Beiträge von Mazen

    Bitcoin ist sehr wohl neutral – nicht, weil alle gleich viel besitzen (das tut niemand, nirgendwo), sondern weil die Spielregeln für alle gleich sind. Keine Sonderrechte, kein Zugang zu frisch gedrucktem Geld, kein zentraler Hebel. Wer früh dabei war, hat Vorteile – ja, wie bei jeder Technologie oder jedem Markt. Das macht es aber nicht automatisch zum Schneeballsystem. Es gibt keine Renditeversprechen, keine Zwangsrekrutierung neuer Teilnehmer – das unterscheidet Bitcoin fundamental von Schneeballsystemen.

    Dass man heute noch nicht überall mit Bitcoin zahlen kann, liegt nicht am Bitcoin selbst, sondern an der Infrastruktur drumherum – und die wächst. In El Salvador ist Bitcoin schon gesetzliches Zahlungsmittel, das Lightning Network macht Zahlungen schnell und günstig.

    Weitere praktische Beispiele sind Spar Märkte in der Schweiz:

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    Oder Steak n Shake Filialen in den USA.

    Und selbst wenn man Bitcoin aktuell gegen FIAT tauscht – es ist dennoch ein funktionierendes Wertaufbewahrungs- und Tauschmittel. Genau wie Gold – nur digital und besser teilbar.

    Zum Thema „kein echter Gegenwert“: FIAT ist durch gar nichts gedeckt außer Vertrauen. Bitcoin hingegen basiert auf mathematisch garantierter Knappheit, Dezentralität und Unveränderlichkeit. Das ist im digitalen Zeitalter ein realer Wert. Der Markt erkennt ihn – sonst wäre ein Bitcoin nicht mehrere Zehntausend Euro wert.

    Bitcoin ist nicht perfekt – aber ehrlicher als jedes zentrale Geldsystem, das wir bisher hatten.

    Die absurde Politik Trumps ist übrigens ein wunderbares Beispiel dafür, wie entscheidend Staat und damit Politik für Wirtschaft sind. Es hängt einfach immer alles von der Politik und nur von der Politik ab und es zeigt sich damit, wie unendlich wichtig politisches Engagement ist.

    Auch ein neolibertärer Peter Thiel konnte nur in den für ihn richtigen politischen Rahmenbedingungen reich werden. Was er jetzt versucht ist, einfach nichts abgeben zu müssen. Das allein ist sein asozialer Antrieb. Für mich schreit das geradezu nach Enteignung. Wer nachweist, dass er mit seinem Reichtum nicht gesamtverantwortlich umgehen kann, sollte von dieser Last befreit werden. 😈

    WTF?! Trump ist doch gerade ein Beispiel für die Willkür und Macht des Staates, die Trump gerade zu seinem Vorteil ausspielt … 😅

    Exakt das beschreibt den Irrtum vortrefflich. Der freie Markt für zu Monopolen, der Wettbewerb zu Kartellen und das gemeinsam zu gerade mal so viel Innovation wie zwingend nötig. Nichts davon schafft Wohlstand für viele, sondern ausschließlich für wenige.

    Wohlstand, Verteilungsgerechtigkeit und Innovation wurden und werden fast nur durch staatliche Eingriffe und staatliche Strukturen erreicht. Ob es nun Armutsabbau durch Bildung und Sozialprogramme ist, oder bahnbrechende Innovation. Das Internet ist ein tolles Beispiel, denn wer weiß, ob Tim Berners-Lee, der am staatlich finanzierten CERN arbeiten durfte, das WWW auch als Angestellter der freien Wirtschaft ersonnen hätte…

    Ohne staatliche Finanzierung geht fast gar nichts, das sollte uns allen klar sein.

    Ja, diese Gefahren existieren, aber sie entstehen selten aus purem Marktgeschehen, sondern oft aus staatlicher Bevorzugung, Lobbyismus oder Markteintrittsbarrieren, die durch Regulierung entstehen. „Too big to fail“ ist kein Marktprinzip, sondern ein Resultat politischer Einflussnahme.

    Und zur Frage der Innovation: Freier Wettbewerb ist nicht feindlich gegenüber Innovation – im Gegenteil. Gerade weil Unternehmen im Markt überleben müssen, haben sie einen starken Anreiz zur Verbesserung. Ohne diesen Druck würden viele bahnbrechende Ideen vermutlich nie das Licht der Welt erblicken. Der Staat kann Grundlagenforschung fördern – aber Produkte, die unser Leben verbessern, entstehen fast ausschließlich durch unternehmerisches Handeln.

    Was die Wohlstandsverteilung angeht: FIAT-Geldsysteme ermöglichen durch niedrige Zinsen, billige Kredite und Asset-Inflation eine systematische Umverteilung von unten nach oben. Wer Vermögen hat, profitiert. Wer darauf spart, verliert. Das ist kein Marktversagen – das ist Geldpolitik.

    Bitcoin durchbricht dieses Prinzip, indem es Geld wieder knapp, neutral und unveränderlich macht. Das heißt nicht, dass es alle Probleme löst – aber es entzieht der systemischen Ungleichverteilung die Grundlage. Staatliche Eingriffe können punktuell sinnvoll sein – aber wenn sie strukturell auf einem manipulierbaren Geldsystem basieren, verstärken sie Ungleichheit mehr, als sie sie beseitigen.


    Ja, wer früher eingestiegen ist oder mehr investieren konnte, profitiert stärker. Das gilt allerdings für jedes knappe Gut, nicht nur für Bitcoin. Ob Immobilien, Aktien, Gold oder Unternehmensbeteiligungen – Knappheit und frühe Investition führen naturgemäß zu Vorteilen. Das ist keine Besonderheit von Bitcoin, sondern ökonomische Realität.

    Aber genau hier liegt auch der Unterschied zu unserem heutigen FIAT-System: Dort können einige Akteure ständig neue Vorteile generieren – nicht durch Leistung oder Risiko, sondern durch privilegierten Zugang zu neu geschöpftem Geld (z. B. Banken, Großkonzerne, Staaten). Dieses System ist dauerhaft asymmetrisch.

    Zum Thema Mining: Früher war es in der Tat einfacher – mit einem Laptop konnte man mitmachen. Heute ist Mining kapitalintensiver und konzentrierter. Deswegen fungieren auf diesem Gebiet mittlerweile auch Unternehmen Weltwelt, die in einem freien Markt in Konkurrenz stehen. Wie sie dies in vielen anderen wirtschaftlichen Branchen eben auch tun. Das ist freie Marktwirtschaft und führt zu Kostensenkung und Effizienzsteigerung. Gleichzeitig wird das Bitcoin-Netzwerk noch resilienter und Unternehmen dazu gezwungen, immer neue Innovationen zu entwickeln, um im Spiel zu bleiben.

    Und abschließend möchte ich noch mal ein Missverständnis beseitigen, was immer wieder hervorgetan wird: Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass alle gleich viel besitzen – sondern dass alle unter denselben Regeln teilnehmen können. Und genau das tut Bitcoin: Es behandelt jeden gleich – unabhängig von Nationalität, Einkommen, Zugang zu Finanzdienstleistungen oder politischer Macht.

    Die Alternative wäre eine "gerechte" Verteilung per Plan – aber das müsste jemand zentral entscheiden und kontrollieren. Und genau hier wären wir wieder bei einem System, das manipulierbar, korrumpierbar und letztlich ungerecht ist. Bitcoin ist nicht perfekt – aber es ist neutral. Und diese Neutralität ist im Geldsystem revolutionär.

    Das Grundproblem heißt Kapitalismus und Bitcoin ist dafür keine Lösung sondern verstärkt den Effekt nur, so wie es verteilt wird.

    Nicht das Geld ist das Problem, unser Wirtschaftssystem und die fehlende Verteilungsgerechtigkeit sind es. Das sollte man zu allererst verstehen.

    Ebe nicht! - Es greift zu kurz, den Kapitalismus pauschal für die immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich verantwortlich zu machen. Kapitalismus – richtig verstanden – ist zunächst ein System, das durch freien Handel, Wettbewerb und Innovation Wohlstand schafft. Das Problem beginnt dort, wo die Spielregeln verzerrt werden – und genau hier kommt FIAT-Geld ins Spiel.

    FIAT-Geld ermöglicht es Staaten und Zentralbanken, die Geldmenge beliebig auszudehnen. Darauf hat Sovereign ja schon ausgiebig hingewiesen. Die Geschichte lehrt uns diesen Fakt auch eindrucksvoll. Dies führt nicht nur zu Inflation, sondern vor allem zu einer schleichenden Enteignung der Mittelschicht. Die neu geschaffene Liquidität fließt in der Regel nicht gleichmäßig in die Realwirtschaft, sondern überproportional in Vermögenswerte – Aktien, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen. Davon profitieren in erster Linie jene, die bereits über Kapital verfügen. Es entsteht ein systemischer Vermögensvorteil für die oberen Prozent – auf Kosten aller anderen.

    Bitcoin hingegen ist ein offenes, dezentrales System ohne privilegierten Zugang. Niemand kann neue Bitcoin „drucken“, niemand hat Sonderrechte. Es ist völlig egal, ob jemand 10 Millionen Dollar investieren kann oder nur 50 Euro – die Regeln sind für alle gleich. Damit ist Bitcoin nicht nur inflationsresistent, sondern auch ein faireres Geldsystem, in dem jeder partizipieren kann – ohne Abhängigkeit von einem Staat oder einer Notenbank.

    FIAT ist die Wurzel des Problems. Es begünstigt Eliten, schafft Abhängigkeiten und verschiebt wirtschaftliche Machtverhältnisse zulasten der breiten Bevölkerung. Kapitalismus braucht ehrliches Geld – kein manipuliertes.

    Hier eine schöne Metapher, ich hoffe, dass dies nicht wieder als Werbung deklariert wird, es gibt nämlich auch ganz viele andere Börsen wie Bison, Kraken, 21Bitcoin, Bitvavo, Bitpanda usw... Es geht mir NUR um die Metapher, die die Problematik schön visualisert:

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    PS: Guten Appetit! 🍕

    Bei so einer Geldmenge wär only BTC für mich mental einfach zu arg.

    BTC hab ich ja eh, muss nur schauen das ich ihn halte und nicht zu schnell schwach werde. Kann man nur hoffen das er steuerfrei bleibt, das wär dann richtig klasse.

    Deswegen ist es so wichtig, die Dinge zu verstehen, in die man investiert, damit man nicht emotional handelt ;) – Viel Erfolg!

    PS: Never sell your Bitcoin.

    Und seit diesen nun ca 30 Jahren hat sich was so ganz genau bewahrheitet? Ist irgendein „Fiat-Money“ der ersten Welt untergegangen? Oder der Euro?

    Wichtig beim Preppen ist ja das Rotieren der Vorräte, first in, first out, nicht, dass was schlecht wird. 😉

    Es ist bemerkenswert, dass du als eher links orientierter Mensch nicht wahrnimmst, wie Eliten vom FIAT-Geld profitieren, während die Menschen, die bereits zur Unterschicht gehören, verhältnismäßig stark benachteiligt werden. Ist es nicht genau das, was linke Politik versucht zu beheben?

    Kleiner Input für die Nachtlektüre: Cantillon-Effekt

    „Verlierer im Prozess der Geldschöpfung sind diejenigen, in deren Taschen das neu geschaffene Geld nicht gelandet ist, die aber dennoch die dadurch entstandenen höheren Preise zahlen müssen. Geldschöpfung führt nach Cantillon also zu mehr Ungleichheit von Einkommen und Vermögen.“

    – Thomas Mayer, faz.net, Die wahre Ursache der Ungleichheit

    Naja, wenn man sich ernsthaft mit Bitcoin befasst, hätte man schon drauf kommen können. In 2 Jahren heißt es hier im Thread übrigens wieder: Hätte, hätte Fahrradkette ... ;) - Dürft mich dann gerne zitieren.

    Und ist ja nicht so, dass man OP bereits 2023 die Lösung für seinen ambitionierten Plan serviert hat:

    Also ich würde unter diesen Voraussetzungen All-in Bitcoin gehen

    PS: Do your own research! :)

    Fun Fuct: Hätte OP zu Beginn seines Postings am 21.11.2023 direkt auf Bitcoin gesetzt, dann wäre er mit einem Sparplan von 1.000 Euro monatlich und seinem Startkapital von 200.000 Euro bereits heute bei 700.000 Euro angekommen.

    Keep it simple ;)

    Prognosen gehen davon aus, dass die Zinslast der USA in den 2050er Jahren bei über 6% des BIP liegen werden. Aktuell sind es rund 4% des BIP.

    Die Schulden übersteigen das BIP, nicht die Zinstilgungen.

    Danke für die Klarstellung, so war es auch gemeint. :thumbup:

    Die Prognose:

    USA - Staatsverschuldung bis 2030| Statista
    Wann droht die nächste Schuldenkrise in den USA? Die Staatsverschuldung erreichte 2023 die Schuldenobergrenze, ein Staatsbankrott konnte noch verhindert werden.
    de.statista.com

    Zusätzliche Realsatire am Rande: Die werten Banken "verkaufen" ihren "Patienten" (sorry, Kunden) das "Papiergold" oftmals als bessere, einfachere, bequemere und absolute sichere Variante zum physischen Gold.


    Die staatlichen Notenbanken weltweit wiederum vertrauen selbst lieber auf das Original sprich physisches Gold - aktuell mit mehr als 36. 000 Tonnen eingelagerten Gold in Barrenform sprich 12,5 kg Investmentbarren.

    Traurig, aber wahr... ;(

    Gold fixes this .... :thumbup:

    Apropos Gold, guter Einwand. Die Medien berichten heute:

    Europäische Zentralbank besorgt: Bankenpleite nicht auszuschließen

    [...] Die EZB schlägt Alarm: Künftig könnten derartige Lieferprobleme [für Gold] ein Risiko darstellen und erhebliche Verluste für Marktteilnehmer bedeuten. Denn die physisch verfügbaren Menge an Gold ist weitaus geringer, als die Zahl ausgegebener Kontrakte. Außerdem werden die Kontrakte zum großen Teil außerbörslich und damit intransparent gehandelt. „Schwachstellen sind dadurch entstanden, dass die Rohstoffmärkte in der Regel auf einige wenige große Unternehmen konzentriert sind, oft eine Hebelwirkung aufweisen und aufgrund der Verwendung von OTC-Derivaten ein hohes Maß an Undurchsichtigkeit besitzen“, wie es im Bericht weiter heißt.

    Langsam blickt es auch der Mainstream: Der ganze Goldmarkt ist am Ende eine riesige Blase. Keiner weiß, wie viel physisches Gold wirklich im Umlauf ist und wie viele Derivate gehandelt werden. Dementsprechend würde ich, wenn ich Gold halten würde, möglichst schnell auf physisches Gold umschichten.

    PS: Genau deswegen gibt es übrigens Bitcoin, zu 100 % transparent, verifizierbar und sicher. Ein zentraler Vorteil gegenüber dem Goldmarkt.

    Rohstoffe: Gefahr für das Finanzsystem? EZB warnt vor Krise am Goldmarkt
    Lieferausfälle bei Gold-Terminkontrakten könnten Banken in die Pleite treiben und das globale Finanzsystem erschüttern. Das Szenario beschreibt die Europäische…
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