Hallo zusammen,
Ich hatte meine Frage bereits an einen anderen Thread angehangen, der aber schon bearbeitet war, daher jetzt noch mal komplett als neues Thema. Sorry, dass das jetzt doppelt ist.
Ich bin seit über 25 Jahren bei der HUK versichert, 54. Jahre, weiblich. Kleiner Exkurs:
Ich hatte seinerzeit einen Makler beauftragt und vor eine damals Premium (und heute auch noch) abzuschließen. Bezüglich einer Vorerkrankung, die aber ausgestanden war, sagte mir der Makler zu, es gäbe keine Probleme er hätte das mit der Versicherung geklärt. Er rief mich dann noch mal an und teilte mir mit, dass der Versicherungsschein ohne Aufschläge und Restriktionen unterwegs sei. Als ich ihn bekommen habe, war dann aber ein Ausschluss enthalten.
Ich bin dann aufgrund dieser Erfahrung zur HUK in den dortigen besten Tarif und später, da weiblich in den Komfort gewechselt.
Nun waren die Beitragssteigerungen immer halbwegs human, bis auf die letzten beiden Jahre.
Rentenberater rät zum Wechsel in GKV (möchte ich aber nicht, da Mann Beamter) und ich vermutlich auch nach Eintritt der Rente an der Beitragsbemessungsgrenze sein werde (knapp drüber, knapp drunter, kann beides sein). Außerdem möchte ich meine ambulanten Ärzte behalten und einige würden mich als GKVler vermutlich nur noch als Selbstzahler nehmen)
Jetzt meine Frage:
Sollte das mit den Beitragsentwicklungen so wie in den letzten beiden Jahren weiter gehen oder aber schlimmer werden, wäre für mich der E3 Tarif der HUK eine Not-Option (der neue, also schon mit Anschlussheilbehandlung, Hospitz, aber ohne Reha-/Kur (die für mich aber sowieso aus persönlichen Gründen nur Streß bedeuten würden).
Jetzt sehen diesen Tarif ja Experten hier eher kritisch und wie gesagt, es wäre auch nur die Not-Option. Trotzdem hätte ich gerne mal eine Einschätzung, wo hier die kritischen Punkte gesehen werden? Als Laie sehe ich, außer bei Hilfsmitteln und Medikamenten die Zuzahlung (die aber ja max. 500 EUR p. a. wäre) keine großen Probleme. Einschränkung bei den Hilfsmitteln ist mir klar, wäre aber vermutlich auch nicht größer als bei der GKV und müsste ich im Zweifel eben selbst zahlen
Kritisch sehe ich die Begrenzung auf die GoÄ bei Heilmitteln. Das wird mich schon etwas kosten, da ich diese tatsächlich benötige. Wenn ich jetzt aber hochrechne, dass ein verletzter Senior in der GKV auch nicht häufiger als 2-3x die Woche Heilmittel erhält und ja auch zuzahlen müsste, wäre der Posten im E Tarif nicht gerade klein aber auch nicht unbeherrschbar.
Chefarzt und Einzelzimmer sind dann natürlich weg und ambulant würden halt nur 80 % bezahlt, wenn vorher kein Hausarzt aufgesucht wurde (aber da reicht ja eine Überweisung).
Morgen&Morgen sieht den Tarif als sehr beitragsstabil und er wird mir aktuell auch für einen sehr günstigen Preis angeboten (wahrscheinlich, da ich die Altersrückstellungen durch den Komfort schon überkompensiert habe für diesen Günstig-Tarif)
Übersehe ich hier noch etwas wichtiges?
Nur zur Klarstellung: das ist nur eine Option im Worst-Case-Szenario, um GKV und Basistarif zu umgehen! Aktuell und auch die nächsten Jahre ist das nicht geplant. Aber die Tür zur GKV schließt sich eben auch.
Danke!