121 verkäufe bei ebay mit ca 11000 €

  • Hallo zusammen,

    Hier ist ja bislang einiges zusammengetragen worden.

    Ich möchte das Thema jetzt nicht neu aufmachen , nur ich befinde mich in etwa der selbigen Position und würde gerne mal eure Meinung dazu hören.

    Ich verkaufe seit 3-4 Jahre Teile meiner privaten Sammlung, hauptsächlich einzelne Briefmarken und Postkarten. Die Stücke stammen aus langjährigem Privatbesitz meiner Großmutter. Ein An/Einkauf zum Weiterverkauf findet nicht statt. Ab und zu verkaufe ich mal zusätzlich was für Bekannte, Freunde und Familie.

    Die Verkäufe erfolgen ausschließlich über meinen privaten eBay-Account in Form von Auktionen. Ich stelle in der Regel einmal pro Woche Artikel ein, die jeweils sieben Tage laufen. Ein Großteil der Verkäufe liegt im Niedrigpreissegment (oft unter 10 €), wodurch sich über die Menge eine höhere Anzahl an Transaktionen ergibt. In Zahlen: 900 Verkäufe und rund 10000€ Im Jahr 2024. Das selbige in etwa für das Jahr 2025.

    Mir stellt sich die Frage, ob meine Tätigkeit noch als private Vermögensverwaltung bzw. Sammlungsauflösung bzw. als Liebhaberei gilt oder ob hier bereits von einer gewerblichen Tätigkeit ausgegangen werden könnte.

    Ich habe das mit dem Transparenzgesetz nicht so ernst genommen bislang, aber ich habe ein schlechtes Bauchgefühl.

    Für Einschätzungen und Meinungen wäre ich sehr dankbar.


    Vielen Dank und Grüße!

  • Mir stellt sich die Frage, ob meine Tätigkeit noch als private Vermögensverwaltung bzw. Sammlungsauflösung bzw. als Liebhaberei gilt oder ob hier bereits von einer gewerblichen Tätigkeit ausgegangen werden könnte.

    Ich habe das mit dem Transparenzgesetz nicht so ernst genommen bislang, aber ich habe ein schlechtes Bauchgefühl.

    Hallo bosko,

    höre auf dein Bauchgefühl! Rund 900 Transaktionen/Jahr sind fernab jeder privaten Vermögensverwaltung. "Liebhaberei" kommt ohnehin nicht in Frage, dazu bräuchtest du dauerhafte Verluste ohne Gewinnerzielungsabsicht.

    ebay meldet gemäß der EU-Richtlinie DAC7 Überschreitungen von 30 Transaktionen oder 2.000 € Umsatz an das Finanzamt (siehe hier).

    Viele Grüße und Willkommen im Forum:)

    brauninho

  • Rund 900 Transaktionen/Jahr sind fernab jeder privaten Vermögensverwaltung.

    Ich nehme die Angaben von Bosko23 jetzt mal einfach wörtlich. Warum sollte der Verkauf meiner privaten Sammlung (egal, ob ich diese geerbt oder vor Jahren/Jahrzehnten selber gekauft habe) keine Veräußerung meines privaten Besitzes ein?

    eBay wird das melden müssen, dann wird im Zweifel das Finanzamt auf mich zu kommen und ich muss ihnen irgendwie plausibel belegen, woher ich die verkauften Sachen habe.

    Hier sollte u.U. das Erbe belegbar sein. Sollte dann keine Briefmarkenrolle in 200 Einzelmarken verkauft werden, sondern überwiegend Einzelstücke, ist das keine gewerbliche Tätigkeit. Das lässt sich trivial (außer Elster meckert bei 900 Screenshots mal wieder über zu große Anhänge) durch eine Angabe der Verkäufe belegen.

    Zumindest Briefmarken zählen zu den Wertsachen, deren Verkauf nach einem Jahr steuerfrei ist:

    Steuerfallen vermeiden: So verkaufen Sie Bitcoin, Münzen, Schmuck und Gemälde - Finanztip News
    Weil es seit Jahren praktisch keine Zinsen gibt, schauen sich viele nach Alternativen um. Und mancher lässt sich verleiten, in Sachwerte zu gehen, wie Schmuck,…
    www.finanztip.de

    sowie

    Privatverkauf Steuer
    Wann die Steuer bei Ebay & Co. zuschlägt
    www.finanztip.de
Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen