Es ist ja leicht an die Eigenverantwortung zu appellieren, gerade hier im Forum wo sich Leute mit Finanzen wirklich auseinander setzen.
Glaubst Du denn ich bin mit dem Wissen was ich heute habe auf die Welt gekommen? Da fängt doch Eigenverantwortung für mich an: Irgendwann habe ich begonnen meinen persönliche Situation zu analysieren, mir Gedanken zu machen was ich an AV später haben möchte, eine Strategie zu entwickeln, regelmäßig zu sparen und und zu investieren, die Vorsorge zu kontrollieren und bei Bedarf anzupassen. Das kann man doch von einem mündigen Bürger erwarten finde ich.
Es geht natürlich auch anders:
da werden Kleinstkredite für allen Schmökes aufgenommen, bei vielen ist am 15ten schon alles weg (warum auch immer)
Ich kenne ein paar Leute, die in Ihrem Arbeitsleben sehr wohl die finanziellen Möglichkeiten gehabt hätten etwas für Ihre private AV zu tun.
Es wurde aber nicht gemacht! Dafür war das Auto (natürlich immer Neuwagen) dann 2-3 Klassen größer als meine Gebrauchtwagen. Und die Urlaube waren dann auch eher Karibik oder Malediven als Camping an der Ostsee (wobei das inzwischen auch richtig teuer geworden ist).
Ja, das ist auch ein Teil der Realität. Ich maße mir gar nicht an das zu bewerten. Es sind freie Menschen, die sich anders entschieden haben. Und das ist auch ok so.
ABER (!):
Dann gehört auch dazu, die Konsequenzen für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen und nicht rumzujammern, das die Rente im Alter nicht nicht reicht. Dann vielleicht noch nach dem Sozialstaat zu schreien. Sorry, aber so funktioniert das nicht!
Den Sozialstaat sehe ich in der Verantwortung z.B. für...
es gibt Suchtkranke, sonstige Kranke die kaum Geld haben, es gibt Dumme und Schulabrecher, es gibt Arbeitslose und Menschen die einfach viel Pech hatten
oder dafür, das auch einkomensschwächere etwas mehr für Ihre AV tun können.
Offengestanden sind das Kindergeld oder die Zulagen in der der Riesterförderung ab einem gewissen Einkommensniveau Mitnahmeeffekte, die anders verteilt werden könnten.