Beiträge von Newb

    Selber einbauen nur, sofern man einen Kälteschein hat. Ich habe keinen, auch nicht die notwendigen Gerätschaften zur Evakuierung und Dichtheitsprüfung der Kälteleitungen.

    Es gibt inzwischen Klima-Monoblock-Geräte, bei denen man die Außeneinheit auf den Balkon stellen kann. Nur ist da die Kondensatableitung nicht vernünftig gelöst. Alle anderen Baumarkt-Klimageräte sind effizienzmäßig auch eher mager gegenüber den richtig eingebauten Split-LLWP.

    Du hast recht, man benötigt einen Kälteschein. Es soll Leute geben, die bei den Quick Connect Systemen nicht so große Bauchschmerzen haben. Monoblockgeräte sind eigetlich immer Mist, da Du systembedingt einen Luftwechsel zur Kühlung/ Heizung benötigst und das einfach unheimlich ineffizient ist.

    Seit wir Kinder haben, haben wir es so geregelt, dass nach den Fixkosten jeder netto gleich viel hat. Seit wir verheiratet sind, machen wir es ebenso, rechnen unsere Ersparnisse aber auch gemeinsam. Bei uns steckt ein Partner beruflich deutlich zurück, damit der andere deutlich überdurchschnittlich verdienen kann. Daher wäre jede Lösung die anders als alles gehört uns beiden, nicht fair.

    Leider wird folgende Kombi oftmals nicht berechnet:

    Gasheizung + Klimasplit (für kühlen und heizen). Das ist meiner Meinung nach, mittelfristig (für die nächsten 5-15 Jahre) die beste Option. Kommt natürlich auch auf den Schnitt der Wohnung oder Haus drauf an, an einer guten Stelle kann man damit fast das ganze Haus "heizen".

    Klimasplit-Gerät kostet 1k, mit Handwerker 3-4k.

    Wärmepumpe kostet 5k, mit Handwerker 40k. :D

    Die Luft Luft Wärmepumpe ist mit Sicherheit eine günstige Option, die nahezu problemlos in jedem Haus funktioniert und die man auch noch selber einbauen kann. Allerdings hätte ich keinen Bock, mein Haus mit nem Umluftgerät in jedem Raum zu heizen.

    Welchen Teil von "Klimaneutralität 2045" hast du nicht verstanden?

    Das läuft genau darauf hinaus, dass man in 20 Jahren keine fossilen Kraftwerke mehr haben will. Nicht ohne Grund sollen die jetzt geplanten Gaskraftwerke wasserstofffähig sein. 20 Jahre sind im Kontext dieser Infrastruktur sehr absehbar

    Es gibt kein Enddatum für die Gaskraftwerke. Und wenn bis dahin der notwendige Wasserstoff nicht bereit steht, nimmt man einfach weiterin Gas. Dann wird man halt die Klimaziele verfehlen, aber hier wird nicht das Licht ausgehen, wie hier beschrien wird. Man wird sich irgendwann entscheiden müssen, wie viel Ressourcen man bereit ist, für die letzten Prozent der Defossilisierung des Strommixes aufzuwenden. Bevor man sich hier um die letzten 10 Prozent Gedanken macht, wird es im Bereich Wärme und Verkehr deutlich größere Herausforderungen geben, an denen die Klimaziele scheitern werden.

    Dass jemand glaubt, man könne die Flaute von Sonne und Wind durch Batterietechnik ersetzen, erschließt sich mir als Ingenieur nicht. Träumt doch nicht, schaut Euch die Welligkeiten an, vor allem über die Jahreszeiten hinweg. Dass jeman die Sonne des Sommers einfangen und im Winter aufbrauchen kann, bleibt wohl ewig ein Wunschtraum.

    Wer möchte bitte die Sonne des Sommers einfangen und dann im Winter "aufbrauchen"?

    Btw. Wie fängt man überhaupt die Sonne des Sommers? Und ist das eine andere Sonne als im Winter? Hr. Ingenieur?

    Ich bin komplett für die erneuerbaren Energien, ich sehe zum jetzigen Zeitpunkt lediglich die Beschränkungen in der dauerhaften Verfügbarkeit. Grüne Fantastereien, die Industrie könne sich nach Verfügbarkeit der EE'n richten sind utopisch und realitätsfern.

    Was ein Strohmann-Argument. Was meinst Du, warum man neue Gaskraftwerke bauen will. Angestoßen durch einen dieser grünen Fantasten.

    Aber die Diskussion ist hinfällig. Wenn die Politik nicht lobbygetrieben aktiv gegensteuert, ist die Energiewende im Bereich elektrische Energieversorgung durch. Die Frage ist nur noch wie schnell und wie oft Gaskraftwerke in 10 Jahren noch einspringen müssen und ob man es irgendwann wirklich hinkriegt Wasserstoff wirtschaftlich grün zu erzeugen. Wir sollten uns jetzt um die Themen Wärme und Verkehr kümmern.

    Die Einen weinen Atomkraftwerken hinterher und die Anderen der D-Mark. Die ganz hart gesottenen auch beidem. Die Diskussion ist müßig und bringt niemandem was. Kommt beides nicht zurück und das ist auch gut so.

    An den meisten Tagen schon. Anders kann man es nicht bezeichnen, wenn aus 6,5kWp dann 150W rauskommen. Der Ertrag im Winter wird von wenigen guten Tagen getrieben, mit langen Durststrecken zwischendrin. Und das führt auf Netzebene dazu, dass man im Winter hauptsächlich am Wind hängt, der manchmal weht und manchmal nicht. Aktuell profitieren wir in letzterem Fall davon, dass es noch eine Menge Kohlekraftwerke gibt, die dann einspringen. Die sollen aber in wenigen Jahren weg und die nötige Infrastruktur, damit weiterhin Strom kommt, wird ziemlich teuer. Mit ein paar Batterien ist da nicht getan, dazu muss man sich nur die Größenordnungen anschauen: aktueller Stromverbrauch ~1,5TWh/d, existierende Pumpspeicherkapazität 40GWh=0,04TWh und Batteriespeicher 20GWh=0,02TWh. Um auch nur einen Tag zu überbrücken, braucht das gigantische Investitionen, ganz zu schweigen von einer mehrtägigen Flaute. Und dass durch Elektrifizierung der Stromverbrauch steigen wird, macht das nicht einfacher. An das Märchen vom billigen Ökostrom glauben nur die Anhänger einer gewissen Partei, bestenfalls bleibt der Strompreis etwa konstant zu heute.

    Nein, wird es nicht. Die notwendige Rendite müsste die Anlage dann im Wesentlichen in November-Februar erwirtschaften und das bedingt hohe Börsenstrompreise. Was wiederum der Idee vom billigen Ökostrom widerspricht.

    Es ist ja nicht so, dass man absehbar plant 100 % aus Wind und Sonne zu generieren. Es sind ja nicht umsonst 10 GW neue Gaskraftwerke geplant. Jetzt kann man sich darüber streiten, ob 10 GW reichen oder ob es 20 sein müssen und ob die absehbar auch mit Wasserstoff betrieben werden sollten. Hier bin ich ziemlch skeptisch.

    Ich finde die Diskussion auch sehr spannend, weil wir quasi die gleiche Konstellation haben. Ich bin der Sparfuchs und meine Frau möchte am liebsten noch nen vierten Urlaub einplanen. Am Ende muss man hier natürlich Kompromisse machen, das gehört dazu.

    Wir haben irgendwann mal die Rentenlücke abgeschätzt und eine Mindestsparrate errechnet. Seitdem habe ich nicht mehr das Gefühl im Alter zu verarmen und meine Frau sieht die Notwendigkeit, dass wir doch etwas zurücklegen sollten.

    Was ich wrklich schwierig finde, ist der Vergleich mit anderen Familien und Freunden, die immer die dickeren Autos und den ausgefalleneren Urlaub machen. Ich Frage mich sehr oft, wie das bei denen funktionieren kann.

    Ein Eigentümer eines Ausschütters bezieht aus 100.000 € Depot 1700 € Ausschüttung. Er bezahlt darauf 448 € Steuer, behält also netto 1252 €.

    Ein Eigentümer eines Thesaurierers verkauft aus seinem 100.000-€-Depot Anteile im Wert von 1700 € mit einem Gewinnanteil von 50%. Er bezahlt auf Vorabpauschale und anteiligen Gewinn 646 € Steuer, behält also netto 1053 €.

    Das ist mehr als ein minimaler Unterschied.

    Ich frage nur zum Verständnis und nicht zum klugscheissen. Müsste bei dem Vergleich aufgrund der Steuerstundung das Depot des Thesaurierers nicht höher sein, als das des Ausschütters?

    Im Verlauf eines dieser vielen Ausschütter/Thesauriererthreads hat einer die Meinung vertreten (Ich suche das jetzt nicht heraus), daß die Steuer auf Teilverkäufe auf die Vorabpauschale angerechnet würden. Das stimmt leider nicht. Es wäre aber rechnerisch möglich, den versteuerten Gewinnanteil eines unterjährigen Teilverkaufs auf die Vorabpauschale anzurechnen. Dadurch würde sich die Steuerbelastung beider Formen auch angleichen.

    Jetzt dachte ich gerade ich hätte es verstanden und dann sowas. Wann wird denn die Steuer angerechnet? Erst wenn ich den allerletzten Teil des Depots verkaufe?

    Du unterliegst dem üblichen Denkfehler (den ich übrigens selbst im Kopf hatte). Es kommt immer sehr auf die Parameter an, namentlich auf die Ausschüttungsquote, die Wertentwicklung und den Basiszins.

    .....

    Laßt Zahlen sprechen!

    Depotwert am Jahresanfang 2024 100.000 €, am Jahresende 120.000 €.
    Vorabpauschale 2,29%*70%=1,603% oder 1600 €.
    Ausschüttung 1,7% oder 1700 €.
    Teilverkauf 1700 €, davon 850 € Gewinn.
    Der Eigentümer des Thesaurierers versteuert 1600 € + 850 € = 2.450 €
    Der Eigentümer des Ausschütters versteuert 1700 €.

    Erstmal danke Achim, da ich den üblichen Denkfehler auch bis vorhin gemacht habe. Jetzt raucht mein Kopf etwas ;). Ich habe aber noch eine Verständnisfrage zu Deinem Rechenbeispiel. Müsste der Eigentümer des Thesaurierers nicht bereits gezahlte Steuern auf die Vorabpauschale wieder gutgeschrieben bekommen? Also für die 850€ Gewinn hat er ja über diverse Jahre bereits jährlich die VAP gezahlt, so dass die Steuerlast deutlich reduziert sein sollte.

    Bei einem Aktien-ETF gilt auch für die Ausschüttungen die Teilfreistellung.

    Ja, es geht aber glaube ich eher darum, dass eine Dividende zu 100% Ertrag sind. Beim Verkauf ist nur der anteilige Gewinn ein zu versteuernder Ertrag. Aus meiner Sicht das Hauptargument für einen Thesaurierer.

    Der einzige wirklich gute Grund für einen Ausschütter ist aus meiner Sicht, wenn man darüber nachdenkt, den ETf später mal mit Nießbrauch zu verschenken.

    Vor allem machst du damit die Hälfte der Rentner auf einen Schlag arm. Aber hey, die typisch deutsche Neiddebatte muss gepflegt werden.

    Die Frage ist ja, ob sich sowas eh nicht nur für neu erworbene Immobilien einführen lässt.

    Aber grundsätzlich hat Monstermania hier einfach einen Punkt, dass unterschiedliche Anlageklassen unterschiedlich besteuert werden und das nicht immer fair ist. Ich finde das muss man auch diskutieren können, ohne dass man das ganze als Neiddebatte totschlägt.

    Schön wenn du das richtig findest, ich z.B. bezahle aktuell das doppelte als Abtrag was mich in unserer Gegend als Miete zahlen würde, plus Instandhaltung oder Erneuerung von Dach, Fenster oder Heizung. Wenn dann muss auch der Hypothekenzins, die Materialkosten (und nicht nur 20% vom Handwerkerlohn) auch voll in Abzug gebracht werden , dann kann man auch über Versteuerung von eingesparter Miete reden, ansonsten ist das nur linkes Gedankengut zur Umverteilung. Jedenfalls war damals der Entschluss ein Eigenheim zu besitzen bei mir ein Teil der Altersvorsorge um nicht dem Staat auf der Tasche liegen zu müssen und nicht um andere zu pampern bis ich gepampert werden muss.

    Bis darauf, dass ich dummes Framing verzichtet habe, habe ich nichts anderes geschrieben als Du.

    Ich könnte auch mit Gold oder Kryptos anfangen. Wäre Dir das lieber?
    Ändert an der Tatsache nichts, dass 'Vermögen' höchst unterschiedlich betrachtet und gehandhabt wird. Niemand würde auf die Idee kommen, dass Häuschen von Oma Erna als Vermögen zu betrachten, das Tagesgeldkonto von Opa Fritz aber schon.:/

    Ja, wäre mir lieber. Weil es bei Gold und Krypto recht einfach umsetzbar wäre und Du nicht in die Probleme wie bei Immobilien läufst. Die Durchsetzbarkeit ist dann nochmal eine andere Frage.

    Das Beispiel ist schließlich auch wichtig, weil es der Gesetzgeber nie geschaft hat, eine vernünftige Vermögenssteuer einzuführen.

    Und wie soll z.B. einer mit 12 Mio Euro Vermögen besteuert werden?

    Monatliche Einkünfte 350 Euro gesetzliche Rente brutto…

    Ich kenne so einen.

    Es ging hier eher um Steuern auf Erträge und nicht um Vermögen.

    Und wenn Dein Kollege mit 12 Mio. Euro Vermögen nur 350€ Erträge erzielt, solltest Du ihm beim Yoga doch mal dieses Forum empfehlen 😜.

    Und um meine Position klarzumachen. Ich hätte nichts gegen eine Vermögenssteuer, erkenne nur die Probleme bei der Umsetzbarkeit an. Praktisch, wie politisch.

    Und ich fände es auch als Immobilienbesitzer richtig, eingesparte Miete zu versteuern. Nur glaube ich, dass ich dann eher Steuern zurück bekäme.

    Nö, es reicht schon wenn so etwas überhaupt berücksichtigen würde. Wie man es dann im Detail berücksichtigt ist dann nochmal eine ganz andere Frage.
    Schließlich kann ich auch 200€ über 40 Jahre auf eine Tagesgeldkonto anlegen und der nächste investiert die gleiche Summer über 40 Jahre in einen Aktien ETF. Obwohl Beide über die 40 Jahre die gleiche Summe gespart gespart haben, sieht das Ergebnis voraussichtlich ganz anders aus.
    Zumindest würde aber Beides überhaupt berücksichtigt. ;)

    Das mit den Immobilien nagt irgendwie an Dir oder? Das Beispiel bringst Du häufiger. Ich verstehe den Gedanken, aber wenn Du eingesparte Miete als Einnahmen versteuern möchtest, (also quasi wie an sich selbst vermietet) musst Du auf der anderen Seite auch zulassen, dass man Aufwendungen für die Immobilie analog zu einer Vermietung absetzen kann. Ich glaube nicht, dass das so ein tolles Geschäft für den Staat ist.

    Hinzu kommen noch Grunderwerbssteuer und Grundsteuer, die beim Aktienkauf nicht anfallen.

    FinanztipUser Es wurde hier nach Inspirarionen gefragt. Eine hohe Aktienquote ist eine Variante. Ich würde das so machen, weil ich das für die sicherste Variante halte, einen wohlhabenden, unkomplizierten Lebensabend zu haben.

    Was macht man bei einer starken Inflation des Euros? Das betrifft dann den Sicherheitsbaustein und die Rente. Nochmal der Hinweis, dass unter Einbeziehung der Rente der Großteil des Vermögens immernoch auf Eurobasis vorliegt.

    Wären es "nur" 200 k Anlagevolumen, aus denen zur Aufstockung der Rente zwingend Geld entnommen werden müsste, würde ich auch anders anlegen. Das hat auch nichts mit "Recency-Bias" zu tun.

    Ich habe 2024 von 30 Jahre alter Gasanlage auf WP umgestellt. Man hat mir die Anlage mit nahezu Werkseinstellungen hingestellt. Damit hätte es nie richtig geklappt. Bei dieser Technik ist man als Nutzer gefragt (thermischer Abgleich), was Monate oder Jahre dauern kann. Von der Seite halte ich WPen nicht für allgemeintauglich. Meine Frau alleine hätte das nie hinbekommen. Man hört daraus, bei mir schlagen 2 Herzen. Die Technik ist spannend, aber nicht für jeden beherrschbar, weil man sich damit beschäftigen muss und das kostet (Lebens-)Zeit und Mühe.

    Man muss hier aber etwas aufpassen. Ja, wenn man im Bestand eine Wärmepumpe einbaut, ist das immer nicht ganz einfach. Aber bei uns im Neubau war das kein großes Thema. Ich hab viel optimiert und steuer jetzt auch zentral alle Räume, die Anlage lief aber auch vorher gut. Ich hab vermutlich die letzten 10 Prozent rausgeholt. Warmes Wasser und warme Wohnräume hätte aber auch meine Frau ohne mich gehabt.