Beiträge von Referat Janders

    Die Privilegierung besteht darin, dass man mit 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente gehen kann, während andere dafür bis zur Regelaltersrente weiter arbeiten müssen.

    Altersrente für schwerbehinderte Menschen, Altersrente für langjährig unter Tage Beschäftigte?

    Abschlagsausgleich bei vorgezogener Rente?


    Dass man bis Rentenbeginn arbeiten muss ist kein Erfordernis der Rentenversicherung.

    Wieso ist es plötzlich eine "Privilegierung" mit 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Rente zu gehen?

    Abschlagsfrei ab 65 war bis einschließlich 2011 der Standard (Regelaltersrente). Dann waren es plötzlich 45 Jahre, die man dafür brauchte.

    Die Privilegierung sehe ich persönlich in der Änderung auf 63 (und wieder anwachsend auf 65).

    Die Leute (mit ausreichend anrechenbaren Wartezeitmonaten) mit 65 in Rente zu lassen, das hält die Rentenversicherung tatsächlich aus. Nur erschwert das dem Monty Burns von nebenan die Suche nach Arbeitskräften für eine schmale Mark.

    Die ganzen Geschichten und Schlagzeilen haben deutlich weniger mit Finanzierbarkeit zu tun als man wahrzunehmen meint.

    Die Altersteilzeit ist meines Wissens nach wie vor noch eine firmeninterne Regelung oder? Wenn mein AG meint mich loswerden zu wollen, dann kann er ein Programm auflegen wo ich in einem 58+ Modell irgendwie ausscheiden werde. .... Und darauf hoffe ich natürlich. Da ich noch einen irre teuren Vertrag habe werden die sich das wahrscheinlich so richtig was kosten lassen. ..... Da mache ich mir mal so gar keine Gedanken. Mit max 62 werde ich auf gar keinen Fall mehr arbeiten. Nie im Leben!

    Das Blockmodell ist für den AG attraktiv, da man so Arbeitsplätze "räumen" und günstiger nachbesetzen kann. Warum der Gesetzgeber die Möglichkeiten der Arbeitgeber einschränken will, könnte man ja mal hinterfragen. Gefördert wird ATZ ja auch nicht mehr. Also kein Grund zur Übergriffigkeit des Staates. :/

    Und die Ausgabenseite wird ignoriert weil das ja schon irgendwer zahlt?

    Ein riesen Problem ist ja der Demographische Wandel, immer weniger Zahlen ein für immer mehr die gerne etwas ausgezahlt bekommen wollen. Damit das System nicht zusammenbricht muss also an beiden Schrauben gedreht werden.

    Demographie ist schon ein Problem, aber nicht ein so gewaltiges, wie immer getan wird.

    Wird aber gerne als Rechtfertigungskeule genutzt.

    Hallo.

    Über ungelegte Eier sollte man nicht gackern.

    Und wie fühlst Du Dich bei dem Gedanken, Deine Vorsorge nur auf die Standardangebote zu stützen? Risikostreuung sieht anders aus.

    Ich halte es sowohl für grenzwertig übergriffig als auch für einen schweren Erziehungsfehler, Menschen vor den Konsequenzen ihrer eigenen Entscheidungen zu schützen, indem (ausgerechnet!) der Staat - also die regiernde Klasse der von Wahlperiode zu Wahlperiode denkenden Volksvertreter - sie entmündigt.

    Hm, in Sachen Existenzminimum von Erziehung zu sprechen ist ...interessant!

    Ein sehr provokanter Titel, der natürlich nicht als ernst zu betrachten ist. Dennoch hatte ich heute wieder eine Situation, die mich zum Nachdenken gebracht hat.

    Kollege (Mitte 20) betreibt keine Altersvorsorge, Zitat: "Das ganze Geld wird ins Auto investiert". Geht das so weiter und steht in einigen Jahrzehnten dann die Rente an, könnte ich mir vorstellen, dass diese Personengruppe dann ganz laut nach dem Sozialstaat ruft und Unterstützung fordert.

    Ich weiß nicht, wie sich die Politik und das Weltgeschehen die nächsten Jahrzehnte entwickeln, aber es könnte durchaus sein, dass dann die "vermögenden" Menschen, die jahrzehntelang gespart und >500k für die Rente im Depot haben, zur Kasse gebeten werden.

    Das ist natürlich absolut kein Grund, jetzt das Depot aufzulösen, den Sparplan zu stoppen und alles Geld rauszuhauen. Jedoch stelle ich mir schon die Frage, ob meine Bedenken (teilweise) nicht berechtigt sind. Wie seht ihr das Thema oder denke ich vielleicht auch einfach zu negativ?

    Hm, regelmäßig sind die Dinge, die die Menschen sagen, nicht deckungsgleich mit den Dingen, die die Menschen tun.

    Außerdem würde ich den Menschen auch jenseits von Mitte 20 eine Lernkurve zutrauen.

    Frage.

    Es gibt, soviel ich weiß, eine Direktzahlungspflicht der Grundsicherung gegenüber der Krankenkasse.

    Nun zahlt aber die Grundsicherung die Beiträge sehr unregelmäßig, so dass ständig Gebühren anfallen. Diese werden aber nicht mit überwiesen und bleiben am Versicherten hängen!

    Kann diese Direktzahlungspflicht ausgehebelt werden?

    Danke!

    Hallo.

    Der Beitrag liest sich recht kryptisch.

    Magst das ganze etwas mehr ausführen?

    Persönlicher Spitzensteuersatz von 25-42% plus Sozialabgaben von rd. 22%. Selbst wenn auf die KV verzichtet wird (derzeit fällt sie auf AG-Seite an), sind die Abzüge heftig.

    Bei Normalos ist die Hälfte weg.

    Ah, Berechnungen an der Realität vorbei, das erklärt es.

    Der (ehemalige) Minijob ist in Deinem Szenario eine Zweitbeschäftigung in Steuerklasse VI oder wie?

    Ich kann dir im Gedankengang nicht folgen... ich bin in Vollrente und erhalte sowohl von der VBL als auch von der DUK eine Zusatzrente.
    Ich denke, ich werde einfach abwarten, was nun mit der Entlohnung und Bezahlung mit meinem Minijob passiert.
    Wenn der Gesetzgeber da was ändern will, muss er ja auch die entsprechenden Gestaltungsmöglichkeiten an die Hand geben. Die Arbeit bleibt ja und nicht nur bei mir, sondern auch bei ungefähr 6,8 Mio weiteren Minijobbern. Die Zahlen sind vom März 2026

    Anzahl von Minijobbern

    Bei der Minijob-Zentrale sind 6.807.248 Minijobberinnen und Minijobber gemeldet: 6.554.876 im Gewerbe und 252.372 in Haushalten.

    Deine DRV-Rente wird zur Regelaltersgrenze neu berechnet und wird etwas höher. (Beiträge des AG von Rentenbeginn bis Regelaltersgrenze)

    Ab Regelaltersgrenze zahlt der AG weiter Beiträge, die an Deiner Rente aber nichts mehr ändern.

    Wenn Du bei der DRV auf 0,01% verzichtest (die VBL zahlt dann auch 0,01% weniger, die DUK zahlt wahrscheinlich unverändert weiter), dann wird sich Deine Rente zum 01.07.2027 nochmals erhöhen. (Wegen der Beiträge des AG.) Wenn Du den Job irgendwann aufgibst, dann teilst Du der DRV mit, dass Du wieder 100% Rente haben willst. Die VBL setzt es dann gleichermaßen um.

    Ich erinnere nochmals an den Thread-Titel!

    Auch wenn es dem einen oder anderen schwer fallen mag: Gedanken ordnen, schauen ob man etwas schreiben will und für den Fall, dass man etwas schreiben will, dann schaut man noch, an welcher Stelle man es unterbringt.

    Also: Off-Topic beenden!

    Ich erweitere die Frage einmal. Meine Frau hat auch einen Minijob und hat sich von der Beitragspflicht zur RV befreien lassen, damit sie höhere freiwillige Beiträge leisten kann. Was passiert damit? Zwangsverbeitragung?

    Das bleibt abzuwarten.

    Nach heutigem Recht würde das Recht zur freiwilligen Versicherung entfallen.

    Das scheint mir bei Deiner Frau aber auch eine sehr nischige Konstellation zu sein.