Für mich ist abgesehen davon noch unklar, wie der durch die e-Autos stark steigende Strombedarf gedeckt wird, woher ausreichend dicke Leitungen kommen, um z.B. den Parkplatz eines Mehrfamilienhauses mit Strom zu versorgen...
Da sollte man auch nicht auf andere schauen. Es muss zu einem passen. Ich kann jemanden, der in der Woche 1000km fährt, nicht sagen, er soll auf ein E-Auto umsteigen. Wenn ich in der Woche 50km fahre braucht es auch kein Diesel zu sein. Ob dann gewollt ist, E-Autos müssen mehr werden hin oder her.
Die Leitung dazu kommt von deinem Dach und führt in deine Garage. Da ist glaube ich schon der erste große Fehler passiert. Man hat suggeriert, E-Autos wären für alles und jeden die ideale Lösung. Ist halt schwer in der Stadt in einem Mehrparteienhaus mal schnell das Ladekabel aus dem Fenster zu hängen. Ja, E-Autos haben in der Stadt einen Vorteil. Der Nachteil ist nur, hier hat man weniger private Ladesäulen. Die Forderung nach mehr öffentlichen Ladesäulen könnte ich auch noch nie verstehen. Der Staat baut ja auch keine Tankstellen, das muss von ganz anderer Seite kommen. Außerdem ist es auch sinnbefreit jetzt an jeder Ecke eine Ladesäule aufzustellen, wenn hoffentlich dann in Zukunft, man nur mehr wie jetzt auch, zur Tankstelle fährt und dort alles in 5 Minuten erledigt ist. Das sollte das Ziel sein. Lädt man in 5 Minuten den Akku voll, spielt es auch keine Rolle ob ich mit dem Akku 200km oder 600km komme. Die 5 Minuten sind verkraftbar, 40 Minuten hingegen aus meiner Sicht nicht unbedingt.
Heißt, E-Autos sind ideal für Personen rund um Städte, die in Einfamilienhäusern wohnen. PV Anlage auf dem Dach und eigene Wallbox. In der Stadt könnte man mit E-Autos viel mehr auf Carsharing setzen, das reicht für den Weg zur Arbeit und nach Hause.
Ich glaube ohnehin nicht, dass es an fehlenden Möglichkeiten zum Ausprobieren liegt. Was soll denn genau herausgefunden werden? Ein Auto ist ein Auto und hier ist eine implizite Überhöhung von Elektroautos enthalten, die es in der Praxis nicht gibt. Jeder Händler bietet auch Probefahrten an.
Ja wenn das Auto fährt, sind sie fast alle gleich. Der große Unterschied kommt ja dann, wenn sie stehen und tanken/laden müssen. Genau da gibts ja die großen Unterscheide. 5 Minuten Tanken oder 40 Minuten Laden - damit kommt nicht jeder zurecht oder will es auf sich nehmen. Das kann ich auch voll verstehen.
Um herauszufinden ob einem das stört, ob man damit zurecht kommt, ob man sich das antun möchte,... dazu braucht es mehr als nur eine Probefahrt. Man findet nicht in 2 Std FAHREN heraus ob ein E-Auto zu einem passt. Natürlich passt es beim Fahren, warum auch nicht. Aber es geht hier eher um alles abseits des Fahrens.