Beiträge von csh

    Statt eines komplizierten "Guardrail-Modell nach Guyton-Klinger" nutze ich eine einfache Regel zur variablen Entnahme: Wenn das Aktien-Portfolio um mehr als 20 % vom letzten Allzeithoch fällt, wird die Entnahme temporär für das aktuelle Jahr und evtl. das Folgejahr um 10% gekürzt. Sobald der Abstand wieder unter 10% fällt oder spätestens wenn ein neues Hoch erreicht wird, kehre ich zur normalen Entnahme zurück.

    Hast du das vom YouTube Kanal Optionswelten? Die haben jedenfalls viele gute Videos zur Entnahme Strategie.

    Guyton Klinger habe ich dort zum ersten Mal gehört.

    Ich habe mir noch gar keine Gedanken gemacht um die Entnahme, am liebsten wäre mir eine Dividenden Strategie, dann konsumiere ich einfach das, was der Markt so abwirft und muss mich nicht viel mit diesen komplexen Strategien beschäftigen.

    Eigentlich müsste die Rentenkasse mit Blick in die Zukunft um jeden froh sein, der vorzeitig in Rente geht.

    Mit diesen Fakten müsste die Devise doch eigentlich heißen, soviele Gutverdiener wie möglich in den vorzeitigen Ruhestand schicken, damit die Rentenkasse in den nächsten Jahren spürbar entlastet wird.

    Wir hatten neulich eine Diskussion im Kollegenkreis, dass unsere Firma doch eigentlich froh sein müsste, wenn man in Teilzeit geht, weil sie doch dann Geld einsparen würde. Aber sie ist es nicht, die Firma wünscht sich, dass wir möglichst viel und lange arbeiten.

    Wir kamen zu dem Entschluss, dass unsere Arbeitskraft mehr Wert haben muss als das eingesparte Geld. Nach dieser Logik sind wir also alle unterbezahlt.

    Auf Staatsebene ist es vermutlich genauso. Deine Steuerzahlungen sind wertvoller als die eingesparte Rente. Also wünscht sich der Staat, dass möglichst lange gearbeitet wird.

    Echt unglaublich, was man hier so liest von dir @taquila. Ich weiß jetzt aber immer noch nicht so recht, ob du gerne so viel leistest und einfach nur eine bessere Bezahlung forderst oder ob du den Stress nicht mehr willst?

    Ich habe auch schon einen Workoholic kennengelernt, der regelmäßig bis 23h+ gearbeitet haben, morgens um 4h schon die ersten Mails geschrieben hat, Aufgaben nur schwer abgeben konnte und teils auch am Wochenende gearbeitet hat. Mehr oder weniger freiwillig und scheinbar froh und unbelastet damit, so wie ich das einschätzen konnte.

    Vielleicht tendierst du ja auch in diese Richtung?

    Ich bin nur ein Jahr jünger als du und inzwischen jedenfalls ziemlich gechillt, was Druck auf der Arbeit angeht. Das Gehalt wird mir immer unwichtiger. Zielvereinbarungen interessieren mich auch nicht mehr, bringt eh nichts. Ich hatte vor Kurzem auch einen Jobwechel mit -10% hingenommen. Aber was willst du eigentlich genau?

    Ich musste ähnliches auch schon erfahren: Wer mehr leistet, bekommt noch mehr Aufgaben übertragen und soll anschließend noch mehr leisten und verantworten. Als Anerkennung bekommt man alle zwei oder drei Jahre 3% Inflationsausgleich.

    Ich glaube aber so läuft es überall: der Arbeitgeber versucht den Arbeitnehmer möglichst billig auszuquetschen und verlangt immer mehr bei gleichzeitig stagnierendem Reallohn. Irgendwann hatte ich genügend Unzufriedenheit angestaut, so dass ich dann einfach ohne Vorwarnung gekündigt habe (nachdem ich woanders unterschrieben hatte).

    Ich denke in deiner Situation würde ich mich auch umschauen und im Hintergrund Gespräche mit anderen Firmen führen.

    Siehe frugalisten.de 

    Ich bin 2019 das erste Mal auf diesen Blog und die Fire Bewegung gestoßen und finde es nach wie vor sau spannend.

    Den Begriff Frugal Fatigue habe ich allerdings noch nie gehört, aber ich denke er meint das gleiche Thema.

    Aber nicht dazu das Gehampel mit 8:1:1

    Und selbst mit zwei ETFs (Industrieländer/IMI + EM-ex China) wäre es nicht KISS.

    Ich halte 8+1+1 nicht mehr für KISS

    Diese 8-1-1 Strategie ist ein Desaster, viel zu kompliziert, gefährlich

    Ich frage mich ja wirklich, warum so viele Leute es nicht schaffen drei Komponenten zu verwalten, selbst die finanzinteressierten hier im Forum. Drei! Was ist daran bitte kompliziert?

    Wie schaffen es denn die vielen Leute, die 20+ Einzelaktien im Depot haben? Mein 80-jähriger Schwiegervater ist so ein Kandidat. Der ist damit auch alt geworden und kommt bis heute damit zurecht. Auch ganz ohne Schwellenländer und SC und ETF.

    Wie bestreitet ihr denn euren Alltag oder euer Berufsleben, wenn drei Zeilen im Depot für euch schon nicht mehr einfach sind? Esst ihr auch nur noch Suppe, weil euch ein Hauptgericht mit zwei Beilagen zu kompliziert ist? Also ich finde 8-1-1 erfüllt immer noch das KISS Prinzip und finde es gut, dass Finanztip das als Strategie vorschlägt.

    Preisfrage: Was für 72% sind es denn "in einem einigen Markt"?

    a) Umsatz der Unternehmen

    b) Arbeitsplätze der Unternehmen

    c) Briefkästen der Unternehmensleitung

    Du weißt doch was er meint. Es geht doch überhaupt nicht um den Umsatz oder sonstiges. Ich verstehe den USA Klumpen immer nur als politisches Risiko, nicht als Marktrisiko. Hier hat jemand ein Beispiel genannt (Erhöhung der Quellensteuer).

    Im Frühjahr 2025 hatten wir doch auch Unruhe wegen der Section 899, Zöllen, Besteuerung ausländischer Investoren, Big Beautiful Bill, Bestrafung "unfreundlicher" Staaten usw.

    Dass man versucht diese Risiken abzufedern, darum geht es doch.

    Wenn nur der Mann herangezogen wird, sollte eine 97 oder 98%-Teilzeit das Problem lösen...

    Ich habe mal gelesen, dass das Sozialamt ein fiktives Gehalt für eine Vollzeit Stelle annimmt, falls man versucht durch solche Tricks sein Gehalt zu drücken und nicht beispielsweise schon mehrere Jahre aus guten Gründen Teilzeit arbeitet.

    Elias Huber aus Offenburg ? Buy&Hold? Der war doch schon lange Anhänger des SPDR MSCI ACW IMI…

    Oder meinst du jemand anderen?

    Ja das wird der wohl sein. Sein Kanal heißt so. Er hat auch ein Video über den SPDR ACWI IMI, wo ich die Kritik aber leider nicht mehr wiederfinden kann. Entweder es war ein anderes Video oder er hat sie rausgeschnitten. Ja, dennoch findet er den ETF empfehlenswert, es war sein einziger Kritikpunkt.

    Wenn das Ziel angeblich immer maximale globale Marktabdeckung war, warum wurde dann zehn Jahre lang ein Index empfohlen, der Schwellenländer und Small Caps systematisch ausklammert?

    Ich denke es lag an den Kosten. Hermann-Josef Tenhagen bringt zumindest das Kosten Argument hier an.

    Alleine die Limitierung auf den US-Fondsanbieter State Street (SPDR) mit dem EINZIGEN Welt-IMI-ETF ist seltsam und unprofessionell.

    Ja das empfinde ich auch so. Es ist im Prinzip Werbung für SPDR. Der Honorarberater Elias Hübig hatte auch mal auf seinem YouTube Kanal kritisiert, dass SPDR ETFs durch sich selbst kontrolliert und verwaltet werden, also durch die "Mutterbank" State Street. Vermutlich aber halb so wild, ich hoffe Finanztip hatte das auch im Blick.

    Ist das IMI, also die Small Caps wirklich so zielführend? Einige Experten betonen, dass man Small Caps nur mit Quality oder Value Filter kaufen sollte (so wie der von Avantis), da dort sonst zu viel Schrott dabei sei. Aber Einfachheit gewinnt hier wohl.

    Da gab es doch neulich ein Video von Saidi zu. Ganz am Ende. Jemand fragt sich, warum er 170.000€ (20%) im risikoarmen Teil vergammeln lassen sollte, nur um der Max-80%-in-Aktien-Empfehlung von Finanztip zu folgen. Es tut ihm schon weh.

    Leider äußert Saidi da auch keine Meinung zu.

    Ich sehe es wie hier schon erwähnt: Safe Asset Floor Rebalancing. Ich selbst mache es auch so.

    Wenn die Vermögensaufteilung wie dem Protagonisten im Video schon Bauchschmerzen bereitet, sollte man etwas ändern.

    Es gibt eine Änderung bei diesem ETF: https://www.etfstream.com/de/articles/dw…ngs-in-esg-etfs

    Zitat

    Im Detail umfassen die Änderungen an den MSCI-Indizes die Abschaffung des Ausschlusses konventioneller Waffen sowie eine Eingrenzung des Nuklearwaffen-Screenings. Künftig werden nur noch Unternehmen ausgeschlossen, die Nuklearsprengköpfe oder -raketen herstellen oder Komponenten produzieren, die ausschließlich in solchen Systemen eingesetzt werden.

    Was mir nicht ganz klar ist, ist das jetzt eine Xtrackers Entscheidung oder eine MSCI Entscheidung?

    Hallo,

    Haushaltsbuch führe ich einfach in Tabellenkalkulationsprogramm. Dort kommen nur die Bewegungen meines Girokontos rein, um meine Sparquote zu errechnen. Vermögen tracke ich, indem ich die Banking App öffne. Ich hatte auch mal alles in Portfolio Performance importiert, aber mir brachte es noch nicht so viel Mehrwert.

    Sonstige Vermögenswerte tracke ich gar nicht.

    Definiere deinen Risikoanteil klar.
    Nur das Geld investieren, das du bis zum Ruhestand nicht brauchst.

    Das sehe ich nicht so. Es heißt doch 15 Jahre, aber viele haben wohl länger bis zum Ruhestand. Persönlich habe ich sogar mal Geld in den Aktienmarkt investiert, wo der Plan war, es nach 5 Jahren zu entnehmen.

    Ein Produkt. Keine Diskussion.
    Alles in einen Welt-ETF.
    Keine Beimischung. Kein Stock Picking. Keine „Ideen“.

    Hier gibt es wohl verschiedene Ansichten. Prof Walz empfiehlt nach 100k ein neues Produkt zu besparen, andere haben Millionen in einem. Einige Strategien wie Dividenden oder bestimmte Faktoren lassen sich nicht mit nur einem Produkt gut abbilden.

    Sparen. Sonst nichts.

    Auch mal leben?

    Niemals verkaufen. Wirklich niemals.
    Kein Rebalancing-Trading, kein Timing, keine Panik.
    Verkauf ist kein Bestandteil dieses Systems.

    Das kann man so pauschal auch nicht sagen. Für Immobilienkauf, warum nicht? Für Tax Loss Harvesting, warum nicht? Um das Portfolio für die mentale Klarheit zu vereinfachen, warum nicht? Wenn sich es von den Kosten her lohnt, z.B. von aktivem Fonds auf ETF wechseln, warum nicht?

    Mit dem Rest bin ich einverstanden 😉