Beiträge von Malapascua

    Das kann sicher sein, aber wie kommst du darauf? Wieviel darf ein Staat auf pump investieren? 230% des BIP wie Japan? Sind die 125% der USA das Optimum? Oder ca. 63% wie Deutschland? Oder wie machst du das Ausgabenproblem fest?

    Wie wäre es anstelle von Verschulung (manche Länder stellen seriös ihre kommenden Ausgaben zurück) die Staatsquote zu betrachten? Die geht seit Jahren steil nach oben….

    Also fallen doch keine expliziten Steuern für die Unternehmen für die Gewinnausschüttung an. Körperschafts- und Gewerbesteuer fallen vorher auf die Gewinne selbst an.

    Genau und damit werden Gewinne aus Körperschaften höher besteuert als Gewinne von Personengesellschaften sofern ausgeschüttet wird. Und jetzt kommt die Forderung Gewinne aus Körperschaften noch höher zu besteuern. Zur Erinnerung: wir hatten bereits Versteuerung zum individuellen Steuersatz und das brachte weniger Steuereinnahmen. Will man das wieder? Von mir aus gerne….

    Kannst Du einen link teilen, der klarstellt, ob Du von der Besteuerung des Gewinns oder der Besteuerung der Kapitalausschüttung sprichst? Gewinne können ja auch einbehalten und investiert werden.

    Gewinne werden erst mal mit Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer besteuert, in Summe ca 30% je nach Hebesatz (abartig im internationalen Vergleich), danach kommen noch Abgeltungssteuer und Soli wenn ausgeschüttet wird. Das ist schon heftig. Jetzt könnte man natürlich wieder zurück zum persönlichen Steuersatz und dem Halbeinkünfteverfahren gehen, aber dann hat der Staat weniger und nicht mehr.

    Ja und? Einen Kapitalgesellschaft, die auch Arbeiter/Angestellte hat, zahlt ihren Arbeitnehmern, die ihre Arbeitskraft geben, die Löhne. Und sie zahlt ihren Aktionären, die ihr Geld geben, Dividenden. Warum werden die Löhne progressiv besteuert, die Dividenden aber nicht?

    Weil ein Gewinn ohne Progression direkt mit 48-52% besteuert wird wenn ausgeschüttet wird. Früher wurden Kapitalerträge nach persönlichen Steuersatz (damals bis 56%) im Halbeinkünfteverfahren besteuert. Die Erträge daraus warfen niedriger und nicht höher.

    Und bevor man bei den Schwächsten der Gesellschaft (Alleinerziehende, Behinderte, Flüchtlinge, Kinder im Bürgergeldbezug...) spart, sollte man absolut bei Leuten wie mir die Steuer erhöhen!

    Ich befürchte eher das man mit Sozialleistungen denen den man helfen möchte massiv schadet. Familien die sich über Generationen im Bürgergeld einrichten sind keine Seltenheit, unter Flüchtlingen (das Bürgergeld ist am Ende ja eine Migrationsleistung da 3/4 der Bezieher Migranten sind) besonders stark ausgeprägt mit Kindern macht arbeiten da gar keinen Sinn.

    https://www.welt.de/debatte/articl…-die-Armut.html

    Das liegt vermutlich daran das die Löhne dort wesentlich höher sind und man diese dann in dem ach so schrecklichen Deutschland bei geringeren Kosten ausgeben kann.

    Und das obwohl die Lohnkosten gar nicht höher sind. Viel höhere Nettolöhne bei gleichen Lohnkosten - ja wie ist denn das möglich? Die Antwort ist ganz einfach: keine groteske Bürokratie in Form von alle blockierenden Betriebsräten, Beauftragten für jeden Dreck, Kündigungschutz mit riesigen Abfindungssummen an Arbeitsverweigerer, Abgaben um das nicht Arbeiten zu subventionieren, eine Krankenversicherung ohne Franchise, Freizeitorientierte Arbeitszeiten mit der Forderung 28h/Woche einzuführen, ein Beamtenstaat der völlig außer Kontrolle ist,….

    Diese Diskussion hatten wir schon

    1. Der Unternehmer ist nicht in persona gleich dem Aktionär
    2. Der Unternehmer zahlt auch die Löhne
    3. Der Arbeitnehmer muss auch die Gewinne / Dividenden erarbeiten.

    Gewinne von Kapitalgesellschaften werden aber höher besteuert als die von Personengesellschaften wenn es zur Ausschüttung kommt. Jetzt kann man sicherlich die Abgeltungssteuer erhöhen, aber dann bitte wie in vielen erfolgreichen Ländern auch die Körperschaftssteuer massiv senken.

    Und was denkst du hat sich seit dem 2ten Weltkrieg verändert? Sind die Menschen vielleicht viel mobiler geworden? Ich wohne im Süden an der Schweizer Grenze, da haben schon viele Freunde rüber gemacht an diesen schrecklichen Ort. Viele Firmen auch.


    Keinerlei Kündigungsschutz, keine Betriebsräte, viel weniger Steuern und Sozialabgaben, viel weniger Urlaub, sehr geringe Unternehmensbesteuerung, maximaler Druck auf Arbeitslose und nur sehr geringe Sozialleistungen,…da schadet dann auch eine kleine Vermögenssteuer nicht. Und komischerweise wollen da alle hin.

    Ich glaube ehrlich gesagt meiner Meinung nach, dass die Auswirkungen eher negativ für die PKV sind bzw. zumindest nicht so positiv wies manchmal dargestellt wird. Man muss sich ja erstmal anschauen, warum überhaupt ständig an der GKV geschraubt wird. Die gestzliche hat massive Finanzprobleme, weil die Ausgaben für Medikamente Kliniken und Demografie stark steigen und die Einnahmen nicht mithalten. Selbst mit Reformen rechnen Kasssen trotzdem mit steigenden Zusatzbeiträgen. Aber genaueres kann man dann sowieso erst später feststellen/sagen.

    Diese Probleme haben beide Versicherer, die Überalterung der Gesellschaft schlägt voll zu. Was wir jetzt sehen ist erst der Anfang. Ohne massives Streichen von Leistungen wird es nicht gehen.


    Was für ein Taschenspielertrick: da wird die Erhöhung der Mütterrente (für die nie Beiträge geflossen sind) von 5 Mrd. € um ein Jahr vorgezogen, um dann 4 Mrd. davon sofort wieder aus der Rentenkasse zu entnehmen. Ballaballa…

    Und komischerweise werden die Renten trotzdem um völlig absurde 4,57% erhöht. Diese armen betrogenen Rentner aber auch….

    Wo gibt es denn bürokratischen Aufwand bei PKV-Versicherten? Da wird eine Rechnung gestellt und fertig. Häufig wird diese Tätigkeit an Dienstleister outgesourct. Das genaue Gegenteil davon ist die GKV, wo sich der Verwaltungsaufwand durch "Verbesserungen" dauernd vergrößert. Es hat schon seinen Grund, warum es immer mehr Praxen gibt, die nur noch Privatpatienten und Selbstzahler behandeln.

    Nachwuchsprobleme bei Ärzten? Wurden jetzt die Zulassungsbeschränkungen für das Medizinstudium abgeschafft, weil es mehr Studienplätze als Studenten gibt? Allerdings mögen es sich heutzutage die wenigsten antun, eine Praxis zu übernehmen. Warum zieht es viele der hier teuer Ausgebildeten ins Ausland? Mehr Geld bei weniger Arbeit dürfte einer der Gründe sein.

    Es wandern sehr viel mehr Ärzte ein als aus. Aber das kann natürlich nicht verhindern dass in dieser Berufsgruppe wie in vielen anderen auch eine demographische Bombe tickt. Es wird bald sehr sehr schwer werden mit Arzterminen, sind bald sehr viele in Rente. Aber tröste dich daran dass es bald auch kaum mehr Handwerker geben wird.

    T-Mobile ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG, aber eigenständig an der US Börse gelistet und auch sehr viel mehr wert. Auch der Großteil des Umsatzes kommt mittlerweile von der US Tochter. Genial damals dieses Geschäft zu übernehmen, aber alle gingen auf Ron Sommer los wie verrückt er sei so viel Geld in den USA auszugeben.

    Stimmt aber, wie ich immer wieder feststellen kann. Die Lebenshaltungskosten in den USA sind für die armen Deutschen herausfordernd. Der Amerikaner schimpft und zahlt vom Einkommen.^^

    Ja das stimmt - wie in CH ist alles teuer weil die Löhne sehr viel höher sind. Mindestgehalt bei Costco als Regaleinräumer 30US$ die Stunde. Netto sowieso viel mehr. Von deutschen Gehältern könnte man da nicht leben.

    Die Wirtschaft wächst seit Jahrzehnten stärker als in Europa. Löhne liegen weit weit weit über den Deutschen, sowohl im Schnitt als auch im Median. Reallöhne ebenfalls deutlich drüber. Netto verdient man sowieso fast das doppelte. Armutsquote ist geringer, die Zahl der Leute mit mehr als einem Job ist halb so hoch wie in Deutschland. In guten Tech Jobs verdienst 4-5x so viel wie in Deutschland. Was in den USA ein normales Einkommen ist, ist hier fast unerreichbar.

    Noch so jemand, der die Weisheit mit Löffeln ..... Arrogante Haltung. Einfach dankbar sein, dass du Grips, einen deutschen Pass und eine Ausbildung mitbekommen hast.

    Telekom-Aktie sagt dir was?

    Die Telekom Aktie ist seit der Manfred Krug Werbung um 260% gestiegen. Inflationsbereinigt vielleicht nicht Mega Beeindruckend aber auch nicht so schlecht wie hier als negativ Beispiel immer gerne dargestellt.

    Hätten Millionen von Bundesbürgerinnen und Bürgern ihr Hirn eingeschaltet und ihr Geld nicht jahrzehntelang auf Girokonten, Sparbüchern und bestenfalls noch Tagesgeldkonten vergammeln lassen, müssten sie sich keine Sorgen machen. Wir reden hier von 4,5 Billionen Euro ungenutztes Kapital.

    Der mit weitem Abstand größte Teil dieses „ungenutzten Kapitals“ sind kleinstbeträge auf Girokonten.

    Einige haben es immerhin zur Immobilie geschafft und damit Vermögen aufgebaut.
    Wer es aber nicht zur Immobilie geschafft hat und allenfalls ein Tagesgeldkonto hat, wird dank Inflation Mühe haben den Status quo zu erhalten.

    Und wer es jetzt noch nicht gecheckt hat, dass die Demographie künftig höchstens noch eine Basisrente zulässt, braucht wohl die deutliche Ansprache eines Kanzlers, der ihn aus dem Wolkenkuckucksheim holt.

    Eine selbst genutzte Immobilie ist selten bis nie eine gute Altersvorsorge sondern ein nimmer enden wollendes Geldgrab.