Beiträge von INE

    Ich hab mein Depot durch Gemini beurteilen lassen. Je nach dem wie man die Frage formuliert kommen ganz unterschiedliche Antworten heraus. Mal ist es so wie es ist ziemlich gut, mal soll ich 3/4 verkaufen und in einen Welt ETF Konzentrieren, dann zu wenig USA oder Zukunftsmärkte wie Robotik, Medizin, Rohstoffe.

    Ich wolle keine "Beurteilung" oder "Beratung", sondern nur eine reine Analyse des Depots in Bezug auf Länder / Regionen. Also eigentlich nichts anderes, was mit ein Portfoliotracker auch zeigt.

    Diese Aussage ist schon mal leicht falsch.

    Von der KI kann man einfach nicht erwarten, dass sie die ganze Wahrheit entschlüsselt.

    DU hast im FTSE All-World nämlich Südkorea mit dabei.

    Siehe oben.

    Das sind die Grenzen der KI. Südkorea ist bei mir sowohl über EM als auch über den FTSE All World vertreten. Wenn ich es richtig gesehen habe, stuft FTSE stuft Korea als Developed ein, MSCI aber als Emerging.

    Hallo zusammen,

    ich habe mein relativ breit diversifiziertes ETF‑Depot testweise mit einer KI (Copilot) analysieren lassen und wollte kurz meine Erfahrung teilen.

    Ich wollte schnell und einfach den ungefähren US Anteil an meinem Gesamtdepot ermitteln. Den US Anteil möchte ich bewusst auf 50%-55% begrenzen und EM sowie Europa Übergewichten. Das Ergebnis soll mir dabei helfen, meinen Sparplan prozentual aufzuteilen. Ich bespare momentan die folgenden 3 ETFs:
    - ETF151 (World)
    - DBX0RB (EM)
    - LYX0Q0 (Europa)

    Die KI hat meine Depotdateien (comdirect + Trade Republic) eingelesen, Gold/Krypto (zusammen ca. 17%) ausgeschlossen und anschließend eine Analyse auf Länderebene erstellt. Dabei wurden von der KI im Hintergrund die ETF‑Factsheets berücksichtigt – also die realen Ländergewichte innerhalb der einzelnen ETFs. Am Ende bekam ich eine USA‑Quote sowie eine Länder‑Donutgrafik.

    Ausgangsdaten - die größten ETF‑Positionen (mit ISINs und groben %-Anteilen):

    • ca. 33 % Amundi MSCI World – LU2572257124
    • ca. 28 % Vanguard FTSE All‑World – IE00BK5BQT80
    • ca. 8 % Amundi ACWI (Solactive GBS Global Markets) – IE0003XJA0J9
    • ca. 6 % S&P 500 UCITS ETF – IE00B3YCGJ38
    • ca. 6 % Emerging Markets (u. a. Amundi EM / iShares EM IMI) – LU2573966905, IE00BKM4GZ66
    • ca. 10 % Europa / Deutschland (STOXX Europe 600, DAX, F.A.Z. 100) – LU0908500753, DE0005933931, LU2611732129
    • ca. 2 % Japan (Nikkei 225) – LU0839027447

    (Dass ich mehrere Welt‑ETFs habe, liegt daran, dass ich im Laufe der Jahre – ab einer bestimmten Depotgröße – zu anderen Produkten gewechselt bin, die alten Positionen aber weiterlaufen ließ um Gewinne zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu versteuern.)

    Ergebnis (von der KI als Grafik erstellt):


    Die Grafik zeigt die 12 größten Länderpositionen einzeln, alle kleineren Länder sind zu „Other“ aggregiert.
    Die KI gibt mir etliche weitere Hinweise. Z.B.:

    Beispielhafte Erkenntnisse (aus der Grafik):

    • USA ist mit Abstand die größte Länderposition (≈ 51 % des Depotwerts).
    • Japan ist sichtbar, weil ich einen eigenen Nikkei‑225‑ETF habe.
    • Deutschland, UK, Frankreich, Schweiz kommen über den STOXX Europe 600 und DAX rein.
    • China, Taiwan, Indien, Südkorea kommen über deine EM‑ETFs rein.
    • Other enthält weltweite Kleinstpositionen aus AW/ACWI/MSCI World (Kanada, Australien, Niederlande, Hongkong, Israel usw.).

    Die KI hat mir auch weitere Grafiken und Übersichten geliefert, wie z.B. die Top 10 der Einzelpositionen mit dem jeweilen % Anteil.

    Ich weiß jetzt ungefähr, wie mein Depot global verteilt ist – mit Länderanteilen (USA, Japan, China, Deutschland, UK usw.) statt nur grober Regionen. Die Analyse war innerhalb weniger Minuten fertig.

    Vielleicht für den ein oder anderen hier interessant, der seine Diversifikation einmal „durchleuchten“ möchte?

    Ich habe noch keinen Check gemacht, ob das Ergebnis der KI korrekt ist. Werde ich demnächst mal mit einem Portfoliotracker gegenchecken.

    Viele Grüße

    IN

    Finde ich eigentlich nicht so schlecht. Wenn ich richtig gerechnet habe, bedeutet das zur Zeit eine Verzinsung von 2,6% p.a.. Außerdem ist das einigermaßen zeitnah zu verflüssigen. Ich meine, solange sich nichts Deutliches in der Zinswelt verändert, kann das weiterhin ein sicherer Baustein im Gesamtvermögen sein.

    Sehe ich auch so. Werden die 0,99% jährlich gutgeschrieben? Dann ist das Zuwachssparen, das du damals abgeschlossen hast, gar nicht so schlecht: Durch 900 € Einzahlung + 360 € Bonus pro Jahr (also 40 % „geschenkt“) und 0,99 % Zinsen auf das gesamte Guthaben kommst du rechnerisch auf eine effektive Rendite von rund 3,5 % (inkl. Zinseszins). Für ein komplett sicheres Produkt ist das OK. Natürlich ist langfristig mit ETFs wahrscheinlich mehr drin – aber es wäre sicherer Baustein, den du mit 3‑monatiger Frist jederzeit kündigen könntest.

    Bei einer 90jährigen wäre ich zurückhaltend mit illiquiden Anlagen wie Festgeld oder einem Auszahlplan.

    Ich auch. Aber ich möchte ja auch die Kontrolle über mein Geld behalten und als solcher zu einer Minderheit gehören.

    Da bin ich ganz euer Meinung. In dem Fall (90 Jährige) macht ein fester / unflexibler Auszahlungsplan keinen Sinn. Situation kann sich kurzfristig ändern (wie eigentlich immer und bei jedem, aber die Wahrscheinlichkeit ist hier noch größer).

    Ohnehin geht es 2025 nicht primär um eine Günstigerprüfung, sondern darum, den Grundfreibetrag auszunutzen.

    (...)

    Günstigerprüfung und Ausnutzung des Grundfreibetrags sind zwei Paar Stiefel.

    Das ist gefährlich verkürzt: Ohne Steuererklärung inkl. Günstigerprüfung wird keine zuvor abgeführte Abgeltungsteuer erstattet – auch dann nicht, wenn das Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt.

    Du möchtest, daß Deine Mutter möglichst keine Steuer auf die Kapitalerträge bezahlt. Das geht im vorliegenden Fall dadurch, daß man mehrere Jahre hintereinander den restlichen Grundfreibetrag nutzt, nachdem Deine Mutter denselben mit ihren regelmäßigen Alterseinkünften nicht ausschöpft.

    .... und das geht im vorliegenden Fall dadurch, dass man die Günstigerprüfung durchführt.

    Die ETF
    infos bei onvista:

    https://www.onvista.de/etf/iShares-ST…TF-DE000A0F5UH1

    Da machen sich ja noch die regelmäßigen Ausschüttungen bemerkbar

    Ja, 4 Ausschüttung pro Jahr... die gehen direkt aufs Girokonto. Wobei das recht überschaubar ist (sind nur 240 Stück Anteile).

    Es wäre zu überlegen, bei den Aktien-ETF die Gewinne mitzunehmen und die ETF im Depot zu lassen. Wer es bis 90 schafft, hat mit Chance noch an die 10 Jahre vor sich:)

    Mal sehen, der Plan ist erst mal, den MSCI nach und nach abzubauen. Das kann sich aber noch ändern.

    Die steuerlichen Vorteile der Günstigerprüfung kannst Du jetzt schon nutzen, die stehen auf einem anderen Blatt. Offensichtlich bringst Du da was durcheinander.

    Dein Ziel ist eine monatliche Entnahme von um die 700 €. Du hast jetzt im Depot quasi Tagesgeld für etwa 33 T€. Davon kannst Du viele Monate 700 €/m entnehmen. Die Notwendigkeit, bereits 2026 weiter umzuschichten, sehe ich erstmal nicht.

    Offensichtlich bringst du da etwas durcheinander, @Achim Weiss: Die Günstigerprüfung für das Veranlagungsjahr 2025 bezieht sich auf die Gewinnrealisierungen aus Verkäufen in diesem Jahr (2025). Für das Veranlagungsjahr 2026 ist geplant, zunächst die Aktien-ETFs mit den Gewinnen der letzten Jahre zu entnehmen (die oberhalb des Sparerfreibetrags abgeltungssteuerpflichtig sind). Die Geldmarkt-ETFs bleiben unangetastet, sodass sich das Risiko Schritt für Schritt reduziert.

    Die anderen Aktienfonds hat er behalten. Wäre Risikoreduktion das primäre Motiv gewesen, hätte er die Rentenfonds behalten und die Aktienfonds abgestoßen.

    Und genau diese verbliebenen Aktien-ETFs werden ab 2026 nach und nach entspart. Dadurch können die steuerlichen Vorteile der Günstigerprüfung genutzt werden.

    Auch ansonsten gehen mir hier einige Entscheidungen zu schnell ohne ausreichende Information.

    ???

    Ist jetzt ein bisschen schwierig - einerseits der TE, der so nett war, das Ergebnis seiner Überlegungen einzustellen, und nun krass Kritik erntet. Andererseits wertvoll für die, die später einmal zum Thema hier lesen.

    Es ist sehr schön, zu sehen, dass INE das Depot für jetzt aufgestellt hat und nicht in Hinblick auf ein späteres Erbteil.

    Danke, britty ! Das Depot ist für ihre weitere Altersvorsorge gedacht, nicht für ein Erbe. Uns (Söhne & Enkelkinder) ist wichtig, dass es unserer Mutter/Oma gut geht – finanzielle Sorgen muss sie nicht haben, denn im Zweifel geben wir gerne etwas zurück für alles, was sie in ihrem langen Leben für uns getan hat.

    Du hast also die Goldminenaktien verkauft (hätte ich auch - der Ertrag reicht ja bei der geplanten Entnahmerate für ein Jahr), die Unternehmensanleihen (hätte ich vermutlich noch liegen lassen) und die "High Yield" Unternehmensanleihen (hätte ich vermutlich auch noch liegen lassen).

    Deine Mutter hat jedes Jahr steuerlich um die 5000 € Luft, das hätte ich ausgenutzt. Dieses Jahre hättest Du den Grundfreibetrag mit den Goldminenaktien voll gemacht. Wenn Du schon unbedingt die Unternehmensanleihen auch gleich mit abstoßen willst, hätte ich damit bis zum Januar gewartet. Damit wären die Erträge aus diesen steuerfrei geblieben.

    Es war auch noch ein Verkauf von 2 TEUR (übertrag aufs Girokonto) aus dem MSCI World dabei. Ertrag aus allen Verkäufen bleibt steuerfrei (Gesamtgewinn "nur" 5.937 €), passt noch und so ist immer noch Luft für nächstes Jahr vorhanden.

    Was hast Du denn an Spesen für die Umsetzung gelassen?

    Spesen lagen bei 0,2 %.
    Verkäufe: Goldminen 18,91 €, Corp. Bd. ETF 24,69 €, High Yield Corp 20,81 € → zusammen 64,41 €.
    Für den Kauf (gleiche Summe) nochmal 0,2 %, also insgesamt ca. 130 € für die Umschichtung in den Geldmarkt-ETF.

    Du willst das neue Depot unbedingt bei der Commerzbank anlegen (vermutlich "DirektDepot"). Ich hätte kein Depot gewählt, das Gebühren kostet (die man mit Tricks großteils umgehen kann). Ok, sind dann nur noch 5 €/Quartal.

    Genau, neues Depot wird bei der Commerzbank (DirektDepot) eröffnet. Klar, kostet 5 €/Quartal, wenn keine Order – aber dafür wird das Girokonto kostenlos (statt bisher 4,90 €/Monat). Für mich und Muttern ist das einfach am bequemsten: alles bei einer Bank, keine neue Identifikation, Vollmacht für mich und die Nichte (Backup, falls ich mal länger auf Geschäftsreise bin, was leider oft vorkommt) ist schon vorhanden. Und im Zweifel kann man auch persönlich zur Bank gehen. Für diesen Komfort zahlt meine Mutter gerne ein paar Euro.

    Warum 4x pro Jahr?

    Also, ich würde vermutlich eher einmal im Jahr den Jahresbedarf verkaufen (und dann ggf. in 12 monatlichen Tranchen aufs Girokonto überweisen, wenn ein gleichbleibender monatlicher Geldeingang wichtig ist). Das dürfte doch weniger Aufwand und Kosten auslösen als Verkäufe alle 3 Monate...

    Zitat Commerzbank (Konditionen DirektDepot: "Bei mindestens einer abgerechneten Transaktion pro Quartal ist das DirektDepot für Sie bereits kostenlos. Ansonsten fallen Depotgebühren in Höhe von 0,175% pro Jahr auf das Depotvolumen an (mindestens 4,95€ pro Quartal)."

    Zunächst mal vielen Dank an alle, die hier mit Rat zur Seite standen.

    Das Depot sieht nun, nach ein paar Anpassungen, so aus:

    NameISINDepotanteil
    Xtrackers II Eurozone Government Bond UCITS ETF 1C LU029035571719,6%
    Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF 1C LU027420869223,0%
    iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) DE000A0F5UH111,4%
    Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF 1C LU029035849746,0%

    Als nächstes wird ein Depotübertrag - wahrscheinlich zur Commerzbank - erfolgen. Dort ist auch das Girokonto der Depotinhaberin. Dann nach und nach (4 mal pro Jahr) Abverkauf.

    Viele Grüße,

    INE

    Insoweit ist dies auch keine Diskussion im herkömmlichen Sinne, an deren Ende irgendeiner sich den besseren Argumenten des anderen geschlagen geben müßte, sondern ein schlichter Meinungsaustausch.

    Ich wollte hier ja gar keine Diskussion beginnen. Für deine Tipps und Hinweise bin ich sogar sehr Dankbar!

    Für dieses Jahr hast Du die Goldminenaktien verkauft, heute oder morgen bekommst Du die Abrechnung. Nach Deinen Zahlen hast Du damit den Steuerfreibetrag etwas übererfüllt, es bleibt vermutlich eine kleine Steuerzahlung. Schwund ist immer!

    Ja, ich denke auch, dass die Steuerzahlung für 2025 wahrscheinlich (wenn überhaupt) marginal sein. Bzw. wäre es ja eine etwas niedrigere Rückerstattung der vorher abgeführten Abgeltungssteuer.

    Wie Du das Geld zwischenlagerst, ist praktisch egal. Ein Geldmarktfonds könnte das durchaus sein, solltest Du von dort allerdings regelmäßig Geld entnehmen, achte auf die Spesen! Es könnte sein, daß Du sonst den Großteil des Ertrages in die Spesen steckst.

    Danke. Ich habe mir auch schon überlegt, dass die Entnahme in z.B. 4 jährlichen Tranchen wesentlich sinnvoller ist, als regelmäßige (monatliche) Verkäufe.

    So oder so werde ich das Depot von der FNZ übertragen. Wahrscheinlich zur Commerzbank, wo auch das Girokonto geführt wird. Das "Direct Depot" bei der Commerzbank hat die gleichen Konditionen, wie z.B. ein Depot bei der Comdirect. Klar - Neobroker sind günstiger, aber der Komfort ist es glaube ich wert.

    Es wäre eine Überlegung wert, für Deine Mutter eine Nichtveranlagungsbescheinigung zu beantragen, dann wird die Steuer gleich überhaupt nicht abgezogen. Vielleicht spart Dir das die Steuererklärung, wiewohl die vermutlich kein Zauber ist. Dann mußt Du aber halt aufpassen, daß Du mit Deinen Teilverkäufen die Freibeträge nicht überziehst

    Danke für den Tipp! Die Steuererklärung ist tatsächlich kein Zauber. Eine NV-Bescheinigung hätte nur den Vorteil, dass erst gar keine Abgeltungssteuer einbehalten würde. Also ein früherer Zufluss, da man nicht auf die Erstattung warten muss. Ich denke aber das Risiko ist mir zu groß, dass man auf einmal über die Freibeträge rutscht.


    Weiß jemand, ob es bei der Commerzbank auch eine Steuersimulation analog zur der Funktion bei der Comdirect gib. Siehe hier: https://kunde.comdirect.de/cms/media/corp0313.pdf

    VG,

    INE