Beiträge von fotoman

    Sofern ihr beide mit den Eltern gut klarkommt und davon ausgeht, dass das auch in Zukunft noch so sein wird, würde ich zu Version 2 tendieren.

    Das wäre auch meine Option. Allerdings ohne die Eltern und das zu erwartende, langfristige Verhältnis zu den jungne Leuten zu kennen.

    Kritikpunkt von meiner Seite aus wäre das sich die Doppelhaushälfte mitten in einer Siedlung befindet

    Da Du ein freistehendes Haus im Grünen möchtest, ist das wohl nichts für Dich. Pers. würde mich eher die Einliegerwohnung abschrecken. Wenn schon Haus, dann will ich in diesem auch nur mit der eigenen Familie wohnen. Das wäre dann auch der Grund gegen Option 1. Aber nur Du kennst Deine Eltern und eure Verhältnis zu diesen.

    Pers. würde ich das auch von der Lage abhängig machen. Wo ist Option 2 und 3, wie ist dort die Versorgung (angefangen von Lebensmitteln ohne jedesmal mit dem Auto/ÖPNV fahren zu müssen, Kita, Schule, Ärzte usw.).

    Und da Du von "langfristig" sprichst. Wie gut sind die beiden Bestandsbauten altersgerecht umbaubar/bewohnbar.

    Als Ehepaar könntest du diese auch gemeinschaftlich decken.

    Das ist hiernach irrelevant, da sie auf eigenen Füßen stehen möchte:

    Yosemite
    11. Oktober 2026 um 22:55

    Wenn ich 90.000 Euro besitze, kann ich mir mit meiner Logik kaum Aktien leisten, wenn ich hingegen 1 MIO besitze, kann ich ja quasi 90 % in Aktien belassen, oder?

    Wenn Du die 1 Mio besitzt, dann würde in den allermeisten Szenarien auch Tages-/Festgeld ausreichen. Genauso könnte man nahezu 100% in Aktien halten und nur die Entnahme für z.B. ein Jahr im Tagesgeld halten. Dass ein breit gestreuter Welt-ETF langfristig unter -50% des aktuellen (oder Deines All Time High) fällt, gab es zumindest historisch noch nicht.

    Wenn das Deine realen Werte sind, Glückwunsch.

    Ich mache meine Aktienanteil von meiner Entnahmestrategie, meiner gewünschten und/oder benötigen Entnahmehöhe und meinem befürchteten Marktcrash abhängig. Und auf der Basis, dass mein Depot auch mit 90 aufgebraucht sein darf, wenn der Markt noch schlechter läuft wie von mit gedacht.

    Meine Verteilung wird sich über die Entnahmejahre jedenfalls verändern, genauso wie der zu entnehmende Betrag (ohne Betrachtung der Inflationsanpassung), da er nicht (nur) meine zwingenden Lebenshaltungskosten decken wird.

    Im Falle eines Crashs, der sich erst nach 15 Jahren erholt, würde ich folglich 90.000 Euro benötigen, um mein Aktiendepot entsprechend zu schonen.

    Benötigst Du mental so eine hohe Sicherheit?

    Was für ein 15-Jahrescrash soll das sein? Der Weltmarkt fällt morgen um 50% und bleibt dort exakt 15 Jahre? 2000-2015 verlief grundlegend anders, damals war der Welt-ETF zwischendrin fast wieder beim Ausgangszeitpunkt 08/2000. Damit hätte man eine mehrjährige Rücklage mittendrin mit nur ein paar Prozent Verlust gegenüber 08/2000 wieder auffüllen können. War dann nicht 08/2000 sondern 01/2000 die Berechnungsgrundlage für die feste Entnahme, kamen nochmal knapp 10% Gewinn bis zu Start des Crashes dazu.

    Und schon hängt es von der konkreten Entnahmehöhe im Vergleich zum Gesamtvermögen ab, wie die Verteilung sein darf, um trotz einer zwingenden Mindestentnahme nicht pleite zu gehen. Diese Verteilung wird sich in Deinem Crash-Szenario aber auch regelmäßig ändern.

    Klingt bei ggf. 775 EUR p. A. (Summe Einzahlung plus Zulagen) ungefährdet.

    Wer Spaß an dem Aufwand hat, soll es halt tun.

    Wenn das bis mind. 68 (Start mit 60+, 8 Jahre Kinderzuschlag) laufen soll, muss man halt auch danach noch etwas vom dem (voll zu versteuernden) Geldsegen haben. Und das natürlich ohne den denkbaren, aber natürlich immer nur im privaten ETF Depot erwarteten, temp. Kurseinbruch.

    Auch ohne nur ansatzweise durch deine Angaben durchzusteigen impliziert "Rentenversicherungspflicht" für mich, dass es die Zulagen (mit oder ohne Kinderzuschlag?) nur so lange gibt, wie diese Rentenversicherungspflicht besteht? Wer weiss, ob jemand mit 60+ mit 63 oder 67 in Rente gehen wird? Oder gibt es alle Zuschläge im AV-Depot bis zum Jahr vor der Auszahlung, also max. 69?

    Ist schon lustig, wie hier ein kurzfristiges AV Depot Dank der Zulagen schöngerechnet wird, an anderen Stellen BAVs aber, auch bei höheren Zulagen des AG, grundsätzlich schlecht sind.

    kann ich bei finanztip Einschätzungen finden, ob die Anlage eines solchen staatl. AV-Depots selbst mit 60+ noch sinnvoll ist?

    Das ist für mich auch kein Wunder, da es m.M.n. von viel zu vielen pers. Faktoren abhängt. Die Auszahlung muss zwischen 65 und 70 beginnen. Wenn Du nicht auf alle Zulagen verzichen willst (wie von Tomarcy angedeutet), hast Du die Wahl zwischen 20 Einmalbeträgen und einer Rente. Willst Du mit 60+ die 8 Jahre Kinderzuschlag abgreifen, gibt es die Auszahlung also frühestens mit 68 (Beging mit 60 ohne plus), womit die 1/20 Auszahlung also bis 87 läuft. Mag sein, dass Du dieses Alter locker und mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit gesund erreichst, ich rechne für mich pers. nicht damit.

    Ob sich die Rendite in 8 Jahren auf die Zulagen lohnt, damit Du die Steuern damit wieder mehr wie reinholst, muss Du selber erraten. Nur Du kannst Deinen Steuersatz im Alter abschätzen. Wie hoch deine gesparten Steuern auf die Einzahlung bis 67 sind, weisst auc wieder nur Du.

    Mit 65 lässt du dir den Betrag komplett auszahlen. Den musst du dann versteuern….

    Wie soll das funktionieren? Entweder, man kündigt mit 65 und zahlt alle Zuschüsse zurück, dann kommt man mit einer Einmalzahlung an den Rest (inkl. der Rendite auf die Zuschüsse). Oder man startet einen Auszahlplan über 20 Jahre (oder 30% Auszahlung + Rente).

    Bleiben m.M.n. die (bei dir max. 4 Jahre) Zinsen auf die Zuschüsse und die Steuern auf die Einzahlung, abzüglich der Rendite auf das Netto im eigenen ETF.

    Klingt nicht schlecht, da anscheinend mit beiden Möglichkeiten Deine finanzielle Zukunft abgesichert ist.

    Aber jetzt grübel ich, ob ich wirklich auf 11 % meines „sicheren“ Einkommens verzichten soll.

    Ist es bei euch so einer strikte Trennung nach "meinem" und "deinem" Einkommen? Immerhin erwähnst Du das gute Einkommen Deines Mannes, welches zum Haushaltseinkommen beitragen könnte, wenn es kiene strikte Trennung gibt.

    Pers. würde ich in einer Ehe "erwarten", dass die Finanzen gemeinsam betrachtet werden.

    Wenn dann die gemeinsamen Finanzen bis zum Lebensende geklärt und ausreichend wären, würde ich die Entscheidung nicht von der eigenen Rentenhöhe abhängig machen und die Rente mit 62 plus ggf. ein paar Jahre Mnijob wählen. Aber das ist natürlich meine pers. (vermutlich mittlerweile extrem altmodische) Meinung ohne selber in einer Partnerschaft zu leben.

    Wenn ich weiter auf Minijobbasis arbeite, wird die Rente noch etwas steigen, oder?

    M.W.n. kannst Du das beantragen. Verspreche Dir aber nicht zuviel davon. 2027 liegt das Durchschnittsgehalt vermutlich bei 52.719,00 € im Jahr oder 4393,25€ im Monat. Das dürften ca. 0,136 RP im Jahr beim Minijob ergeben. M.M.n. macht sowas Sinn, wenn man die Versicherungszeiten benötigt. Aber natürlich musst Du das, wie alles, am Ende selber wissen.

    Gibt es weitere Argumente für oder gegen die Rente?

    Bei Deiner Betrachtung von getrennten Alterversorgungen macht es u.U. Sinn, auf die konkrete eigene Höhe der Rente zu schauen.

    Andererseits weiss keiner, auf was für Ideen die Politk noch kommt. Ich habe das für Rente mit GDB 50 nicht verfolgt.

    Ist beim Minijob wirklich sicher, dass Du diesen in 12 Monaten/Jahr ausüben wirst (abzüglich Urlaub). Sonst wäre die Rechnung von Rente+600€ u.U. nicht korrekt.

    Bein reinen Minijob gibt es laut Google kein Krankengeld sondern nur eine Lohnfortzahlung für 6 Wochen. Ob das in Deiner Konstellation glit, bleibt zu prüfen. Aus der Aussage "auf Stundenbasis" werde ich nicht schlau. Stundenweise (also ohne festes Kontingent) und max 600€ im Monat oder ein Minjob mit fix X Stunden im Monat.

    Ich gebe nun nicht übermäßig viel aus, aber ich würde mich doch sehr eingeschränkt fühlen, wenn ich mir ein Konzert oder einen Ausflug oder eine Erneuerung eines defekten Gerätes, aus finanziellen Gründen nicht leisten könnte.

    Was soll sich dabei mit Renteneintritt groß ändern? Klar, wenn ich plötzlich den wöchentlichen Konzert/Theaterbesuch als neues Hobby entdecke, ändert sich finanzielle etwas. Den Rest gibt es (bei mir jedenfalls) bereits zu Berufszeiten und ist daher in meiner einfachen, jährlichen Finanzübersicht schlicht enthalten.

    Dafür fallen Ausgaben für BU, private RV oder Sparraten garantiert weg. Mind. die ersten beiden sehe ich vor Rentenbeginn als Teil des Bedarfs und nicht als Teil einer sofort einstellbaren Ausgabe.

    Bei den Haushaltskosten wurde es etwas günstiger

    Wenn ich aus Corona-Zeiten hochrechne, wieviel Mehrkosten ich durch 80-100% Homeoffice hatte, dann entstehen diese Kosten auch in der Ruhestrandsphase. Man mag häufiger unterwegs sein, dann geht es aber wieder mit dem Essen außer Haus los, plus Reise- und ggf. Hotelkosten.

    Hilfreich wäre es aber tatsächlich, einen Rechner zu haben, der die Einkommenssituation im Alter korrekt abbildet.

    Das wird halt extrem aufwändig, wenn es von "festen" monatlichen Zahlungen aus Rente und Riester/BAVs/privaten Renten. abweicht. Dann darfst Du quasi einen Steuererklärung für das Jahr der Berechnung eingeben, da kein Rechner Deine sonstigen Einnahmen und abzugsfähigen Kosten kennen kann.

    Ich finde es auch eigenartig, dass sie Bafög-berechtigt ist und die Eltern trotzdem Geld haben, ihr Studium zu finanzieren.

    Gerüchteweise kann man auch heutzutage noch im Heimatort studieren, wenn man "zufällig" dort wohnt oder zumindest von dortaus per ÖPNV in vertretbarere Zeit zur Uni kommt. Ein Vor- oder ggf. auch Nachteil der Abschaffung der ZVS für viele Studienfächer.

    Das stimmt, eine Nettobetrachtung ist nicht sinnvoll in so einen Simulator integrierbar.

    Es macht die Simulation komplexer. Deshalb hatte ich das auch nicht hier geschrieben sondern in dem Thread, wo sich ggf. jemand darauf verlässt und versucht, seine Nettoentnahme damit abzuschätzen.

    Ich finde auf der Webseite leider nur im Abschnitt "GRV-Rente" und nicht allgemein, dass es sich grundsätzlich um Bruttowerte handelt.

    Und dann stellt sich natürlich immer die Frage, wie sich das Steuerrecht in den nächsten Jahrzehnten ändert...

    Damit kann man auch schon bei der Hochrechnung des Depots bis zur Entnahme oder bei der Schätzung der Rentenpunkte anfangen.

    Für mich ist das ein Problem nahezu aller Rechner, unabhängig von der Entnahmestrategie. Spätestens bei realen hist. Daten ist die Entnahme nach FIFO im Crash dann ggf. nicht mehr so schlimm wie allgemein berechnet.

    Bei einer festen Entnahme finde ich den Rechner von zinhsen-berechnen daher schon besser. Dort lässt sich der aktuelle Wert, der Anschaffungspreis und die Höhe der KAP angeben. Dann muss ich zumindest nicht schon mit meinem Netto-Depotvermögen in die Rechnung einsteigen.

    Natürlich kennt sie noch nicht sämtliche Regelungen und Besonderheiten beim BAföG.

    Zumindest im altmodischen PDF-Formular auf <bafög . de> gibt es auf Seite 4 dazu die nötigen Angaben. Damit werden diese wohl auch in einem Online-Formular abgefragt werden.

    Zitat

    ANGABEN ZU MEINEM VERMÖGEN:
    Bei Antragstellung bin ich unter 30 Jahre alt und meine Ver-
    mögenswerte der nachfolgenden Positionen in den Zeilen
    65 bis 75 betragen insgesamt weniger als 10.000 Euro.
    [ ] Ja / [ ] NEIN

    inkl

    "Prüfen Sie sorgfältig, ob Dritte auf Ihren Namen Vermögen ange-
    legt haben und geben Sie die Vermögenswerte an."

    Das ganze muss mal also ausfüllen.

    Ich würde das Geld nutzen, um ihre Ausbildung zu fördern.

    Sehe ich auch so. Da die Grenze auch durch die Sparrate nicht überschritten wird, muss man sich weder Gedanken über echte Altervorsorge-Produkte machen noch das Geld schon langfristig in Weltaktien-ETFs anlegen.

    Für die Entnahmephase kann ich diesen Rechner empfehlen:

    Ja, nicht schlecht, aber wenn man ihn nutzt immer bedenken, dass Du Bruttobeträge berechnest. Geht auch nicht anders, sonst müsste man neben dem erwähnten FIFO auch noch die gesamte Ansparhistorie, diverse AVs und KV-Möglichkeiten und mehr betrachten. Ich lebe zumindest von meinem Netto, das recht unterschiedlich aussehen wir, je nachdem, wie ich die Auszahlungen gestalte.

    dann bis zur Rente mit 64 (inkl. 14,4% Abschlag

    Davon steht in den Vorschlägen der Rentenkommission bisher nichts. 14,4% Abschlag gäbe es derzeit, wenn Du mit 63 gehen würdest, mit 64 sind es 10,8% Abschlag. Was die Politik in Zukunft beschließt, muss man leider abwarten.

    Darf ich das AV-Depot bedienen, während ich (mit oder ohne ALG) arbeitslos bin?

    M.W.n. ja

    Wie das mit den diversen Auszahloptionen ist und ab wann man die nutzen darf (mit 65 bist Du in Rente, dann sollte sich Option mit der Streckung über 20 Jahre nutzen lassen), muss jemand verlinken, der sich sowas antut. Ich (JG 1970 und ohne Riester-vertrag) lasse die Finger davon. Das ist aber (da kein Riester bei mir vorhanden) etwas ganz anderes.

    Die bAV beitragsfrei stellen, solange sich kein Arbeitgeber beteiligt, und/oder zum erstmöglichen Termin im November 2029 auszahlen lassen und anderweitig anlegen? Oder in der einkommenslosen Zeit (2030 .. 2032) auszahlen lassen, da dann die Abgaben niedriger wären?

    Was möchtest Du mit der BAV machen? Bei den (sorry, bitte nicht persönlich nehmen) "nur" 18.500€ darin kann da keine lebenslange Zusatzrente in sinnvoller Höhe bei rauskommen. In meiner (beitragsfrei gestellten) BAV ist etwa da doppelte enthalten und das gäbe eine (konstante) Bruttorente von ca. 156€ im Monat. Ich lasse sie bei Renteneintritt auszahlen und entnehme dann das Geld selber so, wie ich es nutzen möchte.

    Auf keinen Fall privat (ohne AG Zuschuss und aus dem Netto) weiter führen. Das führt nur zu Chaos in der späteren Auszahlung/Versteuerung, und so prickeld sind die Auszahlungen/Renten nicht, wenn man bereit ist, sich selber darum zu kümmern. Eine BAV macht in den allermeisten Fällen nur wegen Bruttozahlung sowie AG- und Tarifzuschuss finanziell Sinn.

    Falls Du sie vor Rentenbeginn auszahlen lassen kannst, würde ich das in Deinem Fall vermutlich erst 2030 machen. Dann dürften Deine Steuern an geringsten sein.

    Hier stellt sich mir die Frage, ob es Gründe gibt, die Gesamtsumme auf verschiedene ETF zu verteilen, so wie bei der 3x10-Strategie. Da die Anlage praktisch zeitgleich passiert, fällt FiFo ja weg.

    3*10 macht nur Sinn, um zunächst die neuesten ETF-Anteile (die mit dem geringsten Gewinn und damit auch den geringsten Steuern auf diese Gewinne) zu verkaufen. Macht bei einer Einmalanlage keinen Sinn, ggf. noch bei den weiteren Sparraten (dann halt 2*5).

    Die anderen 45.000€ der Abfindung will ich über zeitlich gestaffelte Festgelder in den 3 Jahren ohne Einkommen (zw. Arbeitslosigkeit & Renteneintritt 2030-33) für den Lebensunterhalt verbrauchen.

    Ich komme dabei auf mehr wie 3 Jahre: "01.11.29 – 01.04.33 einkommenslos"
    Das sind 3,5 Jahre oder (36+6) = 42 Monate * 1400€ = 58.800€

    Jetzt darfst Du noch ein paar Zinsen von Bedarf abziehen und die Inflation addieren und landest vermutlich immer noch grob dort.

    Ach so, Deine KV nicht vergessen, ohne eingetragene Partnerschaft dürftest Du keine kostenlose Mitversicherung in der GKV (falls zutreffend) Deiner Partnerin erhalten. Das wären derzeit ca. 230€ zusätzlich im Monat.

    Ansonsten ist mir meine Vermögensaufteilung im Alter egal. Ich habe nicht vor, aus meiner ETW auszuziehen, also kann ich sie nicht frühzeitig liquidieren.
    Relevant ist daher nur, was mir zum Leben (Renten und sonstige Entnahme) zur Verfügung steht.

    Wäre es ggf. sinnvoller über einen anderen Neo-Broker ausschließlich in z.B. einen „Vanguard FTSE All-World UCITS ETF - (USD) Accumulating Shares“ zu investieren?

    Sinnvoller in Form der zu erwartenden Rendite über Jahrzehnte wäre es. Geringere Kosten, volle Entscheidungsgewalt (daran sind hier im Forum schon einige Beginner gescheiter) und Eigenverantwortung.

    Folgst Du den Vorschlägen von Finanztip brauchst Du auch keine ausgeklügelte Anlagestrategie. Einfach einen der von FT genannten Welt-ETFs besparen und dieses stur und lange genug durchhalten.

    Wäre es eine sinnvolle Option beide Portfolios zu besparen um die Performance zu vergleichen?

    Dann hast Du zwar nur bei 50% Deiner Anlagesumme den Verlust (mind. 1,5% Gebührten gegenüber 0,14% beim FTSE All-World), dafür aber einen "schuldigen" dem Du mental dafür verantwortlich machen kannst, wenn das Portfolio nicht so läuft wie von Dir erträumt. Real ist das Geld trotzdem weg.

    Würde das BAföG also tatsächlich gekürzt werden?

    Sie erhält doch sachon BAFÖG? Dann sollte sie wohl auch den Antrag voillständig gelesen haben?

    Gemäß KI ist das bei Antragstellung anzugeben, und soweit ich das im Internet (und auch hier im Thread) immer mitbekommen, ist das kein Antrag von Einschreibung bis zum Doktortitel gilt sondern eher jährlich (oder nach dem 4. Semester, keine Ahnung) neu zu stellen ist.

    Was dann zum Vermögen zählt lässt sich u.A. hier nachlesen. Könnte ja sein, dass sie von den Eltern ein anzurechnendes Auto geschenkt bekommen hat, bereits Kinder hat oder verheiratet ist:

    https://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/vermoegen.php

    Hier mal ein vergangenes Posting zur (vermutlich) selben Versicherung eines Leidensgenossen:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Falls die Gebühren hier ähnlich hoch sind bliebe nur, der Vertrag zu kündigen (ggf. die dort genannten, zwei Option zu prüfen) und dann, je nach eigenen Vorlieben das Geld anders zu investieren.

    Ohne zu wissen, ob Du geiwllt, bist, slber in (weltweiten) ETF zu investieren, wie alt Du bis usw. lässt sich da aber selbst ohne eine generelle Abneigung gegnen private Rentenversicherungen etwas zu sagen.

    (Beim Nachbar-Betrieb dürfte man aber noch arbeiten.)

    Das hängt vom eigenen Arbeitsvertrag ab, den man im Blockmodell ja noch hat. Ist der Nachbarbetreib evtl. ein direkter Konkurent, wird es schwierig. Und sollte man dort gar mehr verdienen wie über seine ATZ, dürfte es auch "interessant" werden.

    Auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen, belegt die Glücksforschung ziemlich eindeutig was den Menschen glücklich macht und das wir bei dem Thema alle gleich sind:

    Mir ist durchaus klar, dass ich seit 30 Jahren in einer Bubble lebe. Vermutlich nehme ich auch deshalb an keiner dieser Studien teil.

    Wer seinen Beruf liebt und gesund ist, denkt überhaupt nicht daran damit aufzuhören.

    Immer diese Idealisten. Anscheinend selbstständige Künstier, die niemals den Vorgaben ihrer Auftraggeber folgen müssen. Oder Firmeninhaber, die alles, was ihnen am der Firmenleitung nicht gefällt, an ihre MA delegiert haben. Nur weil einen die Hauptaufgaben der Arbeit Spaß machen, muss das für den gesamten Arbetisablauf noch lange nicht stimmen. Und zwar völig egal, ob man AN oder Selbstständiger ist.

    Ich rate jedem auch im Alter beruflich aktiv zu bleiben.

    Ich definiv nicht, wenn man, wie Du wohl, beruflich mit einer ausgeübten Erwerbstätigkeit gleichsetzt. Also der Illusion, dass das Geld, das man für seine Arbeit erhält, etwas mit Anerkennung zu tun haben soll.

    Dafür gibt es die Einzelbelege. Dann kann die Ki erkennen, und unterscheiden oder zusammenrechnen. (Notdurft, Süßigkeiten, Zigaretten, Öl oder Tanken,....)

    Damit weiss die KI immer noch nicht, warum ich überhaupt gefahren bin, ob die Mobilitätskosten also der Arbeit/Lebensunterhalt oder dem Freizeitbudget zuzuordnen sind.

    Die Einteilung in grundsätzliche Kategorien und eine grobe Statistik können bei einer einfachen Budgetplanung helfen.

    Ich kann aus meinen Abbuchungen der Supermärkte, Onlinehändler und Tankstellen nicht rauslesen, ob die Ausgaben zu "Lebensunterhalt/Grundbedürfnissen" (50%) oder "Freizeit & Spaß/persönliche Wünsche" (30%) gehören. Und dabei sind Bargeldausgaben noch garnicht betrachtet.

    Genauso wie ich aus Überweisungen oder Abbuchungen zu meinem Broker nicht rauslesen kann, ob das eine langfristige Sparrate oder eine Rücklage auf dem TG für den kommenden Urlaub war.

    aber wenn jemand den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, warum nicht?

    Jeder, wie er will, es sind seine Daten. Wenn die KI für den blinden etwas identifiziert und hoffentlich daraus die korrekten Schlüsse zieht, ist auch die Weitergabe der Daten irrelevant.

    Warum man nicht erst einmal anfängt, die m.M.n. monatlich notwendige Prüfung aller Kontobewegungen selber durchzuführen, ist mir seit ca. 35 Jahren unverständlich.

    Die Zuweisung meiner 6 Kategorien einmal im Monat geht für mich jedenfalls schneller wie den Kontoauszug und eine standardisierte Frage zur KI hochzuladen. Sinnvolle Schlüsse kann ich aus den Buchungen nur ziehen, wenn ich mehr Kontext kenne wie überhaupt aufgeschrieben wurde.

    Für diesen Monat würde mir die KI (wenn sie etwas taugt) ein paar seltsame Abbuchungen der Hausverwaltung aufzeigen. Soll ich der KI jetzt auch noch die Hausgeldabrechnung für 2025 und das Protokoll der letzten Eigentümerversammlung hochladen, nur damit sie berechnen kann, dass die Abbuchungen gesamthaft korrekt sind?

    Gibt es rationale Argumente gegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

    Die Kosten und das eigene Risiko, BU zu werden.

    Ebenso die Frage, wie ihr reagiert, wenn der BU Fall eintreten sollte. Und das mit oder ohne EM-Rente.

    Und am Ende (wie wäre es mit dem Verlust eines Armes, Beines oder der Sehkraft?):

    Wie gut sind diese Jobs dauerhaft ausübbar, wenn "nur" der BU-Fall aber kein EM Fall eintritt. Wie reagiert der AG darauf? Eher mit Unterstützung oder mit Ablehnung/Suche nach einem Kündigungsgrund.

    Und wenn der Job mit Hilfsmitteln nicht mehr ausübbar ist, was würdest Du dann sonst machen?

    Ich bin ITler, da war der dauerhafte BU-Fall recht unwahrscheinlich. Und genauso kenne ich mich so gut dass ich weiß, dass ich selbst ohne meinen AG nicht 20-30 Jahre lang tätigkeitslos zu Hause gesessen hätte. Irgendwas hätte ich mir dann dauerhaft "gesucht" (gerne als Heimarbeit und ohne Termindruck aber mit der Aussicht auf einen Nebenerwerb).

    Das hätte mir aber trotzdem in den ersten 15-20 Jahren meines Berufslebens nicht gereicht, um den Lebensunterhalt UND die Absicherung fürs Alter aufzubringen. Eine EM-Rente wäre in den ersten Jahren meines Berufslebens auch nicht so riesig gewesen. Also habe ich damals eine BU abgeschlossen, die bis zur damaligen Regelaltersgrenze gereicht hätte. Kündigen kann man sie immer noch vorzeitig, wenn man irgendwann selber abgesichert ist.

    Wir haben beide unspektakuläre Bürojobs. Vor Burnout oder ähnlichem mache ich mir auch wirklich keine Sorgen bei uns.

    Das gilt heute. Was, wenn Teile der Jobs durch KI ergänzt/übernommen werden und ihr dann nach Umschulung andere Jobs mit mehr Stress/Arbeitsverdichtung o.Ä. habt?

    Es gibt neben Krebs genügend andere Krankheiten oder Unfälle, durch die man BU und/oder EM werden kann. Gerne auch unverschuldet und länger, wie Krankengeld geleistet wird. Nicht immer ist an solchen Unfällen jemand anderes Schuld oder er ist nicht ausreichend abgesichert.

    Auf der anderen Seite wäre eine Krebserkrankung oder ähnliches vor dem Hintergrund einer geplanten Immobilienfinanzierung natürlich ein Horror-Szenario.

    Ich kenne mich mit Risiko-Lebensversicherungen nicht aus. Hast Du mal geprüft, ob es da auch welche gibt (die dann weniger kosten wie zwei BUs, welche auch noch die Immobilienrate abdecken) die einen BU-Anteil enthalten?

    Dieses Geld der Versicherung in den Rachen zu stecken würde mich viel Überwindung kosten.

    Es ist eine Risikoabsicherung. Wirst Du nicht mit 62 BU sondern mit 35, dann zahlt sie trotzdem lebenslang und sichert auch Deine Rente (falls die BU hoch genug ist). Dein ETF-Sparplan mit 200€/Monat ist in 5-10 Jahren quasi gegenstandslos, die paar tausend Euro bringen Dich dann nicht weiter, selbst 30k€ nach 10 Jahren nicht.

    Wirklich nicht? O je.

    Ja, ich sehe darin keinen Anwendungfall. Schon um für die Befolgung der (m.M.n. sinnlosen) 50/30/20 Regel etwas ableiten zu können, sind viel mehr Daten nötig wie man sie aus den Kontoauszügen ermitteln kann. Und zwar auch dann, wenn jemand auf Bargeldzahlung vollständig verzichtet.

    Die KI kann weder meine Einkäufe klassifizieren noch meine Sparquote berechnen. Außer ich gebe ihr auch noch Zugirff auf meinen Broker und vieles mehr.

    Aber wer kann von sich ehrlich behaupten er könne jeden seiner alten Renten, Lebens, VL Verträge vollumfänglich verstehen und die Rendite beurteilen? Schmeiß den ganzen Kram in eine KI und lass sie das übersichtlich aufbereiten.

    Soweit wie dies heute absehbar ist, kann ihr Ergebnis hinreichend genau abschätzen. Waru ich dafür den kompleten Vertrag verstehen muss, wüsste ich nicht. Die für mich relevanten Punkte muss ich verstehen.

    Wieviel Steuern ich in 7-9 Jahren auf die Einmalzahnungen einer BAV zahlen muss, kann mir heute keine KI erlügen (außer, die KI kommt vorher in D an die Macht und kennt damit heute schon ihr Gesetzgebung der Zukunft). Renditen am Aktienmarkt kann sie weder für die Fonds noch für mein Depot korrekt abschätzen und die zu erwartende Überschussbeteiligung meiner pRV kann ich aus den Standmitteilung auch selber erraten.

    0 Bedarf neue Erfahrungen zu machen?

    Nicht bei Themen, die ich selber hinreichend genau für mich gelöst habe.

    Ggf. werfe ich die Daten mal in eine selber gehostete KI. Aber die dürfte dann tagelang rechnen, bis sie alle gescannten Papierdokumente zu den Versicherungen verstanden hat und mir trotzdem keine bessere Prognose liefert wie mein Excel. Immerhin weiss ich dann, was bei Selbsttötung oder Scheidung mit meiner privaten RV geschieht (weil es mich ja brennend interessiert und ich zu faul zum Lesen des Vertrages bin).

    Und natürlich kann auch eine KI nicht erahnen, was hinter der Buchung "REWE 50 EUR" wirklich steckt.

    Also ist es noch extrem weit vom "I" weg.

    Was soll Fachkräftemangel mit dem Beginn einer Altersrente zu tun haben? Nach Wegfall der Hinzuverdienstgrenzen ist da keine Kausalität mehr gegeben.

    Es ist halt nicht jeder so drauf wie St. Irving und will in der Rente überhaupt noch eine Entlonung für seine Freizeitgestaltung.

    Wenn ich im passiven Teil der ATZ bin, kann ich schlicht für meinen AG nicht zusätzlich noch weiter arbeiten. Also muss mein AG den Arbeitsplatz entweder abbauen, mit einem geeigneten Kollegen besetzen (dann gibt es dort eine aufzufüllende Lücke) oder durch eine Neubesetzung die Lücke auffüllen.

    Der grosse Fehler, den meiner Erfahrung nach Leute wie dieser Personalchef machen ist der, dass sie selbst nie in den Spiegel schauen und dann überrascht sind, wenn es sie selbst mal trifft..

    Ggf. sind diese Leute auch selber gut genug abgesichert und warten nur darauf, dass auch für sie jemand ein Abfindungsprogramm aufsetzt.

    Es ist aber doch auffällig, dass es gewisse argumentative Überschneidungen gibt mit z.B. einem (natürlich etwas klischeehaft) 19jährigen, der zwischen Abitur, Langzeitstudium und Job erst noch ein Auslandsreisejahr macht und sich das Berufsleben mit Teilzeit, 4Tage-Woche aber bitte Vollzeitgehalt und -absicherung vorstellt. Er lebt immerhin ja auch nur einmal, und ist doch auch nur einmal jung...

    So lange die jungen Leute, ebenso wie die älteren, in der Lage sind, ihr Leben auf eigene Kosten zu finanzieren (wozu für mich auch selber gezahlte Versicherungen wie ALG und BU zählen) und nicht mit Grundsicherung oder andere Sozialleistungen, bleibt es denen ihre Sache.

    Aber was soll immer dieses "Langzeitstudium"? Das habe ich als (offiziell nicht mehr) Boomer auch hinter mir. Das muss(te) halt irgendwer finanzieren. ALH war auch nach dem Studium niemals eine denkbare Option für mich.

    Und wenn es meinetwegen schlichtweg aus Gründen der Gerechtigkeit ist, weil sehr viele Arbeitnehmer überhaupt keine Möglichkeit auf ATZ haben.

    Das habe ich im Verwandten und Kollegenkreis eher anders mitbekommen.

    Bei der einen reichte das Vermögen nicht, um ATZ bis 63 (und Rente mit Abschlägen) zu machen. Und jetzt macht sie ATZ im Teilzeitmodell, weil der Konzern es ihr anders nicht zugesteht (könnte man auch auf den Fachkräftemangel zurück führen, hier halt überwiegend in Form eines bereits eingearbeiteten Nachfolgers).

    Und viele meiner Kollegen mit jüngeren und ebenfalls arbeitenden Frauen reduzieren eher ihre Arbeitszeit wie ein ATZ Blockmodell zu wählen.

    Im Idealfall ist diese Beschäftigung im Alter mit Entlohnung. Dann erübrigen sich viele Rechnungen mit spitzem Bleistift und die Zufriedenheit steigt merklich an.

    Entlohnung bedeutet meist genau das, was ich am Berufsleben zuletzt gehasst habe und der Grund für die ATZ war: massive ext. Vorgaben oder gar Vorschriften.

    Das ist dann auch ein Grund, eines meiner Hobbies nicht zum Nebenerwerb auszubauen. Dann habe ich wieder massive Zeitvorgaben, gängelnde Kunden usw. Dieses Hobby läuft so weiter wie bisher (so lange die Verantwortlichen und meine Gesundheit es noch mitmachen) und ansonsten werden Hobbies, deren Projekte ich aus Zeitmangel seit Jahren liegen gelassen habe, wieder gestartet. Die Ergebnisse davon bringen außer mir niemandem etwas, müssen sie auch nicht.

    Hätte ich so spitz rechnen müssen, hätte ich das ganze nicht gemacht. Die Absicherung meiner Lebenshaltungskosten durch sichere Zahlungen (wobei ich auch die Rente als sicher ansehe) war der Auslöser für mich, damals intensiver nachzurechnen, wie sich das ganze mit 65 oder 63 verhält.

    Nein, sag doch mal. Der Fachkräftemangel ist ausgedacht?

    An einigen Stellen ja.

    In der IT gibt es viele Betriebe, die von Fachkräftemangel reden, die am Ende aber nur nicht gewillt sind, branchenübliches Gehalt zu zahlen oder schon nur die Arbeitsbedingungen für die vorhandenen Fachkräfte anzupassen.

    Und in der IGBCE braucht kein Betrieb in Bayern etwas von Fachkräftemangel zu sagen. Ca. 5% bis 11% weniger Entgelt für exakt die selbe Arbeit, die der identische Konzern seinen MA in BaWü zahlt.

    Wer nicht gewillt ist, marktüblichen Lohn zu zahlen, hat wohl keine Kunden, die ihm diese Arbeitskraft vergüten. Also am Ende keinen Grund, überhaupt Leute einzustellen. Und wer, als Konzern an anderen Standorten in D, bedeutend mehr zahlt darf erst dann von Fachkräftemangel in D reden, wenn er auch am besser bezahlten Standort keine Leute findet.