LebenimSueden
Ich habe nie behauptet, dass jedes Elektroauto 400km Reichweite im Winter hat. Ich sage lediglich, dass die meisten Menschen mit der Reichweite der aktuell verfügbaren Elektroautos völlig zurechtkommen.

Und beim Thema Laden habe ich komplett andere Erfahrungen gemacht. Zuhause lade ich für 0,28 € pro kWh, über die Solaranlage sogar für etwa 7 Cent. An öffentlichen Ladesäulen zahlt man als normaler Nutzer mit Ladetarif nicht mehr als 0,46 €, bei EnBW teilweise sogar nur rund 0,36 € – inklusive Schnellladen. Und die Säulen stehen mittlerweile wirklich überall. Warum ist das so? Normal denkende Menschen haben eine Ladekarte. 
Damit kommst du mit einem Benziner preislich nicht einmal ansatzweise mit. Und selbst wenn das Elektroauto am Ende (inkl. Steuerfreiheit, geringerer Wartung, THG-Prämie, günstigere Versicherung usw.) etwas teurer wäre, bleibt es für mich trotzdem das bessere und angenehmere Auto.
Ich kenne keinen einzigen Menschen, der elektrisch fährt und sich ernsthaft einen Verbrenner zurückwünscht. Ich kenne dagegen unglaublich viele Verbrenner-Befürworter, die den ganzen Tag über Elektroautos schimpfen, obwohl sie selbst nie wirklich Erfahrung damit gesammelt haben.
Das Thema Verbrenner ist aus meiner Sicht schlicht durch.
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"Ich habe nie behauptet, dass jedes Elektroauto 400km Reichweite im Winter hat"
Obwohl Du formal recht hast, klang das aber irgendwie anders:
"Abends einfach zu Hause in der Garage anstecken und am nächsten Morgen stehen realistische 400-500 km Reichweite bereit. Währenddessen fährt der Verbrenner weiter zur Tankstelle, um fossilen Stoff aus Schurkenstaaten nachzukaufen."
Wenn ich über meinen BMW i4 rede sage ich, dass bei empfohlenem Ladelevel von 80% realistisch 250 bis über 300 km Reichweite drin sind, je nach Witterung und Fahrprofil.
Fossiler Stoff aus "Schurkenstaaten"? Ansichtssache. Hauptlieferanten in D sind (absteigend): Norwegen, USA, Libyen, Kasachstan, UK
"An öffentlichen Ladesäulen zahlt man als normaler Nutzer mit Ladetarif nicht mehr als 0,46 €, bei EnBW teilweise sogar nur rund 0,36 €"
Also ich habe schon ein paar Mal für das "ad hoc" laden 80 bis 99 Cent/kWh bezahlen müssen...Und bei EnBW kostet mich die kWh derzeit 0,56 Cent im kleinsten Tarif "S"...günstigere Preise erfordern Abos (auch wenn die diese nicht unbedingt teuer sind, sollte man das fairer Weise erwähnen).
"günstigere Versicherung"
Ich zahle im besten Tarif der HUK24 etwa 800 Euro pro Jahr für meinen i4. Mein vergleichbarer 3er hat mich zuvor 500 Euro gekostet. Insbesondere bei der VK stelle ich fest, dass BEV meist deutlich teurer sind als die Verbrenner Pendants.
"Sorry, aber das „Tanken ist praktischer als Laden“-Argument wirkt inzwischen ziemlich konstruiert."
Das mag für Eigenheimbesitzer wie mich meist zutreffen. Ich kenne aber viele die in großen Mehrfamilienhäusern wohnen. Entweder "Laternenparker", manchmal eigener Stellplatz ohne Lademöglichkeit.....In so einer Situation kann der regelmäßige Ladezwang schon ziemlich unkomfortabel sein....und immerhin 42% der Gesamtbevölkerung leben in Mehrfamilienhäusern.
Ich fahre sowohl BEV (i4) als auch einen Diesel-Kombi....für mich und unser Familienfahrprofil die ideale Kombination.....