Als ich mit selbstorganisierter Geldanlage begonnen habe, stand für mich zunächst nicht im Fokus, auf diesem Weg fürs Alter vorzusorgen. Durch glückliche Umstände in meinem beruflichen Umfeld bin ich seinerzeit in den Genuss einer größeren Einmalzahlung gekommen, die direkt in mein Depot geflossen ist.
Der risikobehaftete Teil meiner Altersvorsorge ist dann daraus entstanden, dass mein Arbeitgeber aus seinem Beitrag für die bAV ein sogenanntes Benefit Budget zu machen, über das ich frie verfügen kann. Ich habe mich entschieden, mir diesen Betrag auszahlen zu lassen und in ETF und anteilig in einen Gold-ETC zu stecken. Etwa zur gleichen Zeit habe ich meine Riester-Rente aufgelöst und das Guthaben und den monatlichen Beitrag in der gleichen Verteilung in einen ETF und den Gold-ETC zu stecken.
Dieses Depot zur Altersvorsorge ist für mich "unantastbar". Allenfalls in einer extremen Notsituation würde ich vor Renteneintritt Geld entnehmen. Zudem bediene ich die Sparpläne hier wirklich jeden Monat.
In dem anderen Depot bin ich entspannter. Da setze ich auch mal einen Monat die Sparpläne aus, wenn eine größere Ausgabe ansteht. Hier würde ich auch Geld entnehmen, um statt eines schönen Urlaubs einen besonders schönen zu machen, um das Studium der Kinder mitzufinanzieren etc. Mir war es wichtig, diesen Teil meines Vermögens nicht mit dem Teil für die Altersvorsorge "zusammenzukippen", sondern es sauber zu trennen. Man hätte das natürlich auch über verschiedene ETF in einem Depot machen können, aber so empfinde ich die Trennung als noch klarer.
Und ja, die Asset Allokation ist in den beiden Depots unterschiedlich. Bei der Altersvorsorge ist es zu 90% ein Welt-ETF und zu 10% ein Gold -ETC. Hier betreibe ich Rebalancing und das ist es.
In dem anderen Depot ist die Zusammensetzung ein klein wenig bunter und hier habe ich auch ein paar Spielpositionen.