Hallo Fuchs73
ich sehe das auch so. Hatte den Blocktrainer damals genutzt um die Technik hinter Kryptowährungen und die tiefergehende Idee des Bitcoin zu verstehen.
Sobald man sich aber volkswirtschaftlich mit dem Bitcoin auseinandersetzt, wird es sehr schwierig. Für mich stellt sich dann u.a. die Frage, ob ein hartes Geld mit einer demokratisch, sozialen Ordnung funktionieren kann.
Was man feststellt ist, dass Bitcoin soziale Ungleichheit verschärft bzw. sie verstetigt. Die Idee die Macht des Staates durch die Macht der Coins im Mantel einer scheinbar demokratischen Idee von 1 Node = 1 Stimme zu ersetzen, kann mich nicht überzeugen.
Wer viele Coins hat, kann einfach abwarten. Mächtig ist also der Reiche mit einer niedrigen Zeitpräferenz und er wird in diesem System belohnt. Damit wird nur die maximale ökonomische Ungleichheit zementiert.
Allerdings hatte Bitcoin nach meinem Verständnis auch nie den Ansatz sozial gerecht zu sein oder Ungleichheit aufzulösen. Daher entspricht das alles der Systemlogik und ist per se kein Systemfehler.
Für mich ist Bitcoin, Stand heute, daher höchst undemokratisch und unsozial. Es geht nicht um mitentscheiden. Es geht um mitmachen oder gehen.
Roman Reher treibt die Bitcoin-Idee extrem voran. Er hat keine Antworten auf volkswirtschaftlich relevante Fragen aber die braucht er auch nicht, da es für sein Weltbild nicht relevant ist. Die "Schwachen" haben in seiner Welt ohnehin verloren, da sie im Zweifel ja auch die Polizei nicht bezahlen könnten.
Ob man das gut oder schlecht findet, muss man natürlich selbst entscheiden. Allemal ist es extrem radikal.