Beiträge von Sparzwerg

    Ich habe ein Zweitdepot bei smartbroker+, mit einem zusätzlichen Dollarverrechnungskonto. Da sammelt sich das und wird später angelegt. Ist gerade jetzt nützlich.

    2025 waren es bei deinem USB-ETF 1,83 Dollar je Anteil.

    Speilst du auf den Wechselkurs an?
    Sollte das nicht kaum einen Einfluss haben, ob der ETF in Dollar oder Euro geführt wird? Ich dachte entweder steckt der Wechselkurs bereits im Euro-Kurswert oder er wird bei der Dollar-Ausschüttung wirksam. Bei Scalable Capital habe ich natürlich auch ein Verrechnungskonto. Da ich nicht so häufig mein Depot prüfe, sind mir thesaurierend Aktien-ETF persönlich einfach lieber.

    Tomarcy Deine Frage bezüglich dem "guten" Kurs ging für mich in die selbe Richtung wie die Frage von Horst Talski und hatte ich hier näher ausgeführt:

    Hier musste ich schmunzeln, weil ich für mich selbst nicht entscheiden kann, was „richtig“ ist. In meinem Kopf sind diese Positionen weiterhin ein Geschenk, das sich emotional anders anfühlt als selbst gekaufte Investments. Entsprechend habe ich eine gewisse Hemmung, aktiv einzugreifen – obwohl mir rational bewusst ist, dass das eigentlich ein Trugschluss ist.

    Der Gedanke eines „möglichst guten Kurses“ bedeutet für mich nicht, gerade dann zu verkaufen, wenn die Werte kurzfristig stark unter Druck stehen. Langfristig weiß ich aber, dass ein klarer Plan hier sinnvoller ist als reines Abwarten.

    Wären das also gute Positionen, um einen Take-Profit-Ansatz zu verfolgen?

    Wie du siehst, habe ich hier keine konkrete Zahl im Kopf. Für mich sind diese Positionen am Ende – unabhängig vom Verkaufskurs – ein kompletter Gewinn (abzüglich Steuern). Sie grundsätzlich zu verkaufen ist an dieser Stelle vermutlich eher ein psychologischer Faktor für mich. Konkretes Market-Timing hatte ich dabei gar nicht im Hinterkopf, obwohl das mit einem Zielwert absolut der Fall ist.

    Beim zweiten Lesen merke ich allerdings, dass eure Fragen in etwas unterschiedliche Richtungen gehen:
    „Es gibt nicht den richtigen Moment“ vs. „Verkaufe konsequent, sobald dein Zielwert erreicht ist“.

    Ich hätte vermutlich einen bereits erreichten bzw. vergangenen Kurs als Zielwert angenommen. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass dieser Kurs eventuell nie wieder erreicht wird. In diesem Fall erscheint es mir sinnvoller, die Positionen zu verkaufen, in eine breitere Streuung (ETF) zu investieren und den weiteren Kursverlauf von SAP und Holmen anschließend einfach zu ignorieren – verkauft ist verkauft.

    Ich fühle mich mittlerweile mit einem Notgroschen von 4-5 Netto-Monatsgehältern auf dem Tagesgeld-Konto recht wohl. Alles darüber hinaus liegt im Depot. Bis Mitte 40 allerdings war mein TG/FG-Anteil sehr viel höher und das Vertrauen in die Börse nur begrenzt vorhanden. Mit zunehmendem Wissen (auch über Portale wie Finanztip) und wachsenden eigenen Erfahrungen mit meinem kleinen Depot (ja, hab alle Fehler gemacht, die man machen kann) ist das Vertrauen gewachsen und der TG/FG-Anteil gesunken. Beschleunigt wurde die Entwicklung durch die Niedrigzinsphase nach Covid.

    Danke für deine Rückmeldung. Wissen und Vertrauen – wie so oft.

    Angst vor dem Investieren in Aktien-ETFs hatte ich von Anfang an nicht. Auch schwankende Kursentwicklungen bereiten mir beim langfristigen Investieren kein Unbehagen; entscheidend werden sie für mich erst beim Verkauf. Zudem schaue ich nur sehr selten in mein Depot, was sich für mich als sehr hilfreich erwiesen hat.

    Die im Eingangspost beschriebenen Gedanken möchte ich in nächster Zeit umsetzen, um mehr Klarheit und Struktur in mein Depot zu bringen und gedanklich einen Haken hinter das Thema zu setzen. Anschließend soll das Investieren in den Aktien-ETF wieder auf „Autopilot“ laufen – per Sparplan zum Monatsanfang, ganz entspannt.

    Bezüglich meines Tages-/Festgeldes spiele ich aktuell mit dem 50:50-Einwand von Evaluise oder alternativ damit, meinen Notgroschen auf sechs Monate zu erhöhen und den restlichen Betrag in den ETF zu investieren.
    Danke euch für eure Gedanken und Einschätzungen dazu! :)

    Also schlecht performt hat er bisher auf jeden Fall nicht!

    fabioso Was eigentlich auch keine große Überraschung sein sollte, wenn ich das richtig verstehe:
    Grundlage ist der MSCI World Index, der anhand von SRI-Kriterien auf eine deutlich schmalere Streuung reduziert wird (von einigen tausend auf ein paar hundert Aktien) und daraus den nachhaltigen ETF bildet. Entsprechend sollte sich die Entwicklung langfristig relativ ähnlich verhalten.

    Den negativen Punkt, den ich mit meinem Laienwissen spontan sehe, ist die deutlich geringere Streuung und damit eine geringere Risikodiversifikation. Hinzu kommt, dass „Nachhaltigkeit“ kein klar definierter Begriff ist – wobei SRI im Vergleich zu ESG wohl als strenger gilt.

    Was spricht für euch, die bewusst auf SRI- bzw. ESG-Aktien-ETFs verzichten, konkret dagegen?
    Nicht aus grundsätzlicher Ablehnung, sondern aus der Konsequenz heraus, „passiv“ investieren zu wollen und den Markt so zu nehmen, wie er ist – ohne eigene Wertungen?


    Wobei ich schon auch den Index gewechselt habe, aber halt nicht auf konventionell.

    Jetzt hast du mich neugierig gemacht: In welchen ETF investierst du und warum genau diesen?

    Um unnötige Verkäufe zu vermeiden, werde ich meine bereits bestehenden ETF-Anteile (Vanguard FTSE All-World / IE00BK5BQT80 sowie UBS Core MSCI World / IE00BD4TXV59) nicht umschichten. Allerdings muss ich meine ursprüngliche Überlegung, alle Gewinne aus den anstehenden Verkäufen anderer Positionen vollständig in den IE00BK5BQT80 zu investieren, möglicherweise noch einmal überdenken.

    Also schlecht performt hat er bisher auf jeden Fall nicht!
    Das überrascht mich jetzt etwas - weil das "Ausreden" mit Greenwashing und dafür performen andere besser bestanden hatte. Hatte es dann selbst leider nicht mehr so sehr verfolgt.

    Nur ist LU0629459743 ein Ausschütter wie ich gerade wieder sehe. Die würde ich gerne langfristig meiden... da ich einfach zu selten bisher in meinem Depot bin, um das Geld immer wieder direkt anzulegen.

    Um noch einmal auf die grundsätzliche Vereinfachung meines Depots zurückzukommen:

    Den ETF-Sparplan habe ich wieder auf IE00BK5BQT80 (Vanguard FTSE All-World) umgestellt. Ich erinnere mich, dass ich mich damals – nach zu langer Chartbetrachtung und dem (rückblickend fragwürdigen) Glauben, daraus etwas für die Zukunft ableiten zu können – bewusst wegen der Schwellenländer dafür entschieden hatte.

    Beim erneuten Lesen auf Finanztip sind mir zwei Erkenntnisse zu meinem impulsiven Wechsel im Herbst auf IE00BD4TXV59 gekommen:

    1. Steueroptimierung:
      Statt alle fünf Jahre eher alle zehn Jahre eine neue Tranche zu starten.
      Wie handhabt ihr das? Macht ihr das ebenfalls in festen Intervallen oder erst später bei der Entnahme, z. B. über ein Zweitdepot für LIFO?
    2. TER:
      Die TER ist bei Aktien-ETFs meist nicht entscheidend, da sie sich typischerweise zwischen 0,1–0,3 % p. a. bewegt und damit sehr nah beieinander liegt.

    Daher würde ich künftig auch alle Einmalinvestitionen (aus Depotverkäufen sowie aus Tages-/Festgeld) konsequent in den Vanguard FTSE All-World investieren.


    UniGlobal:
    In Scalable Capital ist ein Kauf bzw. Verkauf inzwischen nicht mehr möglich. Ich werde anfragen, ob eine Rückgabe an die KAG dennoch möglich ist und zu welchen Konditionen. Falls nicht, würde ich die Position zu einem anderen Depot übertragen.


    Offene Immobilienfonds / Hausinvest:
    Hat jemand von euch Erfahrung mit dem Verkauf bzw. der Rückgabe offener Immobilienfonds?
    Aufgrund des Hinweises von fabioso habe ich den Finanztip Artikel noch einmal gelesen – dort werden tatsächlich auch bei Börsenverkäufen Abschläge von teils 10 % und mehr erwähnt.
    Spricht eurer Meinung nach daher mehr für eine Rückgabe mit 12-monatiger Wartefrist statt der Empfehlung sie möglichst schnell zu verkaufen?


    Einzelwerte & weitere ETFs:

    • Für Holmen und SAP werde ich mir konkrete Kurse festlegen, zu denen ich verkaufen möchte.
    • UBS Core MSCI World (IE00BD4TXV59) würde ich nach der Sparplanumstellung einfach liegen lassen.
      Gilt das eurer Meinung nach auch für den UBS MSCI World Socially Responsible (LU0629459743) oder würdet ihr diesen eher verkaufen?
    • Alle übrigen Positionen würde ich zugunsten von „keep it simple“ verkaufen.

    Praktisches Vorgehen:
    Da ich bislang noch nie selbstständig Positionen verkauft habe, werde ich mir die Depotkonditionen und Handelsplätze genauer anschauen.
    Mir ist bisher bekannt:

    • Handel werktags während der Hauptbörsenzeiten (ca. 9 - 17 Uhr).
    • Mit Xetra oder Tradegate macht man grundsätzlich nichts falsch.


    Was denkt ihr insgesamt dazu? 🙂
    Gibt es noch Punkte, die ich berücksichtigen sollte – oder etwas, das ihr anders beurteilen würdet?

    Wenn ich bei sowas hinundhergerissen bin, mach ich meistens halbe/halbe und gucke, wie es sich anfühlt. Jaja, Frauen neigen eher als Männer zu Kompromissen ... aber oft fühlt es sich gut an und ich bleibe dann dabei.

    Damit läge ich ungefähr bei einer 20/80-Aufteilung. Zusätzlich hätte das für mich einen kleinen psychologischen Vorteil: Ein Teil wäre weiterhin frei verfügbar und ich würde mich nicht direkt nur auf den Notgroschen reduzieren. Die Umstellung wäre insgesamt weniger drastisch.

    Gleichzeitig muss ich an eine Aussage von Gerd Kommer in der {ungeskriptet} Podcast Folge denken, in der er zwei Punkte als entscheidend bezeichnet hat:

    1. Gute Rendite
    2. Eine nennenswerte Bemessungsgrundlage

    Gerade Punkt zwei werde aus seiner Sicht häufig vergessen, während man sich stark auf Punkt eins fokussiere. Das hat mich Anfang Januar beim Hören sehr getriggert und mein hoher Tages-/Festgeldanteil ist seitdem immer stärker in den Fokus gerückt.

    So wie ich die bisherigen Beiträge verstehe, würdet ihr überwiegend eher zu einer radikaleren Umschichtung tendieren – gerade aufgrund der bestehenden Unklarheit hinsichtlich eines Eigenheims und der damit verbundenen Opportunitätskosten.
    Oder wie seid ihr selbst ungefähr zwischen Depot und Tages-/Festgeld aufgestellt?

    Der Einwand von Evaluise ist dennoch berechtigt: Mit etwas zeitlichem Abstand könnte ich immer noch nachjustieren, falls ich doch mehr investieren möchte.

    Aber die nächsten 10 Jahre alles auf dem Tagesgeld liegen lassen und dann feststellen, es wird doch keine Immobilie, wäre eben auch blöd und kostet ggf. richtig Opportunitätskosten.

    Wenn ich mir überlege, was ich in den Jahren mehr Geld angesammelt hätte, wenn ich es in ETF angelegt hätte…

    Genau das sind aktuell auch meine Gedanken zu Tages- und Festgeld – rückblickend auf die letzten zehn Jahre und auch mit Blick auf die kommenden Jahre, die im Hinblick auf eine mögliche Immobilie noch völlig offen sind. Das damit verbundene Risiko ist mir natürlich bewusst.


    Ich bin voll bei dir und wenn die Entscheidung so einfach wäre, wärst du sicher nicht hier :)

    Entscheiden wirst du am Ende, aber das schöne ist ja, dass du hier vielleicht noch ein paar Denkanstöße bekommst.

    Ich finde gut, dass du realisiert hast, dass ein Eigenheim nicht unbedingt sein muss um Vermögen aufzubauen sondern eher eine Entscheidung wie man leben möchte.

    Ganz genau, und ich schätze, damit geht es vielen ähnlich 🙂
    Ich bekomme von euch auf jeden Fall einige Denkanstöße und habe inzwischen gemerkt, dass der Gedanke, Tages-/Festgeld umzuschichten, doch gar nicht so abwegig ist – selbst mit einem möglichen Immobilienwunsch in den nächsten Jahren.

    Bisher hatte ich beim Thema Immobilie oft den Eindruck, dass man jeden Euro möglichst sicher und damit renditearm ansparen sollte. Eure bisherigen Reaktionen bestärken mich darin, dass es eben nicht grundsätzlich falsch ist, das Geld jetzt (endlich) in einen Aktien-ETF zu investieren.

    Ein Eigenheim war für mich gedanklich ohnehin nie primär „Vermögensaufbau“, sondern eher Lebensgefühl bzw. Lebensart. Mit Blick auf den reinen Vermögensaufbau erscheint mir das (subjektiv!) mit deutlich mehr Verantwortung, Haftung und Pflegeaufwand verbunden als z. B. Aktien-ETFs. Das sehe ich aktuell auch im Bekannten- und Verwandtenkreis bei vermieteten Immobilien.
    Am Ende hat beides natürlich seine Vor- und Nachteile.


    Vielleicht noch ein Denkanstoß zu deinem hohen Tagesgeld.

    Wenn du dich in 5 Jahren entscheidest ein Eigenheim zu kaufen, müsstest / solltest du ohnehin soviel Eigenkapital wie möglich investieren.

    Da werden dann unter Umständen die 50k auf dem Tagesgeld nicht reichen. Du wirst dann ohnehin wahrscheinlich deine ETFs teilweise oder ganz verkaufen.

    Allerdings muss man aber auch immer die eigen Risikobereitschaft betrachten, wenn du dich mit der aktuellen Aufstellung beim Tagesgeld einfach wohler fühlst ist das doch auch vollkommen ok.

    Diese Rechnung, das Depot im Zweifel komplett gegen null laufen zu lassen, stand damals bereits im Raum. Mit der Entscheidung für ein Eigenheim wird es vermutlich auch genau darauf hinauslaufen – zumindest dann für eine sehr positive Lebensveränderung.

    Lange habe ich mich mit dem Festhalten an einem hohen Tages-/Festgeldanteil wohlgefühlt, inzwischen fühlt es sich jedoch immer unrichtiger an. Daher wirklich danke an dich und auch an alle anderen für eure Beiträge, die mir die Unsicherheit genommen haben, mit einer Umschichtung etwas komplett Falsches zu tun. :)

    Ich freue mich sehr über die vielen Antworten – danke! :)

    Hier die Übersicht mit den bisher fehlenden Informationen:

    • Für SAP konnte ich in Scalable das ursprüngliche Kaufdatum nicht einsehen. Ein Kauf vor 2009 könnte daher möglich sein.
    • Der Hausinvest wurde nach 2013 gekauft, die Mindesthaltedauer ist verstrichen.
    • Bei Positionen, die ursprünglich Sparpläne waren, habe ich den Durchschnittseinstandspreis angenommen.
    • Soweit mir Wertpapierprovisionen beim Kauf bekannt sind, habe ich sie in den Einstandspreis eingerechnet.
    • Die Steuern habe ich mit 27,82 % angesetzt.
    • Über alle Positionen betrachtet wäre die unreal. Gewinn-/Verlustrechnung auf Grund der zwei Schenkungen positiv: 17.584,93 €.



    Zu den von 90 Prozent Aktien angesprochenen ESG-Positionen:
    Das sind Altlasten aus 2021. Inzwischen würde ich sie nicht mehr kaufen, und mein Fokus beim Investieren liegt auch nicht mehr auf ESG bzw. grüner Nachhaltigkeit.

    Mein Ziel ist auf jeden Fall, das Geld nach einem Verkauf direkt wieder zu investieren – bevorzugt in den Aktien-ETF, den ich für meinen langfristigen Vermögensaufbau nutze.
    Grundsätzlich möchte ich vor allem mehr Klarheit und Einfachheit in mein Depot bringen.

    Was ist denn hier ein möglichst guter Kurs? Schreib dir den Kurs auf und verkaufe dann auch wirklich wenn der Kurs erreicht ist. Wenn du bei Bedarf verkaufen musst ist es unmöglich einen guten Kurs zu bekommen. Also ist das ganze ein Widerspruch.

    Hier musste ich schmunzeln, weil ich für mich selbst nicht entscheiden kann, was „richtig“ ist. In meinem Kopf sind diese Positionen weiterhin ein Geschenk, das sich emotional anders anfühlt als selbst gekaufte Investments. Entsprechend habe ich eine gewisse Hemmung, aktiv einzugreifen – obwohl mir rational bewusst ist, dass das eigentlich ein Trugschluss ist.

    Der Gedanke eines „möglichst guten Kurses“ bedeutet für mich nicht, gerade dann zu verkaufen, wenn die Werte kurzfristig stark unter Druck stehen. Langfristig weiß ich aber, dass ein klarer Plan hier sinnvoller ist als reines Abwarten.

    Wären das also gute Positionen, um einen Take-Profit-Ansatz zu verfolgen?

    hausinvest, wobei du bei dem ja die 12-monatige Kündigungsfrist beachten musst. Einige verkaufen den an der Börse, aber da machst du sicher 10% Verlust, und zwar ohne Not.

    Besparst du tatsächlich All-World und World? Und welchen Hintergrund hat das?

    Ich dachte tatsächlich, es wäre sinnvoller, den Hausinvest direkt über die Börse zu verkaufen – hatte dazu neulich etwas bei Finanztip gelesen. Nach dem Motto: „Da weiß man, was man hat“, statt in 12 Monaten einen noch unbekannten Wert zu erhalten.

    Der All-World-ETF war mein Einstieg, allderings läuft aktuell nur auf den World-ETF mein Sparplan. Wie beschrieben, war der Wechsel leider impulsiv – kombiniert mit dem Gedanken, eine neue LIFO-Tranche zu eröffnen. Rückblickend hätte ich vermutlich einfach in einem anderen Depot wieder denselben ETF besparen sollen.


    Für meinen Geschmack ist dein Tagesgeld-Festgeld-Betrag zu hoch. Wenn du aktuell keinen Verwendungszweck dafür hast, dann würd ich es auf den Notgroschen beschränken.

    Vielleicht wäre es sinnvoll, das mit dem auslaufen der günstigen Zinsen zu verringern

    Genau das Gefühl habe ich auch immer mehr und daher ist das auch das Ziel: Tages/Festgeld in einen Aktien ETF überführen.

    Provokante Fragen bekommen ehrliche Antworten:

    Eigentum – also ein Haus mit Garten für die eigene Familie – war für mich lange Zeit „gesetzt“. So bin ich aufgewachsen, und das erschien mir die Norm. Vor ein paar Jahren stand ich sogar kurz davor.

    Meine letzte Partnerschaft hat mich jedoch zum Umdenken gebracht: Ein Haus ist schön, aber vielleicht nur für einen Lebensabschnitt. Es könnte möglich sein, sich später wieder davon zu lösen, wenn Kinder flügge werden und sich das Leben verändert. Diese Sichtweise war mir vorher völlig fremd. Inzwischen bin ich offener: Familie kann auch zur Miete leben – auch wenn ein Eigenheim gefühlt sicherlich etwas anderes ist.

    Ohne Partner mit gemeinsamem Kinderwunsch werde ich kein Haus kaufen oder bauen. Eigentum muss dabei kein Haus sein, richtig – eine Eigentumswohnung ist aktuell nicht mein Ziel, auch wenn ich letztes Jahr zwecks Vermietung kurz darüber nachgedacht habe.

    Knackige Frage: Wie lange will ich noch mit der Entscheidung warten? Ich weiß, dass man sich möglichst früh für oder gegen ein Eigenheim entscheiden sollte, um langfristige finanzielle Planungssicherheit zu haben. Deshalb habe ich mein Tages- und Festgeld so lange dauerhaft verfügbar gehalten. Ich gehe davon aus, dass sich diese Frage in den nächsten fünf Jahren für mich klären wird.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Das Eigenheim steht und fällt mit dem passenden Partner.

    Zwecks Rendite ist mir bewusst, dass Aktien-ETFs das Tages- und Festgeld langfristig (wahrscheinlich) überholen werden. Daher möchte ich jetzt die aktuell beste Entscheidung für mein Geld treffen – denn genauso wie in den Finanzen gibt es auch im Leben keine Glaskugel.

    Vielen Dank für eure direkten und ausführlichen Antworten!

    Motas91 Dankeschön - dem bin ich mir auch bewusst und das es auf keinen Fall selbstverständlich ist :)
    Zwecks meiner Bezeichnung für den ETF: Richtig, damit meine ich "ETF für meine Rente" - Aktien ETF. Das kann ich jetzt leider im ersten Post nicht mehr anpassen.

    Am Wochenende hatte ich bereits via Excel Verkäufe simuliert inkl. Steuer.
    Da müssten alle fehlenden Informationen und Daten enthalten sein. Ich werde es heute Abend übersichtlich hier ergänzen und genauer auf eure Antworten eingehen.

    Hallo zusammen,

    seitdem ich vor einigen Jahren Finanztip über die YouTube-Videos von Saidi kennengelernt habe, ist die Webseite und das Forum ein ständiger Begleiter. Daher möchte ich euch allen schon einmal herzlich danken für alles, was ich in der Zeit lesen und lernen durfte!

    Hintergrund zu mir:

    • 29 Jahre, Single, Mietwohnung, relativ neues Auto
    • 4-Töpfe-Prinzip & ca. 50-30-20-Regel

    Bevor ich mit dem ETF-Sparen gestartet habe, bin ich klassisch in einige Fettnäpfchen getreten:

    • Finanzprodukte auf Anraten von Bank oder nahestehender Personen abgeschlossen, die ich rückblickend teilweise anders entschieden hätte. Gleichzeitig wurden manche Entscheidungen aufgrund zu viel Grübeln glücklicherweise nicht final umgesetzt.
    • Zu viel Zeit in theoretischer „Kurvendiskussion“ verbracht, statt direkt mit dem ETF-Sparen zu starten.

    Meine Versicherungen und Verträge habe ich gut im Griff. Neben dem Umstrukturieren vom Depot steht aktuell einzig meine BU-Versicherung noch zur Prüfung aus und meinen Bausparer möchte ich dieses Jahr ebenfalls kritisch hinterfragen. Beides ist jedoch im Moment nicht vorrangig.

    Ziel „Neujahrsputz“ im Depot

    Es gibt zwei Themen, die ich schon länger vor mir herschiebe:

    1. Altlasten im Depot bewerten: verkaufen oder behalten?
    2. Tagesgeld reduzieren und in ETFs investieren?

    Überblick Depots (~102.200 €)

    Altbestände – ursprünglich Sparpläne oder Einmalkäufe:

    • UniCredit HVB Garant / DE000HVB3SH4 / 5.000 € (läuft noch bis 08.2029)
    • FIRST EAGLE AMUNDI / LU1095739733 / 62 Stk. ~ 6.800 €
    • iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas / DE000A0H08M3 / 48 Stk. ~ 2.000 €
    • PB VP Nachhaltig 70 / DE000A0M03Y9 / 45 Stk. ~ 3.100 €
    • UBS MSCI World Socially Responsible / LU0629459743 / 66 Stk. ~ 10.600 €
    • UniGlobal / DE0008491051 / 24 Stk. ~ 9.600 €
    • Pictet - Water / LU0208610294 / 2 Stk. ~ 1.000 €
    • hausInvest / DE0009807016 / 140 Stk. ~ 5.600 €

    Schenkungsaktien:

    • Holmen / SE0011090018 / 250 Stk. ~ 8.100 €
    • SAP SE / DE0007164600 / 110 Stk. ~ 22.200 €

    Renten-ETF:

    • Ab diesem Jahr 500 € statt 400 € im Monat via Sparplan
    • Vanguard FTSE All-World / IE00BK5BQT80 / 157 Stk. ~ 25.800 €
    • UBS Core MSCI World / IE00BD4TXV59 / 46 Stk. ~ 1.600 €

    Überblick Tagesgeld

    Abzüglich meines Notgroschens beläuft es sich aktuell auf 60.400 € und wird monatlich mit 200 € bespart. Der Angebotszins von 2,90 % p.a. läuft demnächst aus.

    Das Geld ist in den letzten 10 Jahren zwischen Tages- und Festgeld gewandert – immer mit dem Gedanken, dass bei einem Eigenheim mit Familie Kapital benötigt wird. Aktuell ist das jedoch wieder Zukunftsmusik.

    Meine Überlegungen

    • Den offenen Immobilienfonds (hausInvest) nicht zurückgeben, sondern endlich direkt verkaufen.
    • MSCI World Socially Responsible eventuell weiterlaufen lassen als Renten-ETF.
    • Restliche Altbestände (bis auf UniCredit) ebenfalls verkaufen und in den Renten-ETF umschichten.
    • Schenkungsaktien vorerst stehen lassen und nur bei Bedarf zu einem möglichst guten Kurs verkaufen.
    • Tages-/Festgeld: Abwägen, ob das Geld weiterhin wie bisher geparkt oder ein Großteil einmalig in ETFs investiert werden sollte – ein Balanceakt zwischen pragmatischer Vernunft und der Verlockung höherer Renditen.
    • Die Wahl des Renten-ETFs nochmals prüfen – die Entscheidung im Herbst war eher impulsiv, um „etwas zu verändern“ und gleichzeitig eine neue LIFO-Steuer-Tranche für die Entnahme im Alter zu erzeugen.

    Offene Fragen

    1. Depotwechsel vor Verkauf: Wäre ein Wechsel zu einem günstigeren Depot sinnvoll, um die Verkaufskosten zu reduzieren und so mögliche Verluste abzumildern? U.a. der hausinvest ist bei Comdirect. Das Zweitdepot ist bei Scalable Capital.
    2. Faustregeln bei Altlasten: Take Profit ~ +20 % / Stop Loss ~ -10 % – ist das eine praktikable Orientierung oder sollte man hier besser einmal „in den sauren Apfel beißen“ und konsequent umschichten?

    Ich möchte mein Depot möglichst „keep it simple“ halten. Ich weiß, dass ich jede Entscheidung selbst treffen und tragen muss, freue mich gleichzeitig auf eure Schwarmintelligenz, um die für mich stimmigste Lösung zu finden.

    Vielen Dank fürs Lesen!

    Viele Grüße
    der Sparzwerg