Richtig. In jungen Jahren hoch einsteigen, Dynamik vereinbaren, um flexibel zu bleiben (man kann ja die Dynamik auch hin und wieder aussetzen bei ausbleibenden Gehaltserhöhungen) und mit zunehmendem Alter dann entscheiden, was noch benötigt wird. Man sollte ja eh seine Versicherungsverträge alle 1-2 Jahre auf den Prüfstand stellen.
Über diesen Ansatz habe ich auch schon nachgedacht, mich allerdings gegen eine Reduzierung entschieden.
Vielleicht liegt es daran, dass meine Mutter seit fünf Jahren Pflegegrad 5 hat.
Die meisten hier scheinen anzunehmen, dass sie im BU-Fall einfach auch finanziell ein wenig kürzer treten können. Aufs Land ziehen, weniger im Restaurant essen, keine Bürokleidung mehr etc.
Man kann aus x Gründen plötzlich BU werden und in den einfachsten Dingen behindert sein.
Wenn man dennoch eine angemessene Lebensqualität genießen möchte- d.h. gut essen, Freizeit und Kultur, Mobilität, soziale Teilhabe, kann das extrem teuer werden.
Deshalb lasse ich auch die Dynamik meiner BU weiterlaufen, auch wenn ich als gesunder Mensch die Zeit zur Rente notfalls auch ohne Einkommen überleben könnte. Aber vielleicht nicht, wenn ich plötzlich schwer krank oder behindert wäre.
Zusätzlich habe ich deshalb auch noch eine Plegezusatzversicherung.
Ich hoffe, dass ich beide nie brauche, aber falls doch, kann das der Unterschied sein, der ein selbstbestimmtes Leben mit gutem Essen und eigenen Vorstellungen weiter möglich macht.