Beiträge von JackDawson

    Das ist jemand, der neben seiner Tätigkeit als Abgeordneter noch so viel Zeit hat, über Nebentätigkeiten eine halbe Mio. pro Jahr zu erwirtschaften und dann in einer Bundestagsdebatte formuliert "sie stinken nach Neid"... Ob das dann ein geeigneter Ansprechpartner in solchen Fragen ist?

    Ich glaube, wir wären im Allgemeinen besser dran, wenn wir die Botschaft nach dem Inhalt beurteilen würden statt nach der Person, die sie ausspricht.

    Wenn man mit III/V jeden Monat 100€ netto mehr hat als mit IV/IV + Faktor muss man dieses Geld nach der Einkommensteuererklärung zurückzahlen. In einer Summe, und wenn es dumm läuft verbunden mit künftigen Steuervorauszahlungen. Was ist daran denn besser?

    Nicht zwingend. Es kommt ja auch immer darauf an, wie gut man sich arm rechnen kann. Ich musste mit III/V die letzten Jahre nie etwas zurück zahlen.

    Klar, das wird nicht von heute auf morgen funktionieren. Und wer 20 Jahre kaum Veränderungen erfahren hat, wird nicht 1 Tag später begeistert und leicht alles komplett umstellen.

    Meine Erfahrung als Personalrat: Das Personal ist weniger das Problem, das freut sich über gut gemachte(!) technische Lösungen, die die Arbeit erleichtern. Das Problem ist einfach, dass ein Prozess in Behörden Jahre dauert.

    Ich glaube (zumindest, soweit ich die Arbeitsweise von Behörden selbst erlebe), dass über mindestens 20 Jahre versäumt wurde, auch nur einigermaßen mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten.

    Wenn ich an meine Arbeitsweise von vor 20 Jahren zurückdenke und mit der von heute vergleiche, liegen Welten dazwischen. Und entsprechend stark sind die Ergebnisse gewachsen.

    Das kommt noch dazu, wobei man das Problem mittlerweile erkannt hat. Aber hole mal eben 20 Jahre auf...

    Ungerecht wird es, wenn die Aufteilung in der Familie falsch läuft. Wenn beispielsweise beide von ihrem Netto den gleichen Beitrag in die Haushaltskasse einzahlen und jeder "seinen" Rest für sich behält, dann läuft es schief und der Niedrigverdiener kann viel zu wenig für seine Rente zurücklegen.

    Richtig. Und das ist genau der Bereich, in den der Staat nicht eingreifen kann. Deshalb ist Finanzbildung so wichtig.

    Ach komm, je nachdem, welche inhaltliche Position man hat, kann man solche Schätzungen fast beliebig steuern.

    Das Problem ist, dass in den 90ern schon massiv Personal in der Bundesverwaltung abgebaut wurde und bereits ohne neue Aufgaben schon Personal fehlt. Von daher kann man eigentlich nicht mehr abbauen, ohne dass es zu Lasten der Aufgabenerledigung geht.

    Was man allerdings abbauen könnte (und der Wirtschaft helfen würde) wären Berichtspflichten und die damit verbundenen Stellen. Stichwort statistisches Bundesamt.

    Wenn IV / IV die Grundeinstellung ist und Abweichungen beantragt werden müssen, dann fragt man sich doch welche Kampagne dazu führt, dass die ganze Welt und deren Mutter meint Abweichendes veranlassen zu müssen, zumal regelmäßig nur die Liquidität bis zum Steuerbescheid betroffen ist.

    Wenn dir jeden Monat z.B. 100 Euro fehlen, die du mit III/V hättest z.B.

    Ich dachte, das Zitat stammt aus der Bibel - konnte es aber nicht finden(?!)

    Sagt mir nichts.

    Die Frage ist nur, wer bereit ist, das Thema nüchtern zu betrachten.

    Das wird durch die Presse mit sensationsheischenden Schlagzeilen quasi unmöglich gemacht. Egal wie man zur Rente für besonders langjährige Versicherte steht, die ständige Argumentation mit Dachdeckern und Pflegekräften ist stark simplifiziert und nicht sonderlich sachlich.

    Derzeit fehlt es schlichtweg an einer sinnvollen Perspektive. Es wird viel zu sehr in immer selben Schemata gedacht und gehandelt.

    Dem stimme ich zu. Daran dürfte sich aber nichts ändern, da sind gewaltige Beharrungskräfte von allen Seiten am Werk.

    Was meinst du mit "leisten können"? Den rechtmäßigen Steuerabzug auf seine steuerpflichtigen Einkommen?

    Damit meine ich, mit dem monatlichen Netto über die Runden zu kommen, bis der Steuerbescheid kommt. IV/IV heißt eben zunächst monatlich weniger netto.

    Aber wenn - wie oben an einer Stelle erwähnt - die eigene Lohnersatzleistung (da für's Netto ermittelt) nicht heruntergeschraubt werden soll, dann müsste man zu diesem Zweck IV / iV wählen.

    Es sieht so aus, als ob man nicht alles gleichzeitig haben kann.

    Vielleicht wäre es Frauen-freundlicher, wenn man die Berechungsgrundlage der Lohnersatzleistungen entsprechend ändern würde.

    Da stimme ich zu.

    Im Gegenteil kommt dann der Hammer nach der Steuererklärung. Den muss man sich erst recht mit einmal leisten können.

    Nicht zwingend. Es kommt ja auf die inidividuelle Konstellation an (Abschreibungen, Verluste usw.).

    Ich verstehe deinen Punkt, durchaus. Wer aber das Geld nicht hat, bis zur Steuererklärung vorzustrecken, dem hilft Faktor nicht. Und diese Konstellationen gibt es leider.

    Das Ganze wird enden, wenn der Kunde endlich mal mit dem Geldbeutel abstimmt. Aber man braucht sich nur anzuschauen, welche Preisunterschiede teilweise bei Tankstellen in Sichtweite bestehen, ganz zu schweigen zu der in der Nebenstraße 500m weiter...gibt noch genug Kunden, denen offenbar alles egal ist und solange das der Fall ist, wird es die Mittagsspitze weiter geben.

    Und natürlich das typische "Ich tanke, wenn der Tank leer ist"-Verhalten.

    Was an der Diskussion noch fehlt: Es haben nicht alle Familien den Puffer, erst einmal mit IV/IV dem Staat zinslos Geld zu leihen und nach einem Jahr wieder zu bekommen. Wer spitz auf Knopf lebt, möchte im April Lebensmittel einkaufen und nicht wenn die Steuererstattung im November kommt.

    . Aber wenn 2045 (vermutlich ist das auch so) nicht genug Wasserstoff da ist, machen wir die letzten Prozente der Energiemenge halt weiter mit Gas und haben ein verfehltes Klimaziel. Wir werden die Klimaziele so oder so an diversen Stellen reißen. Strom zu defossilisieren ist noch der einfache Teil.

    Aaaaber, das kann und darf doch gar nicht sein. Weil dann ja die Freiheit der nachfolgenden Generationen so stark eingeschränkt ist wegen der Apokalypse und so. Sprach zumindest die grüne Verfassungsrichterin Britzer.

    Migrationshintergrund hat aber empirisch rein gar nichts mit Kompetenz oder gar mangelnder Kompetenz zu tun, das haben große Kohortenstudien wie PRISE gezeigt. Da wurden über Jahre der Schulentwickulung hinweg multidimensional Intelligenztests etc gemacht. Die kognitive Leistungsfähigkeit ist unabhängig von Herkunft (auch bei inländischen Kindern im Übrigen). Ursachen für die Unterschiede beim Outcome liegen an der Instituition Schule und den Zuschreibungen (auch der Lehrkräfte) an Defizte qua Migrationshintergrund und sozialer Herkunft.

    Es gibt auf jeden Fall eine Korrelation. Ich glaube nicht, dass sie eine Kausalität ist, vielmehr dürfte das Problem im Bereich Sozialfaktoren (Elternhaus (insbesondere Bildungsniveau), Umfeld, finanzielle Voraussetzungen etc.) liegen.

    Ich würde daher doch zunächst mal erwarten, dass man genau analysiert, warum das Bildungsniveau heute offenbar schlechter ist wie vor 40 Jahren bzw. stetig sinkt. Waren die Lehrpläne früher effektiver? Lag es daran, dass es früher nahezu 100% deutsche Muttersprachler in den Klassen waren (zumindest bei uns auf dem Land)? Lag es daran, dass Kinder früher ohne ständige Medienbeschallung aufgewachsen sind? Das Bücher gelesen wurden?
    Ich weiß es nicht. Ich bezweifle aber, dass ein simples 'wir Pumpen mehr Geld ins Bildungssystem' die Lösung für alle Fragen ist.

    Unpopuläre Antwort, aber:


    Schüler mit Migrationshintergrund schneiden in Deutschland wesentlich schlechter ab als Schüler ohne. Deutsche Schüler ohne Migrationshintergrund kommen bei der naturwissenschaftlichen Kompetenz beispielsweise auf 521 Punkte. Der OECD-Durchschnitt für Schüler ohne Migrationshintergrund liegt hier bei 495 und der EU-Durchschnitt bei 489 Punkten.

    https://www.n-tv.de/panorama/Schue…id31281322.html