Exakt das beschreibt den Irrtum vortrefflich. Der freie Markt für zu Monopolen, der Wettbewerb zu Kartellen und das gemeinsam zu gerade mal so viel Innovation wie zwingend nötig. Nichts davon schafft Wohlstand für viele, sondern ausschließlich für wenige.
Wohlstand, Verteilungsgerechtigkeit und Innovation wurden und werden fast nur durch staatliche Eingriffe und staatliche Strukturen erreicht. Ob es nun Armutsabbau durch Bildung und Sozialprogramme ist, oder bahnbrechende Innovation. Das Internet ist ein tolles Beispiel, denn wer weiß, ob Tim Berners-Lee, der am staatlich finanzierten CERN arbeiten durfte, das WWW auch als Angestellter der freien Wirtschaft ersonnen hätte…
Ohne staatliche Finanzierung geht fast gar nichts, das sollte uns allen klar sein.
Ja, diese Gefahren existieren, aber sie entstehen selten aus purem Marktgeschehen, sondern oft aus staatlicher Bevorzugung, Lobbyismus oder Markteintrittsbarrieren, die durch Regulierung entstehen. „Too big to fail“ ist kein Marktprinzip, sondern ein Resultat politischer Einflussnahme.
Und zur Frage der Innovation: Freier Wettbewerb ist nicht feindlich gegenüber Innovation – im Gegenteil. Gerade weil Unternehmen im Markt überleben müssen, haben sie einen starken Anreiz zur Verbesserung. Ohne diesen Druck würden viele bahnbrechende Ideen vermutlich nie das Licht der Welt erblicken. Der Staat kann Grundlagenforschung fördern – aber Produkte, die unser Leben verbessern, entstehen fast ausschließlich durch unternehmerisches Handeln.
Was die Wohlstandsverteilung angeht: FIAT-Geldsysteme ermöglichen durch niedrige Zinsen, billige Kredite und Asset-Inflation eine systematische Umverteilung von unten nach oben. Wer Vermögen hat, profitiert. Wer darauf spart, verliert. Das ist kein Marktversagen – das ist Geldpolitik.
Bitcoin durchbricht dieses Prinzip, indem es Geld wieder knapp, neutral und unveränderlich macht. Das heißt nicht, dass es alle Probleme löst – aber es entzieht der systemischen Ungleichverteilung die Grundlage. Staatliche Eingriffe können punktuell sinnvoll sein – aber wenn sie strukturell auf einem manipulierbaren Geldsystem basieren, verstärken sie Ungleichheit mehr, als sie sie beseitigen.
Man kann bitcoins zwar nicht drucken, wer aber genug Geld hat kann diese durch Hardware Einsatz minen.
Wer 10 Millionen investieren kann, ist auch gegenüber demjenigen im Vorteil der nur 50€ hat.
Gerecht wäre wenn jeder identisch viele bitcoins zum gleichen Wert hätte. Dann gäbe es die gleichen Voraussetzungen so wie aktuell ist das nicht gegeben.
Die Jenigen die vor Jahren mit deutlich preiswerter Hardware als heute, in den minen von Bitcoin geschürft haben sind ebenfalls den heutigen deutlich teureren Systemen im Vorteil.
Hat also das gleiche Problem wie Aktien
Wer früh investiert hat, mit möglichst viel Einsatz hat heute mehr
Wie diejenigen die weniger investieren konnten.
Wer später investiert bekommt weniger, und wer weniger später investiert ebenfalls weniger.
Alles anzeigen
Ja, wer früher eingestiegen ist oder mehr investieren konnte, profitiert stärker. Das gilt allerdings für jedes knappe Gut, nicht nur für Bitcoin. Ob Immobilien, Aktien, Gold oder Unternehmensbeteiligungen – Knappheit und frühe Investition führen naturgemäß zu Vorteilen. Das ist keine Besonderheit von Bitcoin, sondern ökonomische Realität.
Aber genau hier liegt auch der Unterschied zu unserem heutigen FIAT-System: Dort können einige Akteure ständig neue Vorteile generieren – nicht durch Leistung oder Risiko, sondern durch privilegierten Zugang zu neu geschöpftem Geld (z. B. Banken, Großkonzerne, Staaten). Dieses System ist dauerhaft asymmetrisch.
Zum Thema Mining: Früher war es in der Tat einfacher – mit einem Laptop konnte man mitmachen. Heute ist Mining kapitalintensiver und konzentrierter. Deswegen fungieren auf diesem Gebiet mittlerweile auch Unternehmen Weltwelt, die in einem freien Markt in Konkurrenz stehen. Wie sie dies in vielen anderen wirtschaftlichen Branchen eben auch tun. Das ist freie Marktwirtschaft und führt zu Kostensenkung und Effizienzsteigerung. Gleichzeitig wird das Bitcoin-Netzwerk noch resilienter und Unternehmen dazu gezwungen, immer neue Innovationen zu entwickeln, um im Spiel zu bleiben.
Und abschließend möchte ich noch mal ein Missverständnis beseitigen, was immer wieder hervorgetan wird: Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass alle gleich viel besitzen – sondern dass alle unter denselben Regeln teilnehmen können. Und genau das tut Bitcoin: Es behandelt jeden gleich – unabhängig von Nationalität, Einkommen, Zugang zu Finanzdienstleistungen oder politischer Macht.
Die Alternative wäre eine "gerechte" Verteilung per Plan – aber das müsste jemand zentral entscheiden und kontrollieren. Und genau hier wären wir wieder bei einem System, das manipulierbar, korrumpierbar und letztlich ungerecht ist. Bitcoin ist nicht perfekt – aber es ist neutral. Und diese Neutralität ist im Geldsystem revolutionär.