Beiträge von LebenimSueden

    Und alle Arbeitgeber passen dann ihre Arbeitszeiten an die Kindergärten und Schulen an. In den Ferien und wenn das Kind krank ist, gilt Sonderurlaub. Auf dem Land kauft sich dann noch jede/r Teilzeitbeschäftigte ein Auto und alle werden glücklich. :rolleyes: Sei ehrlich: Du hast keine Ahnung wie das Leben einer Familie aussieht, die drei Kinder und zwei Jobs hat und ohne Oma-Backup ihr Leben meistern muss, stimmt‘s?

    Weil der Millionär so viel Ahnung davon hat, wie das normale Leben aussieht. Aber Hauptsache herablassend.

    3 Kinder haben mittlerweile die wenigsten Familien und auf dem Land ohne 2 Autos...da muss man schon ziemlich leidensfähig sein. Da sitzt man dann nämlich wirklich den ganzen Tag zu Hause. Aber es ist natürlich bequemer, einen Strohmann aufzubauen, der/die/das nicht arbeiten kann und daraus zu folgern, dass das grundsätzlich nicht möglich ist. Anstatt sich mit der Frage zu beschäftigen, ob das real existierende System nicht die vollkommen falschen Anreize setzt

    Würde man jetzt sofort die Minijobs auf Schüler, Studenten und Rentner begrenzen, würde sich dieser Anteil sofort stark verringern.

    Wäre das schlecht? Minijobs waren nie als Ersatz für vollwertige Arbeit gedacht. In der Praxis läuft es aber oft darauf hinaus, weil bei der Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung eben der Mehraufwand kaum lohnt. Wir schaffen im Land zu viele Anreize dafür, nicht zu arbeiten. Sowohl was das gar nicht arbeiten anbelangt, als auch die Teilzeit. Und wundern uns hinterher, wenn genau das passiert. Mit den entsprechenden Folgen...nicht nur für die Sozialsysteme, sondern auch für die betreffenden Personen selbst. Wer nicht oder nur wenig arbeitet, erwirbt auch keine bzw. nur geringe Ansprüche an die GRV.

    Ich habe ja gestern ausgerechnet, dass die 200€ etwa 80h pro Monat bei Mindestlohn entsprechen. Das ist selbst mit den Kindergartenzeiten hier realistisch. 5 Tage 7:30-12:30, an zwei Tagen 13:45-16:45. Wie in meiner Jugend. Wobei der aktuelle Entwurf eine beitragsfreie Mitversicherung bei Kinder bis 6 Jahren vorsieht. Spätestens, wenn die in der Grundschule sind, kann man auch Teilzeit arbeiten.

    Anstatt erneuter Pauschalisierungen (wie 30% Eigenbeteiligung für alle) erachte ich es für sinnvoller stärker die Lebensweise der Menschen dabei zu berücksichtigen. Soll heißen: Selbstverschuldete Erkrankungen bzw. ungesunde Lebensweisen (Alkoholkonsum, Drogenkonsum (heutzutage bekanntlich en vogue), Nikotin, (starkes) Übergewicht usw.), die bekanntlich langfristig zu größern medizinischen Problemen und damit Behandlungsbedürftigkeit und -kosten einhergehen, auch entsprechend die Leute dann für heranzuziehen.

    Das ist in der Praxis schwer, wenn du keine Totalüberwachung ziehst. Und was ist mit riskanten Sportarten? Damit meine ich nicht nur Basejumping und ähnliches...der Volkssport Fußball sorgt zuverlässig für Verletzungen und nach den Fasnachtsferien kommen jedes Jahr zahlreiche an Krücken vom Skifahren zurück.

    Ein Selbstbehalt ist schon die richtige Lösung, um Leute mit faktisch höheren Kosten an denen zu beteiligen. 30% sind sicherlich überzogen, aber neben einer Beitragsrückerstattung in der GKV macht auch ein vernünftiger Selbstbehalt Sinn

    Für mich ist das ein bisschen wie die Frage "Warum srpingen die meisten Skispringer im V-Stil, ist der Parallelstil wirklich so viel schlechter?"

    Die Frage lässt sich eindeutig beantworten. Der V-Stil kommt so viel weiter, dass man damit in den Anfangszeiten trotz schlechterer Noten für die Technik gewonnen hat. Die Frage, ob MSCI World oder FTSE Developed entspricht eher der Farbe der Ski. Einen relevanten Unterschied wird man auch nach Jahrzehnten zwischen beiden nicht haben

    Aber warum wird eigentlich fast nie der FTSE Developed erwähnt bzw. empfohlen?

    Der hat das Pech im Schatten zweier bekannter Fonds zu stehen. So wie der ACWI lange Zeit in der Nische war. Und dann ist es eben, wie du sagst. Über die Dickschiffe wird gerne berichtet, entsprechend kaufen sie mehr Leute und bei Berichten wird vor allem über den Index geschrieben, in den die meisten investieren

    Ich habe den Eindruck, dass du noch nie den Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt hast, nicht weißt, was eine private Krankenversicherung für eine Familie kosten würde und wie unterschiedlich die Leistungen der beiden Systeme sind. Liege ich da falsch?

    Als Kind eines Beamten um mit dem Glück des genau passenden Einstiegsgehalts war ich noch nie in der GKV. Der Höchstbetrag wäre aber entsprechend fällig gewesen. Und auf was sich so eine PKV für die Familie summiert, kann ich mir anhand unserer Beiträge ausrechnen. Das ist ohne Beihilfeberechtigung sehr viel mehr als der Höchstbetrag der GKV. Insofern wären 200€ pro Partner durchaus sinnig und übrigens noch am sehr günstigen Ende. Das entspricht einem Monatsgehalt von 1100-1150€ oder unter 20 Stunden pro Woche bei Mindestlohn.

    Der Bosch-Ingenieur zahlt vermutlich seit einer Ewigkeit den Höchstbeitrag. Das bedeutet ja dann, dass solche Menschen alle in die PKV können, oder?

    Richtig. Und jetzt rate mal, warum er das nicht tut. Weil er zu seinem Preis noch 3 andere mitversichern darf

    Die, die wenig verdienen, arbeiten ohnehin beide

    Eher im Gegenteil. Die Berufstätigkeit von Müttern korreliert stark mit dem sozialen Status. Ist ja auch logisch...wenn die Frau gutes Geld verdienen kann, ist es für sie viel attraktiver wieder arbeiten zu gehen, als wenn man mit der Berufstätigkeit vor allem seine Berechtigung für Sozialleistungen verringert.

    Das ist ja sozusagen die ewige Diskussion von Einmalanlage vs. gestaffelter Anlage vs. Zurückhalten von Cash für die Crashes im Kleinen. Wenn man eine Phase sinkender Kurse erwischt, kann man sich auf die Schultern klopfen, ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man Rendite liegen lässt, wenn man einen Teil des Geldes, welches man investieren möchte, zurückhält. Man kann die Statistik befragen, weitere Kennzahlen hinzuziehen, aber letztlich wird man sich nicht davon lösen können, dass auch eine gewisse Portion Glück dazu gehört.

    Die Sache ist eigentlich geklärt. Mathematisch maximiert man mit der Einmalanlage. Jetzt hat man in der Praxis blöderweise nicht mit 20 das Geld um große Summen zu investieren und muss über Jahrzehnte ansparen. Und wer 20 Millionen im Lotto gewinnt und sich sofort zur Ruhe setzen will, kann seine Entnahmerate über einen Glidepath optimieren, wenn er nicht sofort alles ins Depot schiebt. Da ist dann aber die Rendite zweitrangig.

    Vom Kleinklein mit einem Sparplan für 30€ 6 Mal im Monat halte ich wenig. Der Zeitrahmen eines monatlichen Sparplans ist schon klein genug. Zwischendrin sammelt man vor allem Noise auf und wir wissen, dass den Mensch dazu neigt, Verluste stärker zu gewichte als Gewinne.

    Bisher hatte ich keinen Bedarf für solch undurchsichtige Dienstleister wie Paypal. Wo soll da der Nutzen liegen? Der dort angebotene Käuferschutz mag ja für Leute interessant sein, die Plattformen wie kleinanzeigen.de benutzen, bei denen man immer mit Betrügern rechnen muss.

    Wenn Käuferschutz dann direkt den von Kleinanzeigen. Ist auch die effektivste Methode Betrügern aus dem Weg zu gehen, die lassen sich nämlich nicht drauf ein.

    Paypal ist super, um nicht jedem Shop seine Kreditkarte geben zu müssen. In letzter Zeit hat sich das auch ein bisschen etabliert, um unter Bekannten und Kollegen Geld auszutauschen.

    WERO dagegen verstehe ich absolut nicht. Versucht sich an einem Problem, für das es bereits etablierte Lösungen gibt, aber ohne universelle Akzeptanz.

    Hab mittlerweile meinen Score auch geprüft...841 Punkte und lustigerweise weiß die Schufa nichts vom ganz großen Schuldenberg aka Immobilienfinanzierung. Bei der Bank wusste spontan auch keiner was zu der Frage, ob die den Kredit überhaupt melden oder ob das ein Versehen war

    Update hierzu. Bei der Sparkasse Bodensee (und damit vermutlich bei allen Sparkassen?) werden Immobilienkredite aktuell nicht an die Schufa weitergegeben

    Ist irgendwas in der Welt passiert, was solche Schwankungen verursacht könnte?

    Passiert ist nichts, was nicht zu erwarten wäre. Die Drohung Trumps wird den Krieg nicht beenden. Die Taktik mit Maximaldrohungen bis zur nuklearen Vernichtung und Angriffen auf das Energienetz versucht Russland seit 4 Jahren in der Ukraine. Der Erfolg hält sich in Grenzen. Und es spricht nicht viel dafür, dass das im Iran anders sein wird.

    Wie der Markt darauf reagieren wird? Keine Ahnung. Aber frei nach der alten Bauernregel und als Echo von uha gestern...wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändern sich die Kurse oder nicht

    Erfahren die Kreditoren bei der Bonitätsanfrage denn den genauen Punktewert?

    Soweit ich das recherchieren konnte, werden Klasse und Score übermittelt. Für die höchste Klasse interessiert der konkrete Score sicherlich kaum und das läuft durch die automatische Verarbeitung. In den Klassen, in denen der Kunde eine manuelle Nachbearbeitung macht, bringt der konkrete Score mehr als die reine Klasse

    Seht ihr hier Punkte die vergessen wurden, bzw. falsch berechnet sind? Ich will mir den Neuwagen nicht schönrechnen aber ganz so falsch scheint er nicht....

    Ich kann deine Rechnung jetzt nicht komplett nachvollziehen, aber hier mal ein paar Punkte, die mir sofort ins Auge springen:

    - Verbrauch: 16kWh inklusive Ladeverlusten erscheint mir eher optimistisch. Da brauchst du schon einen sehr hohen Anteil Stadtverkehr.

    - 75% PV-Ladung. Gibt das dein Fahrprofil wirklich her? Oder steht das Auto tagsüber an der Firma und nach Feierabend ist die Sonne ums Eck

    - 40€ für 1500km am Schnelllader. Nie und nimmer, das wären 2,6c/km. 39c/kWh plus Grundgebühr beim Langstreckenverbrauch...rechne eher mit 10c/km. Und reichen 1500km aus dem Schnelllader wirklich aus? Das erreicht man mit einer längeren Urlaubsfahrt, die meisten machen aber einen Sommer und einen Winterurlaub. Mal noch einen kürzeren über die Brückentage...

    - THG: du rechnest mit 310€ THG-Quote, das ist relativ hoch. Die war in den letzten Jahren auch schon bei 50€

    - Wartung: Angesichts der Tatsache, dass ein Satz Reifen in der Größe mal bei 700-800€ exklusive Montage liegt und Tesla einen gewissen Ruf bei der Bauqualität hat, halte ich 250€ pro Jahr doch für recht optimistisch. Auch wenn man nicht so viel fährt, nach ein paar Jahren sind die Reifen fällig wegen Alterung.


    Grundsätzlich hast du relativ gute Voraussetzungen für ein Elektroauto. Aber kritisch gerechnet ist das noch nicht


    edit:

    was das Thema Restwert anbelangt...du willst dir das Modell mit kleinem Akku kaufen. In jüngerer Vergangenheit sehen wir immer mehr Autos mit Akkus um die 100kWh. Das wird in Zukunft vermutlich weiter zunehmen und diese Modelle werden deutlich bezahlbarer werden. Die Autos mit kleinen Akkus werden dann bei weitem nicht mehr die Nachfrage finden bzw. nur noch mit entsprechend großen Preisabschlägen.

    Sinnvollerweise würde ich ohnehin nicht mit großen Restwerten kalkulieren, wenn du das Auto länger halten willst. Nimm das Auto, such dir einen Zeitraum oder eine Fahrleistung ab, in der du das auf 0 abschreibst.