Ergänzend zu den Kollegen würde ich Dir mal folgenden Artikel zum Aufschlauen empfehlen: Strategische Asset Allocation – die Portfolios der Star-Investoren Wie erfolgreich ist eigentlich die strategische Asset Allocation von Starinvestoren wie Mohamed El-Erian, Marc Faber und Ray Dalio? Ihre Portfolio-Empfehlungen… fairvalue-magazin.de
Interessanter Link (mit solchen Portfolios hatte ich mich vor geraumer Zeit auch mal beschäftigt).
Dabei drängt sich (mir) aber die Frage auf, ob die ganzen genannten Protagonisten (der Artikel selbst stammt aus dem Jahr 2020 und ist schon einige Jahre alt, der Vergleich der Kennzahlen reicht nur bis 2013 und angelegt wurde die Ansätze zur strategischen Asset-Allocation von den besagten Protagonisten wohl vor Jahrzehnten ...) heute noch genau so vorgehen würden - gerade in Sachen (teilweise) relevanter Anteil Staatsanleihen, dabei wohl nur US-Staatsanleihen und noch dazu solche mit langen bis sehr langen Laufzeiten .... ?!
Damit meine ich jetzt nicht nur (aber natürlich auch) "jüngere" Themen wie Präsident Trump, seine Wunsch nach einem schwächeren Dollar, sein Druck auf die Fed usw. sondern auch schon lange das "große Bild" mit Themen wie teilweise sehr hoher bis exorbitanter Staatsverschuldung (auch der USA (bis zur ersten Billion an Schulden brauchte es wohl 200 Jahre - heute für eine Billion zusätzliche Staatsschulden nur noch wenige Monate) aber auch einer langen Ära der orchestrierten Finanzrepression mit weit ins Negative gedrückten Realzinsen (auch und gerade für "sichere" Staatsanleihen).
Ob einige der rund ein Dutzend genannten Herren (oder Investment-Stars) sich das so jemals hätten vorstellen können ... ?
Ob ausgerecht zu den US-Staatsanleihen dann die Euroländer mit ihren Staatsanleihen (basierend auf dem Experiment einer Einheitswährung) die Alternative sind .... ?
Ganz unabhängig von den sich - meines Erachtens - oben stellenden Fragen: Der diesbezügliche Fokus auf USA ist ein sehr spezieller erst recht für einen Nicht-US-Bürger (wahrscheinlich nicht selten nur deshalb gewählt, weil da die meisten und/oder am weitesten zurückreichenden Daten vorliegen). Siehe hierzu an anderer Stelle
Allerdings haben ausgerechnet solche US-Daten die Eigenschaft relativ bis sehr "gutmütig" zu sein ...
Die USA hatten in dem betrachteten Zeitraum der Studiendaten (könnte ab 1920 ff gewesen sein) keinerlei kriegsbedingte Zerstörungen, hatten eine eher marktwirtschaftliche Ausrichtung, entsprechend starkes Wirtschaftswachstum, stellten mit ihrem US-Dollar die meiste Zeit auch die Weltwährung Nr. 1 sprich die globale Leitwährung (ein großes Privileg mit entsprechenden Vorteilen), waren (und sind) autark in Sachen Verteidigung, waren (und sind) attraktiv auch für qualifizierte Zuwanderung , ebenso für weltweites Kapital usw.
Hältst Du solche Ansätze (Asset-Allocation; siehe den verlinkten Artikel mit relevantem Anteil (US)Staatsanleihen) heute noch für praktikabel ? Und wenn einer unbedingt Staatsanleihen dabei haben will (ohne US-Bürger zu sein), was wäre dessen bevorzugte Wahl in Form eines ETFs für Staatsanleihen ? Oder für diesen Teil (Bonds) eher eine Mischung aus Gov. und Corp. Bonds ?
Eine Bekannter (68) steht vor dieser Frage (nach Firmenverkauf) und hat das letztens in die Runde geworfen.