Wie kommst du auf Quereinstieg? Und dann auch noch am unteren Rand? Warum?
Weil das wieder mal meine persönliche Scheuklappen als Informatiker sind, bzw. es dies auch schon mit 50 war.
Entweder ich finde in meinem Konzern etwas Neues (da kennt man mich, meine Arbeitsweise, ich habe/hatte zumindest ein kleines Netzwerke dort) oder ich bin offen für anderes. Und genauso bin ich mit 49 dort zu einem neuen Job gekommen.
Extern wäre ein neuer Job zu vergleichbaren Konditionen nichts geworden. Nach 15 Jahren "Gefangenschaft" in alter Technik, die außerhalb von unserem Konzern nahezu niemand mehr anwendet, hätte ich mich bei keinem fremden Betrieb mehr ohne persönliche Verbindungen bewerben brauchen.
Damit blieb für mich entweder massive Weiterbildung plus Umzug (da hier in der Gegend keine entsprechenden Betriebe sind) oder die Umschulung auf etwas, das meine Lebenshaltungskosten sichert, meinen Wohnort beibehält und mir ggf. sogar noch Spaß macht.
Wenn Du Lokführer und co. als "unteren Rand" siehst, mag das für Dich stimmen. Für mich wäre das einzig eine extreme Umgewöhnung in Sachen Arbeitszeiten gewesen. Für den Verkäuferjob (zum genannten Stundenlohn) fehlt mir die passende Ausbildung, und auch die wird bei der Bahn besser vergütet wie im Handel.
Werden wir dann alle sozial nach unten durch gereicht, super!
Ich kenne weder Deine Aus- und Weiterbildung, Deinen Wohnort, Deine Verbindungen zu anderen Firmen, die AG-Landschaft in Deinder Umgebung oder Deine Umzugswillen.
würde ich doch nicht schon vorab Reißaus nehmen.
Wer spricht von Reißaus?
Falls ich das Arbeitsangebot in meiner Region grob abschätzen kann und ortsmäßig eher unflexbel bin/sein möchte, sind auch 12 Monate Sucherei schnell rum. Ich erwarte nicht, nach 2 Jahren (max ALG1 mit 58) noch eine vergleichbare Stelle wie vorher zu bekommen.
Also habe ich mir lieber vorher Gedanken gamacht, was als Altrernative in Frage kommt und hätte diesen Weg spätestens nach 2/3 der ALG1 Zeit eingeschlagen, wenn ich vorher nichts passendes gefunden hätte (vergleichbar zu 2003, wo nach ein paar Monaten erfolgloser Suche in meiner Region die Suche auf das Bundesgebiet erweitert wurde). Für mich wäre eine Umschulung mit anschließenden 3600€ Brutto erstebenswerter gewesen wie mich (ohne hohe Abfindung) als Privatier bis zur Rente durchzuschlagen oder in die Selbstständigkeit zu flüchten.
Ich lebe mittlerweile freiwilig von den erwähnten 3600€ Brutto/Monat ohne mich irgendwo einzuschränken und ohne das als Abstieg zu sehen.