E-Auto Kauf sinnvoll?

  • Wenn du eine Steckdose ein paar Meter vom Auto entfernt hast, brauchst du nicht unbedingt groß investieren. Aufladen kann man ein Elektroauto auch per Schuko. Mit 2,3kW Ladeleistung dauert das natürlich eine Weile und die Ladeverluste sind höher als bei der 11kW Wallbox. Aber deutlich günstiger und bequemer als eine öffentliche Ladesäule ist es auf jeden Fall.

    Ah ok, ich hätte sogar einen Dreiphasigen Drehstrom (400V) in der Nähe.

    Wenn du keine langen Strecken fährst und mit einem kleinen Akku hinkommst, hält sich der Aufpreis in Grenzen bzw. bei einigen Kleinwagen herrscht auch schon Parität.

    Das ist eben so eine Sache, normalerweise fahre ich echt wenig, nur mal zum Einkaufen, auch wenn das hier auf dem Land durchaus 20km sein können.

    Es gibt halt hin und wieder (sehr unregelmässig) mal einen Geschäftstermin, wo ich dann irgendwo hin muss und das können dann schon mal 250km einfache Strecke werden. Kommt nicht oft vor, aber das muss gehen.

  • Der Stromer braucht Strom, den gibt es natürlich auch nicht umsonst und hier wird es jetzt schwierig für mich das zu beurteilen. Ich habe beim ADAC gelesen, ein mit meinem Benziner vergleichbarer braucht ca. 15kWh / 100km, das wären dann auf meine 10.000km/Jahr 1500 kWh. Da ich keine Erfahrung habe was die Kilowattstunde kostet, habe ich mal meine KI gefragt und komme auf sagen wir mal ca. 0,75 Euro. (Bitte verbessern, wenn das ganz falsch sein sollte.) Damit liegen die Stromkosten bei 1125 Euro im Jahr.

    Zu den 15 kWh auf 100 km habe ich zwei Anmerkungen:
    Zum eigentlichen Verbrauch kommen noch die so genannten Ladeverluste, d.h. Strom welche du aus dem Netz ziehst, aber der nicht im Akku ankommt. Je nach Auto und Ladeart ist man da zwischen 5% und 15% die man drauf rechnen muss.

    Und die 15 kWh hängen sehr vom Auto und Fahrprofil ab, die könnten auch schon etwas zu optimistisch sein. Es gilt leider auch nicht unbedingt der Grundsatz, dass kleinere (E-)Autos weniger Strom verbrauchen als große.
    Unser Fiat 500e verbraucht leider mehr Strom, als unser VW ID.4, obwohl der viel größer und schwerer - aber dafür effizienter ist.

  • […] Versicherung setze ich mal gleich……

    ….ich keine Erfahrung habe was die Kilowattstunde kostet, habe ich mal meine KI gefragt und komme auf sagen wir mal ca. 0,75 Euro.

    Wenn du soweit bist, dass du dir ein Modell ausgesucht hast lohnt definitiv der Vergleich, der Versicherung. Unser Stromer war viel teurer als der gleiche Verbrenner. Wenn ihr weit unten eingestuft seid, ist der Effekt natürlich nicht so groß.

    Wenn du zu Hause laden kannst, sind die 75cent natürlich, viel zu hoch da du max. zu deinem Tarif lädst.

    Wichtig wird der Faktor Kaufpreis, darauf solltest du natürlich beim Kauf mit dem gleichen Verbrenner unbedingt achten, denn sonst nutzt dir deine ganze Rechnung nichts. Zum Glück sind die Gebrauchtwagenpreise im Vergleich zum Verbrenner überdurchschnittlich runter gegangen.

  • Ah ok, ich hätte sogar einen Dreiphasigen Drehstrom (400V) in der Nähe.

    Ist doch super. Es gibt Wallboxen mit CEE-Stecker. Haben meine Eltern besorgt, da die in der Garage schon immer Starkstrom haben. Brauchst keinen Elektriker zur Installation.

    Ja. Bei leerem Akku mehr als 1 Tag. Schuko ist nur was für Plug-In-Hybride, aber nicht für einen BEV.

    Der Trick ist, dass man nicht wartet, bis der Akku leer ist. Sagen wir mal uha kommt um 20 Uhr nach Hause und will am nächsten Tag um 8 Uhr aus dem Haus. Gibt 12 Stunden, in denen das Auto steht oder >20kWh nach Ladeverlusten. Reicht für den Alltag locker. Die allerwenigsten Leute machen lange Fahrten an mehreren Tagen hintereinander.

    Im letzten Jahr fällt mir genau ein Fall ein, in dem das relevant gewesen wäre. Trotz meiner teils erheblichen Fahrerei. Da war ich Samstag Eisklettern (~300km Rundtrip) und Sonntag mit der Kleinen Skifahren im Schwarzwald (~200km Rundtrip). Abhängig vom Reststand des Akkus am Samstagabend hätte das knapp nicht gereicht...aber dann müsste man halt unterwegs kurz nachladen. Wenn das aber das einzige Problem ist, würde ich die Entscheidung nicht davon abhängig machen. Und wenn uha eine CEE Dose in der Garage hat, ist das Thema eh gegessen.

  • Hallo zusammen,

    also ich habe die letzten Tage eine Excel gebaut, um das ganze weiter zu verstehen. Zeitraum 10 Jahre. Reparatur & Restwertangaben kommen von der KI.

    Berechnet wurden zwei Sachen:

    1. TCO -> Fahrzeugkosten über Laufzeit (Wertverlust, Laufende Kosten)

    2. Vermögensentwicklung -> anhand eines immer gleichen monatlichen Cashflows (2000€ Sparrate - ggf. Finanzierungskosten - Laufende Kosten), also TCO bereits inbegriffen.


    Hinweise:

    • ETF Gewinn Einmalanlage ist reduziert im ersten Jahr, da nicht das ganze Jahr investiert
    • In Szenario 1 der VK Preis des A5 = 14.000€ + 5.000€ Förderung einmalig angelegt
    • Restwert beim Model Y im ersten Jahr angegeben mit 34.325€ da Kaufpreis 39.430€. Berechnet wurde er aber in Bezug auf Kaufpreis 34.430€
    • Bei den Reparaturkosten vom A5 ist noch eine jährliche 10% Steigerung drin, laut KI notwendig da Alter hinten raus über 20 Jahre
    • Kaufpreis für Model Y gebraucht Szenario beträgt 25.000€ im 3. Jahr
    • Die 75% Sonne Laden über das Jahr schaffen wir mit unserem Elektro Zweitwagen, daher der Wert


    In beiden Betrachtungen gewinnt der Neuwagen, beim Vermögen fast gleichauf mit dem gebrauchten E-Autokauf.

    Seht ihr hier Punkte die vergessen wurden, bzw. falsch berechnet sind? Ich will mir den Neuwagen nicht schönrechnen aber ganz so falsch scheint er nicht....

    Das ganze hängt natürlich stark von den Reparaturkosten ab, hier kann man eben Glück oder Pech haben.

  • Du kalkulierst mit fiktiven ETF-Gewinnen, die frei erfunden sind, und nimmst dafür einen Kredit auf.

    Du kalkulierst mit fiktiven Restwerten für ein Tesla Fahrzeug, ohne Dich zu fragen, ob Du in der Zukunft für gebrauchte Teslas überhaupt Käufer finden wirst, noch dazu zu diesen Preisen.

    Du gibst Dir viel Mühe, Dir das in Excel-Tabellen schönzurechnen.

    Die Bestätigung Deiner Schönrechnung wirst Du hier nicht bekommen.

    Du bist doch sowieso fest entschlossen, genau dieses Modell auf Kredit zu kaufen, egal ob sinnvoll oder nicht.

    What‘s the point? Andere Menschen kaufen Schrottimmobilien oder spielen Roulette. Kann man auch machen, aber dafür lohnt es sich nicht zu rechnen.

  • Naja mit was soll ich dann kalkulieren, wenn ich die historischen ETF Renditen der Vergangenheit nicht ranziehen darf? Auch Teslas aus aus 2014 finden Käufer, warum soll das in der Zukunft anders sein?

    Dann sag mir bitte mit welchen Restwerten ich rechnen soll.


    Ich bin eben nicht entschlossen, sonst hätte ich schon seit Wochen bestellt. Mir kommt es aber vor das eben das Wort Tesla hier im Forum soviel Negatives auslöst, das man sich nicht auf die Fakten konzentrieren kann. Vielleicht tausche ich das Fahrzeugbezeichnung gegen Enyaq (Made in Tschechien) dann gibt es möglicherweise konstruktivere Antworten als beim Model Y (Made in Germany) 🫡.

  • Naja mit was soll ich dann kalkulieren, wenn ich die historischen ETF Renditen der Vergangenheit nicht ranziehen darf? Auch Teslas aus aus 2014 finden Käufer, warum soll das in der Zukunft anders sein?

    Dann sag mir bitte mit welchen Restwerten ich rechnen soll.

    Ist das so schwer zu verstehen? Hast Du die Posts oben überhaupt gelesen und nachvollzogen?

    Zu Tesla:
    https://www.fr.de/wirtschaft/gue…h-94183845.html
    https://www.focus.de/finanzen/boers…025a203329.html

    Zu ETF-Renditen auf Kredit:
    https://www.finanzfluss.de/ratgeber/inves…macht-das-sinn/

    Welche Restwerte:
    Im Zweifel "null" - sowohl für den kreditfinanzierten gebrauchten Tesla als auch für den kreditfinanzierten ETF.

    Der Kredit muss auch bei völliger Wertlosigkeit und fehlenden Käufern zu 100% bedient werden.

  • Ich finde die Herangehensweise mit der Rechnung sehr gut.

    Ich bin auch sehr dafür, eine emotionale Entscheidung für eine Ausgabe immer anhnd einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zu reflektieren.

    Erst dann weiß man, was man hat.

  • Seht ihr hier Punkte die vergessen wurden, bzw. falsch berechnet sind? Ich will mir den Neuwagen nicht schönrechnen aber ganz so falsch scheint er nicht....

    Ich kann deine Rechnung jetzt nicht komplett nachvollziehen, aber hier mal ein paar Punkte, die mir sofort ins Auge springen:

    - Verbrauch: 16kWh inklusive Ladeverlusten erscheint mir eher optimistisch. Da brauchst du schon einen sehr hohen Anteil Stadtverkehr.

    - 75% PV-Ladung. Gibt das dein Fahrprofil wirklich her? Oder steht das Auto tagsüber an der Firma und nach Feierabend ist die Sonne ums Eck

    - 40€ für 1500km am Schnelllader. Nie und nimmer, das wären 2,6c/km. 39c/kWh plus Grundgebühr beim Langstreckenverbrauch...rechne eher mit 10c/km. Und reichen 1500km aus dem Schnelllader wirklich aus? Das erreicht man mit einer längeren Urlaubsfahrt, die meisten machen aber einen Sommer und einen Winterurlaub. Mal noch einen kürzeren über die Brückentage...

    - THG: du rechnest mit 310€ THG-Quote, das ist relativ hoch. Die war in den letzten Jahren auch schon bei 50€

    - Wartung: Angesichts der Tatsache, dass ein Satz Reifen in der Größe mal bei 700-800€ exklusive Montage liegt und Tesla einen gewissen Ruf bei der Bauqualität hat, halte ich 250€ pro Jahr doch für recht optimistisch. Auch wenn man nicht so viel fährt, nach ein paar Jahren sind die Reifen fällig wegen Alterung.


    Grundsätzlich hast du relativ gute Voraussetzungen für ein Elektroauto. Aber kritisch gerechnet ist das noch nicht


    edit:

    was das Thema Restwert anbelangt...du willst dir das Modell mit kleinem Akku kaufen. In jüngerer Vergangenheit sehen wir immer mehr Autos mit Akkus um die 100kWh. Das wird in Zukunft vermutlich weiter zunehmen und diese Modelle werden deutlich bezahlbarer werden. Die Autos mit kleinen Akkus werden dann bei weitem nicht mehr die Nachfrage finden bzw. nur noch mit entsprechend großen Preisabschlägen.

    Sinnvollerweise würde ich ohnehin nicht mit großen Restwerten kalkulieren, wenn du das Auto länger halten willst. Nimm das Auto, such dir einen Zeitraum oder eine Fahrleistung ab, in der du das auf 0 abschreibst.

    Einmal editiert, zuletzt von LebenimSueden (21. März 2026 um 22:05)