Beiträge von jackyryan

    Du musst dich mit nichts zufrieden geben. Was Reichtum bedeutet, definiert jeder sehr verschieden.
    Was hast du denn bisher für Renditen erwirtschaftet?
    Man kann in Parqet seine Daten veröffentlichen. Wir beobachten gern, wie du mit den nächsten Pferden allen davonreitest. ;)

    Es soll hier kein Eigenlob sein, sondern mir ging es nur um die Sache, "blind" in einen breiten ETF zu investieren und sich somit keine Chancen auf mehr Rendite zu erlauben.

    In den vergangen Jahren hat meine Wertentwicklung sehr geschwankt. Aber nur zu sagen, ich gebe auf, das hat keinen Wert, wäre doch zu einfach? Wenn ich gewisse Fehler nicht gemacht hätte, die definitiv vermeidbar gewesen wären, dann sähe meine Rendite im Vergleich zum MSCI ganz passabel aus.

    Natürlich weiß niemand wie sich die Märkte entwickeln, aber ein wenig interessiert es mich schon, daher bin ich nicht unbedingt der Typ, der es als "Stress" sieht und sich gar nicht mehr um finanzielle Dinge kümmern will (Dauerauftrag auf den breiten ETF...).

    Danke KaffeeOderTee für's Auslagern des Themas Marktanteil beim passiven Investieren.

    Warum? Die durchschnittliche Marktrendite ist doch gar nicht so schlecht. Ich habe nicht den Ehrgeiz, den Markt zu schlagen. Das macht die Investitionsentscheidungen einfacher und lässt mich ruhig schlafen.

    Ich soll mich damit zufrieden geben bis ans Ende meines Lebens im Schnitt nur mit 7% p.a. mein Geld zu vermehren? Damit wird man in einem 25 Jahre-Zeitraum sicher nicht reich. Warren Buffet hat in seinem Leben etwa 30% p.a. geschafft und damit sein Vermögen zig-fach Vervielfacht. Sollte man sich nicht höhere Maßstäbe setzen?

    Wenn im Leben alles nur Durchschnitt ist (Job, Auto, Wohnung, Elektroniksachen, Einrichtungen, Hobbys, Frau,...) was macht es dann lebenswert?

    Nein, das ist überhaupt nicht klug, wie hier schon mehrfach geschrieben wurde und du vermutlich auch selber weißt.

    Dazu noch ein letzter Lesetip: Zehn Gründe, warum aktives Investieren schlecht funktioniert

    Macht man es sich nicht zu einfach die gepredigten Weisheiten vom Gerd Kommer zu akzeptieren?

    Sicherlich hat er sich seine Gedanken gemacht und recherchiert, aber über seinen Fonds liest man nicht unbedingt Gutes.

    Ich sehe das objektiver, da gibt's ne Menge Firmen (AGs) da draußen die wachsen und Umsatz wie Gewinn steigern was i.d.R. zu steigendem Wert deren Anteile (Aktien) führt. Da darf man sich doch daran beteiligen ohne zuerst Bücher und Studien zu wälzen, dass institutionelle professionelle studierte mit jahrzehntelangen Erfahrungen geprägte und umfangreichstem Wissen versehene Fondsmanager im Schnitt 7% p.a. schaffen und das so ein kleiner popeliger Privatanleger unmöglich überbieten kann?

    Mir ist klar, dass das mit mehr Risiko einhergeht, aber vorausgesetzt ich picke mir über mehrere Branchen und Länder ein paar Firmen mit gesunden Finanzen heraus besteht doch immerhin die Chance auf mehr Rendite, was mit einem MSCI nicht passiert (auch der schwankt, aber die letzten 20 Jahre waren es etwa 6,36% p.a.)?

    Mit mehr oder ausschließlich Einzelaktien muss man die Schwankungen aushalten können und mit einem MSCI- oder FTSE-ETF muss man die Fomo aushalten?

    Ich finde es auf jeden Fall spannend wie Trends kommen und gehen und natürlich was das nächste Pferd am Aktienmarkt sein wird :)

    Du willst möglichst viel in den Nasdaq-100 investieren und stehst aber seit Jahren (??? ) mit Deinem Geld mehr oder weniger an der Seitenlinie. Könnte es sein, dass es sich um einen klassischen Fall von FOMO handelt? :/

    Das mit dem Nasdaq-100 hatte ich hier angefangen, weil darüber in der Welt letzten Sonntag (und dann auch im aktien Magazin) geschrieben wurde und ich dachte, ich bin ja doof, wenn ich das nicht mache. D.h. dieses Thema hab ich erst seit einer knappen Woche auf dem Schirm.

    Ich kann mich nur nicht so recht entscheiden, weil ich bin eher in einer entspannten Situation (keine Familie und irgendwelche Immobilien-Verbindlichkeiten) und könnte daher durchaus Risiko eingehen für die nächsten 25 Jahre bis zur Rente.

    Wir scheinen z.B. gerade in einem weiteren Bitcoin-Bullenmarkt zu sein, aber ich hab schon einige schmerzhafte Aktienverluste erlitten. Bin mir unsicher, ob nun ganz solide alles Kapital in ein 70:30 MSCI Portfolio rein soll? Andererseits beobachte ich die Aktienmärkte ganz gerne und ja, dann bekomme ich Fomo wenn ich solche Super-Micro-Kursraketen sehe (bei der wollte ich vor einem Jahr investieren als sie bei knapp 100 stand). Es kann dann auch nicht sein, dass ich MSCI-ETF-Anteile irgendwann wegen FOMO verkaufe und wieder vermehrt in Aktien gehe?

    Ich habe vor demnächst das Geld aus meiner gerade gekündigten Riester Rente solide in ein MSCI-ETF-Portfolio anzulegen, schon rein aus Interesse, ob sich das bis zur Rente besser entwickelt als die staatlichen Garantie-Sicherheits-Papiere? (ja, 30% waren dort auch in einem Fond angelegt..)

    Den größten Teil meiner Kohle würde ich am liebsten in amerikanische Dauerläufer-Aktien anlegen (dazu gibt's Listen in den Screenern mit Top100 z.B.). Den kleineren Teil dann etwas Risikoreicher und den kleinsten Teil kurzfristig z.B. in Krypto.

    Ob das klug ist weiß ich nicht, denn schlau ist man immer erst hinterher. Natürlich ist das eine Wette, weil es sich auf Sektoren und Unternehmen begrenzt, aber es kann funktionieren. Die Chartverläufe sprechen Bände und andere langfristige Investoren konnten damit im Laufe der Jahre riesige Positionsgrößen in ihren Portfolios anhäufen.

    Wenn ich lese, dass man den Markt gar nicht schlagen kann, demotiviert mich die ganze Recherche wieder. Vermutlich kann das sein, weil man den optimalen Ein- und Ausstieg nicht findet und hin und wieder mit herben Verlusten verkauft, weil man nicht mehr schlafen kann.

    Aber solange ich genug zu essen hab, nicht frieren muss, mich niemand dauerhaft nervt und ich es noch rechtzeitig alleine auf's Klo schaffe (LOL :) ) sind Verluste vielleicht zu verschmerzen.

    Wow, danke für die rege Diskussion, musste erstmal alles gelesen bekommen.

    Natürlich gibt es noch viel gravierendere Entscheidungen im Leben wie Familiensituation/Scheidung und die Investition in die eigene Bildung um im Beruf genügend Sparquote aufzubringen. Da wird der Unterschied NASDAQ100-MSCI oder die Glaubenssätze ob ACWI IMI mit SRI und ESG oder besser FTSE und dann die 70:30 All-World-Schwellenländer oder besser mit Smallcaps und etwas Europa (50:30:20) oder mehr auf MCAP und BIP(=GDP) achten oder ob's nun 1500 oder 3000 oder 5000 Unternehmen sein müssen fast zur Nebensache.

    Dennoch war mir wichtig, wenn man schon die Qual der Wahl der ganzen ETFs hat, andere Meinungen zu bekommen und das Thema auch von anderen Seiten her zu beleuchten. Ich bin seit Jahren im Investitionsstau weil ich mich nie richtig entscheiden kann, in was ich die Kohle nun investiere. Gefühlt war immer entweder Allzeithoch oder es kriselte und ich hatte Angst, dass sich damit das Geld selbst vernichtet wenn ich investiere.

    Heute ist in der Euro am Sonntag eine Grafik drin, dass wenn man in den S&P 500 am Allzeithoch (!) investiert hätte im Durchschnitt nach 12-24-36 Monaten immer eine bessere Rendite rauskam als nicht am Allzeithoch. Und ihr alle wisst ja Time in the market beats timing the market.

    Deshalb muss ich's endlich mal beim Schopf packen und möglichst komplett investiert sein. Risiken gibt's immer mehr oder weniger und den optimalen Ein- (oder auch Aus-) stiegszeitpunkt wird man nur mit viel Glück treffen.

    Wenn man sich die Top10 eines beliebigen MSCI-World-ETF ansieht, ist da doch einiges an Überschneidung mit dem NASDAQ.

    Danke für den Hinweis, so klar war mir das nicht.

    Warum sollte die Rendite von Dividendenaktien besser sein? Ist es nicht genau umgekehrt, wenn Dividenden ausgeschüttet werden ist das Geld weg und die Firma kann damit nicht besser werden. Dagegen wird beim Re-Investieren vom Gewinn in die eigene Kernkompetenz investiert und z.B. die Effizienz, Produktion besser, mehr Mitarbeiter, mehr Kapazität erreicht, mehr Märkte erschlossen, mehr Kunden gewonnen wodurch die Firma doch gerade wächst und Umsatz sowie im besten Fall den Gewinn pro Aktie steigert?

    Klar ist es bequem alle 3 Monate Dividenden auf's Girokonto zu bekommen, aber reicht das auch? Wenn nein, dann muss man eben doch mal Teilverkäufe tätigen. Und umgekehrt, bekommt man zuviel Dividende? Dann schlummert das auf dem Giro und ist nicht investiert.

    Und Steuern muss man doch immer zahlen, ob's nun die versteuerten Dividenden sind, die versteuerten Teilverkäufe, die Vorabpauschale bei ETFs (lediglich vorgezogene Versteuerung), geht's hier nicht viel mehr um reine Bequemlichkeit?

    Und warum ist die unterschiedliche Wertentwicklung bei mehreren ETFs ein Problem? Das ist doch die Natur der Sache der Märkte und eher Absicht, nämlich breit investiert zu sein was bedeutet dass die eine Branche / Markt / Land besser oder schlechter läuft als eine andere und man dadurch eben nicht nur auf ein Pferd setzt?

    Vielen Dank für eure Meinungen und Hinweise, auch bezüglich der Gewichtung des MSCI, GDP-weighted und Anpassungen.

    Gestern habe ich das "aktien Magazin" fertig gelesen und bekam ein Deja-Vu. Denn auf Seite 132 wurden mehrere Finanzblogger gefragt "Inwiefern beeinflusst die Entwicklung des NASDAQ 100 Deine Anlagestrategie?"

    Unisono wurde von allen geantwortet "überhaupt nicht". Niemand würde deshalb verstärkt in den Nasdaq, sondern alle empfehlen breit diversifiziert in einen Welt-ETF zu investieren. Das deckt sich mit euren Meinungen. Zudem kann man den MSCI bereits wie geschrieben von der Gewichtung her als US-Tech-lastig ansehen.

    McProfit Verrätst Du mir kurz warum Du besser Einzelaktien empfiehlst? Darf ich fragen wo Du stehst, (kurz) vor dem Rentenalter oder bereits mittendrin? Warum sind Dividenden so viel besser als regelmäßig Anteile eines Fonds zu verkaufen und sich etwas zu entnehmen? Warum scheust Du Dich vor Steuerzahlung? Wenn die Dividenden nicht reichen müsstest Du ja auch etwas von den Einzelaktien verkaufen und Steuern bezahlen, bzw. früher oder später wenn man ran will führt kein Weg dran vorbei es zu versteuern?

    Und ja, ich kenne mich mittlerweile einigermaßen bezüglich fallenden Aktienkursen. Habe z.B. Nvidia in der Schwächephase 2022 mehrmals gekauft und wieder verkauft, weil es immer weiter runter ging. Dann dachte ich das Ding läuft einfach nicht mehr und wenn überhaupt wird es wahrscheinlich jahrelang seitwärts gehen. Ein gutes Jahr später (seit Oktober 2022) hat sie sich ver-achtfacht, von dem ich gar nichts hab sondern wie gesagt jede Menge Verluste. Das ist mir mehrfach ganz ähnlich passiert. Entweder schaffe ich es zukünftig die Psyche zu überwinden oder ich muss mir eingestehen, dass leider nur weniger volatile Anlageklassen für mich geeignet sind.

    Andererseits wie widersteht man der FOMO, gerade jetzt wo so viele Tech-Aktien und deren Branchen abartig gut laufen? Würde ich einzig auf den MSCI World setzen könnte ich von dem Boom nichts abhaben. Muss man sich einfach immer wieder (täglich) bewusst machen, dass der nächste Abschwung sicher kommt und man den Ausstieg nicht schaffen würde? Und dass es so sein wird, dass man langfristig mit dem MSCI sehr gut fährt?

    Ich für mich schätze mich als Besitzer von wenig Geld ein. Daher spekuliere ich einzig darauf langfristig die Marktrendite des weltweiten Aktienmarktes einzufahren.

    Als mahnendes Beispiel sollte man immer den japanischen Aktienmarkt in Erinnerung behalten. Ende der 1980'er war Japan das was heute die USA sind. Der 'dicke Fisch' im MSCI World!

    Es hat bis Ende 2023 gedauert, bis der japanische Aktienmarkt die einstmaligen Höchstkurse von 1989 wieder erreicht hat. 34 Jahre liefen die Kurse mehr oder weniger seitwärts!

    Das mit Japan weiß ich bereits und es kann natürlich sehr ernüchternd sein, wenn man 20 Jahre lang investiert und das Investment keinerlei Zinseszins abgeworfen hat. Auf den weltweiten Markt zu "spekulieren" erscheint vernünftig und man wird am besten damit schlafen können.

    Dennoch wie der Focus Artikel von FinanztipUser schreibt, ist selbst der MSCI World und sogar der ACWI nicht optimal, da sehr US lastig. D.h. der kommt mittlerweile immer näher an den Nasdaq ;) Aber noch einen "Satellite-ETF" mit Schwellenländer dranzuhängen ist ja kein Problem.

    Danke monstermania für Deinen Input, dass die ersten 2/3 Ansparphase eher angenehm sind und es im letzten Drittel zählt. Dort das Hoch des MSCI World zu erwischen, möglichst auszusteigen / umzuschichten z.B. in Anleihen etc. wird den Wenigsten gelingen.

    Ich bin nach wie vor hin- und hergerissen. Die einen sagen einzig der MSCI World, nein besser ACWI, weil die 1500 Unternehmen zu wenig sind und selbst das reicht nicht, weil Schwellenländer kaum vertreten sind. Also so breit wie es irgendwie nur geht.

    Und die anderen zeigen in der Historie auf, wie langweilig und schwach im Vergleich zu anderen Indizes der MSCI performte.

    Es ist auch eine Typfrage, ob man generell in seiner Freizeit möglichst nichts mehr mit der Geldanlage zu tun haben will, oder ob einen die Wirtschafts- und Marktzyklen interessieren und man gerne an mehr oder weniger langen guten Phasen teilhaben möchte. Letzteres erscheint lukrativer und man muss sich des Risikos bewusst sein.

    Sind hier alle so MSCI-World eingestellt, weil ihr euch intensiv mit beschäftigt habt (Bücher, Historie, Charts, Foren etc.) und es tatsächlich so ist, dass man den Markt als Normalsterblicher nicht schlagen kann oder möchtet ihr euch einfach nicht bis nur ganz wenig in der Freizeit und nebenher im Leben mit der Geldanlage beschäftigen?

    Wenn du überzeugt davon bist eine Wette auf den US-Techsektor eingehen zu wollen und nicht in ein marktbreites Weltportfolio zu investieren, kannst du es doch einfach tun. Du bewegst dich dann halt in einer ganz anderen Rendite-Risiko-Dimension. Du musst dir darüber klar sein, dass du dadurch nicht nur die Renditeerwartung steigerst, sondern eben auch das Risiko massiv erhöhst. Bei einem 80%-Einbruch kurz vor der Entnahmephase hast du dann halt deine Rente verspielt.

    Zunächst ist der MSCI World wie eingangs erwähnt auch schon mal 57% eingebrochen, was zwar weniger, aber dennoch beträchtlich ist.

    Wie bei allen Finanzfragen kommt es auf die Lebensumstände an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich zu Rentenbeginn auf einen Schlag alles Geld brauche und sofort ausgebe, sondern i.d.R. nimmt man dann kontinuierlich soviel man benötigt oder sich gönnt. Wenn man gesund ist und Glück hat bleiben nach Rentenbeginn noch ein paar Jahre oder Jahrzehnte und das Kind ist zu dem Zeitpunkt doch nicht in den Brunnen gefallen?

    Ja, dann ist es eben eine Wette. Der Artikel von der Welt und Aktienmagazin soll lediglich inspirieren und zum Nachdenken anregen. Das heißt nicht, dass ich 100% dahinterstehe und es sofort mache. Aber es gehört wie ich finde schon viel Pech dazu, dass es zukünftig komplett anders läuft, MSCI-World performt stabil und langsam weiter und Nasdaq stürzt komplett ab und steht nie mehr auf.

    Zugegeben der Zeitpunkt zum Einstieg in den Nasdaq ist gerade nicht optimal (Allzeithoch...), aber ein bisschen mehr Rendite bei überschaubarem Risiko reizt mich. Vielleicht ist der Ansatz von monstermania ganz passend.

    Sieht das hier jeder so, dass alles abseits des MSCI World extremes Risiko ist und man alles andere vergessen soll? Ich meine es gibt so viel mehr Riskantes, wie Optionshandel, Krypto, Pennystocks etc...

    Im aktuellen "aktien Magazin" von Traderfox wird übrigens exakt das gleiche Thema behandelt. Der Chefredakteur gibt dabei zu, dass er selbst nicht in den Nasdaq sondern eher in den breiteren S&P500 investieren würde und sich dabei noch erlaubt in den ein- oder anderen Einzeltitel gezielt zu investieren.

    Es gibt viele Strategien, welche am besten aufgeht weiß nur die Glaskugel, aber es gibt doch definitiv mehr Chancen als der MSCI, die nicht extrem risikoreich sind?

    Dieses Thema hab ich eröffnet, weil es um einen sehr langen Anlagehorizont geht, 40 Jahre. Spricht man dann wirklich noch von "Wette"? Genau darum dreht es sich doch.

    Bis zum Platzen der New-Economy-Bubble am Anfang der 2000er war das auch so. Und dann plötzlich nicht mehr so! Und davor und danach auch anders!...

    Will sagen: Sektorwetten können gut laufen, sich aber auch massiv gegen dich wenden. Und: Weißt du sicher, was die nächste global relevante Trendbranche aus welchem Land genau sein wird? Ich leider nicht…

    Natürlich weiß das Niemand. Und ja, ich muss Dir zustimmen, bis 2000 war ein guter Run und jetzt etwa ab 2010. Wenn man den Vergleich z.B. 2005 gemacht hätte, sähe es leider anders aus.

    Die Frage ist, ob die Trendbranche "Technologie" wirklich so schnell am Ende ist und wechselt? Denn die letzten 40 Jahre war das offenbar nicht so und das ist ja doch ein recht langer Zeitraum.

    Aber das ist eher wieder ein Fall von:

    "Ich bekomme den Hals nicht voll und einer jahrelang bewährte Markt-Performance und das reicht mir nicht. Also führ mich zum Schotter und zwar am besten schon morgen".

    Hunderte, Tausende "Experten" predigen jeden Tag das ein Weltweiter ETF oder ein Depot nach BiP reicht.

    Warum machen das bloß alle wenn ein einfacher Vergleich mit Daten der Vergangenheit etwas anders sagen und ich "schneller Reich" sein kann ? :/  ;)

    Muss man immer der Herde hinterherlaufen und alles gleich machen wie alle?

    Wenn das die beste Wahl ist, dann würde ich meinen Riester weiterlaufen lassen mit knapp 2% Zins, weil das ist sicher und garantiert und da brauche ich (fast) keine Angst haben, das im Alter nicht zu bekommen.

    Ich will den MSCI World nicht schlecht machen und wahrscheinlich werde ich einen guten Teil meines Invests dort anlegen. Aber man muss doch zugeben, dass man damit auch in viele Firmen investiert, die katastrophale Fundamentaldaten haben, in wenig potentialreichen Branchen unterwegs sind und deren Charts absolut ernüchternd bis grausam aussehen. Warum dann nicht versuchen maßvoll etwas gezielter investieren?

    Von wegen Hals nicht voll: Ist das Dein Ernst, dass man extrem gierig ist nur weil man gezielter in amerikanische Techwerte investiert? Meiner Meinung wäre das doch erst bei Krypto-Investments, Pennystocks und anderen Pommesbuden der Fall.

    Das mit dem jahrelang ist genau der Punkt: Immer wenn ein Trend jahrelang gelaufen ist, werden viele drauf aufmerksam. Das ist nur der Zeitpunkt, wenn der Sektor völlig überhitzt ist und sich die Trends meistens totlaufen und man dann chronisch zu spät dabei ist. Die Gewinne von denen mit der richtigen Glaskugel sind dann schon eingefahren. Manche nennen das Recency-Bias… 🙂

    Sicher überhitzt? Einerseits ganz klar ja, wenn die Marktkapitalisierung der Magnificent 7 so groß wie 3mal das deutsche BIP und alle die letzten Jahre massiv gestiegen sind und momentan Allzeithoch haben. Andererseits sind diese doch solche riesigen Panzer geworden mit einer dominierenden Marktstellung, Preissetzungsmacht, hundert-tausenden Mitarbeitern und die Gewinne sprudeln ohne Unterbrechung etc., durch was soll das platzen und in sich zusammenfallen? Das einzige was ich (schon seit ein paar Jahren) denke, dass das Potential begrenzt ist.

    Ist es verwerflich, oder gar verboten, nach "etwas" (und nicht exorbitant) mehr Rendite als den MSCI World zu suchen?

    Ich würde mich ärgern nach 40 Jahren mit gut 200.000 statt 1,3 Mio dazustehen nur weil es alle "predigen" und es "alle" am besten wissen.

    Hallo zusammen,

    hat von euch jemand auch heute den Artikel "Die Zeit macht reich" in der Welt am Sonntag gelesen?

    Leider kann (und darf) ich es nicht verlinken oder kopieren. Es wird der historische Vergleich der letzten 40 Jahre des NASDAQ100 mit dem MSCI World gezogen. Trotz der Dotcom-Blase und nachfolgenden 15 Jahren seitwärts und weiteren mehr oder weniger kleinen Einbrüchen kann der NASDAQ ganz klar den MSCI World outperformen.

    Beispiel mit Start 1985, 100 Euro monatlich (insgesamt 46800 Euro):

    NASDAQ: 1,3 Millionen Euro

    MSCI World: 291.000 Euro

    DAX: 241.000 Euro

    Chart:

    Wäre man also doof, den MSCI World als das Maß aller Dinge anzusehen?

    Vermutlich muss man die Frage für sich klären, ob man mit einem beim Nasdaq historisch maximalen Verlust von 83% (MSCI aber auch immerhin 57%) und längeren Seitwärtsphasen wie nach Dotcom klarkommt?

    Heutzutage ist es so einfach per App kurz eine Position zu kaufen oder verkaufen, da braucht man schon ordentlich Disziplin sowas durchzustehen?

    Leider kann ich auch nicht genau sagen, wie ich mich verhalten würde in solchen Verlustzeiten, aber wenn man sich den Chart immer wieder vor Augen führt (oder unters Kopfkissen legt :-)), dann ist das doch Motivation genug?

    Also lediglich eine Frage des noch verfügbaren Anlagezeitraums (bei mir etwa 25 Jahre) und dem Aushalten von Schwächephasen?

    Würde gerne wissen, wie ihr dazusteht.

    Hier ist ein passendes Interview zum Thema:

    Chef-Aktuar im Interview: Zeichnen alle Lebensversicherer ab 2025 wieder Riester-Neugeschäft, Herr Happacher?
    Eine Riester-Reform ist nicht in Sicht und ab 2025 könnte sich der Vertrieb der Riester-Rente wieder lohnen. Ob dann alles einfach weiterläuft wie vor 2022 und…
    www.procontra-online.de

    Anscheinend ist die Reform eher nicht in Sicht, wenn ab 2025 der Garantiezins wieder auf 1% steigt.

    Andererseits wird über eine 80% Garantie nachgedacht zugunsten potentiell höherer Renditen.

    Ob die lebenslang gezahlte Rente bei steigender Lebenserwartung einzig durch Versicherungen abgebildet werden kann und das die einzige sichere Möglichkeit ist, Altersarmut zu verhindern, kann man geteilter Meinung sein...

    Ich habe ja nichts gegen die Förderung vonETF-Sparplänen, nur müsste man die eher über ein 5. Vermögensbildungsgesetz fördern, daher ist Walter Riester (bzw. seine Rechtsnachfolger) wohl nicht der richtige Ansprechpartner.

    Weil Du der Meinung bist ein ETF-Sparplan dient nicht für spätere Renteneinkünfte und darf daher nicht vom Staat gefördert werden? Klar passt eine vermögenswirksame Arbeitgeberleistung begrifflich dazu ein Vermögen über einen ETF-Sparplan aufzubauen. Aber ist es gerecht, wenn sich Vater Staat aus der Verantwortung zieht und mit der kommenden Riester Reform ohne Garantien wie bisher lediglich ein Mittel schafft um Steuerrückerstattungen und Zulagen einzusparen?

    Ozymandias Du meinst, wenn man seinen bestehenden Riester-Vertrag an die neuen "Reform" anpasst, die offensichtlich weniger bis keine Garantie mehr hat, dafür mehr wahrscheinliche Rendite, wird es weniger Förderung als momentan geben?

    175 im Jahr finde ich schon so nicht viel, das deckt nicht mal die Verwaltungskosten meines Riester-Vertrags.

    Auch wenn für Referat Janders ein ETF-Sparplan nicht für spätere Alterseinkünfte zählt, mit einem solchen Sparplan würde ich den bisherigen Antworten nach mehr Rendite haben (zumindest ist es sehr wahrscheinlich). Klar, vom Staat ist gedacht, die monatliche Rente aufzufüllen, weil die staatliche nicht reicht. Aber wenn ich mir damit ein Vermögen aufgebaut habe (träumen darf man...) und z.B. von Dividenden lebe oder einfach das Vermögen monatlich abbaue, kommt es doch einer monatlichen Rentenzahlung gleich?

    Zumindest scheint es als darf man sich von der Reform nicht zu viel erhoffen. Mit Sicherheit wird es aber vom Staat, wenn die denn tatsächlich bald kommt, sehr positiv beworben.

    jackyryan

    Es gibt auch die Opportunitätsverluste.

    Nun erwähne ich es zum dritten mal, >hier< haben wir das alles durchgekaut und die Opportunitätskosten waren ja gerade mein Anliegen zu kündigen. Was Opportunitätskosten oder -verluste sind, ist mir als bis jetzt 15 Jahre einzahlender Riesterer selbstverständlich klar und das müssen wir hier nicht erläutern.

    Es geht mir darum abzuschätzen inwieweit die Riester-Reform doch attraktiver werden könnte.

    Ozymandias Meinst Du wirklich, dass die neuen Riester-Reform-Verträge komplett ohne Garantie sind? Dafür spricht, dass auch jeder normale ETF-Sparplan Zulagen erhält. Aber dann bräuchte man doch gar keine Versicherungen und Riester-Verträge mehr, ein bisschen Googeln und man weiß, welche ETFs funktionieren solllten? Oder schaffen das die Leute nicht und die Versicherungen werden dann dafür bezahlt ETF-Sparpläne der neuen Riesterer anzulegen und laufend Gebühren für's Überwachen zu kassieren?

    Du sagst ja, dasss du rund 26.000 Euro eingezahlt hast, minus 10.000 Euro und nun also noch 16.000 Euro im Vertrag sind.

    Ich hab es nicht ausführlich genug formuliert, die genauen Zahlen sind >hier< nachzulesen.

    Das aktuelle Vertragsguthaben sind lt. Anbieter 26.000 Euro. Abzüglich der Zulagen und Steuervorteile und Steuern auf Kapitalerträge dürften etwa 15.000 Euro übrigbleiben als Auszahlungsbetrag bei förderschädlicher Kündigung. Eingezahlt habe ich bestimmt insgesamt über 30.000, die ganzen Kosten wurden ja laufend abgezogen.

    Prinzipiell komme ich damit zurecht ca. 11.000 Euro (Guthaben minus Auszahlungsbetrag) hinzunehmen und die verbleibenden 15.000 Euro + monatliche Sparrate über ca. 25 Jahre als ETF-Sparplan zu besparen und so hoffentlich wesentlich mehr Rendite + Flexibilität zu haben.

    Nur wenn z.B. im Laufe des Jahres die Riester-Reform in Kraft tritt, man Altverträge einfach umstellen könnte, dann sollte es doch mit einem Guthaben von 26.000 weiterlaufen? In diesem Fall würde ich mich über 11.000 Euro Verlust ärgern, vor allem wenn die neuen Konditionen nicht schlechter als ein eigener ETF-Sparplan sind.

    Ozymandias

    Wie meinst Du das mit den Buchverlusten?

    Die habe ich erst wenn ich förderschädlich kündige und ja, ich gehe davon aus, die Verluste je nach Rendite mit einem ETF-Sparplan in einigen Jahren wieder reinzubekommen (das weiß ich alles). Oder wie meinst Du, dass man es auf magische Weise wieder zurückbekommt?

    Oder willst Du sagen, dass angenommen die Riester - Reform kommt und eine Anpassung bestehender Alt-Verträge wie bei mir möglich ist, es trotzdem zu einem Buchverlust kommt? Das kann ich mir nicht vorstellen, dann würde eine Anpassung ja keinen Sinn machen.

    Referat Janders

    Natürlich ist es ein Blick in die Glaskugel, aber danke für Deine Einschätzung. Die Frage bleibt inwiefern eine Anpassung an "neue Riester-Reform-Verträge" bessere Konditionen bringt? Wenn es nur hier und da um ein paar Kleinigkeiten besser wird, aber ein ETF-Sparplan das nach wie vor um Welten schlagen wird, dann würde ich die 10.000 Euro Verlust hinnehmen. Und wenn ich die Zulagen später ganz einfach auf anderem Wege wie einem ETF-Sparplan bekomme, dann sowieso?

    Hallo Experten,

    es gibt hier auf Finanztip einen informativen Artikel über die kommende Riester-Reform, den ich mir durchgelesen habe:

    Reform von Riester und Altersvorsorge-Depot
    Was sich 2024 bei der Altersvorsorge für Dich ändern könnte
    www.finanztip.de

    In diesem Artikel

    Reform der Altersvorsorge: Die Riester-Rente soll weg | Ihre Vorsorge
    Mehr Rendite, mehr Förderung: Eine Regierungskommission präsentiert Vorschläge, die die private Altersvorsorge wieder attraktiver machen sollen.
    www.ihre-vorsorge.de

    bin ich auf folgenden Satz gestoßen:

    "Wenn aber alle Vertragspartner einverstanden sind, sollen sie auch angepasst werden können, so dass sie zu den neuen Produkten konkurrenzfähig sind."

    So ähnlich liest es sich auch im Finanztip-Artikel:

    "Die Anpassung an die kommenden Änderungen sollten auf die Altverträge übernommen werden können."

    Ich stehe wie in einem anderen Thread hier erläutert vor der Entscheidung meinen bestehenden Riestervertrag wegen hohen laufenden Kosten, schlechter Rendite und Unflexibilität zu kündigen.

    Was meint ihr, kommt die Reform bald, z.B. noch dieses Jahr, und wäre es dann schlau seinen bestehenden Vertrag anzupassen, so dass er sich doch lohnt? Gibt es dazu weitere Infos?

    Weil wenn ich kündige würde ich bestimmt keinen neuen mehr abschließen und mich vielleicht ärgern, den bestehenden nicht zum Guten ändern zu können und Verluste von etwa 10.000 Euro von den bestehenden 26.000 Euro Guthaben hingenommen zu haben.

    Im Finanztip - Artikel steht zudem:

    • Mit der Reform könnte jeder ETF-Sparplan förderfähig werden (Zulagen und/oder Steuerersparnisse):
      Dann wäre es nicht schlimm meinen Vertrag zu kündigen und später ggf. mit einem ETF-Sparplan an die Förderungen zu kommen?
    • "Die Fokusgruppe spricht sich zudem dafür aus, dass die staatliche Zulagenförderung nicht nur im Riester-Vertrag, sondern auch in der betrieblichen Altersvorsorge genutzt werden kann." :
      Einen bAV-Vertrag habe ich auch, über den ich mich schon geärgert habe. Mein Arbeitgeber zahlt nichts dazu. Lediglich eine kleine AVWL-Leistung von 26 Euro wandert monatlich rein (die ich aber sonst auf anderem Wege erhalten könnte). Meint ihr, dass das funktionieren könnte?

    Was würdet ihr sagen, lieber abwarten, weil die Anpassung meines bestehenden Vertrags die besten Konditionen bieten würde, oder ruhig kündigen, weil man an die Förderungen später über mehrere Wege problemlos rankommt und nach wie vor durch die Reform Riestern schlechtere Rendite als ein simpler MSCI-ETF-Sparplan bringen wird?

    Ja berghaus ,

    momentan scheint riestern sehr unattraktiv. Vor 20 Jahren sah das noch anders aus, weil die garantierten Zinsen viel höher waren und z.B. Bundesanleihen Rendite brachten. Optimistisch gesehen kann die monatliche Rente dann höher ausfallen und man muss keine 100 werden, um das wieder reinzuholen.

    Es gibt wohl 2 Dinge zu berücksichtigen:

    1. Könnte es in Zukunft nicht sein, dass die Zinsen zurückkommen und der Zins deutscher Staatsanleihen, welchen sich Riesteranbieter überwiegend bedienen, wieder steigen? Oder wird die nächsten Jahrzehnte ausnahmslos am Kapitalmarkt / freien Wirtschaft Rendite gemacht?
    2. Könnte es sein, dass in Zukunft Kapitalerträge noch viel mehr besteuert werden, auch Reichensteuer etc. (Stichwort Reich-Arm-Schere), so dass z.B. beim Versteuern eines großen ETF-Portfolios bei Rentenbeginn so viel wegfällt, dass sich das eigene Anlegen doch nicht gelohnt hat?

    Im Versicherungsschein steht Rentenbeginn 2050, also noch 26 Jahre, dann bin ich 67 (wenn ich noch lebe :-)).

    Die Zahlen sind vom letzten Jahr, also von dort noch 27 Jahre. Naja, dann haben die 2 Jahre unterschlagen...

    Ich finds einfach nur Absurd, was schon an Kosten angefallen sind.

    Mein Versicherungsvertreter meinte gestern, dass die Kosten nicht mehr steigen werden. Soll das ein Witz sein? Ich muss mir keine Sorgen machen, sind ja nur super günstige 200€ pro Jahr für die nächsten 26 Jahre?

    Mit deinem Rentenfaktor müsstest du fast 26 Jahre eine Rente beziehen um überhaupt an dein Vertragsvermögen zu kommen.

    Was meinst Du zu der möglichen Rente, die in jeder Jahresinformation steht:

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    Für mich war das bisher eine der Motivationen, dass sich Riestern lohnt. Vielleicht haben die viel zu optimistisch gerechnet, aber angenommen ich bekomme anstatt der garantierten 225 dagegen 946 wäre es super?

    Sehr wahrscheinlich werden es solche Beträge nicht werden.

    Ich warte noch die diesjährige Jahresinformation ab, müsste im Februar kommen. Wahrscheinlich will mich mein Versicherungs-Vermittler noch davon abbringen, es ist schließlich sein Job solche Produkte zu verkaufen.

    Wenn ich mich entschieden habe, schreibe ich es hier gerne.