Aktienquote vs. Cash aktuell

  • So ist nur eine von den großen Banken umgefallen und das war schlimm genug. Ich bin damals in Sachwerte geflüchtet. Das schien mir noch das sicherste.

    Ich dachte immer, bei Aktien handele es sich um Sachwerte. Oder hast du seinerzeit versucht, Lehman-Zertifikate in Aktien zu tauschen? ;) Am besten ist natürlich, man muss nicht in Sachwerte flüchten, sondern wohnt bereits darin.

    Ein Rückgang von 40 % in einer Aktie kann man nicht ansatzweise vergleichen mit der Finanzkrise. Bin nicht scharf darauf, ähnliches noch mal zu erleben. Ich bin mir nicht sicher ob ich den gleichen Mut nochmals hätte.

    Das ist eben das Problem, wenn man Aktien bzw. Aktien-ETF als de facto einziges Mittel zum Vermögensaufbau einsetzt, so wie es die üblichen verdächtigen Finanzkanäle rauf und runter beten und es auch so in diesem Forum reflektiert wird. Wenn dann plötzlich das sechsstellige Depot nur noch gerade mal fünfstellig ist, weil es mal wieder einen großen Knall gab, dann kann manch einer schon zu Depressionen neigen.

    Aktien sind nun mal eine Wette, die man auch verlieren kann. Das wird dann immer relativiert durch die Aussage, dass über lange Zeiträume die Sache doch gut ausgeht. Was ein langer Zeitraum sein kann, hat man ja nach 2008 gesehen. Ich bin daher, rückwirkend betrachtet, froh, dass ich meine Altersversorgung nur zu einem kleinen Teil auf Aktien aufgebaut habe. Wesentliche Teile liegen in anderen Sachwerten, die mir den Lebensunterhalt für den Rest meines Daseins sicherstellen. Daher fände ich einen heftigen Rückgang an den Aktienbörsen zwar ärgerlich, weil die Wette schiefgegangen wäre. Irgend etwas "aushalten" müsste ich jedoch nicht.

  • Ich dachte immer, bei Aktien handele es sich um Sachwerte. Oder hast du seinerzeit versucht, Lehman-Zertifikate in Aktien zu tauschen? ;) Am besten ist natürlich, man muss nicht in Sachwerte flüchten, sondern wohnt bereits darin.

    Ja Aktien sind Sachwerte und ich habe die Aktienquote auf ca. 120 % erhöht zum Jahresende 2008. Lehmann Zertifikate hatte ich nie. Immobilien waren bereits vorhanden.

    Das ist eben das Problem, wenn man Aktien bzw. Aktien-ETF als de facto einziges Mittel zum Vermögensaufbau einsetzt, so wie es die üblichen verdächtigen Finanzkanäle rauf und runter beten und es auch so in diesem Forum reflektiert wird. Wenn dann plötzlich das sechsstellige Depot nur noch gerade mal fünfstellig ist, weil es mal wieder einen großen Knall gab, dann kann manch einer schon zu Depressionen neigen.

    Naja - am Ende der Finanzkrise 2008 hat sich der Depotwert bei Aktien in etwa halbiert. Aus einem niedrigen sechsstelligen Depot sollte also mindestens ein fünfstelliges Depot im mittleren Bereich erhalten gewesen sein.

    Aktien sind nun mal eine Wette, die man auch verlieren kann. Das wird dann immer relativiert durch die Aussage, dass über lange Zeiträume die Sache doch gut ausgeht. Was ein langer Zeitraum sein kann, hat man ja nach 2008 gesehen. Ich bin daher, rückwirkend betrachtet, froh, dass ich meine Altersversorgung nur zu einem kleinen Teil auf Aktien aufgebaut habe.

    Ein breit aufgestelltes Aktiendepot sehe ich auf lange Sicht nicht als Wette sondern als Investition. Ohne mein Aktiendepot hätte ich nicht mit Mitte 50 aufhören können zu arbeiten. Ärgerlich waren eher so Geldanlagen wie die BAV.

  • sam51 Nur weil der Aktienmarkt mal deutlich nach unten geht, ist die "Wette nicht schiefgegangen". Man muss es halt aushalten. Man muss es auch von der anderen Perspektive sehen: Einem Crash gehen normalerweise viele viele gute oder sehr gute Aktienjahre voraus. Der Crash reguliert dann nur auf die zu erwartende Marktrendite (statistisch gestreckt). Wer auf den Stichtag das Depot auflösen muss, ist natürlich gelackmeiert, aber selbst bei 40% Crash bei Rentenbeginn muss man halt dynamisch entnehmen.