Hi Nespresso zunächst einmal wünsche ich dir viel Erfolg bei der potenziellen ETW!
Ich kann mich sehr gut mit deiner Situation identifizieren, da mir auch (mehr aus Zufall) eine Gelegenheit zum Kauf einer ETW ergeben. Witzigerweise ebenfalls ebenerdig, altersgerecht und dadurch sehr interessant für barrierefreies Wohnen (Vermietung an ältere Menschen -> tendenziell sehr viel zuverlässigere, planbarere Mieter) und habe es durchgezogen. Kurz zu meiner Person und meiner Begründung die Gelegenheit zu ergreifen: ich bin 30 Jahre alt und habe damit sowohl das Sitzfleisch bis zur Rente abbezahlt zu haben und die Mittel auch mal Leerstände auszugleichen wenn es mit der (Neu-)Vermietung länger dauert. Meine Zielgruppe habe ich aber vorher klar definiert und zum Glück auch einen Markt dafür. Ich habe für 210.000€ gekauft und vermiete zu 1000€ mtl. kalt mit 2,25% Staffel pro Jahr. Zwei weitere Benefits: im Ernstfall kann man Eltern oder andere Angehörige unterbringen sowie Pflegeheimkosten verringern durch häusliche Pflege. Ganz langfristig ist es auch ein Hedge für uns selbst wenn wir uns eines Tages verkleinern und altersgerecht einrichten möchten. Warum so viel zu meiner Person? Mir war nur wichtig zu erläutern wie langfristig ich dieses Investment betrachte - als Tipp/Anregung für dich 😊
Im Unterschied zu deiner ETW habe ich einen Quasi-Neubau aus dem Jahr 2016 mit Wärmepumpe, Fußbodenheizung etc. Das gibt mir viel Ruhe für die Planung der nächsten Jahre. Plane also eine anständige Instandhaltungsrücklage ein.
Ich habe mal 1,5% Tilgung unterstellt bei deinem Finanzierungsangebot. Dann wärst du bei 781€ mtl. Kreditrate. Wenn du 600€ Kaltmiete planst, entsteht allein dadurch bereits knapp -200€ mtl. Cashflow.
Zusätzlich sollten Nebenkosten und Instandhaltungsrücklage hinzukommen was dich schnell Richtung 300-400€ negativer Cashflow bringt. Wenn die Lage so gut ist, dann kannst du dich vielleicht trauen etwas mehr Miete zu verlangen um dich nicht zu stark zu belasten. 👌😃 am besten mit Staffel um den Kostensteigerungen Rechnung zu tragen.
Noch zwei interessante Überlegungen: du hast die gesetzliche Möglichkeit deine Abschreibung zu erhöhen mit einem Restnutzungsdauergutachten-> kann sich lohnen bei einem 80er Jahre Objekt -> lese dich dazu mal ein 😁
Hinzu kommt die Möglichkeit beim Kauf den Kaufpreis beim Notar so festschreiben zu lassen das ein größerer Anteil auf den Gebäudeanteil anfällt, also z.B.: "120.000€ des Kaufpreises entfallen auf das Gebäude- 30.000€ entfallen auf Grund und Boden" -> hier sind bis zu 20% Abweichung zur Kaufpreisaufteilung des BMF erlaubt. Das kostet dich nichts und ist rechtlich erlaubt. Für den Notar ist das nur ein weiterer Satz und dir ermöglicht das eine weitere höhere Abschreibungsgrundlage 😊
Mich würde sehr interessieren was deine Überlegungen und auch persönliche Situation ist um das besser einschätzen zu können wie dein Investment sich entwickeln könnte. Vielleicht magst du das ja teilen.
So - ich habe fertig 🫡