Anleihenkauf

  • Ich möchte künftig verstärkt Anleihen von deutschen Banken Landesbanken und ähnlichem erwerben. (>70)

    Das Tagesgeldhopping hat zum Teil schon Spaß gemacht, ist aber auf Dauer nicht so toll. Jedesmal andere Banken und eventuell notwendige Vollmachten usw.

    Hat jemand einen guten Rat Anleihen leicht zu finden und möglichst zum Echtzeitkurs sofort zu kaufen?

    Der Börsenhandel in Stuttgart oder Frankfurt ist natürlich auch eine Alternative. Da ist eben die Gebühr höher und der Ausführungskurs, oder überhaupt die Ausführung nicht klar.

    Mein Broker ist der S-Broker.

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    Ich möchte künftig verstärkt Anleihen von deutschen Banken Landesbanken und ähnlichem erwerben. (>70)

    Das Tagesgeldhopping hat zum Teil schon Spaß gemacht, ist aber auf Dauer nicht so toll. Jedesmal andere Banken und eventuell notwendige Vollmachten usw.

    Aus diesem Grund erwerbe ich auch regelmäßig (kurzfristige) Anleihen.

    Ich empfehle – aus Gründen der Sicherheit und der Liquidität – Bundeswertpapiere und für eine leicht höhere Rendite Anleihen der KfW.

    Hat jemand einen guten Rat Anleihen leicht zu finden und möglichst zum Echtzeitkurs sofort zu kaufen?

    Anleihen-Finder der Börse Stuttgart, alternativ der comdirect.

    Ich kaufe meine Anleihen nie unlimitiert.

    Der Börsenhandel in Stuttgart oder Frankfurt ist natürlich auch eine Alternative. Da ist eben die Gebühr höher und der Ausführungskurs, oder überhaupt die Ausführung nicht klar.

    Mein Broker ist der S-Broker.

    Ich nutze Traders Place. Bisher ohne Probleme und ab 500 € kostenfrei über gettex.

  • Nein, das sind Festzins-Anleihen. Aber Du kannst auch andere Produkte (strukturierte Anleihen und Zertifikate) auf dieser Homepage über das Menü am oberen Rand auswählen. Das war nicht meine Empfehlung.

    Die Sparkassengruppe hat eine Institutssicherung, die auch für die Anleihen gilt. Es geht keine Sparkasse oder Landesbank pleite, sondern sie wird im Zweifelsfall von anderen Sparkassen/Landesbanken aufgefangen bzw. fusioniert. Daher sind deren Anleihen besonders sicher. Wie die WestLB, seinerzeit die größte Landesbank, defacto Pleite ging, hat daher kein Anleihegläubiger einen Cent verloren. Daher ist es m.E. richtig, dass der TE Landesbanken bevorzugt.

  • Es sind durchaus Anleihen.

    Und die Einlagensicherung ist für keine Anleihe vorhanden.

    Das gilt nur Bankkonten. Also Fest und Tagesgeld usw.

    Bei den Anleihen die ich bevorzuge ist ein Ausfall recht unwahrscheinlich.

    Also Landesbanken, Bundesländer usw.

  • Nein, das sind Festzins-Anleihen. Aber Du kannst auch andere Produkte (strukturierte Anleihen und Zertifikate) auf dieser Homepage über das Menü am oberen Rand auswählen. Das war nicht meine Empfehlung.

    Die Sparkassengruppe hat eine Institutssicherung, die auch für die Anleihen gilt. Es geht keine Sparkasse oder Landesbank pleite, sondern sie wird im Zweifelsfall von anderen Sparkassen/Landesbanken aufgefangen bzw. fusioniert. Daher sind deren Anleihen besonders sicher. Wie die WestLB, seinerzeit die größte Landesbank, defacto Pleite ging, hat daher kein Anleihegläubiger einen Cent verloren. Daher ist es m.E. richtig, dass der TE Landesbanken bevorzugt.

    Es sind und bleiben Zertifikate. Ob die Sparkassengruppe im Ernstfall aufgefangen werden kann, wollen wir hier lieber nicht diskutieren.

    In den Bedingungen für die Zertifikate (Carrara Festzinsanleihe) wird ausgeführt:

    Emittenten- /Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale ausgesetzt. Die Abwicklungsbehörde hat zusätzlich auch außerhalb der Insolvenz im Falle einer Krise des Emittenten weitgehende Eingriffsbefugnisse. Unter anderem kann sie den Nennbetrag herabsetzen, das Produkt kündigen, sowie Rechte des Kunden aussetzen. In der Insolvenz bzw. in der Abwicklung ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.

    Warum wohl ....

  • Es sind durchaus Anleihen.

    Und die Einlagensicherung ist für keine Anleihe vorhanden.

    Das gilt nur Bankkonten. Also Fest und Tagesgeld usw.

    Bei den Anleihen die ich bevorzuge ist ein Ausfall recht unwahrscheinlich.

    Also Landesbanken, Bundesländer usw.

    Das wird vom "Finanzproduktefachverkäufer" auch immer so dargestellt. Trotzdem gibt es den ausdrücklichen Warhinweis in den Bedingungen für diese Zertifikate.

    Richtig ist, das bisher die notleidenden Landesbanken (WestLB - HSH Nordbank - Bremer Landesbank - Sachsen LB - Landesbank Rheinland Pfalz - Landesbank Berlin - SüdWest LB
    entweder verschmolzen wurden oder von einer anderen Landesbank durch Fusion "aufgefangen" wurde.

    Wenn Anleihen, dann Bundesanleihen, KfW, Anleihen der (Bundes-)Länder, die auch an der Börse handelbar sind.
    Die Festzins-Zertifikate der HelaBa werden nicht an den Börsen gehandelt, so dass ein vorzeitiger Verkauf in der Regel nur mit Verlusten möglich ist.

  • Sorry, Du verrennst Dich gerade.

    Zunächst: Der juristisch korrekte Begriff für Anleihen ist Schuldverschreibung. Auch strukturierte Anleihen und Zertifikate sind Anleihen. Juristisch ist also kein Unterschied zwischen Anleihe und Zertifikat, was das Ausfallrisiko betrifft.

    Die Helaba hat auch nur einen Basisprospekt, der für alle Emissionen benutzt wird, egal ob normaler Bond, Pfandbrief, Nachrang oder strukturierte Anleihe.

    In dem Prospekt muss auf alle Risiken hingewiesen werden, das ist gesetzlich vorgegeben. Also auch auf das Emittenten-/Bonitätsrisiko. Das findest Du daher grundsätzlich in jedem Prospekt aller europäischen Anleihen.

    Du meinst mit Anleihen "Plain-Vanilla-Anleihen", also erstrangige Anleihen ohne Besonderheiten bei der Verzinsung oder Rückzahlung. Genau auf diese Anleihen hatte ich mit dem Link hingewiesen.

    Zur Sparkassen-Einlagensicherung verweise ich auf die Homepage des DSGV. Das das bei einer kleinen Sparkasse funktioniert, ist wenig überraschend. Es hat aber auch beim Milliardengrab der WestLB funktioniert. Natürlich auch für Zertifikate.

    Kleiner Hinweis: Lehman-Zertifikate waren bekanntlich kein gutes Investment. Aber nicht, weil es Zertifikate waren, sondern weil der Emittent nicht aufgefangen wurde. Davon waren natürlich alle Anleihen (inkl. Zertifikate) dieses Emittenten betroffen.

  • Die Festzins-Zertifikate der HelaBa werden nicht an den Börsen gehandelt, so dass ein vorzeitiger Verkauf in der Regel nur mit Verlusten möglich ist.

    Die prozentnotierten Anleihen der Helaba werden an der Börse Frankfurt eingeführt und dort täglich gehandelt. Viele Anleihen sind auch an anderen Börsen notiert, dort aber nur im Freiverkehr von Maklern.

    Wie gesagt sind die Neuemissionen mit Provisionen (für die Sparkassen), darauf würde ich verzichten. Ich kaufe Helaba-Anleihen ausschließlich an der Börse Frankfurt, wo die Helaba den Marktausgleich macht.

    Die Helaba hat auch stücknotierte Anleihen. Das sind Emissionen, die speziell für die Deka-Kunden aufgelegt werden. Hintergrund ist, dass im Deka-Depot keine prozentnotierten Produkte abbildbar sind. Diese Produkte sind daher in der Tat nicht börsennotiert, können also nicht über die Börse gekauft werden. Für Deka-Kunden stellt die Deka täglich Geldkurse.

  • Sorry, Du verrennst Dich gerade.

    Zunächst: Der juristisch korrekte Begriff für Anleihen ist Schuldverschreibung. Auch strukturierte Anleihen und Zertifikate sind Anleihen. Juristisch ist also kein Unterschied zwischen Anleihe und Zertifikat, was das Ausfallrisiko betrifft.

    ... korrekt ...

    Wenn die Landesbank "pleite" geht, dann ist es egal, welche Art der Anleihe ich von diesem Emittenten habe.
    Dann kann ich nur noch hoffen, dass es eine Auffanglösung geben wird.
    Grundsätzlich hast du dann natürlich Recht, wenn du sagst, dass eine Anleihe von einer deutschen Landesbank besser geschützt ist, als die Anleihe einer x-beliebigen Privatbank.


    Die Helaba hat auch nur einen Basisprospekt, der für alle Emissionen benutzt wird, egal ob normaler Bond, Pfandbrief, Nachrang oder strukturierte Anleihe.

    In dem Prospekt muss auf alle Risiken hingewiesen werden, das ist gesetzlich vorgegeben. Also auch auf das Emittenten-/Bonitätsrisiko. Das findest Du daher grundsätzlich in jedem Prospekt aller europäischen Anleihen.

    Eine Anleihe des Bundes hat aber nun mal eine höhere Sicherheit als die Anleihe eines Geldhauses.
    Bisher hat es keine Ausfälle bei den "öffentlichen Kreditinstituten" gegeben, da es eine Institutssicherung versprochen wird. Gleiches gilt auch für die Volks- und Raiffeisenkassen.

    Du meinst mit Anleihen "Plain-Vanilla-Anleihen", also erstrangige Anleihen ohne Besonderheiten bei der Verzinsung oder Rückzahlung. Genau auf diese Anleihen hatte ich mit dem Link hingewiesen.

    Zur Sparkassen-Einlagensicherung verweise ich auf die Homepage des DSGV. Das das bei einer kleinen Sparkasse funktioniert, ist wenig überraschend. Es hat aber auch beim Milliardengrab der WestLB funktioniert. Natürlich auch für Zertifikate.

    Die "Sündenfälle" WestLB und der meisten anderen Landesbanken geschahen vor 2015. Es gab aber genügend Stimmen, die die Rettung von Banken mithilfe von Steuergeldern immer wieder angeprangert haben.
    Seit 2015 gibt es ein Gesetz, das zur Umsetzung der europäischen Bankensanierungs- und Abwicklungsrichtlinie (engl. Bank Recovery and Resolution Directive, kurz BRRD) gilt. Bislang mussten diese Bestimmungen (noch) nicht angewendet werden. Die Risikohinweise sind dem Käufer der Bankanleihen und der Zertifikate jedoch immer mitzuteilen, um auf die speziellen Risiken hinzuweisen.
    Diese Risikohinweise gibt es nicht bei Bundesanleihen und anderen öffentlichen Anleihen.

    Dort heißt es u.a.

    Die Abwicklungsbehörde hat zusätzlich auch außerhalb der Insolvenz im Falle einer Krise des Emittenten weitgehende Eingriffsbefugnisse. Unter anderem kann sie den Nennbetrag herabsetzen, das Produkt kündigen, sowie Rechte des Kunden aussetzen. In der Insolvenz bzw. in der Abwicklung ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich.

    Wir wollen hoffen, dass es nie soweit kommen wird.

    Kleiner Hinweis: Lehman-Zertifikate waren bekanntlich kein gutes Investment. Aber nicht, weil es Zertifikate waren, sondern weil der Emittent nicht aufgefangen wurde. Davon waren natürlich alle Anleihen (inkl. Zertifikate) dieses Emittenten betroffen.

    Richtig, das hatte seinerzeit (2008) auch niemand voraussehen können - auch die Anleihen und Zertifikate dieser Bank galten damals -aufgrund deren Größe- als recht sicher und wurden auch von vielen "Finanzproduktefachverkäufern" aktiv verkauft.

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