Wie reagiert ihr mit euren Geldanlagen auf Trumps Mega Zölle?

  • und was machst Du dann konkret, das war die Frage. Wenn die "sicheren" dt. Staatsanleihen unsicher vom Markt gesehen werden, (von mir aus auch mit schlechterem Rating, was auch immer das Rating "wissen" will für die Zukunft), gehst Du dann in 100% Aktien? Oder in andere Assets und wenn ja welche? Bleibst Du mit den 500k bei den Anleihen obwohl unsicherer ggf bis zum Ausfall?

    Die Anleihen eines Staates sind immer als sicherer anzusehen als das Guthaben bei Banken desselben Staates. Hinzu kommt die kurzfristige Fälligkeit. Etwas sicheres gibt es aus Sicht des Angehörigen dieses Staates nicht.

  • Woher nehmt ihr das Geld zum spontanen Nachkauf? Der Notgroschen sollte dafür doch nicht angetastet werden und alles andere sollte doch bereits investiert sein (bis auf das Geld, was man monatlich benötigt) ?

    Aus meiner monatlichen Festgeldtreppe, die ich seit einiger Zeit gebildet habe. Im April beim 1. Zollbrimborium vom Trumpel, war gerade wieder etwas frei geworden. Diese investierte Summe (knapp 3500 Euro) hat sich bis heute schon um 16 % erhöht. Ansonsten ist immer ca. 4x Monatseingang an Liquidität auf dem Tagesgeldkonto. Von dort wird dann zur Not bei "Rückschlägen" etwas investiert und dann bei den nächsten Festgeld-Treppenstufen wieder aufgefüllt. Am Freitagmittag "vor" dem erneuten Trump-Fauxpas habe ich mein Depot "bereinigt" und die Postion

    IE00BZ02LR44 XT-All MSCI World

    komplett aufgelöst. Dies war eh beabsichtigt, aber nicht der Zeitpunkt. Nach 1800 Uhr habe ich das Geld umgehend wieder reinvestiert in die 3 ETF, die ich nun noch weiter bespare. Die Kauf- und Verkaufsgebühren sowie die Steuern, die fällig wurden, sind mit dem heutigen Kursanstieg bereits wieder "drin". Der Steuerfreibetrag ist schon seit einiger Zeit aufgebraucht. Es läuft also...
    Man sollte vielleicht dazu wissen, dass ich seit gut einem Jahr in Vollrente bin und neben dem süßen Leben weiterhin meine ETF besparen kann.

  • Und hier passend ein ganz tolles Video aus der Gerd-Kommer-Truppe.

    Schöne Beispiele aus der Praxis, zum Beispiel mit 90 % Gerd-Kommer-ETF und den verzweifelten Versuchen, ein Market Timing zu betreiben.


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  • Das ist ein guter Punkt. Deine Lösung ist aber m.E. falsch. Ein Immobilien-Klumpen in Deutschland wird dich wohl kaum vor politischen und steuerlichen Risiken absichern. Im Gegenteil. Wie erwähnt bist du hauptsächlich in Deutschland investiert. Das ändern ein paar Prozent BTC und Gold auch nicht.

    ja warum meints Du denn dass ich den Klumpen reduziere? Mit Immobilien habe ich mir die Werte im wahrsten Sinne des Wortes "aufgebaut". Ab jetzt werden die Werte eben verteilt, weil mir der Klumpen völlig bewusst ist. Ich sehe natürlich die Risiken durch diesen Klumpen, aber aktuell sind die für mich auch nicht groß genug, als dass ich dies sofort und dadurch Mitte 6stellig steuerschädlich machen müsste, so wie Du es siehst. Auch da unterscheiden sich halt unsere Sichtweisen und Risikobetrachtungen.

    Wenn Deutschland als unsicher (unter A) eingestuft wird, passiert das nicht in einem Vakuum, sondern hat Gründe, die sich über Jahre aufbauen. In dem Fall wären wir nicht mehr in Deutschland und hätten keine Euro mehr. Diese Flexibilität hat man mit einem Depot. Mit Immobilien und Gold nicht.

    wie kommst Du darauf, dass sich das Risiko von Staatsanleihen nicht von heute auf morgen ändern kann? Wenn morgen die Russen der EU den Krieg erklären, wird Dir der Markt (und die Ratingagenturen) sofort zeigen, wie hoch die Bonität dt. Staatsanleihen ist.

    Die langfristige reale Rendite von Gold liegt bei ca. 1%. p.a. War auch schon mal fast 2 Jahrzehnte negativ. In den letzten Jahren extrem positiv. Eine Wette eben. Ich würde heute nicht mit Gold spekulieren. Ein Zeitlupencrash wäre halt auch ein Crash und wenn man den in einem Asset hat, bringt dir die niedrige Korrelation nix.

    also der gute Hartmut Walz kommt auf 3,19% langfristig, also nach Inflation (und Steuern gibt es da ja nicht ;))

    Von hier:

    Gold Teil 1 - Prof. Dr. Hartmut Walz
    Gold und Goldbesitz werden kontrovers diskutiert. Damit Sie sich leichter im Wirrwarr der völlig konträren Empfehlungen zurechtfinden, hier mein Beitrag.
    hartmutwalz.de

    Walz versucht das rational zu betrachten und ist da auch sehr kritisch, aber das Fazit lautet so:

    • Trotzdem rate ich risikobewussten und langfristorientierten Anlegern zu einem Goldanteil in ihrem Vermögensportfolio, da dieser – zwar nicht immer, aber überwiegend – ausgleichend (diversifizierend) auf die Gesamtperformance wirkt.
    • Schließlich wären Sie sicher enttäuscht von mir, wenn ich in diesem Zusammenhang nicht auf die Lindy-Regel verweisen würde. Eine Anlageklasse, die nun schon seit über 6.000 Jahren erfolgreich glänzt, noch nie pleite gegangen ist und noch immer „lebt“, kann doch nicht schlecht sein.

    langsam gehen Dir die Experten aus die das angeblich komplett ablehnen und immer nur zu Aktien und Staatsanleihen raten.

  • Wenn morgen die Russen der EU den Krieg erklären, wird Dir der Markt (und die Ratingagenturen) sofort zeigen, wie hoch die Bonität dt. Staatsanleihen ist....

    ...und ich kann trotzdem innerhalb von wenigen Tagen mit fast meinem gesamten Vermögen das Land verlassen, während du mit deinen Immobilien und anderen deutschen Assets hoffen kannst, dass es nicht so schlimm kommt wie es kommen könnte. ;)

    Wir drehen uns im Kreis Taust. Wie gesagt, ich finde es ziemlich lustig, dass du mich über die Risiken eines konzentrierten Deutschland-Exposures aufklären willst. :D

    Ich finde deine Denke trotzdem interessant. Wären dann auch Bankeinlagen bei allen Banken sofort nicht mehr zu gebrauchen, wenn der Russe angreift? Müssten sie ja, wenn Kurzläufer ausfallen, oder?

  • ach...1948 wurden Staatsanaleihen von heute auf morgen 100:10 umgestellt, Gold ~100:80, Mieten 100:100...

    Wer damals Staatsanleihen hatte, dürfte das anders gesehen haben

    Und wer während des zweiten Weltkriegs Immobilien hatte, konnte ein paar Jahre später vielleicht Steine schleppen. Das wird immer lächerlicher...

  • Vielleicht benötigt er keine Experten, die ihm beim Denken betreuen.

    Der Taust hat die Angewohnheit bei jedem Experten genau das zu suchen, das in sein Weltbild und seine festgelegte Asset-Allokation passt. Anderes, das nicht passt, wird ignoriert. Confirmation bias halt. Ich finde es einfach nur traurig, dass sogar ein scheinbar so intelligenter Mensch es nicht schafft eine einfache, rationale Kapitalanlage aufzubauen und sich in Komplexität und Crash-Prophezeiungen verirrt. Vermutlich wird das über kurz oder lang sogar in einer teuren Stiftung enden. Spätestens die Erben werden darunter leiden. Einfach nur traurig. Mir kommen bei seinen Beiträgen immer wieder Nikolaus Braun und sein Buch ,,Über Geld nachdenken" und seine Warnungen in den Kopf.

  • ...und ich kann trotzdem innerhalb von wenigen Tagen mit fast meinem gesamten Vermögen das Land verlassen

    also wenn DU jetzt in die Prepper Ecke gehen willst: warum solltest Du Dein Aktien Depot im Fall der Fälle vor staatlichem Zugriff schützen können? Dafür müsstest Du schon jetzt vorsorgen und zweite Staatsbürgerschaft besorgen und damit ein Auslandsdepot anlegen.
    Nur Auslandsdepot in z.B. USA und nur dt. Staatsbürger wird nicht reichen im Fall der Fälle

    Wenn es Dir also darum geht, dann kann ich Dir zu 100% BTC raten...damit kannst Du nackt über die Grenze...die Seed im Kopf reicht ;)

  • Wenn morgen die Russen der EU den Krieg erklären, wird Dir der Markt (und die Ratingagenturen) sofort zeigen, wie hoch die Bonität dt. Staatsanleihen ist.

    ...und ich kann trotzdem innerhalb von wenigen Tagen mit fast meinem gesamten Vermögen das Land verlassen

    Das wird definitiv nicht möglich sein.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Der Taust hat die Angewohnheit bei jedem Experten genau das zu suchen, das in sein Weltbild und seine festgelegte Asset-Allokation passt.

    ne, ich habe die Asset Allokation die mir für meine Ziele richtig erscheint. Und irgendwie sehen das die "Experten" halt auch so, gerade wenn es um Vermögensschutz geht. Du willst halt offenbar vermehren und die Risiken dabei bewertest Du anders als ich, ist doch völlig ok.

    Ich will Dich nicht belehren, sind Deine Ziele und Deine Risikoeinschätzungen, aber ich lasse mich auch nicht von Dir belehren wie dumm das alles sei und ich sei ein dämlicher Schwurbler, denn das sagst nur Du über mich und meinen Weg, ich nicht über Dich und Deinen...

  • Das wird definitiv nicht möglich sein.

    Hast du das schon mal gemacht? Ich schon.8)

    Es sei denn du gehst davon aus, dass man nach Kriegserklärung keine 3 Tage mehr hat und alle Konten sofort eingefroren werden. War bisher zwar nirgends so, aber alles ist möglich in Schwurbelistrien.;)

    (Ich gehe übrigens nicht von so einem Szenario aus. Die Crash-Prophezeiung bzgl. eines möglichen Ausfalls deutscher Staatsanleihen am kurzen Ende kommt nicht von mir).

  • Ich will Dich nicht belehren, sind Deine Ziele und Deine Risikoeinschätzungen, aber ich lasse mich auch nicht von Dir belehren wie dumm das alles sei und ich sei ein dämlicher Schwurbler, denn das sagst nur Du über mich und meinen Weg, ich nicht über Dich und Deinen...

    Nicht deine Asset-Allokation, sondern deine Aussagen zur Ausfallwahrscheinlichkeit kurzlaufender Staatsanleihen mit AAA ist Sprech aus der Schwurbler-Ecke. Sehen deine Experten übrigens auch so. Aber fällt bei dir durchs Sieb, nicht wahr? ;)

  • Hast du das schon mal gemacht? Ich schon.8)

    Es sei denn du gehst davon aus, dass man nach Kriegserklärung keine 3 Tage mehr hat und alle Konten sofort eingefroren werden. War bisher zwar nirgends so, aber alles ist möglich in Schwurbelistrien.;)

    Wenn sich eine geopolitische Eskalation abzeichnet, bist du längst nicht der Einzige, der auf die Idee kommt, Geld außer Landes zu bringen. Genau in solchen Momenten reagieren Staaten (und Banken) schnell mit Kapitalverkehrskontrollen, eingefrorenen Überweisungen oder Auszahlungsbeschränkungen – siehe Zypern 2013 oder Griechenland 2015.

    Dazu kommt: Im Verteidigungs- oder Spannungsfall kann der Staat rechtlich Ausreise- und Kapitalbewegungen beschränken, Banken schließen oder Zahlungen blockieren. Selbst wenn du technisch alles „digital“ hast, brauchst du funktionierende Infrastrukturen (Banken, SWIFT, Broker).

    Wer glaubt, man könne im Kriegs- oder Krisenfall einfach per Mausklick sein Vermögen in Sicherheit bringen, denkt zu naiv. Liquidität ist nur solange echt, wie das System stabil ist.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Im Verteidigungs- oder Spannungsfall kann der Staat rechtlich Ausreise- und Kapitalbewegungen beschränken, Banken schließen oder Zahlungen blockieren. Selbst wenn du technisch alles „digital“ hast, brauchst du funktionierende Infrastrukturen (Banken, SWIFT, Broker).

    Hast du konkrete Beispiele wie das in den ersten Wochen nach einer Kriegserklärung in den vergangenen 120 Jahren in den einzelnen Ländern war? In der Ukraine läuft es bis heute noch...:/

  • Nicht deine Asset-Allokation

    Die ganze Zeit tust Du das. Immos, Gold, BTC … alles falsch und Mist lt Dir. Liest Du Dein eigenes Zeug nicht?

    sondern deine Aussagen zur Ausfallwahrscheinlichkeit kurzlaufender Staatsanleihen mit AAA ist Sprech aus der Schwurbler-Ecke.

    Dann ist der Markt also auch Schwurbler, denn der gibt Dir sogar eine Rendite. Keine Rendite ohne Risiko, oder gilt das hier nicht? Und das ist sogar nur das Marktrisiko, noch nicht mal das politische das es eben auch gibt. Und steuerliche und regulatorische…Die sind halt da und ich will mein Vermögen auch dagegen schützen und das geht halt wie immer am besten durch Diversifikation… Du willst das halt nicht, ist doch ok.

  • Dann ist der Markt also auch Schwurbler, denn der gibt Dir sogar eine Rendite. Keine Rendite ohne Risiko, oder gilt das hier nicht?

    Das hast du jetzt schon so oft gesagt. Und du wiederholst es dauernd.

    Was soll das? Irving liegt hier völlig richtig.

    Gruß von meiner Frau (die macht das beruflich).

    Dass einjährige deutsche Staatsanleihen rund 2 % Rendite bieten, hat mit „Risikoaufschlag“ praktisch nichts zu tun. Der Zins setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem realen risikolosen Zins, den Inflationserwartungen und ggf. einer minimalen Laufzeitprämie. Bei Bundeswertpapieren dieser Laufzeit ist das Ausfallrisiko faktisch null – Deutschland gilt als Emittent mit höchster Bonität, und der Markt behandelt diese Anleihen als Referenz für den risikolosen Eurozins. Die 2 % spiegeln daher in erster Linie die geldpolitische Lage und erwartete Inflation wider, nicht eine Entlohnung für Risiko. Ein positiver Zins ist ökonomisch also kein Beweis für Risiko, sondern schlicht der Preis für den Verzicht auf Liquidität und Kaufkraft über die Zeit.