Beiträge von LebenimSueden

    Realitätsfern bist eher du unterwegs. Jeder Hausarzt hat eine Akut Sprechstunde. Nur warten musst du dann halt.

    Aber ist trotzdem Käse. Angenommen man hat Magen-Darm, das ist meistens nach einem Tag durch, eventuell noch ein zweiter zur Erholung. Da sitzt man dann kotzend im Wartezimmer...

    Der Plan kann auch nach hinten losgehen. Was bisher nach 2 Tagen einigermaßen OK war, kann jetzt auch leicht eine ganze Woche Krankschreibung werden. Ich tippe darauf, dass das so nicht kommt

    Woher kennt man eigentlich seine wirkliche Risikotoleranz?

    Indem du das erlebt hast. Mir geht es da wie dir...ich bin auch erst nach Corona eingestiegen und einen echten Bärenmarkt kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Aber immerhin schon 2 Kriege und jede Menge Trump.

    Aber ich kenne das Thema Risikotoleranz vom Bergsteigen und da muss ich Fred zustimmen, das ändert sich über die Zeit. Nicht immer zu höherer Toleranz hin

    Ich bin hier jetzt raus - diese Art von Diskussionen mit fehlerhaften Argumenten kostet mich zu viele Nerven.

    Dann nenn mir die konkreten Fehler?

    Warum muss der Ausschütter bei der Kursentwicklung die Dividenden berücksichtigen, wo die doch ausgeschüttet sind?

    Und wie willst du einen aufgebrauchten Freibetrag für die Ausschüttung nutzen? Ob du jetzt Anfang Januar 100€ VAP zu versteuern hast oder Ende Januar 100€ Ausschüttung...die entscheidende Frage ist, wann der Freibetrag aufgebraucht ist und nicht wofür er genutzt wird. In einer langfristigen Anlage ist relativ egal, ob ich meinen Freibetrag 2026 für die VAP 2025 nutze oder für die Ausschüttungen 2026, sofern überhaupt relevante Freibeträge übrig bleiben


    ein "Lifcycle Investor" der zunächst in jahrzehntelanger Ansparphase Vermögen aufbaut und anschließend in ebenso jahrzehntelanger Entnahmephase daraus entnimmt

    Sehe ich den Vorteil tendenziell beim Thesaurierer

    ein "Windfall Investor" der kurz vor Beginn der Entnahmephase einen größeren Geldsegen aus einer Erbschaft, einem Immobilienverkauf oder einem Unternehmensverkauf anlegt

    Da du hier quasi nur die Entnahmephase hast -> Ausschütter

    Ist aber in beiden Fällen definitiv nicht mehr Nerd-Level 1, sondern eher 3-4. Es wird keiner arm sterben, weil er den falschen ETF genommen hat. Viel problematischer ist beispielsweise, dass der zweite Fall alles Geld zu einem Zeitpunkt investiert und relativ schnell wieder entnimmt.

    Der Spitzensteuersatz von derzeit 42% greift ja aktuell bei knapp 70.000 €. In Modell 1 würden die 42% dann wohl so bei ca 72.500 € greifen. Durch die Inflation läge der Grenzsteuersatz von jemanden, der aktuell 70.000 Euro zu versteuern hat nach ca. 2 bis 3 Jahren wieder bei den 42%. Im weiteren Verlauf würde das Einkommen dann noch stärker versteuert, weil der Spitzensteuersatz ja weiter angehoben werden soll. Dank der kalten Progression wird aus der vorübergehenden Steuererleichterung dann mit den Jahren eine Steuererhöhung...

    Der Klassiker...man holt es sich bei der Mittelschicht während man von "den Reichen" redet. Karriere als Fachkraft macht so wenig Sinn, zumal eben nicht nur die Steuern steigen, sondern auch die Grenzen bei der KV außerplanmäßig angehoben wurden.

    Natürlich weiß keiner wie viele Verlustjahre es in Zukunft geben wird.

    Natürlich. Aber ein guter Orientierungspunkt ist die langfristige historische Entwicklung. Nicht so gut ist die persönliche Erfahrung der letzten 20 Jahre, die im historischen Kontext sehr gut waren.

    Allerdings muss man die Ausschüttungen mit einrechnen, wenn man einen Kursindex nimmt für den Vergleich.

    Wir wollen hier nicht berechnen welche Rendite möglich ist, sondern die VAP. Und da ist nur relevant, ob die Kursentwicklung unter dem Basisertrag liegt, da die Kursentwicklung einen Deckel bildet

    Thesaurierer: Die gesamte Vorabpauschale wird am Jahresanfang versteuert.

    Ausschütter: Lediglich der noch nicht versteuerte Anteil wird nachversteuert. Dieser Ertrag war der von mir genannte "Restbeitrag"

    Und der für die VAP genutzte Restbetrag fehlt dir halt dann bei den Ausschüttungen. Wir diskutieren hier über linke und rechte Taschen, letztendlich kommt es darauf an wie viel Steuer insgesamt anfällt.

    Und das dürfen wir dann auch so für die kommenden 19 Jahre weiter so fortschreiben? ;)

    Und was sind schon 19 Jahre? Ich bin 38, realistisch habe ich 30 Jahre bis zur regulären Rente. Dann nochmal hoffentlich über 20 Jahre bis zum Tod plus die Zeit, die ich schon investiert bin. 19 Jahre sind da nicht viel.

    Für den S&P reden wir von knapp unter 30% der Jahre mit negativer Entwicklung. Da passt das Drittel als Daumenregel

    Jahre in denen die VAP höher ist als die Ausschüttung machen schlicht keinen Unterschied. Du versteuerst in beiden Fällen die VAP. Einmal komplett beim Thesaurierer und beim Ausschütter in zwei Schritten. Da muss sich auch keiner rumschlagen, mit etwas Glück reicht für den Restbetrag der Sparerpauschbetrag.

    Welcher Restbetrag? Im einen Post redest du vom Millionendepot, jetzt davon, dass beim Ausschütter noch was vom Freibetrag übrig bleibt. Das wird selten der Fall sein. Hohe VAP heißt hohes Zinsniveau und damit fressen ein paar Rücklagen auf dem Tagesgeld ganz schön in den Freibetrag. Wenn dann noch Ausschüttungen dazukommen, ist der Freibetrag ganz schnell aufgebraucht, da braucht es echt kein großes Depot.

    Und ja, in Jahren mit VAP beim Ausschütter entsteht dem streng genommen kein Nachteil gegenüber dem Thesaurierer. Aber er hat eben auch keinen Vorteil

    Und wenn man noch viele Jahre (Jahrzehnte) von der Entnahme entfern ist?
    Ich muss ja immer den ganzen Weg gehen. Also wohlmöglich jahrzehntelange Ansparphase und hoffentlich jahrzehntelange Entnahmephase. :/

    Dann sieht die Rechnung anders aus. Der Thesaurierer zahlt immerhin in etwa einem Drittel der Jahre gar keine Steuer auf die VAP wegen schlechter Kursentwicklung. Dazu kommen noch die Jahre, in denen die VAP höher als die Ausschüttungen liegt.

    Da bleibt als Hauptargument noch, dass ein Thesaurierer unter Umständen frisches Geld im Depot braucht während ein Ausschütter sich das selbst ausschüttet. An der Stelle habe ich zwei Punkte...zum einen ist die Unterscheidung zwischen frischem Geld und ausgeschüttetem Geld vollkommen willkürlich. 100€ sind 100€, egal ob sie aus einer Ausschüttung kommen oder vom Girokonto. Und zweitens gibt es eben die Jahre, in denen auch die Ausschütter sich mit der VAP rumschlagen müssen. Was macht man mit dem Geld zwischen Ausschüttung und Abrechnung der VAP?

    Dann hätte man vor 25 Jahren vielleicht etwas anderes wählen müssen

    Die 25 Jahre sind nicht zufällig gewählt...schau mal wer damals Kanzler war und welche Politik der gemacht hat. Es gibt sicherlich viel im Einzelfall zu kritisieren, aber da wurde noch vorausschauend gedacht. Aber die nachfolgenden Regierungen haben den gewonnenen Spielraum lieber wieder verprasst

    Das Problem ist halt, dass die Baby Boomer zu großen Teilen schon in Rente sind. Und in 5 Jahren noch mehr. Wäre natürlich toll gewesen, wenn jemand vor 25 Jahren schon vorausschauend gehandelt hätte...oh wait...


    Jetzt mal ernsthaft...als Baby Boomer werden hierzulande die Jahrgänge 55-69 bezeichnet. Die "Rente mit 63" ist für Jahrgang 64 mit 65 Jahren drin. Gehen wir davon aus, dass bis 2031 alles beim alten bleibt, wäre bis Jahrgang 66 die frühe Rente drin. Dann ist das Problem schon fast vollständig eingetreten, das man eigentlich wegreformieren will

    Hmm,
    die (selbstständige) Arbeit sollte schon alle anfallenden Kosten erwirtschaften. Und zu den Kosten gehört eben auch Gesundheit und Altersvorsorge.
    Und wenn die Selbstständigkeit die Kosten nicht erwirtschaftet tut man gut daran diese Selbstständigkeit aufzugeben.
    Ich erwarte ja auch nicht, dass mit die Allgemeinheit mein Hobby finanziert. :/

    Es ist ja noch schlimmer als Liebhaberei. Die Selbstständigen stehen in Konkurrenz zueinander und wer seriös mit vernünftiger Altersvorsorge kalkuliert, muss mehr für seine Arbeit verlangen. Es kann nicht im Sinn der Allgemeinheit sein, dass die Selbstständigen ohne AV diejenigen mit AV aus dem Markt drängen und im Alter vom Sozialamt leben

    Ich würde Dacia heute ohnehin eher als günstige Zweitmarke von Renault sehen. Ähnlich wie es auch mit Skoda bei VW ist.

    Wobei sich das bei Skoda und VW nicht mehr unbedingt viel nimmt. Skoda hat ganz schön angezogen während bei VW mittlerweile auch teilweise großzügige Rabatte gegeben werden. Es lohnt sich, hier bei beiden die konkrete Wunschkonfiguration zu vergleichen

    Es geht darum, dass man Geld auf der hohen Kante hat.

    Die große Frage ist, warum du das hast. Der Erwartungswert ist höher, wenn man das Geld gleich investiert und nicht auf den großen Crash wartet. Wenn du jetzt durch Hausverkauf, Erbschaft oder ähnliches eine größere Summe hast, reden wir ja doch eher von wenigen Tagen in denen dann der Crash kommen müsste

    Es geht darum, dass man Geld auf der hohen Kante hat. Und das Problem ist, dass man u.U. nicht investieren kann, weil der Handel gestoppt wird.

    Der Handel wird auch wieder aufgenommen. Ich würde mir sehr viel mehr Sorgen um die psychische Komponente machen...wer kauft schon nach, wenn es gerade richtig abwärts geht? Warst du 2020 schon dabei und hast Mitte März, pünktlich zum ersten Lockdown, nachgekauft? Da brauchte es schon echte Nerven aus Stahl und eine Erwartung, dass das bei allen schlechten Nachrichten schon der Tiefpunkt der Börse war.

    2) Um das zu verhindern gibt es einen Mindestbeitrag von 200 Euro - ähnlich wie bei den freiwillig Versicherten. Das hieße aber für Familienversicherte wäre es völlig unattraktiv Arbeit aufzunehmen.

    Lässt sich problemlos per Kindergeld kompensieren, auch gestaffelt nach Kindesalter. Ich hatte im anderen Thread mal ausgerechnet, dass 200€ Beitrag maximal einer 50% Stelle entsprechen. Arbeitgeberanteil nicht vergessen. Das ist relativ unproblematisch machbar, sobald die Kinder im Schulalter sind.

    Ich wäre als privater Kleinanleger immer sehr vorsichtig mit Direktinvestitionen. Die Geschichte ist voll von Projekten, die ihre versprochene Rendite nicht im Ansatz halten konnten und teilweise auch in die Pleite gingen. Als Kleinanleger hat man quasi keinen Einfluss darauf, wie der Park geführt wird. Und bei 5% "sicherer" Rendite muss man auch die Frage stellen, warum jemand den umständlichen Weg über Kleinanleger geht...