Auflagen für Balkonkraftwerk

  • Richtig, ein seriöser Handwerker wird sich aber auch den Rest anschauen - zumal er eh aufs Dach muss, um die Verkabelung zu prüfen.

    Wenn nur die Anmeldung als Dienstleistung gefordert ist, dann wird und muss der Handwerker (also Elektriker) mitnichten auf dem Dach rumkrabbeln.

    Zumal, was willst du bei fertig konfektionierten Kabeln und Steckern großartig prüfen?

    Hier im Haus habe ich genug Pfusch und Schlampigkeit von offiziell zugelassenen, also „seriösen“ Handwerkern gesehen. Die Arbeiten, die ich selber ausführe, sind deutlich ordentlicher und hochwertiger ausgeführt.

  • Die Anmeldung für Balkon Solar geht ohne Elektriker. Direkt im stammregister.

    https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR/Assisten…rierungSolarArt

    Und das ist ein Punkt, den ich - angesichts der Gängelei von "normalen" Anlagen - nicht nachvollziehen kann.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Und das ist ein Punkt, den ich - angesichts der Gängelei von "normalen" Anlagen - nicht nachvollziehen kann.

    Warum? Abgesehen ist es eine recht neue Entwicklung, bis vor etwa einem Jahr mussten auch Balkonkraftwerke beim Verteilnetzbetreiber angemeldet werden.

    Zum Glück hat man hier die Möglichkeit zum Bürokratieabbau gesehen und genutzt.

  • Warum? Abgesehen ist es eine recht neue Entwicklung, bis vor etwa einem Jahr mussten auch Balkonkraftwerke beim Verteilnetzbetreiber angemeldet werden.

    Zum Glück hat man hier die Möglichkeit zum Bürokratieabbau gesehen und genutzt.

    Naja, wenn ich vergleiche:

    Ich (normale Anlage):

    konzessionierter Elektriker, Smart Meter, bei neueren Anlagen kann die Einspeisung gedrosselt werden.

    Mein Vater (BKW):

    Schuko-Stecker, normaler Stromzähler, Einspeisung interessiert nicht.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Naja, wenn ich vergleiche:

    Ich (normale Anlage):

    konzessionierter Elektriker, Smart Meter, bei neueren Anlagen kann die Einspeisung gedrosselt werden.

    Mein Vater (BKW):

    Schuko-Stecker, normaler Stromzähler, Einspeisung interessiert nicht.

    Es sind halt maximal 800 Watt Erzeugungsleistung und in der Regel noch weniger Einspeisung. Damit also nichts, was für den Verteilnetzbetreiber wahnsinnig relevant wäre.

    Ich muss beim VNB ja auch nicht vorher anmelden, wenn ich meinen Staubsauger einstecke und auf dem Herd alle vier Kochzonen verwende.

    Und was ist im Schuko-Stecker so schlimm? Backöfen und Waschmaschinen sind auch mit Schuko-Stecker angeschlossen und ziehen auch - für längere Zeiten deutlich mehr Strom.

    Bei Anmeldung im Marktstammdatenregister werden wohl VNB und Messstellenbetreiber informiert, so dass allenfalls ein Zähler mit Rücklaufsperre installiert werden kann.

  • Und was ist im Schuko-Stecker so schlimm? Backöfen und Waschmaschinen sind auch mit Schuko-Stecker angeschlossen und ziehen auch - für längere Zeiten deutlich mehr Strom.

    Aus einer üblichen Steckdose kommt Strom raus. Die stromführenden Teile sind verdeckt, und sobald der Stecker Kontakt bekommt, kommt man mit dem Fingerchen nicht dazwischen. Ein metallisch blanker Stecker eines ausgesteckten Elektrogeräts ist stromlos und kann daher gefahrlos angefaßt werden.

    Das ist bei einem Balkonkraftwerk anders: Aus dem kommt Strom raus; es könnte auch Strom rauskommen, wenn es nicht eingesteckt ist. Somit besteht prinzipiell eine Berührungsgefahr, die man mit einer geeigneten Steckerkontruktion minimieren könnte.

    Erst seit relativ kurzer Zeit ist die Elektronik eines Steckerkraftwerks so ausgelegt, daß sie erst dann Strom abgibt, wenn an den Steckerstiften extern Spannung anliegt, wenn der Stecker also eingesteckt ist. Das ist aber eine verhältnismäßig neue Entwicklung. Die ersten Balkonkraftwerke konnten das noch nicht.

  • Das ist bei einem Balkonkraftwerk anders: Aus dem kommt Strom raus; es könnte auch Strom rauskommen, wenn es nicht eingesteckt ist. Somit besteht prinzipiell eine Berührungsgefahr, die man mit einer geeigneten Steckerkontruktion minimieren könnte.

    Erst seit relativ kurzer Zeit ist die Elektronik eines Steckerkraftwerks so ausgelegt, daß sie erst dann Strom abgibt, wenn an den Steckerstiften extern Spannung anliegt, wenn der Stecker also eingesteckt ist. Das ist aber eine verhältnismäßig neue Entwicklung. Die ersten Balkonkraftwerke konnten das noch nicht.

    Der so genannte NA-Schutz ist seit 2012 Pflicht.

    Zudem gelten die vereinfachten Normen (also Anschluss auch mittels Schuko-Stecker erlaubt) ja nur für neue Anlagen, d.h. bei diesen ist der Schutz dann also so oder so vorhanden.

    Abgesehen davon benötigen auch Wechselrichter ohne NA-Schutz eigentlich die Netzfrequenz vom Stromnetz, um netzseitig Strom abgeben zu können.
    Nur Anlagen mit Inselmodus können die nötige Netzfrequenz selber erzeugen.

    Und generell sollte man die Kontakte mit einem Schuko-Stecker nicht unbedingt anfassen, nachdem man das Gerät unmittelbar vom Netz getrennt. Auch bei Staubsaugern und ähnlichen Geräten kann man dabei noch ganz ordentlich eine „gewischt“ bekommen.

  • Der so genannte NA-Schutz ist seit 2012 Pflicht.

    Juristisch gesehen ist das vorgestern. Da ist es doch klar, daß verschiedene Leute sich noch nicht daran gewöhnt haben. Kommt, aber braucht Zeit.

    :)