Immobilienkauf als Kapitalanlage bewerten

  • Was machst Du/ihr denn, wenn die Staffel anzieht und das Budget nicht mitwächst?

    Ich mache mir da offenbar nicht so viele Gedanken wie du. Ich habe aber mal die Website rausgesucht, bei der ich mal Marktpreise im Zeitverlauf angeschaut habe. Dort kann man sich auch über Veränderungen informieren lassen.

    https://www.immoportal.com (Über die Qualität der Schätzung kann ich kein Urteil abgeben!)

    Es gibt kein Investment ohne Risiko - insofern nehme ich das in Kauf 😄 wäre es kein näheres Familienmitglied hätte ich höchstwahrscheinlich eine Indexmiete vereinbart. So sorge ich lieber schnell für eine Volltilgung und schaffe mir den positiven Cashflow 💡:S

  • Wir haben nur eine selbstgenutzte Immobilie. Die setze ich mit einem Wert an, der über dem von uns gezahlten Kaufpreis liegt, aber nur deshalb, weil ich weiß, dass die exakt baugleiche (und auch von der Ausstattung vergleichbare) Nachbarwohnung vor einiger Zeit zu diesem Preis verkauft wurde. Eine „automatische“ Wertsteigerung von x% im Jahr nehme ich nicht an. Es ist ja kein Naturgesetz, dass der Wohnungswert immer steigt. Gerade in den letzten zwei bis drei Jahren sind bei vielen, vor allem älteren Immobilien die Kaufpreise eher gesunken.

    Gerade bei einer Mietwohnung ist es auch nicht gesagt, dass sich eine Renovierung auch in einer (den Renovierungskosten entsprechenden) Wertsteigerung niederschlägt. Für Kapitalanleger als potentielle Käufer sind andere Faktoren oft entscheidender (Lage, Energieeffizienz, erzielbare Miete, ist die Wohnung frei, wie ist die Bausubstanz, stehen größere Arbeiten am Gemeinschaftseigentum an, reicht dafür die Rücklage, ist die WEG zerstritten usw…).

    Insofern würde ich an Deiner Stelle die Wohnung mit dem von dir gezahlten Kaufpreis ansetzen, solange es keine anderweitigen konkreten Anhaltspunkte gibt.

    Der Schutz vor einer Eigenbedarfskündigung war übrigens auch bei uns ein Grund, dass wir unsere Wohnung gekauft haben. Rein finanziell / renditetechnisch wäre es vermutlich günstiger gewesen, das Geld in ETFs anzulegen, aber Rendite war (wir ja auch bei Dir) nicht der wesentliche Faktor bei uns.

  • Meine Frage an alle Immobilienbesitzer ist: im Rahmen eurer Vermögensbilanz und Altersvorsorge. Wie berücksichtigt ihr eure Immobilie und wie berechnet ihr den Wert(-verlauf) eurer Immobilie auch vor dem Hintergrund bereits erfolgter Modernisierungen/Sanierungen? Will dafür keinen teuren Gutachter bezahlen sondern halt ein ungefähres Gefühl entwickeln wie ich das fortgeschrieben in die Zukunft machen könnte.

    Erstmal Glückwunsch zum Immokauf. Ich habe ebenfalls (zwar schon 2018) eine kleine immobilie gekauft. In meiner Vermögensbilanz habe ich diese Anfangs vereinfacht wie folgt berücksichtigt: Kauf- und Modernisierungskosten minus Restschuld Wohnbaudarlehen.

    Da in meinem Fall baugleiche Wohnungen (im identischen und relativ großen Wohnblock) die letzten Jahre immer mal wieder auf Immoportalen angeboten wurden, habe ich die "fiktive" Wertentwicklung daran orientiert.

    Für mich wirklich relevant wird das allerdings erst zum geplanten Verkaufsdatum 2028.

    Bisher waren mir da Entwicklung zu positivem Cashflow hin und die Mieterauswahl wichtiger.

    Sondertilgungen habe ich lediglich während meiner Eigennutzerzeit zu Beginn des Kredites genutzt.(Reines Sicherheitsbedürfnis. ggf. nicht super rational).