Beiträge von FinanztipUser

    Hi zusammen,

    überlege für ein neues IPhone 16 Pro einen der möglichen Apple Care + Pläne abzuschließen. Finde sie aber sehr teuer, nutze eine Hülle und hab bisher noch nie ein IPhone kaputt oder geklaut bekommen. Tendiere also eher dagegen, auch wenn der Neupreis und vermutlich auch Reparaturkosten relativ hoch sind…

    Wie seht ihr das? Dafür oder dagegen entschieden?

    LG

    FT_User

    Bei zweien davon endet die AfA bald und ich brauche eine Strategie für die nächsten 30 Jahre.

    Idee: Falls vorhanden könntest du Immobilien an Ehemann/frau gegen ein Verkäuferdarlehen verkaufen. Vorteil: AfA beginnt dann erneut, Nachteil ggf.: Wertsteigerungen laufen beim Partner auf, ein Rückkauf ist nach 10 Jahren aber möglich…

    Wie verbindest Du Wohn- und Anlageaspekte? Erst vermieten, später selbst drin wohnen?

    Aktuell (noch) umgekehrt, auch weil der Zins so unschlagbar günstig war/ist. Ich kaufe grundsätzlich nur Wohnungen, bei denen ich mich eine Selbstnutzung vorstellen könnte. Mag nicht die maximale Rendite rausholen, bietet mir aber a) die reale Wohnmöglichkeit und b) Mieter/innen, die zur Wohnung und damit gewissermaßen auch zu mir als Vermieter passen.

    Ich würde an deiner Stelle glaube ich einen guten Mittelweg anpeilen: Etwas (z.B. eine der drei Wohnungen) mittelfristig ins Depot (Aktien-ETF & Anleihe-ETF) umschichten um breiter zu streuen. Aber für Details bräuchte man mehr Infos zu deiner Situation (genaue Rentenhöhe, absehbare Ausgaben, Immobilienzustand und Investitionsbedarf, GKV/PKV, Hinterbliebenenversorgung nötig oder gewollt, etc.)…

    "Immobilien lohnen sich nur, wenn man sie mit viel Glück unter Wert bekommt."

    Mag aber natürlich trotzdem stimmen… 🤔

    Wenn ich mir die Immobilienangebote angucke und die Zinsrechner benutze, komme ich immer auf einen stark negativen Cashflow. :( Auf der anderen Seite muss sich die Vermietung doch irgendwie rechnen, sonst würde das niemand machen.


    Wo ist mein Denkfehler :?:


    Jetzt mal etwaiige Steuervorteile, Wertsteigerungen und Höhe der Zinsen abhängig vom Eigenkapital unberücksichtigt, um sich langsam der Wahrheit zu nähern.

    Ohne Steuervorteile durch Abschreibungen (i.d.R. 2-5% p.a.), ohne Absetzbarkeit der Zinsen und ohne ein Mindestmaß an angenommenen Wertsteigerungen wird ziemlich sicher kein Immobilieninvestment rein ökonomisch gesehen Sinn machen. Das nicht zu berücksichtigen, ist in etwa so, wie wenn ein Maurer einen Mauerbau durchdenkt, die Steine und den Zement aber erstmal versucht, gedanklich auszuklammern…😉

    Mal andersrum gefragt: Was ist denn dein Ziel bei einem Immobilieninvestment? Reine Geldanlage? Auch andere Anlageklassen überdacht? Was willst du erreichen?

    Ich persönlich verbinde bei Immobilien in der Regel Wohn- und Anlageaspekte, was sich für mich bisher ziemlich bewährt hat…

    Was ist nun besser?? :/

    Wie geschrieben: Noch besser wäre der Logik nach Bitcoin! Oder ein x-fach gehebeltes Investment! Oder die EINE Boom-Aktie… ;)

    Denke, über den Wert von Diversifikation sollte man grundsätzlicher nachdenken und auch einen weitgehenden Totalausfall von Assets gedanklich mit einbeziehen.

    Wozu man dann meistens kommt: Nicht die absolute (historische) Rendite zählt, sondern immer und überall die Rendite-Risiko-Relation… Und das bezogen auf alle Assets, die man gewollt oder ungewollt faktisch hat!

    Nochmal zurück zur Studie: Findet jemand auf der Ergebniskarte die Farbe von Frankfurt/M in der Legende? Scheint der von 0,2%-0,4% zu ähneln, weicht aber m.E. davon ab.

    Der Beschriftungspfeil für Mainz zeigt auf Wiesbaden! Und Ludwigshafen scheint wie gesagt neuerdings in BW zu liegen…

    Sorry, aber wer kann sowas auch nur ansatzweise ernst nehmen? Schätze die Zahlen würfeln sie ähnlich diffus durcheinander…

    die jährliche Postbank Prognose zur Wertsteigerung für Wohneigentum bis 2035 ist endlich auch in diesem Jahr erschienen. https://www.postbank.de/unternehmen/me…ler-werden.html

    - in der grafischen Darstellung wird sich auf die prognostizierte Wertsteigerung von Eigentumswohnungen bezogen, bei Eigenheim mit Grundstück darf man sich also noch eine Schippe drauflegen.

    - Egal welche Torbulenzen auf der Welt grasieren, Wohneigentum war, ist und bleibt der Fels in der Brandung und ist das Fundament für Leben.

    Endlich macht mal jemand einen sachkundigen „Atlas“. Meinen die das wirklich Ernst?!

    Hi zusammen,

    hat jemand den Mobilfunktarif im Betreff?

    Meine Frage: Kann man über diesen Tarif im Telekomnetz dann auch diese „Komfortdienste“ nutzen?

    https://telekomhilft.telekom.de/conversations/mobilfunk/komfortdienste-für-mobilfunk-über-kundencenter-einstellen/668a8ab14ae73561daf355ee

    Insbesondere die SMS-Info über verpasse Anrufe vermisse ich in meinem Ja-Mobil Prepaid-Tarif aktuell sehr. Und ich finde bei Freenet da keine Infos zu… Hat da jemand einen Link mit verbindlichen Infos?

    Danke und Gruß

    FT_User

    Du lebst offenbar in einer sehr privilegierten Situation, die mit Sicherheit nicht repräsentativ für die ganz große Mehrheit der Menschen ist.

    Bei der Zinsentwicklung in den letzten Jahren? Wie das? Wie gesagt, Du musst eine enorm hohe Finanzierungssumme haben, und dazu anscheinend in einem anderen Zinsumfeld gelebt haben in den letzten Jahren. Die konkreten Zahlen würden mich wirklich interessieren.

    Ja und nein: War ne Festanstellung in einem Dax-Konzern und insofern priviligiert, ja, auch weil ich beruflich wechseln wollte, Abfindungen/Aufhebungsverträge die Regel waren und ich das Timing dafür in einem gewissen Rahmen steuern konnte, was mir entgegen kam. Die Zahlen dazu hatte ich doch oben geschrieben: Wenn finanzierst/prolongierst zu einem Zeitpunkt, wo der Sollzins bei fast 4% liegt, der Guthabenszins aber noch nicht nachgezogen hat und deutlich darunter liegt, nutzt du die Sondertilgungsoption, die sich daudurch ergibt. Da geht die Ersparnis auch bei überschaubaren Summen schnell in den 4-stelligen Bereich, auch vom psychologischen Aspekt abgesehen, die Schulden loszuwerden bzw. losgeworden zu sein! Und nein bezüglich anderer Szenarien im Leben: Angenommen das Zinsniveau bliebe einfach konstant und auf Grund einer Scheidung (auch ohne Erbe und Abfindung) muss die Immobilie verkauft werden: Siehst du dann nicht den Nachteil, 10Tausende Euro an Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen, blos weil man alles in einem Block sehr lange festgeschrieben hat?

    Ihr tut immer so, als wäre eine lange Zinsfestschreibung immer sicherer, immer vorteilhafter und immer günstiger. Das ist je nach Szenario an den Finanzmärkten oder im eigenen Leben mitnichten so und diese Szenarien sollte man m.E. in die Planungen mit einbeziehen....

    Die meisten Leute, die derzeit in einer 10-Jahres-Finanzierung oder gar noch länger "gefangen" sind, sind darüber froh und glücklich, weil die festgeschriebenen Zinsen um ein Vielfaches günstiger sind als die aktuellen.

    Mal logisch und grundsätzlich gedacht: Was willst du damit aussagen? Vorher war es über 15 Jahre genau umgekehrt und alle haben sich geärgert über ihre langen Zinsfestschreibungen in einem immer weiter fallenden Zinsumfeld zwischen 2008 und 2022. So what? Was sagt das aus? Doch eigentlich überhaupt nichts: Zinsen können in einer gewissen Bandbreite völlig unvorhersehbar steigen und fallen und lassen sich nicht prognostizieren....

    Aber nur, wenn Du blind unterschreibst, was "Deine Bank" Dir hinlegt. Wenn "Deine Bank" Dir ein Angebot über z.B. 4,5% Zinsen macht, woher weißt Du, ob das "fair" und "angemessen" ist, wenn Du nicht weitere Angebote einholst (und zwar mit allen Randbedingungen - Anschlussfinanzierung im zweiten oder dritten Rang, nur kleine Finanzierungssumme usw...)?

    Ganz einfach: Man nehme das Angebot der Bank, vergleiche es mit den für die Laufzeit üblichen Konditionen, die z.B. Vermittler aufrufen und Vergleicht das mit der Zinsstruktur insgesamt (https://www.ecb.europa.eu/stats/financia…l/index.en.html) In meinem Fall war es praktisch so, dass die Bank immer ziemlich transparent eine fixe Marge auf das Marktzinsniveau aufgeschlagen hat. Ich konnte mir also den Laufzeitbereich der Zinskurve der EZB nehmen, die Marge draufschlagen und bin praktisch immer bei dem gelandet, was die Bank mir angeboten und auch auf deren Homepage (dann ggf. für andere Laufzeitbereiche) angeboten hat.

    Mein Ziel war hierbei auch nicht, die dritte Nachkommastelle auszuverhandeln, sondern das Zinsniveau am kurzen Ende der Strukturkurve mitzunehmen. Fast immer habe ich hierbei logischerweise deutlich weniger Zinsen gezahlt (+ Flexibilität und andere Vorteile), als ich es bei einer längerfristigen Festschreibung getan hätte (= "normale" Zinsstruktur).

    Auch darum muss man sich kümmern. Zwei Jahre sind keine lange Zeit, bei den meisten Leuten kommt das sonstige Leben dazwischen, wenn man wirklich die Chance haben möchte, von besseren Zinsen zu profitieren, muss man sich damit mit Vorlauf auseinandersetzen, Angebote einholen usw...

    Ihr macht aus einer Mücke echt einen Elefanten: Hast du in zwei Jahren keine 10 Minuten Zeit, um kurz bei der Bank anzurufen und zu entscheiden, ob du bei gegebenem Zins und den konkreten Lebensumständen jetzt ein oder zwei Jahre festschreiben willst? Falls du selbst das verbaseln solltest: Bei meiner Bank (glaube ich völlig branchenüblich) wird der Kreditbaustein dann variabel verzinst weitergeführt, ohne dass du da irgendwas für tun musst. Kann teurer sein, kann aber auch günstiger sein und wäre so gesehen eine Motivation, dann mal wieder bei der Bank anzurufen um die Zinsen z.B. nochmal für ein Jahr festzuschreiben...

    Und woran ich festmache, dass 0% Zins unwahrscheinlicher sind als 6%? Schlicht und einfach daran, dass es in der Vergangenheit schon häufig Immobilienzinsen >=6% gab und zu teilen auch sehr weit drüber war. Aber noch nie hat man als Privatkunde seine Immobilie für 0% finanziert (also auf dem freien Markt, subventionierte Förderkredite mal ausgenommen)

    Jetzt wird's aber nostalgisch! ;) Würdes du die realen Wirtschaftswachstumsraten auch damit begründen? War früher alles höher und das Wirtschaftswachstum nach dem 2. Weltkrieg verhältnismäßig hoch. Ist leider seitdem nur ziemlich kontinuierlich gefallen insb. wenn man die Staatsschulden als Stütze der Konjunktur in den letzten Dekaden rausrechnet.

    Eine ähnliche Logik würde ich bei den Zinsen sehen, da durch die Leitzinsentscheidungen langfristig ein Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum/Inflation und Zinsniveau besteht. Mein Fazit wäre daher eher: Die Zeiten der zweistelligen Zinsen sind Geschichte und spätestens in der nächsten Realwirtschaftskrise sind wir wieder bei einem Nullzinsniveau!

    Aber: Ich kann mich auch irren und es kommt ganz anders, nur was heißt das für Zinsprognosen? Genau, sie sind praktisch unmöglich, deswegen sollte man sich mit einer Finanzierung unabhängig davon aufstellen. Und eben nicht den einen Zinssatz, der gerade zufällig herrscht als den historisch besten, einmaligen u.s.w. ansehen und ewig festschreiben, sondern besser bis zu einem sinnvoll gewählten Maß felxibel bleiben für alle möglichen Szenarien des Zinsmarktes und des Lebens. Aber ich glaube, das sagte ich bereits... :/ ;)

    Es steht eben nicht dem Risiko eine gleichwertige Chance gegenüber, sondern die Möglichkeiten für steigende Zinsen sind deutlich größer als die für fallende. Von 3% auf 6% ist sehr viel wahrscheinlicher als von 3% auf 0%.

    Woran bitte würdest du das festmachen? Ernsthaft, ich würde makroökonomisch in Anlehnung an die realen Wirtschaftswachstumsraten (abzüglich der derzeit insb. in den Industrieländern aufgenommenen Staatsschulden zur Konjunkturförderung) eher vom genauen Gegenteil ausgehen, nämlich dass wir in wenigen Jahren auch konjunkturbedingt wieder ein Nullzinsumfeld haben. Hast du dir die Staatschuldensituation in Frankreich mal angeschaut? Wie soll das mittelfristig klappen, wenn die EZB die Zinsen nicht weiter senkt?

    Aber allein durch diese Einschätzungen wird doch klar: Die Glaskugel fehlt uns allen und Zinsen lassen sich - erst recht nicht langfristig - vorhersagen. Bei einem Zins von 0,x% würde ich eine höhere Chance für Anstiege als für ein weiter fallendes Zinsniveau noch für einigermaßen plausibel halten. Aber bei 3,3% Zins für 10 Jahre Laufzeit? Niemals würde ich auch nur einen Cent darauf setzen, dass der Zins in 5 Jahren entweder darüber oder darunter liegt, ich weiß es einfach nicht...

    Also ich spiel das Spiel jetzt als Privatkäufer seit über 7 Jahren so und bin trotz der für mich im Grunde doppelt ungünstigen Zinsentwicklung (absoluter Anstieg des Zinsniveaus und zwischenzeitlich durch die Drehung der Zinsstrukturkurve zusätzlich noch ein überproportionaler Anstieg am kurzen Laufzeitende) trotzdem super damit gefahren. Die genannten Punkte sind alle relevant aber der Aufwand, das Risiko und die Tragweite doch bei weiten nicht so extrem wie dargestellt. Konkret:

    1. Mach ich überhaupt nicht ständig, sondern immer nur einmal im Frühjahr, wenns konkret ums Prolongieren geht. Wenn ich auch da kein Bock drauf habe, schreibe ich den Zins für zwei Jahre fest.
    2. Der Aufwand ist wie gesagt marginal, selbst in kleinerer Größenordnung waren die Zinsangebote meiner Bank so fair und angemessen, dass die Sache mit einem Telefonat bzw. einer Unterschrift auf einem Bestätigungsschreiben geklärt war. Aufwand jährlich dafür: Keine 10 Minuten wenn ich nicht Lust habe, mich mit den Anleihemärkten bzw. den Finanzierungsbedingungen aus anderen Gründen näher zu beschäftigen.
    3. Wie realistisch und vor allem planbar sind Abfindungen und Todesfälle in der Familie generell? Ich würde sagen planbar kaum, von daher würde ich mir die Option, größere Summen auch vor dem Laufzeitende (10 Jahre) mit einzubeziehen, zumindest offen halten... Ok, wer weder Job noch Familie hat, der braucht das nicht, aber bekommt derjenige größere Summen als Baufinanzierung bewilligt? 8o
    4. Die Gewinnchance besteht doch wie gesagt nicht nur aus dem niedrigeren Zins der kürzeren Laufzeiten, sondern auch aus der Flexibilität an sich. Ich konnte durch Sondertilgungen, die weit über die üblichen 5% p.a. rausgingen insgesamt 5-stellige Beträge an Zinsen sparen verglichen mit einem Szenario, bei dem ich in einer 10-Jahres-Finanzierung gefangen gewesen wäre...
    5. Bin kein Millionär und habe sicher keine Unsummen rumliegen. Der Punkt bleibt aber natürlich grundsätzlich richtig, dass man nur so viel kurzfristig finanzieren sollte, dass einen auch ein extremer Zinsanstieg nicht ruiniert. Vorschlag daher: Einfach mal 10% Zinsen p.a. für eine zukünftige Prologation einsetzen und überschlagen, obs dann noch funktioniert.

    Es gibt eben unterschiedlichste Risiken und Risikoaspekte bei einer größeren Baufinanzierung und ich finde wirklich, man macht es sich zu einfach, wenn man nur auf das eine (wichtige, aber nicht alleinige!) Risiko der Zinsänderungsmöglichkeit nach oben schaut. Sobald man mehr Risikoaspekte mit einbezieht, kommt man eigentlich gar nicht mehr drum herum, mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinsfestschreibungen zu arbeiten, um eben diese Risiken zu adressieren...

    Habe ich das so richtig verstanden? Und wenn ja, ist das nicht total bescheuert? Also vom Prinzip her. Und um ganz konkret (real) die Small Caps zu inkludieren, müsste man da dann den MSCI World Small Cap USD bzw. MSCI EM Small Cap kaufen? Habe aber soeben kontrolliert und diese sind natürlich auch "sampled".

    Kenne das Video nicht, aber im Kern ist es genau das und fast alle größeren ETFs nutzen Sampling schon allein aus Kostengründen. Aus dem von dir beschriebenen Grund raten Leute wie Andreas Beck auch dazu, einen ACWI-ETF mit einem Small-Cap-ETF zu kombinieren statt den ACWI-IMI zu kaufen. Interessant ist die Rendite der kleinen Unternehmen und auch der Schwellenländer nämlich in der Regel, wenn der Weltmarkt insgesamt besonders gut läuft und genau da fehlen sie dir dann bzw. weicht die Tracking-Differenz zwischen dem ACWI-IMI-ETF und dem entsprechenden Index besonders stark zu deinen Ungunsten ab.

    Wirklich tragisch ist die Abweichung zum Index aber nicht, da die ETF-Anbieter es regelmäßig durch das Sampling, also die Auswahl und die Umgewichtung der Aktien im ETF den Index ziemlich gut zu treffen. Bauchschmerzen hätte ich deshalb auf lange sicht jetzt keine, wir reden hier über Optimieren auf ziemlich hohem Niveau.

    Tut es nur in absoluten Ausnahmefällen. Wenn Risiko und Chance genau gleich sind, müsste die Zinsstrukturkurve komplett waagrecht sein, da die Laufzeit dann irrelevant ist.

    Nein, das ist dann glaube ich der Punkt, in dem sich unsere Einschätzungen auch von der Begründung her unterscheiden. Der Verlauf der Zinsstrukturkurve wird von etlichen Einflussfaktoren bestimmt, aktuell z.B.: Interventionen der EZB durch den Leitzins (betrifft häufiger das kurze Laufzeitende), die zunehmende Staatsverschuldung Deutschlands (hat zuletzt entgegen des EZB-Trends der Zinssenkung die Kurve auf 10 Jahre und die Baufi-Zinsen schlagartig erhöht!), Verschuldungsgrade der EUR-Staaten, generell Markteinschätzungen/Erwartungen, ...

    Was ich meine ist folgendes: Es gibt bei einem gegebenen Zinsniveau wie gerade (3,3% auf 10 J.; https://www.drklein.de/aktuelle-bauzinsen.html) in etwa eine 50%/50%-Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen und für Zinssteigerungen ausgegend von diesem Wert. Dass muss die Zinsstruktur weder heute widerspiegeln (siehe zuletzt z.B. Einfluss der deutschen Staatsverschuldung bzw. deren Ankündigung), noch sagt das irgendwas aus über die Zinsstruktur in 10 Jahren.

    Mein Argument ist viel banaler: Wenn du den gesamten Zinsverlauf (weder am kurzen noch am langen Laufzeitende) mittel- oder langfristig kennst, warum nimmst du dann nicht näherungsweise das durchschnittliche Zinsniveau der Finanzierungslaufzeit (als Mischung aus kurz- und langlaufenden Zinsen) mit? Das ist in Punkto Risiko-/Kostenrelation rationaler, als einmalig über 10 Jahre fest den einen Zins einzufrieren, der just zu diesen Zeitpunkt geradezu zufällig vorherrscht.

    Hier tust du wieder so, als ob man sich mit einer 20-jährigen Zinsbindung unwiderruflich bindet. Nach 10 Jahren kannst du beliebig kündigen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Du hast als Privatkunde schon eine Option in der Finanzierung eingebaut.

    Es ging mir bei meinem Argument nicht um die Zeit zwischen Jahr 10 und Jahr 20 und das mit den 10 Jahren (+6 Monate) Kündigungsfrist gem. BGB ist ja richtig. Mein Argument gilt nur trotzdem, dann eben bis 10 Jahre oder auch dann wenn die gesamte Finanzierung nur 8 Jahre läuft. Auch hier würde ich überlegen, einen Teil z.B. auf 4 Jahre festzuschreiben oder einen kleineren Teil variabel zu halten oder immer nur fortlaufend für 1-2 Jahre festzuschreiben, um mir die genannten Vorteile zu erhalten.

    Aber gehen wir mal zurück zu deinem ursprünglichen Vorschlag in #31:

    50% auf 15 Jahre, 30% auf 5-10 Jahre, 20% variabel oder extrem kurzfristig

    Für Dinge, die innerhalb der ersten 10 Jahre passieren, hast du für 50% der Summe überhaupt keinen Vorteil gegenüber der Variante 100% auf 15 Jahre. Und je nachdem, wie du die 30% genau ausgestaltest, gilt das zum größten Teil auch dafür.

    Genau das sind die Stellschrauben, die es dann individuell passend einzustellen gilt: Ja, du hast für Veränderungen in den ersten 10 Jahren in diesem Fall für 50% der Summe keine großen Reaktionsmöglichkeiten. Mit den anderen 50% allerdings schon und das macht doch einen riesigen Unterschied, wenn du den Teil dann z.B. wg. Abfindung/Erbe/Immobilienverkauf kurzfristig komplett ablösen willst oder wg. fehlender Liquidität beim Prolongieren dann diese Hälfte der Finanzierung praktisch tilgungsfrei stellst, was die die Gesamtrate monatlich massiv reduziert.

    Und je nachdem, wie du die 30% genau ausgestaltest, gilt das zum größten Teil auch dafür. Verlierst du nach 2 Jahren den Job oder lässt dich scheiden und musst verkaufen, hast du für 80% der Summe alle die Nachteile, die du hier aufzählst.

    Nein, selbst dann wird genau das Risiko doch reduziert, weil selbst wenn du die besagten 30% auf 5 Jahre festgeschrieben hast und nach 2 Jahren verkaufen musst, reduziert das für dich den Schaden dieser 30% hinsichtlich der Vorfälligkeitsentschädigung massiv, weil die nur für 3 Jahre statt für 8 Jahre fällig wird. Genauso im Fall einer vollständigen Tilgung, da könntest du dann mit dem absehbar geringeren Zinsschaden das Vermögen z.B. in Geldmarktfonds lassen und nach 3 Jahren ablösen statt 8 Jahre warten zu müssen...

    Und je näher du ein Problem an die 10 Jahre rückst, desto mehr nähert es sich der normalen Finanzierung mit einer Laufzeit an.

    Die 10 Jahre bleiben allein schon wegen der BGB-Regelungen ein Fixpunkt der gesamten Finanzierung. Wenn du 15 oder 20 Jahre festschreibst, betreibst du natürlich eine Sicherung des Zinsniveaus über diese Zeit hinaus mit dem einseitigen Vorteil, den Kredit kündigen zu können. Je mehr des Gesamtkredits du aber kürzer (2, 3, oder 5 Jahre) festschreibst oder eben darüberhinaus gehst (15, 20+ Jahre), desto mehr weichst du logischerweise von dieser starren Fixierung auf 10 Jahre ab. Und desto mehr Flexibiliät (und ja in Teilen auch Zinsänderungsrisiken aber gleichermaßen auch Zinsänderungschancen) holst du dir zusätzlich (!) zu den genannten Vorteilen mit rein ins Boot deiner gesamten Finanzierung.

    Selbst wenn die Zinsstrukturkurve jetzt und bei allen weiteren zukünftigen Prolongationen zufällig exakt identisch aussehen würde, dann würden die von mir genannten Vorteile doch alle bestehen bleiben. Das Vorgehen ist im Kern deshalb auch keine Zinswette, sondern einfach nur ein Mitnehmen der zusätzlichen Vorteile einer durch Finanzierungsbausteine strukturierten Gesamtfinanzierung.

    Genau das, was du als "offensichtlich" bezeichnest ist das, was FinanztipUser eben anders sieht.

    Genau, und deshalb ist die Diskussion doch ganz fruchtbar und um nochmal auf die genannten Aspekte einzugehen:

    Die ganze Diskussion dreht sich doch darum, dass dieser Vorteil nicht kostenlos ist, sondern lediglich keine Rechnung stellt. Angefangen von der Tatsache, dass du alle paar Jahre einen Teil neu finanzieren und Aufwand reinstecken musst. Die Abtretung der Grundschuld an die nächste Bank ist übrigens auch nicht kostenlos. Ist jetzt nicht die Welt, bei schmaler Marge wirkt sich aber jedes bisschen Kosten entsprechend aus.

    Der Aufwand einer Prolongation bei der selben Bank beschränkt sich bei mir regelmäßig auf ein kurzes Telefonat und eine Unterschrift auf einem Bestätigungszettel, den ich dann zurückschicke. Kosten entstehen da für mich keine. Falls eine andere Bank übernimmt, kommen die überschaubaren Kosten der Grundschuldabtretung dazu. Das aber nur wenn genau diese Kosten durch den Zinsvorteil bei der anderen Bank mindestens ausgeglichen werden, sonst würde man nicht wechseln. Ein wenig Verwaltungsarbeit bleibt, aber das ist m.E. wirklich nicht die Welt!

    Insofern hast du doch ohne Mehrkosten die genannten Vorteile, die auch in Euro gerechnet richtig viel wert sind: 100% Sondertilgungsoption des Finanzierungsbausteins möglich = keine Vorfälligkeitsentschädigungen, Ratenhöhe weitgehend beliebig änderbar oder Tilgung sogar ganz aussetzbar für diesen Kreditbaustein, grundsätzlich: niedrigere Zinsen am kurzen Laufzeitende der Zinsstrukturkurve (in 90+% der Zeit der Fall), u.s.w.

    Das Hauptproblem ist aber, dass das Risiko keine Rechnung stellt. Mit kurzen Laufzeiten bist du dem Zinsänderungsrisiko stark ausgesetzt. Das ehrlich einzurechnen ist schwierig, da immer von Prognosen abhängig. Aber es ist offensichtlich, dass du mit kürzeren Laufzeiten ein höheres Risiko eingehst.

    Die Frage nach dem Risiko ist keine Meinung, sondern schlicht und einfach Fakt. Bei kürzerer Laufzeit ist das Risiko der Zinsänderung höher, die Mathematik ist da eindeutig und nicht zu diskutieren.

    Du beschränkst deinen Risikobegriff an dieser Stelle ausschließlich auf das "Zinsänderungsrisiko", sprich das Risiko, dass du dann zu höheren Zinssätzen prolongieren musst. Der Witz an genau dieser Stelle ist doch: Das Risiko stellt mit annähernd gleicher Wahrscheinlichkeit (50/50, da Zinsen auf den Punkt kaum prognostizierbar sind und eben steigen oder fallen können) auch eine Zinsänderungschance dar. Außerdem: Was ist mit allen anderen Risiken? Kostenrisiken zum Beispiel, also einfach dem Risiko, dass du die gesamte Baufinanzierung viel zu teuer abgewickelt hast und vom stark fallenden Zinsniveau während der Laufzeit nicht profitierst? Was ist mit dem Risiko, von unvorhergesehenen Ereignissen, durch die du die Immobilie zum Beispiel verkaufen musst und horrende Vorfälligkeitsentschädigungen zahlst, wenn du alles auf 10+ Jahre festschreibst? Was ist mit dem Risiko, dass dich bei einer beruflichen oder familiären Veränderung die Gesamtrate der Baufi überfordert, die du über eine Lösung mit einzelnen Finanzierungsbausteinen einfacher reduzieren könntest? Sind das alles für dich keine relevanten Risiken bei einer Baufinanzierung?

    Die komplette Zinsstrukturkurve ist nichts anderes als ein Abbild der Marktmeinung zu diesem Risiko. Versuchst du die Unterschiede zwischen zwei Laufzeiten zu melken, nimmst du als Gegenleistung das Risiko auf dich.

    Den ersten Satz würde ich unterschreiben mit der Ergänzung "... zu einem gegebenen Zeitpunkt." Du weißt schlicht nicht, wie sich die Zinsstruktur über die Jahre verändert. Und ja: Einer der Vorteile meines Vorgehens ist, dass man mit einem Teil der Gesamtfinanzierung eher kürzer die Zinsen festschreibt, was a) fast immer einen günstigeren Zinssatz bedeutet und b) ein gewisses Zinsänderungsrisiko (aber auch weitere Zinsänderungschancen!) und all die oben genannten weiteren Vorteile mit sich bringt!

    Und jetzt läuft es bei Finanzguru so schlecht, dass man einen Account anlegen und noch am selben Tag dutzende FG-Kritische Beiträge disliken und Lobesartikel auf Uralt-Threads schreiben muss?

    Oder hat sich TamInvest, nachdem er rausgeflogen ist nochmal als „Tacticus“ angemeldet? Auf Diskussionen mit ihm von vor 2-3 Jahren scheinen sich die meisten Reaktionen zu beziehen… :/

    Frage jetzt: Kann man das umdippsen? Soweit ich weiß, kann man das nicht.

    Also was mir einfallen würde, ist der hier schon mehrfach diskutierte Verkauf innerhalb der Familie. Sabine097654: Falls du einen Ehemann oder Eltern/Kinder hast, könntest du die Immobilie marktüblich an diese Person weiterverkaufen. Dabei könnte er/sie die Bude maximal beleihen und dir innerhalb der geltenden Freibeträge anschließend ggf. auch etwas zurückschenken. Du hättest die Mittel für die eigene Immobilie, aber der Vermögensaufbau durchs Abzahlen liegt dann aber erstmal bei der anderen Person.

    Nach 10 Jahren könntest du die Immobilie dann ohne Spekulationssteuer zurückkaufen, sofern das zum Beispiel mit dem Ehemann/Ehefrau und entsprechendem Vertrauen klappt. Das hätte den Vorteil, dass ihr dann gemeinsam wieder die absehbar höhere Abschreibung nutzen und ggf. erneut Mittel auf die Immobilie aufnehmen könntet.

    Auch wenn ich in einer anderen BauFi Frage anderer Meinung wie FinanztipUser bin. Aber er hatte die Möglichkeit eines Darlehens mit variablen Zinsen ins Spiel gebracht.

    Und in dieser Konstellation könnte ich mir für Darlehen Nr. 1 ein ebensolches variables Darlehen vorstellen.

    Das würde man dann bis zum Ende der Laufzeit von Darlehen Nr. 3 laufen lassen um beide dann zu vereinen.

    Könnte man mit diesem Ziel machen, teilweise verlangen die Banken für variable Verzinsungen aktuell Aufschläge, das sollte man vergleichen.

    Nur wäre die Idee mit dem "Vereinen" wirklich das Gegenteil von meiner Strategie bzw. meinem Vorschlag, da man ja dann noch mehr in einen großen Finanzierungsklumpen packt und festschreibt. Ich persönlich würde mir überlegen, ob es nicht Sinn macht, den großen dritten Block (257T€) zu strecken und auf zum Beispiel zwei Teile/Laufzeiten aufzuteilen um flexibler zu bleiben... Aber das ist bei Neuabschlüssen sicherlich einfacher als bei Prolongationen.