n wir zu ihr" und "Alu-Chips in Form der Ostmark hatten wir lange genug" und "wie kann man so ein Erfolgsmodell wie die DM für ein solches Experiment wie den Euro aufgeben" etc. pp.).

    Ärger, Missmut und Widerstand bei der eigenen Wählerschaft der Union vor Ort war derart massiv, daß die Partei sich entschlosss speziell zu dem Euro-Thema eigene Flyer zu drucken u. a. mit Passagen aus den EU-Verträgen (inklusive der No-Bailout-Klausel sprich jedes Land haftet für seine Schulden selbst) und der Zusicherung an die Bürger, daß der Euro mindestens ebenso stabil wie die DM wird (Bestimmungen und Regelungen des EU-Vertrages von Maastricht und der Maastricht-Kriterien). Dennoch waren die Leute vor Ort kaum zu überzeugen oder zu beruhigen.

    Als es dann Jahre später zum Ausbruch der Eurokrise kam samt dem Umgang Deutschlands mit der sog. Eurorettung (a la Frau Merkel in der Form alles "alternativlos" ...), erschienen laut Vaatz zig Leuten an die Wahlkampfstände oder tauchten bei Veranstaltungen auf - die sich diese Flyer der CDU aufgehoben hatten und wegen den gegebenen damaligen Versprechungen und Zusicherungen nun fassungslos waren. Häufig zu vernehmender Tenor: "Ein solche Partei wähle ich nicht bzw. nie mehr" ... und auch "aus einer solchen Partei trete ich aus"


    Zum Realitätsbezug (auch im Westen):

    Gründungsmotiv der AfD im Jahr 2013 war die Eurokrise und der Umgang der Regierung Merkel mit der sog. Eurorettung. Fakt ist: Ohne die jahrelange Mißachtung der eigenen den Euro betreffenden EU-Verträge hätte es keine Eurokrise gegeben. Und ohne Eurokrise wäre auch keine Eurorettung erforderlich gewesen (schon gar nicht "Whatever it takes" ...) und - last but not least (eher entscheidend) - ohne dieses ganze politische "Gemurkse" rund um die "Einheitswährung" demnach auch keine AfD ...


    Nur am Rande aber in dem Kontext: Während diverse Medien damals von der AfD als einer Ökonomen- und Professoren-Partei schrieben und sprachen - verwandten andere (auch bestimmte politische Kreise) schon damals sehr bösartige bis übelste Zuschreibungen diese Partei betreffend. Dabei hatte die damalige AfD mit der heutigen und fraglos unleidigen AfD kaum etwas bis fast gar nichts gemeinsam ...


    Dir, andiii_98, nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Eine KI kann nur das wiedergeben, womit Du jahrelang das Internet gefüttert hast.

    Ist das so ... ?

    Eine derart gigantische Wirkmächtigkeit hätte ich mir niemals zugetraut oder gar zugeschrieben. Dazu kommt: Für das Internet habe ich erst seit wenigen Jahren so viel Zeit. Zu Deiner Hintergrundinformation: War beruflich jahrzehntelang als selbständig Tätiger unterwegs - und beispielsweise nicht als Beamter (sprich Staatsdiener) ...

    Dachte eher, die KI gibt in aller Regel eine Antwort Richtung einer "Mehrheitsmeinung" - gebildet aus vielen Quellen - wieder ... sprich den Mainstream zu jedem Thema ... ?!

    Demnach waren Eurokrise und Eurorettung samt nunmehr Lage der EZB (eher ein Dilemma) lediglich unabwendbare Naturereignisse ... oder eventuell auch nur von mir eingebildete Geschehnisse ... ?

    Lasse doch bitte wenigstens Deine Patenkinder in Ruhe.

    Diesen Deinen frommen Wunsch betreffend gilt leider das exakte Gegenteil.

    "Lieber Onkel XXXXXX, könntest Du netterweise bitte mal" ... :)

    Da in diesem Forum schon mehrfach KI ein Thema war und ist (für meinen Teil setze ich statt der künstlichen auf meine bescheidene, aber dafür natürliche Intelligenz), KI von dem eine oder anderen Protagonisten hier genutzt, befragt und (oder (begleitend bis unterstützend) verwandt wird ....

    ... hatte ich noch gestern Abend eines meiner Patenkinder (sehr technik-affin und in der KI-Nutzung versiert) per Mail gebeten, einmal die KI zu befragen, ob es bezüglich des Euro eventuell "konstruktionsbedingte Mängel" gibt und ob "die EZB sich deshalb eventuell da zum Eingreifen veranlaßt sehen könnte" (u. a. Aspekte der fiskalischen Dominanz der EZB im Spannungs- und Konkurrenzverhältnis zum Mandat der Inflationsbekämpfung sprich der Kaufkraftstabilität; hier Nr. 24 + Nr. 36 sowie an diversen anderen Stellen) .

    Hier die Antwort, die heute früh in meinem Mail-Eingang war, der KI im Original (der gebotenen Kompaktheit wegen habe ich lediglich einige erklärende und weiter ausführende Passagen weggelassen und zur Verdeutlichung einiges gefettet (mit der Empfehlung an diverse Protagonisten hier - wie andiii_98, Newb etc. pp. - da mal ein Auge draufzuwerfen):


    Die Einführung des Euro als europäische Einheitswährung gilt in den Wirtschaftswissenschaften als eines der ehrgeizigsten, aber auch umstrittensten Währungsexperimente der Geschichte. Aus ökonomischer Sicht leidet der Euro seit seiner Gründung unter fundamentalen Konstruktionsmängeln.

    1. Einheitliche Geldpolitik für ungleiche Volkswirtschaften

    a) Einheitszinssatz für alle

    b) Fehlendes Ventil der Abwertung bei Krisen


    2. Monetäre Union ohne Fiskalunion

    a) kein gemeinsames Budget

    b) Dilemma der Eigenverantwortung. Beispiel: Kippen der No-Bailout-Klausel des zur Euro-Architektur gehörenden Art. 125 AEUV: Der Kollaps eines Landes bedroht das gesamte Bankensystem der Eurozone und die Währung als Ganzes)


    3. Auseinanderdriften der Wettbewerbsfähigkeit

    a) strukturelle Ungleichgewichte

    b) interner Abwertungszwang


    4. Fatale Schleife zwischen Banken und Staaten (Doom Loop)

    Staaten retten Banken, Banken retten Staaten


    5. Konstruktionsfehler im Target2-System

    Keine börsentägliche Glattstellung, keine Hinterlegung von Sicherheiten


    Fazit: Die Eurozone bleibt ein instabiles Konstrukt, das permanent durch Notmaßnahmen der EZB und provisorische Rettungsschirme stabilisiert werden muß


    Auch wenn da diverse wichtige Aspekte noch fehlen (und das Ganze sprachlich eher medioker bis mau ist), entspricht dies meinem Kenntnisstand nach summarischer Prüfung Anfang der 90er Jahre und intensiverer Prüfung Ende der 90er Jahre. Übrigens ganz ohne jede KI ... sondern nur mit GMV (Gesunder-Menschen-Verstand).

    Bedauerlicherweise war - neben den Konstruktionsmängeln - vom ersten Tag der Einheitswährung der Mißbrauch (Dehnung, Biegung, Beugung, Bruch) der eigenen diesbezüglichen EU-Verträge (die Architektur auf der die Einheitswährung beruhen sollte ...) permanenter Begleiter dieses Währungsexperiments. Der diskretionäre Umgang mit den eigenen EU-Verträgen war der Grund, warum es 2010 zum Ausbruch der Eurokrise kam.

    Diese Lage (auch der EZB) zumindest "mit auf dem Schirm" zu haben (für meinen Teil war es vor drei Jahrzehnten Anlaß meine Asset-Allocation neu auszurichten), gehört meines Erachtens zum Thema "private Finanzen" dazu, wenn es um eine robuste und resiliente Finanz-Aufstellung geht und spezielle Themen wie Staatsverschuldung, Inflation, Geldpolitik usw.

    Nach meiner festen Überzeugung besteht vor dem Hintergrund der fiskalischen Dominanz der EZB kein Zweifel, welchem Ziel ("adäquate Inflationsbekämpfung" vs "Rettung des Euro und der Eurozone" in ihrer Existenz) die EZB im Bedarfsfall den Vorrang einräumen wird.

    Gerade weil die EZB nicht staatlich gelenkt wird, ist Inflation bei weitem kein Automatismus.

    Offiziell - sprich nach den EU-Verträgen (mit denen aber bei Bedarf diskretionär, also nach Belieben und Gutdünken umgegangen wird) - ist die EZB "nicht staatlich gelenkt" also eine von der "Politik unabhängige Notenbank".

    Realiter ist dies die EZB aber seit dem Jahr 2010 (Ausbruch der Eurokrise) und allerspätestens seit dem Jahr 2012 (Rettung des Euro "Whatever it takes") natürlich nicht mehr.

    Seitdem steht die EZB unter erheblicher fiskalischer Dominanz und stellt de facto den letzten Garant für die Existenz des Experiments "Einheitswährung Euro" dar und für den Bestand der Eurozone in der aktuellen Länderbesetzung.

    Das wäre aber die genuine und originäre Aufgabe der Politik - insbesondere der Fiskalpolitik - der jeweils zuständigen Politiker in den Euro-Mitgliedsländern. Und gerade nicht die Aufgabe einer von der Politik als unabhängig konzipierten Notenbank.

    Es ist eine Sachgesetzlichkeit, daß diese fiskalische Dominanz der EZB zumindest in einem Spannungs- oder eher sogar Konkurrenzverhältnis zu dem vertraglichen Mandat der EZB gemäß den EU-Verträgen steht (Preisniveaustabilität sprich Kaufkraftstabilität).


    andiii_98 , Deinen "Daumen runter" sprich "gefällt mir nicht" unter Beitrag Nr. 31 leite ich selbstverständlich ebenfalls gerne an die Presseabteilung des Bundesrechnungshofs (BRH) weiter (siehe schon Nr. 13). Ob diese Deine Bewertung den BRH allerdings interessiert oder sogar zu einer veränderten Einstellung und Bewertung die Finanzplanung (Haushaltsplanung) der Bundesregierung zu veranlassen vermag, dazu kann ich keine Zusicherungen oder gar Garantien abgeben.


    In diesem Sinne ...


    Euch weiterhin ganz viel Glück mit Euren privaten Finanzen ... !