Danke für eure Antworten!
Das verstehe ich nicht. Bleibt man auch in die Entsparphase zusammen, wird es am Ende sowieso ein (virtuelles) Depot und das Alterseinkommen wird gemeinsam aus den Depots und weiteren Einkünften bestritten.
Ich meinte den Todesfall. Wenn ich z.B. sterbe muss sich meine Frau auch um meine Geldanlage kümmern. Sie weiß ja jetzt schon nicht, wie das funktioniert :D. Und wenn ich ihren ETF erbe, werde ich womöglich fragen, warum ich eigentlich zwei ETFs habe und "damals" nicht richtig nachgedacht habe.
Was interessieren mich meine Erben bzw. was interessiert mich als Erbe, ob ich ein oder zehn (unterschiedliche) ETFs erbe? Ich werde mit Sicherheit nicht die Strategie der Erblasser weiter verfolgen sondern das Erbe in meiner Strategein integrieren.
Meine Kinder interessieren mich schon... Und an der Strategie eines Welt-ETFs ist (Stand heute) nicht viel verkehrt, dass man ihn verkaufen wollte.
Aus aktueller Erfahrung: mir ist es im Erbfall egal, welche Fonds/ETFs/Aktien die Erblasserin besessen hat.
Ein übersichtliche Depot zu erben ist doch schöner also ein Kraut-und-Rüben-Depot. Häufig findet man hier im Forum den Ratschlag geerbte Einzelaktien oder Nischen-ETFs zu verkaufen, da wäre man doch froh, man würde etwas erben, was man fortführen kann.
(b) führt das immer dann zum "Chaos", wenn der Beschenkte nicht den selben ETF bespart. Bespart meine Partnerin andere ETFs und lehnt meine ab, erhält sie halt keine Schenkung von mir.
Ja genau darum geht es doch hier, um dieses Chaos zu vermeiden und solche Überlegungen von Anfang an in die Vermögensstrategie mit einzubeziehen.
Was LIFO/FIFO angeht: hast Du noch die üblichen 30 Jahre bis zum Start der Entnahme, von denen FT grundsätzlich ausgeht (dann wird es auch Entnahepläne geben)?
Eher 20. Aber die Sache ist ja, den ETF den man heute anfängt zu besparen ist wahrscheinlich der, von dem man noch Anteile vererben wird, weil man ihn als letztes entspart.
Darum dämmerte es mir neulich: Die ETFs die wir heute kaufen, werden wahrscheinlich mal unsere Kinder bekommen.
Ein ETF, den ich heute für 100k€ kaufe, hat in 30 Jahren 441k€ Gewinn gemacht bei 6% p.a.
Wenn es geht will man den als Erbe doch weiter führen anstatt ihn zu verkaufen (nur weil er kein ESG hat oder anderweitig nicht zur eigenen Strategie passt).
Aber wer weiß schon, was in 30 Jahren ist und wie das Steuerrecht ist und ob Aktien überhaupt noch eine Rolle spielen, insofern mache ich mir vielleicht wirklich zu viel unnötige Gedanken.