Beiträge von McProfit

    Lieber madize

    Da ich in der Autostadt Stuttgart lebe und viele Kontakte zu leitenden Leute bei Porsche, Mercedes aber auch zu den Zulieferern wie Bosch, Mahle, Eberspächer habe, kann ich Dir bestätigen, dass die Wende im Automobilbau ein riesiges Thema hier ist.

    Schließlich hängen nicht nur die direkten Arbeitsplätze dran sondern unzählige auch kleinere Zulieferer, aber aber der Wohnungsmarkt, die Gastronomie, Hotelerie die alle von der Autoindustrie abhängig sind.

    Die Prognosen wohin die Reise geht, gehen weit auseinander. So wie das eben bei Prognosen in die Zukunft ist. Hier geht es aber um das Herzstück der Wirtschaft im Südwesten.

    Viele Grüße aus Stuttgart McProfit.

    Hallo Horst Talski

    Der Übertrag eines Aktiendepots zu Lebzeiten auf Kinder oder Erben mit Nießbrauch ist eine extrem gute Idee.

    Leider war es selbst mir als altem Immobilienprofi lange Zeit nicht bekannt, dass man nicht nur IMMOBILIEN sondern auch AKTIEN zu Lebzeiten übertragen kann.

    Die Aktien gehören dann sozusagen dem Beschenkten.

    Es gibt eine Depotsperre, so dass der Beschenkte die Aktien nicht verkaufen kann und der Schenker bekommt so wie bei einer Immobilie die Dividende ausgeschüttet.

    Es sollte jedoch eine Regelung vereinbart sein für den Fal, dass man mal eine Aktie austauschen will, falls die Dividende ausfällt.

    Ich habe inzwischen längst Aktien mit Nießbrauch auf künftige ERBEN übertragen und bekomme weiterhin die Dividende während das Depot bereits den künftigen Erben gehört.

    Bei größeren Vermögen unbedingt zu empfehlen.

    Man kann damit auch Erbstreitigkeiten teilweise ausschließen. Gruss McProfit

    Lieber Forumsfreund Hornie

    Ich habe mit Staunen die Erklärung der Unterschiede de Besteuerung von Aktien- oder Fonds gelesen.

    Wenn man dann auch noch den Erbfall berücksichtigen will, dann wird die Wahl der richtigen Anlagestrategie fast schon eine wissenschaftliche Arbeit.

    Vermutlich werden nur für wenige Forumsfreunde für Deine Alternativen auf Grund der unterschiedlichen Vermögen, Lebensabschnitte usw. in Frage kommen.

    Für mich waren Deine Ausführungen lesenwert - wenn auch sehr kompliziert.

    Schönen Sonntag wünscht McProfit

    Sonntag 28.1.2024

    Hallo liebe Forumsfreunde,

    mit Vergnügen haben ich am heutigen Sonntagvormittag die Kommentare hier gelesen.

    Allerdings sind wir jetzt bei der Steuerpolitik gelandet und beim Thema der Vermögensverteilung hierzulande.

    Leider habe auch ich mit meinem Kommentar einige Verwirrung gestiftet, vor allem beim Formumsfreund   @gregoriw

    Deine Abneigung gegenüber mir oder meinen Kommentaren ist völlig unbegründet.

    Ich denke, dass ich mich einfach zu provokativ ausgedrückt habe.

    Dies liegt natürlich auch daran, dass man sich in den Kommentaren möglichst kurz fassen sollte.

    Bei komplizierten Zusammenhängen passieren dann eben Mißverständnisse.

    Im Grunde genommen merkt man das bei jeder Fernsehtalkshow.

    Es ist dort gar nicht möglich, sachliche Argumente zu bringen, weil diese eben nicht mit einem Satz zu klären sind, sondern weil man erst den Zusammenhang erklären muss.

    Dazu bekommt man gar keine Gelegenheit.

    Denk nur mal an die Vorurteile bei unserem Aktien-Hobby

    Wenn Du jemand erzählst, dass Du Geld in Aktien anlegst, dann gibt es einen großen Prozentsatz an Menschen, die Dich sofort als Spekulant einstufen .

    Wenn Du dann noch sagst, dass Du sogar den größten Teil des Vermögens in Aktien anlegst, dann schütteln sie nur den Kopf.

    Erzählst Du aber, dass Du Dir z.B. als Altersvorsorge und als Vermögensanlage IMMOBIILIEN gekauft hast zum Vermieten, dann bekommst Du fast immer Zustimmung.

    Hand aufs Herz:

    Wie viel Zeit brauchst Du um einen solchen MItbürger zu erklären, dass Aktien nicht automatisch eine Spekulation sind und am Ende sogar weniger riskant als Immobilien?

    Das geht nicht in einem Satz, weil viele Menschen nicht mal wissen, was Aktien sind und dass man damit Miteigentümer der Firma wird.

    Gerade die Mitarbeiter "Deiner Firma" wo Du Aktionär bist zahlen mit ihrem Lohn den sie von Deiner Firma bekommen, die Miete des Immobilieninvestors.

    Ist "Deine Firma" jedoch pleite und Deine Aktie wertlos, dann ist Deine Firma wertlos dann gibt es auch keinen Lohn für die Mitarbieter und damit keine Miete für den Vermieter.

    Erklär mal diesen Zusammenhang in 40 Sekten Redezeit.

    Genau so ist es wenn es hier bei uns um das Thema Reichensteuer oder Vermögenssteuer geht.

    Du brauchst dazu nicht wie ich zu einer Wahlverstaltung oder Podiumssdiskussion zu gehen, sondern kannst ganz einfach auch in Deinem Umfeld die Frage stellen:

    ...wann man ein "Millionär" ist.

    Du wirst interessante Antworten erhalten.

    Du kannst sicher sein, dass bereits Einkommensmillion und Vermögensmillion regelmäßig verwechselt wird.

    Das Thema Unterschied von Privatvermögen, Betriebsvermögen, oder gar, dass auch Renten- oder Pensionsansprüche Vermögen sind, ist den meisten Menschen dann schon zu kompliziert.

    Lieber Gregoriw,

    Du siehst das Thema ist viel zu umfangreich für so ein Forum hier.

    Anhand Deines vernichtenden Kommentars zu meinem Beitrag, habe ich schnell gemerkt, dass ich mich mit meiner Vereinfachung zu weit aus dem Fenster gelehnt habe.

    Wenn es Dich etwas mit mir versöhnt, dann vielleicht der Hinweis, dass ich gerne Steuer zahle und sogar bereit bin MEHR Steuer zu zahlen.

    Ich wollte mit meinem Kommentar niemand provozieren.

    Mit dem Hinweis, auf meine Spendenfreudigkeit wollte ich lediglich dem Vorurteil den Wind aus den Segeln nehmen, dass "der McProfit als Reicher" ohnehin nicht objektiv sein kann.

    Daher nochmal:

    Persönliche Steuer sollte man nur von echtem EINKOMMEN zahlen, egal ob Lohn, Gehalt, Gagen, Zinsen, Miete, Kapitalerträge, Rente, Pension, Nebenverdienste usw. - natürlich auch gestaffelt.

    Man sollte aber die Finger von Steuern lassen, bei denen die Bewertungsbasis nicht eindeutig feststeht.

    Das sind nun mal Immobilien, Unternehmen, Beteiligungen und die ganze Latte wofür manche Menschen Geld ausgeben, Ferienwohnungen, Goldbarren, Schmuck, Antquitäten, Oldtimer usw. Da kann man Heerscharen von Prüfern und Gutachtern einsetzen und es bleibt dennoch ein Dauerstreit.

    Denk nur an die neue GRUNDSTEUER für Immobilien mit jetzt schon hunderttausenden von Einsprüchen.

    Dagegen ist die neue VORABSTEUER auf nicht realisierte Kursgewinne echte "Peanuts".

    Das ist meine schwäbische Logik.

    Damit könnte man Steit vermeiden, Personal einsparen und hätte sogar noch eine Akzeptanz der Bürger.

    Ich hoffe ich habe Dich jetzt wieder ein wenig versöhnt.

    Schöne Grüße aus Stuttgart McProfit

    Hallo Hornie

    Bei der Fülle der Informationen hier ist es so, dass man leider manche Info wieder vergisst weil man sie zu selten braucht. Man stirbt ja bekanntlch auch nur einmal.

    Entchuldige daher meine nochmalige Nachfrage.

    Nachdem ich mit dem gesunden Menschenverstand den Ablauf im Erbfall überlegt habe,

    war mir klar, dass man an der doppelten Besteuerung nicht vorbei kommt.

    Selbst wenn ich kurz vor meinem Tod (sofern man das Datum überhaupt weiß)

    alle meine Aktien oder Fonds verkaufe dann zahle ich dennoch erstmal die Gewinnsteuer.

    Der Vorteil für die ERBEN ist dann in der Tat der, dass diese NUR das tatsächlich ererbte Vermögen versteuern weil die Gewinnsteuer schon vorher bezahlt worden ist.

    Die Erben müssen somit nicht auch noch auf die Gewinn-Steuer die ja das FA erhalten hat,

    auch noch Erbschaftssteuer zahlen.

    Das Dumme daran ist, dass ja der Todeszeitpunkt häufig überraschen kommt oder man wenn es denn soweit ist nicht auch noch an eine steuerliche Gesaltung denkt.

    Als Trost bleibt jedoch, dass in vielen Fällen die Gewinnsteuer nicht so hoch ist weil durch viele Verkäufe und Neukäufe häufig gar nicht so viele Aktien im Depot sind die sich im Kurs verdoppelt oder gar verzehnfacht haben.

    Oft gibt es sogar die eine oder andere Aktie die im Verlust liegt und somit die Gewinnsteuer relativiert. Außerdem gibt es ja bei den nahen Angehörigen auch Freibeträge von 400 - 500.000 Euro.

    Wie dem auch sei, ich stimme den Forumsfreunden zu, die der Ansicht sind, dass ERBEN sich vor allem über die tatsächliche Summe freuen und nicht ärgern dass diese höher hätte sein können, wenn der ERBLASSER vorher steuerliche besser beratern worden wäre.

    Freu Dich daher über das ERBE und ärgere Dich nicht über die ERBSCHAFTSSTEUER.

    Viele Grüße McProfit

    27.1.2024

    Hallo Forumsfreund madize

    Du hast gerade eine interessante Frage gestellt, bei der ich selbst als alter Hase nicht sicher bin.

    Wenn du Aktien oder Fondsanteile behältst , wird ja bekanntlich erst beim Verkauf auf die erzielten Gewinne die Abgeltungssteuer fällig.

    Je länger man die Aktien oder Fonds behält, umso länger hat man praktisch ein zinsloses Darlehen vom Finanzamt das weiterhin zu Deinen Gunsten in Aktien oder Fonds angelegt ist und so eine Art "Hebelwirkung" bei der Rendite darstellt.

    Jetzt kommt aber Deine Frage:

    Wenn Du Deine Aktien bis zu Deinem Tod gar nicht mehr verkaufst

    (weil Du entweder das Geld nicht brauchst oder weil Dir die Dividenden reichen)

    dann schreibst Du, dass dann ja die Erben diese Gewinnsteuer bezahlen.

    Da bin ich mir aber nicht so sicher.

    Ich gehe davon aus, dass unser vielbelesener Forumsfreund @Achim Weiss die Antwort besser kennt als ich.

    ich selbst bin der Meinung dass die ERBEN eines Depots NUR den Depotwert mit der Erbschaftssteuer mit bis zu 30% versteuern müssen (je nach Verandtschaftsverhältnis)

    und nicht noch zusätzlich die Gewinne des bisherige Besitzers als des Erblassers.

    Sollten die Erben jedoch die aufgelaufenen Kursgewinne ebenfalls versteuern müssen, dann sollten die Erben sozusagen erst mal alle Aktien oder Fonds VERKAUFEN und erst danach die Gewinnsteuer zahlen.

    Dann würde die Berechnung der Erbschaftgssteuer aus dem aus viel kleineren Restbetrag erfolgen.

    Das ist jedoch nur meine Logik auf Grund Deines Kommentars.

    Je mehr ich aber darüber nachdenke bin ich nicht mehr so sicher.

    Im Todesfall zählt bei der Erbmasse das Vermögen am TAG des Todes.

    An diesem Tag hat jedoch der Gestorbene zum Beispiel ein Aktiendepot mit 1 Mio. Euro.

    Dieser Depotwert enthält jedoch die Gewinn-Steuer.

    Da der ERBE aber erst viel später nach Testamentseröffnung das Depot verkaufen kann,

    fällt die Gewinn-Steuer viel später an.

    Daher könnte es tatsächlich sein, dass der ERBE erstmal das BRUTTO-Vermögen von beispielsweise 1 Mio. versteuert und davon beispielsweise 250.000 Euro Erbschaftssteuer zahlt.

    Wenn er dann das Depot von 1 Mio. Euro durch Verkauf der Aktien in GELD umwandelt kann es sein, dass der Depotwert auf Grund der Gewinnbesteuerung netto nur noch 800.000 Euro bringt.

    Bei 1 Mio. Euro geerbtes Depot werden dann in diesem Beispiel erstmal 250.000 Euro Erbschaftssteuer abgezogen (25% vo 1 Mio) so dass nur noch 750.000 Euro übrig sind.

    Nach Verkauf der Aktien für 1 Mio. erhält der Erbe nach Abzug der Gewinnsteuer jedoch je nach Höhe des Gewinns möglicherweise nur noch 800.000 Euro gutgeschrieben.

    Von der geerbten 1 Mio. gehen in meinem Beispiel somit erst mal 250.000 Euro Erbschaftsseuer ab und danach nochmal zusätzlich 200.000 Euro Gewinnsteuer bei den Aktien.

    Somit verbleiben dem 1-Million-Erben am Ende nach Abzug der Erbschafts- und der Abgeltungssteuer in diesem Beispiel gerade noch gut die Hälfte.

    Ob das immer noch zu viel, oder genug oder zu wenig ist, das ist hier nicht die Frage.

    Es geht mir nur darum, ob Deine Berechnung im Erbfall richtig war und ich auf einem Irrweg bin.

    Ich war schließlich bisher der Ansicht dass im Erbfall NUR der Depotwert mit Erbschaftssteuer versteuert wird.

    Man lernt hier nie aus. Gruss aus Stuttgart McProfit

    26.1.2024

    Hallo liebe Forumsfreunde,

    Vielen Dank für die wie immer sehr interessanten Kommentare auch zur neuen Vorab-Steuer.

    Ich bin war immer überrascht, wenn unsere gewählten Volksvertreter ausgerechnet dort neue Steuern kassieren wollen, wo die Beträge am Schwierigsten zu berechnen sind.

    Wenn es meine Zeit erlaubt, besuche ich daher gerne mal die Veranstaltungen von roten, grünen oder linken Parteien wo dieses Thema zu Tagesordnung gehört und stelle dort meine ganz banalen Fragen.

    Da ich als spendenfreudiger Mensch in meiner Region bekannt bin, ist es für die "Vordenker" auf dem Podium meist nicht so einfach, mich in eine kapitalistische Ecke zu stellen.

    Meine Lieblingsfrage ist immer:

    "Welche Voraussetzungen muss man erfüllen um zu den sogenannten "Reichen" zu gehören?"

    Liebe Forumsfreunde, Ihr glaubt gar nicht welch unqualifizierte Antworten allein schon bei dieser simplen Frage gegeben werden.

    Wenn ich dann noch Frage stelle:

    Ab wann man denn der berühmte "Millionär" ist, - dann wird es besonders lustig.

    Fast immer wird zunächst mal der "Vermögens-Millionär" mit einem "Einkommens-Millionär" in einen Topf geworfen.

    Wenn ich die Chance bekomme den Unterschied zu erklären erlebe ich oft blankes Erstaunen, vor allem bei den Vordenkern die am meisten pauschal ohne Nachdenken nach einer neuen Reichenbesteuerung rufen.

    Ab und zu werde ich dann ganz konkret und frage mal

    "Welcher Bürger hier bei uns vor Ort würdet Ihr denn als "reich" oder als Vermögensmillionär bezeichnen?

    Und weiter:

    was glaubt ihr denn, wie denn diese Vermögenssmillionäre ihre Millionen angelegt haben?

    Je konkreter ich werde, desto mehr wächst die Erkenntnis, dass die meisten Schreihälsen nach einer Reichensteuer sich gar keine Gedanken gemacht haben, wie das funktionieren soll.

    Wenn ich dann darauf hinweise dass die meisten "Reichen" hier in unserer Stadt Firmeninhaber sind, deren Vermögen nicht daheim im Keller als Goldbarren liegt, sondern fast immer als Wert einer Firma die hier vor Ort teilweise 100 und mehr Menschen beschäftigen...

    Diese Reichen oder besser gesagt "Unternehmer" zahlen aber alle schon Gewerbesteuer, Grundsteuer, Körperschaftssteuer, Einkommensteuer, Soli, oft Kirchensteuer, dazu noch Kapitalerstragssteuer und später auch mal Erbschaftssteuer oder Schenkungssteuer je nachdem wie die Nachfolge des Betriebes aussieht.

    Der Anteil an einer Vorabpauschal-Steuer bei Investmentfonds-Anlage ist nicht nur minimal sondern mit derart viel Aufwand zu berechnen, dass es mir immerhin imemr wieder gelingt, wenn auch hinter vorgehaltener Hand, die Anhänger einer wie auch immer gearteten Reichensteuer nachdenklich zu machen.

    Am Ende wird mir dann immer noch hinter vorgehaltender Hand gesagt, dass der Hauptgrund in der Wirkung auf den Wähler liegt.

    Eine "Reichensteuer" ist wohl extrem kompliziert zu berechnen und benötigt viele zusätzlichen Beamte.

    Sie ist aber bei Wahlveranstaltungen leichter vermittelbar als die Erhöhung der Einkommensteuer

    Ich solle daher die Vorabsteuer auf Fonds genauso wie eine Reichensteuer einfach unter wahltaktischen Gründen sehen.

    Außerdem wurde mir signalisiert, dass neue Steuern immer dann politisch leichter einzuführen sind, wenn diese erstmal ganz niedrig beginnen.

    Sind sie erst mal eingeführt, ist es einfacher sie im Laufe der Jahre anzupassen oder zu erweitern. Alles wohldurchdachte Wahltaktik.

    Das zumindest wird mir vertraulich von den führenden Meinungsmachern so erklärt.

    Bei den Diskussion in derartigen Veranstaltungen habe ich festgestellt, dass die Vordenker genau wissen, dass solche komplizierten Steuererfindungen die einzige Möglichkeit sind Steuern zu erhöhen ohne Wählerstimmen zu riskieren.

    Da war ich bisher in der Tat zu naiv.

    Schöne Grüße von McProfit,

    ...der jetzt zumindest weiß, dass die zur Zeit sehr gering scheinende Vorabpauschale erst mal nur ein Anfang ist.

    25.1.2024

    Hallo lieber Forumsfreund @Achim Weiss

    Dein Kommentar heute hat mich überrascht.

    Das kommt selten vor, weil ich Deine meist extrem gründlichen Erklärungen schätze.

    Ich meine das Thema "Vorabsteuer bei Investmentfonds"

    Ich nehme mal zu Deinen Gunsten an, dass ich mich undeutlich ausgedrückt habe.

    Es ist auch mir bekannt, dass derjenige der MEHR Steuern zahlt in der Regel auch ein höheren Einkommen hat.

    Daher ist es eine Binsenweisheit zu sagen, "Du würdest gerne auch jedes Jahr 1 Mio. Euro Steuer zahlen" oder so ähnlich....

    Lieber Achim Weiss:

    Es geht nicht darum, dass ich nicht gerne Steuer zahle.

    Im Gegenteil:

    Wer schon länger hier im Forum ist weiß , dass ich sogar zu den Menschen gehöre die zu Lebzeiten schon vor 20 Jahren freiwillig eine gemeinnützige Stiftung in 7-stelligenr Höhe gegründet habe, die vorwiegend kulturelle Projekte fördert.

    Du siehst, beim Thema Steuern zahlen sind wir Beide uns einig!

    Was ich jedoch hier an dieser Stelle kritisiert habe, ist eine Steuer auf theoretische Buchgewinne die man noch gar nicht auf dem Konto hat und die morgen schon wieder weg sein können.

    Wenn unsere Politiker meinen die Steuereinnahmen reichen nicht, dann sollen sie bitteschön dort Steuer erheben wo es eine klare Berechnungsgrundlage gibt.

    Beispiel:

    Eine Einkommensteuererhöhung durch Veränderung des Prozentsatzes, z.B. statt 42% eben 45% oder 48 oder 50% oder was auch immer - ist durch einfache Änderung des Parameters in der Steuertabelle machbar.

    Auch bei einer Erhöhung der Steuer auf den Gewinn aus Kapitalerträgen,

    aus Aktien- oder Immobilienverkäufen braucht nur der Prozentsatz verändert werden.

    Dazu braucht man keinen einzigen Finanzbeamten mehr.

    Wenn man aber Steuer erhebt auf theoretische Kursgewinne, und dies dazu nur bei FONDS und nicht bei Aktien ist von vorneherein klar, dass das ein Verwaltungsaufwand wird der vermutlich in keiner Relation zum Betrag steht.

    Genauso wäre es bei der hier von mir schon mehrfach als unsinnig bezeichneten Vermögenssteuer.

    Da die meisten vermögenden Menschen das Vermögen nicht auf dem Konto haben sondern in Immobilien, Firmen, Gesellschaftsanteilen, Landwirtschaft, Maschinen, Schmuck, Antiquitäten, Oldtimern, Auslandsimmobilien, Yachten, Privatflugzeugen, Fuhrpark usw. usw. ist es doch selbst einem Besitzlosen schnell klar wie viel Pesonal und Gutachter und Fachleute man braucht, nur um den WERT der verschiedenen Vermögenswerte zu berechnen.

    Vom Streit gar nicht zu Reden.

    Ich denke mit Grausen an die aktuelle neue Bewertung für die Grundsteuer, auch eine Art Vermögenssteuer.

    Das liebe Forumsfreunde habe ich mit meiner Kritik an dieser Vorabsteuer gemeint.

    Schöne Grüße von McProfit

    Hallo Forumsfreund Schnack

    Ich bin Ü75 und habe erst vor rund 5 Jahren mit der Anlage in ETFs begonnen.

    Alledings ärgere ich mich heute schon darüber weil ich jetzt durch die neue Vorabpauschal-Steuer jedes Jahr Gewinnsteuer zahlen muss auf Kursgewinne die nur auf dem Papier stehen und morgen schon wieder weg sein könnten.

    Daher würde ich am liebsten die ganze ETFs wieder verkaufen und in meine guten alten Einzelaktien mit Dividende investieren.

    Leider geht das nicht, weil "dummerweise" ALLE ETFs im Gewinn liegen, teilweise sogar erheblich (Nasdaq).

    Beim "Umtausch" in Aktien oder andere Fonds müsste ich den Wertzuwachs mit 25% versteuern.

    Daher werde ich wohl die ETFs behalten weil die Vorabpauschale viel geringer ist die Gewinnsteuer.

    Das ist keine Empfehlung GEGEN ETFs sondern nur ein Hinweis auf diese neue Steuer die es bei Aktien (bisher) nicht gibt.

    Bei größerem Vermögen beträgt diese Vorabsteuer schnell einige tausend Euro.

    Viele Grüße aus Stuttgart McProfit.

    Erst versucht man mit viel Mühe in seinem klassischen Vermögensdepot 5-10 % Rendite im Jahr zu erzielen und dann verspielt man mit wenigen Klicks den gesamten Jahresgewinn mit solchen spekulativen Wetten

    Vermutlich muss diese Erfahrung aber jeder einmal selbst machen. Viel Glück wünscht McProfit.

    Hallo Forumsfreund Impidimpi

    Kompliment für diesen ausführlichen Bericht über die Anlagestrategie mit ETFfonds.

    Selbst als alter Hase habe ich deine Einschätzungen mit Interesse gelesen.

    Wichtig für den Fragesteller ist, Fonds und Aktien und auch Immobilien kann man nicht umtauschen!!

    Man kann lediglich einen vorhandenen Wert verkaufen.

    Erzielt man dafür gegenüber dem Einkaufspreis einen Gewinn dann zahlt man Steuer und man kann dann von dem verbleibenden Erlös einen anderen Vermögenswert kaufen.

    Dort beginnt dann die Steuerrechnung wieder von neuem.

    Beim Neukauf von Fonds ist es daher extrem wichtig, dass man möglichst solche Fonds kauft, die man voraussichtlich über viele Jahre oder Jahrzehnte behalten kann.

    Jeder sogenannte Umtausch kostet Steuer.

    Da sollte ein Anleger besonders aufpassen, dass er nicht zu viele verschiedene Fonds kauft und nicht solche aus aktuellen Modebranchen.

    Vor allem bei höheren Vermögen tut die Steuer bei einem Umtausch ganz besonders weh, zumal sie unnötig ist. Viel Erfolg wünscht McProfit.

    Vielen Dank an den Forums Freund @Achim Weiss.

    .Wie von mir schon vermutet, hat er auch die Regelung mit der Vorabpauschale bei Investment Fonds gekannt die vor 2009 gekauft worden sind.

    Der Verkauf ist normalerweise steuerfrei, weil es sich um den sogenannten Altbestand handelt

    Hallo

    Der Forumsfreund hat hier sehr verständlich erklärt warum ab 2019 auch vom Altbestand Steuer bezahlt werden muss.

    Somit sind jetzt alle Fonds von der Vorabpauschale betroffen.

    Egal wann man diese gekauft hat.

    Vielen Dank. McProfit

    PS. Die meisten Forums Freunde hier werden vermutlich von der Regelung ohnehin nicht betroffen sein, weil vor dem Jahr 2009 waren Investment Fonds ganz besonders ETFfonds noch nicht so populär wie in den letzten zehn Jahren.

    Ich selbst war in dieser Zeit wohl längst schon eifriger Investor, habe aber damals auch noch ausschließlich in Einzelaktien investiert.

    Diese sind auch weiterhin von der Vorabpauschale ausgenommen.

    Eine steuerliche Ungerechtigkeit.

    Warum das politisch abgesegnet wurde, ist mir schleierhaft.

    Viele Grüße McProfit

    Hallo Forums-Freund Mike1304

    Du hast hier eine interessante Frage gestellt. Nach meiner Logik fällt für Investmentfonds, die du vor 2009 gekauft hast keine Vorabpauschale an.

    Der Verkaufserlös bei diesen Fonds ist ja steuerfrei, weil sie eben vor Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 gekauft worden sind.

    Die Vorabpauschale ist ja keine Versteuerung auf die Dividende, sondern auf den Kursgewinn.

    Wenn dieser aber steuerfrei ist, kann normalerweise auch keine vorab-pauschale anfallen.

    Das können Dir aber die speziellen Fachleute hier im Forum besser beantworten

    vermutlich unser Forums Freund @Achim Weiss

    Es betrifft ohnehin nur wenige Anleger, weil gerade die populären ETFfonds vor 2009 noch gar nicht so bekannt waren

    Ich kann dich aber heute schon mal beruhigen.

    Bei mir wurde gestern zum ersten Mal bei einem meiner Depots bei der Targobank die Vorabpauschale vom Girokonto abgebucht. Der Betrag war wohl mit rund 8000 € auf den ersten Blick hoch, letztlich aber entsprach es nur rund 0,15 % des Depotwertes

    Es ändert jedoch nichts daran, dass diese Vorabpauschale eine völlig überflüssige Steuer ist, die zudem noch viel Bürokratie Aufwand erfordert und am Ende beim Verkauf ohnehin bezahlt werden müsste.

    Dazu noch ungerecht ist, weil Aktionäre davor nicht betroffen sind. Viele Grüsse McProfit

    Die Berechnung der Vorabsteuer ist kompliziert.

    Forums Freund Achim Weiß , hat es einmal sehr gründlich und Schritt für Schritt an dieser Stelle und an einem Beispiel ausgerechnet. Das ärgerliche daran ist, dass zum ersten Mal Gewinne besteuert werden sollen die es nur auf dem Papier gibt und die bereits morgen wieder weg sein könnten

    Das zweite ist dass die Steuern nur für Fonds fällig wird und Aktionäre davon nicht. Der einzige Trost, der bleibt ist,

    dass der absolute Betrag sich in einer überschaubaren Größe bewegt und er am Ende beim Verkauf der Wertpapiere auf die Steuer angerechnet wird, sofern welche anfällt.

    Viele Grüße aus Stuttgart

    Antwort von McProfit an 12345

    Hallo lieber Forums Freund,

    ich schreibe dir gerade vom Urlaub auf dem iPhone per Sprach Eingabe.

    Entschuldige daher mögliche Schreibfehler. Mein Handy versteht mein schwäbisch noch nicht so perfekt

    Das Thema der unterschiedlich hohen Besteuerung von Kapitalerträgen hatten wir schon hier in zahlreichen anderen Foren.

    Zumindest in Deutschland ganz besonders hier im Schwabenland bestehen die meisten Einkünfte aus Kapitalvermögen nun mal aus den Mieten von vermieteten Immobilien. Große Vermögen werden mit weitem Abstand immer noch in Immobilien investiert, wenn sie nicht ohnehin im Betriebsvermögen gebunden sind.

    Bei Mieten ist es so, dass dort auch der volle Einkommensteuersatz gilt.

    Und selbst bei den Dividenden ist es nicht so einfach, wie du schreibst.

    Zum einen werden die Dividenden bekanntlich bereits vom Unternehmen über die Körperschaftsteuer versteuert.

    Die Abgeltungssteuer ist daher nur eine zusätzliche Steuer.

    Selbst wenn Dir das nicht voll einleuchten sollte, dann vergiss bitte nicht dass Immobilien im Privatvermögen bei einem Verkauf nach zehn Jahren steuerfrei sind, während der Verkaufspreis von Aktien lebenslänglich steuerpflichtig bleibt.

    Bei Langfristiganlagen sind das erhebliche Unterschiede

    Daher ist ein Vergleich nur der e

    Steuer auf die Erträge irreführend

    Eobei ich hoffentlich klargestellt habe, dass auch selbst Kapitalerträge aus Aktien wegen der Doppelbesteuerung nicht besser besteuert werden wie von Immobilien.

    Falls du noch Geduld hast zum weiterlesen, dann bitte ich dich zu beachten dass mein Einwand nur dahingehend ging, dass ich erklärte, dass eine zusätzliche neue Steuer auf Vermögen Wegen den fehlenden Berechnungsgrundlagen unheimlich kompliziert wäre,

    jedes Haus, jede Firma hat ja schließlich ein anderen Wert.

    . Daher habe ich vorgeschlagen, wenn der Staat schon mehr Steuer einnehmen will dann ist es einfacher die Einkommensteuer zu erhöhen als eine neue Steuer zu erfinden auf Vermögen, dass nur irgendwo auf dem Papier, steht aber nirgends auf dem Konto liegt. Viele Grüße aus Oberstaufen im Allgäu, hier ist die Welt noch in Ordnung

    Sonntag 14.1.2024

    Hallo zusammen

    ich habe mich inzwischen dank der sehr peniblen Erklärung von Forumsfreund @Achim Weiss wegen meiner ABGELTUNGSSTEUER schlau gemacht.

    Egal wie man zu der Versteuerung von Buchgewinnen steht, zunächst ist bei thessaurierenden Fonds diese Steuer dieses Jahr erstmals fällig.

    Wir sind uns vermutlich einig, dass die Besteuerung von Buchgewinnen die morgen schon wieder weg sein können, steuerlich Unsinn ist. Zumal das für direkte AKTIEN-Anlage nicht gilt. Vom riesigen Verwaltungsaufwand nicht zu reden.

    Dennoch ist so, dass die effektive Steuer die anfällt überschaubar ist.

    Selbst bei meinem relativ hohen ETF Depot hält es sich in Grenzen.

    Das heißt aber auch, dass der bürokratische Aufwand für die Banken, für das Finanzamt und alle die Menschen die sich damit beschäftigen müssen unverhältnismäßig ist.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Politiker die so eine Gesetz beschließen, sich tatsächlich über den Sinn oder Unsinn Gedanken gemacht haben.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen.

    Ich bin nicht gegen Steuer.

    Ich bin auch nicht gegen HÖHERE Steuer.

    Die Erhöhung muss aber dort gemacht werden wo es organisatorisch am Einfachsten ist und dennoch jeden je nach Einkommen mehroder weniger hoch trifft.

    Das Einfachste ist die Erhöhung der Einkommensteuer-Prozentsätze bei den höheren Einkommen-Stufen, also statt 42, 45 oder 48%

    Das würde viel Geld einbringen und man muss nur den Prozentsatz im Rechenprogramm ändern.

    Wer mehr Vermögten hat hat in der Regel auch höhere Einkünte und zahlt dann automatiosch über die Einkommensteuer schon mehr Steuer.

    Daann könnte man sich die ganze Diskussion um eine hochkomplizierte Vermögenssteuer sparen.

    Das ist nämlich auch eine Steuer auf Vermögen das meist kein Mensch auf dem Konto hat sondern irgendwo rechnerisch ermittelt werden soll und zu endlcsem Streit führen wird. (Siehe neue Grundsteuer, auch eine Art Vermögenssteuer auf Vermögen das man nur schätzen kann)

    Eure Kommentare hier waren aber lesenwert.

    Schöne Grüße aus dem Schwabenland McProfit

    10.01.2024

    Hallo Forumsfreund monstermania

    Ich hatte Dich bzw. Deine Kommentare hier bereits vermisst.

    Da Deine Abstinenz weder an Corona lag noch an der klassischen Grippewelle sondern an einem Langzeiturlaub hat mich das beruhigt.

    Kompliment dass Du im Urlaub wohl entschieden hast auch die Aktivitäten hier im Forum mal auszusetzen. Das schaffe ich nicht immer.

    Auf jeden Fall: Willkommen zurück.

    Viele Grüße McProfit, bei mir beginnt die diesjährige Urlaubssaison nächste Woche.

    (Bevor hier im Forum wegen unseren Reisen ein Ansatz von Neid aufkommt: Monstermania und McProfit sind Senioren bzw. Privatiers)

    Hallo Petra Aut

    Habe gerade Deine aktuelle Abbuchungsinfo gelesen.

    Ich bin nicht sicher ob das eine betrügerische Masche sein soll oder ob es eine andere Erklärung gibt.

    Auf jeden Fall werde ich mir diese Infos als Anlass nehmen in Zukunft die Buchungen auf meinen Girokonten doch genauer anzusehen.

    Ich gebe zu, dass ich das bisher mangels schlechter Erfahrung in der Tats sehr vernachlässigt habe. So gesehen vielen Dank für diese Info. Gruss aus Stuttgart McProfit