Beiträge von Jochen Emm

    Wo kommt diese sagenumwobende 1 Mio € her? Ist zwar optisch eine schöne Zahl, sagt doch relativ wenig aus, oder.


    Mein Ziel war es 4 k Euro netto pro Monat bis zum Lebensende (inflationsbereinigt) und keine Mietkosten zu haben.

    Je nach Alter, Rentenerwartung, örtlichen Immobilienpreisen benötigt man hierfür komplett unterschiedliche Depotwerte. (von 0 Euro bei früh pensionierten hohen Beamten bishin zu mehreren Mio. bei Selbstständigen ohne jegliche Rentenanprüche)

    Sehr gute Zusammenfassung!

    Genau deswegen habe ich auch den WisdomTree in meinem Depot.

    Im ehrlich zu sein, es ist ein Albtraum.

    Vielleicht kein Albtraum. Aber ein Sack voll Arbeit, inbesondere wenn man auf keine strukturierten Unterlagen zurückgreifen kann.

    Sollte dann noch ein Erbstreit (und da gerät man trotz Testament schneller rein, als einem lieb ist) ausbrechen, wird es nochmals eine Dimension schwieriger und vor allem seeeehr langwierig.

    In der Praxis sah das so aus:

    -Kontoverbindung(en) herausfinden und die Kontoauszüge der letzten 10 Jahre anfordern (die kamen tatsächlich in Kartons voller Papier)....Diese nach Allem durchforsten...Sämtliche Vertragspartner (und das sind in der Regel selbst in einfachen Fällen dutzende) ausfindig machen und kontaktieren...ggf. steuerrelevante Vorgänge (u.a. Schenkungen, Erbfälle) erfassen.

    -Kontonachforschungsaufträge auf den Weg bringen.

    -Erbschein beantragen

    -Physischen Besitz erfassen und strukturieren

    -Nachlassverzeichnis erstellen

    -Autos um-/abmelden und verkaufen

    -Einkommenststeuererkläfung für den Verstorbenen machen

    -Erbschaftssteuererklärung machen

    -Termine mit Erben (3 St.), Anwälten, Notar, Amtsgericht, Grundbuchamt, Banken koordinieren.....


    .....und und und

    ...Für die zwei Planlosen werde ich sofort Widerspruch einlegen und Rausholen kann ich auch nichts, weil die Leute nichts haben zum Absetzen.....

    IMHO bist auch Du nicht sehr fit in steuerlichen Angelegenheiten, was keineswegs böse gemeint ist. Deine Fehleinschätzung hat die beiden erst in diese Situation hineinmanövriert....

    In diesem Falle am besten den Rat eines Experten (z.B. Lohnsteuerhilfeverein) in Anspruch nehmen.

    ...Aus finanzieller Sicht ist es allerdings so, dass es sinnvoll sein kann die alte Technologie noch so lange zu benutzen, bis die Neubeschaffung sowieso anstehen würde. Ich gebe zum Beispiel derzeit ca. 1500 Euro im Jahr für Benzin aus, selbst wenn sich das nun erheblich verteuert, sagen wir mal auf 2500 Euro, würde der Ersatz durch einen BEV sich doch erst nach vielen Jahren rechnen. Ich fahre den Benziner deshalb erst einmal weiter, bis er sowieso ersetzt werden müsste, wann das sein wird weiß ich noch nicht. ......

    ....Jetzt ist der Blick auf die Haus Heizung eigentlich ähnlich, auch wenn die Zahlen natürlich eine andere Dimension haben und das Thema etwas langsamer dreht. Ich habe zuletzt vor einem Jahr den Heizöltank befüllen lassen, damals kostete der Liter ca. 1 Euro. Der Tank im Keller fasst 5000 Liter und ich brauche erfahrungsgemäß etwas mehr als 2000 davon für ein Jahr. Ich sollte also noch gut über den Winter kommen, Handlungsbedarf ist also erst 2027. Werde heute nachmittags mal den Füllstand prüfen. Der Heizölpreis ist heute ungefähr bei 1,75 und ich glaube nicht, dass der nochmal signifikant fallen wird, gehen wir mal von zukünftig 2 Euro aus. Ich habe derzeit also Heizkosten von 2000 Euro/Jahr und erwarte 4000 Euro oder gar mehr in der Zukunft.

    Jetzt bin ich gerade dabei mir eine Wärmepumpe anbieten zu lassen, ich habe noch keinen Preis, aber wenn die sagen wir einmal 50k Euro kosten würde, dann würde das doch auch Jahrzehnte dauern, bis sich diese Investition amortisiert hat. Auch weil deren Betriebskosten ja auch nicht Null sind. Hier muss ich etwas strategischer denken, denn eine neue Heizung bekomme ich nicht in zwei Wochen, das braucht viel mehr Planung und ich kann nicht einfach die Ölheizung weiter betreiben bis sie ihr Lebensende erreicht hat, denn dann ist irgendwann im Winter die Stube kalt, sie ist ungefähr 20 Jahre alt.

    Mir ist schon klar, dass meine Überlegungen sehr grob sind und viele zusätzliche Kosten nicht betrachtet sind, trotzdem ist die grundsätzliche Überlegung ja nicht falsch oder was denkt ihr?

    Bei mir teilweise ähnlich:


    Bei 2,50 Euro pro Liter benötige ich bei einer Fahrleistung von 15000 km im Jahr rund 1700 Euro für Energie (=Diesel)....Das Auto ist extrem zuverlässig verursacht derzeit außer Versicherung/TÜV/Steuer/Ölwechsel keine weitereren Kosten....Am Markt würde ich vielleicht 7k dafür bekommen....Ein günstiges BEV welches meine Anforderungen erfüllt würd mich knapp 30k kosten.....Die Energiekosten (=Strom) lägen bei mir rund bei 900 Euro...weiterhin würde ich den Ölwechsel (100 Euro) und die Steuer (=200 Euro) sparen...dafür wäre die Versicherung 400 Eur teurer....das würde sich derzeit nicht wirklich amortisieren...

    Auch bei mir wäre eine Wärmepumpe incl. Nebenarbeiten sackteuer (günstigstes Angebot lag bei 37k....davon ginge die Förderung ab).....2022 habe ich dann als Übergangslösung eine Splitklima (die ja prima heizen kann) installiert (ca. 2k Euro incl. Installation)....Eine gut Entscheidung! Ölverbrauch ging um fast 1000 Liter zurück, Strommehrverbrauch lag bei ca. 2700 kWh...in wenigen Jahren rechnet sich das Ding und hält zudem auch bei Monstersommern die Bude in Teilen bei angenehmen 23-24 Grad...

    Vielleicht auch eine Option für Dich?

    Ja. Das Angebot ist auch kein Fake.
    Allerdings werden franz. Banken bei den Finanztip-Empfehlungen nicht mehr berücksichtigt seit Frankreich von den Rating-Agenturen herabgestuft wurde.

    Ich habe schon seit Jahren ein TG-Konto bei der Renault Bank. Daher kein Neukundenbonus möglich.

    Auch bei Deutschland werden Bonitätsabwertungen derzeit zumindest diskutiert und selbst mit einer Abwertung um eine Stufe wäre D immer noch ein grundsolider Staatsschuldner....

    Warum also immer und immer wieder die Diskussion über etwas, was einfach Geschichte ist?

    Ca. 1900 bis Anfang der 1920er erlebten Elektroautos ihre Blütezeit. Danach waren sie einfach Geschichte.

    Nach Deiner Aufassung hätte man danach niemals wieder Diskussionen über BEV führen sollen?

    • Meine Partnerin und ich sind beide freiwillig gesetzlich versichert (und wir sind nicht verheiratet). Schaffen wir aus Kapzitätsgründen/Ehevertrag auch vermutlich nicht mehr dieses Jahr.


    Da Heirat ja wohl eine Option ist:

    Die eigentliche Trauung dauert keine Stunde im Standesamt. Haben wir im Dezember gemacht, weil damit einige monetäre Vorteile verbunden waren.

    Den Ehevertrag haben wir dann einige Monate später nachgeholt.

    Die Festivitäten haben wir völlig losgelöst von den formalen Terminen ca. 1 Jahr später geplant.

    Ich weiß, dass bei der Sparkasse bei größeren Summen ein akzeptabler individueller Devisenkurs vorab ausgehandelt werden kann.

    Wichtig ist natürlich vorher immer an die AWV-Meldung zu denken. Bussgelder können hier wohl recht happig ausfallen.

    Inbesondere bei WISE kenne ich einige negative Erfahrungen (allerdings auch viele positive) bei Geldtransfers nach Thailand zum Immobilienerwerb.

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    Kann ich absolut unterschreiben. Meine Mutter ist nach dem Umzug ins Seniorenheim nochmal richtig aufgeblüht. Sie hatte in 4 Wochen fast 2kg zugenommen (zum Glück!) und freute sich endlich wieder sozialen Kontakt zu haben.
    Leider waren Ihr nur noch diese 4 Wochen vergönnt.

    Dasselbe bei meinem Großvater, der mit 97 ins Heim kam und nochmal richtig an Fahrt aufnahm.

    Sein soziales Umfeld ist vor dem Umzug einfach weggestorben und er ist vereinsamt.

    Im Heim hat er alle Aktivitäten und Ausflüge mitgemacht, hatte sofort viele Kontakte zu geistig fitten Menschen.

    Jedesmal, wenn ich ihn besuchte haben seine Augen gestrahlt, wenn er davon erzählte.

    Sein großes Ziel war es 100 zu werden, was er auch im guten Zustand erreicht hat :)

    Liebe Community


    Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit dem Thema Gesundheit. Sprich wie ich durch einen hoffentlich gesunden Lebensstil möglichst viele gesunde/lebenswerte Jahre auf diesem Planeten verbringen kann.

    ...Wobei man einen großen Faktor (die genetische Prädisposition) derzeit noch nicht beeinflussen kann. Meine Voväter sind alle sackalt (100+) geworden und das komplett ohne eine Lebensweise nach den heute gehandelten Kriterien, die als gesund definiert werden. Da gab es täglich einen Rotwein, am Wochenende auch mal einen Schnaps (oder zwei), zu Geburtstagsfeiern eine Zigarre, kein definiertes Sportpramm (wohl aber viel Bewegung, weill alles mit dem Fahrrad ereledigt wurde) und zum Arzt ging man nur, wenn es anders nicht mehr ging.

    ....

    Das heisst auch, dass von meiner gesetzlichen Rente überdurchschnittlich lange profitieren würde, aber auch, dass ich meine Depotentnahme länger strecken müsste als üblich.

    Code
    Nicht unbedingt. Wenn man die Asymetrie des Ausgabenverlaufs anerkennt. Fast immer fallen nämlich die Konsumausgaben beginnend mit ca. 70 Lebensjahren deutlich ab (weniger aufwändige Reisen, weniger Extremsport, weniger exklusive Hobbys) Will heißen: Für manche reicht eine limitierte Depotentnahmezeit, wenn man anschließend mit den Renten immer noch ruhigeres aber trotzdem auskömmliches Leben führen kann.

    ...


    Im Übrigen finde ich es spannend, dass grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass wir auch in Zukunft im Durchschnitt immer älter werden und sich dieser Trend in dieser Weise fortsetzen wird. Wie verlässlich sind diese Prognosen. Ich bin mir da nicht so sicher, wenn ich auf Themen wie Klimawandel oder Ernährung blicke, auch wenn die Medizin natürlich Fortschritte macht und sich gerade in ärmeren Ländern die Lebensgrundlagen verbessern.

    Seit einigen Jahren scheint der Trend gebrochen. Speziell in D stagniert die Lebenserwartung bzw. ist leicht rückläufig. Wobei z.B. die Max-Planck-Gesellschaft langfristig von einer wieder steigenden Lebenserwartung ausgeht, allerdings mit einer sehr moderaten Steigerungsrate und großen Unsicherheiten.

    Das passt für mich nicht zusammen....Da scheint die körperliche Fitness, was ja ganz normal ist, doch nachzulassen, oder?! Wie sieht es dann perspektivisch aus?

    Wenn wirklich nur einzelene Dachpfannen defekt sind, muss keien Neudeckung mit Dämmung erfolgen. Da müssten schon Eindeckung und Tragkonstruktion "durch" sein...

    Ich würde mich hier einen Energieberater oder Gutachter wenden, um das Ganze fachlich einschätzen zu lassen. Der Fachbetrieb hat ggf. andere wirtschaftliche Interessen.


    Auch wenn alle Dachpfannen defekt wären (also mehr als 10%), gibt es im GEG eine Härtefallklausel, die hier greifen würde und einen vor einer wirtschaftlich nicht tragbaren Vollsanierung bewahrt....

    Nein, wir haben keine Rentenlücke. Die Frage ist halt wie am besten mit den 100.000 umgehen bzw. anlegen. Irgendwann verliert man einfach den Spass am Tagegeld Hopping.Ga

    Kann ich nachvollziehen.... Aber ein bis zweimal pro Jahr eine Umzugsaktion lasse ich mir noch gefallen. Derzeit liegt unser Tagesgeld bei der Norisbank.

    Vorteile:

    -4% Zinsen für 6 Monate

    Nachteile:

    -Man muss zusätzlich ein Konto eröffnen und ein paar Dinge dort abbuchen lassen (ging aber weitgehend automatisiert und war schnell erledigt)

    -Zu zweit ist der maximale Anlagebetrag auf 500k limitiert


    Alternativ zum Tagesgeld (wenn man keine Arbeit haben will und auch höhere Beträge anlegt):

    ETF DBX0AN

    Ja die Empfehlung ist mir natürlich bekannt, aber.... Ich glaube Finanztip hat irgendwann mal ein Video über die Wahrscheinlichkeiten bei verschiedenen Anlagehorizonten veröffentlicht.

    Nagelt mich nicht auf die genauen Zahlen fest, aber ich meine es war grob so:

    Nach 5 Jahren ist (war) ein Aktien ETF zu 80% im Plus.

    Nach 10 Jahren zu 90%. Nach 15 Jahren zu 100%.

    Die 90% wären mir genug Sicherheit, aber ist wohl nur mein Empfinden.

    Zur Einschätzung, ob die 90% für einen persönlich eine ausreichende Sicherheit darstellen, fehlt meines Erachtens eine zweite Zahl. Nämlich wie groß der Kapitalverlust nach 10 Jahren dann max. wäre.

    Zwischen 2000 und 2010 ist der MSCI z.B. in der Spitze um rund 37% eingeknickt.

    Bei mir waren es "nur" gut 20%, weil ich zum Glück nicht zum absoluten Höchststand investiert hatte. Fühlte sich trotzdem nicht gut an.

    Freunde, die im gleichen Zeitraum mit Festzinsprodukten über 30% Gewinn machten, haben mir damals eine lange Nase gemacht :)

    "1 Mio €" ist für einen Selbständigen alles andere als "safe and dry"

    Während 0,1 Mio € für z.B. für ein Beamtenehepaar "very safe and dry" sein können

    Festgeld ist doch überhaupt nicht liquide. Da ist das Auto liquider, das kann ich innerhalb einiger Tage zu Geld machen

    Beides kann man kurzfristig liquideren, das Auto ggf. mit hohen Verlusten

    Und für das Festgeld gibt Dir Deine Bank sicherlich gerne sofort ein Darlehen.

    Kleiner Nachsatz: Wer das Platzen der Dot-Com Bubble miterlebt hat ist bezüglich hoch bewerteten Techwerten etwas empfindlicher als jüngere Börsenhechte.

    Ich habe eine 15 jährige seitwärts Phase eines MSCI Fonds von 2000 bis ca. 2015 mitgemacht (2000 gab es ja noch keine ETF)....Deswegen bin ich persönlich auch bei Standardwerten etwas vorsichtiger.....

    Bei einem Anlagehorizont von 10 Jahren würde ich überhaupt nicht über Festgeld nachdenken, sondern 100% in Aktien ETFs investieren.

    Ich habe auch schon eine 15-Jahre seitwärts Phase des MSCI mitgemacht... (2000 bis 2015) ...EIn Fond (es gab ja noch keine ETF) in den ich im Jahr 2000 eine größere Summe investiert habe, war erst seit 2015 wieder im dauerhaft im Plus...... Deswegen bin ich (ein wenig) konservativer eingestellt.